wollte nur erzählen/seit langer zeit mal wieder hier reingesehen

hallo,

ich war meistens nur eine stille lesering gewesen. ich hatte am 12.05. meine letzte befruchtung mit den letzten drei eingefrorenen embryonen. leider wurde ich auch dabei nicht schwanger. insgesamt habe ich es 6 mal versucht. es war eine sehr nervenaufreibende zeit, und nach jedem gescheiterten versuch war die enttäuschung noch größer. ich weiß nicht wieviele tränen ich geweint habe. mittlerweile versuche ich die situation mit anderen augen zu sehen. oft gelingt es mir, aber auch ganz oft bin ich tottraurig, dass ich nie mutter sein kann. auf dem natürlichen wege werde ich es nicht schaffen, da ich eine spermaunverträglichkeit habe. die behandelnden ärzte konnten mir auch nicht sagen, ob so was wieder weg geht. medikamente scheint es keine zu geben. und warum es auf dem künstlichen weg nicht geht weiß auch niemand. es liegt sehr wahrscheinlich an meinem alter (41). na ja, was soll ich noch machen. ich habe alles versucht und bin gescheitert.

ich schreibe hier, da es kein anderes forum für den unerfüllten kinderwunsch gibt.
allen die jetzt noch dabei sind, und große hoffnung haben das es auch klappt, wünsche ich alles gute und drücke im stillen die daumen.

sorry noch einmal für´s zutexten! #schmoll

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Hallo,

es tut mir wirklich leid zu hören, zwar hatten wir nicht so viele Versuche und bei uns hat es auch geklappt (Henry 14 Monate), aber ich kann nach vollziehen, wie Du Dich fühlst!

Aber man sollte die Hoffnung nie aufgeben, meine Arbeitskollegin hat mit 48! ihre Hanna bekommen, obwohl der Arzt eine Schwangerschaft (auf natürlichem Wege) bei ihr ausgeschlossen hatte!!!

Sie dachte sie wäre in den Wechseljahren und hat denn im 5. Monat erfahren, dass sie schwanger ist! Heute ist Hanna 17 Monate.

Selbst wenn es nicht klappt, darfst Du nicht vergessen, dass es viele andere schöne Dinge im Leben gibt! Zum einen Deinen Mann der den ganzen Stress mit Dir durch gestanden hat! Eine glückliche Partnerschaft ist doch auch viel wert. Und da gibt es bestimmt nach mehr was Dir einfällt.

Fühl Dich von mir lieb gedrückt und lass den Kopf nicht hängen!

Gruß

Sabine

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Hallo Nacktmulle,

aus deinen Worten spricht viel Trauer, Verzweiflung und Hilflosigkeit. Auch mir sind diese Gefühlszustände nicht fremd und immer wieder sehr präsent.

Daher weiß ich auch, wie schwierig es ist, tröstende Worte zu finden. Es gibt nichts, was darüber hinweg tröstet, dass dieser Wunsch unerfüllt bleibt. Das einzige sind die kleinen Momente, in denen man das Alltagsglück genießt.

Hast du denn auch über Adoption nachgedacht? Ich weiß, dass es in deinem Alter (Entschuldige bitte, aber ich habe keine bessere Umschreibung gefunden #kratz) schwierig ist, Kinder im Säuglingsalter zu bekommen. Aber vielleicht ist es doch eine Möglichkeit, diese scheinbare Lücke in deinem Leben zu füllen. Für mich wird das Thema immer präsenter, dachdem ich vier erfolglose Versuche hatte (wenn ich die IUI hinzu rechne, sind es sogar 5). Anfangs konnte ich es mir gar nicht vorstellen, aber inzwischen merke ich, wie meine psychische Mauer immer kleiner wird und ich mich auch diesem Thema öffnen kann.

Hattest du denn schon mal psychologische Hilfe in Anspruch genommen, um mit dieser Situation umgehen zu lernen?

Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass du die Kraft findest, dein Leben auch ohne Kinder zu lieben und glücklich zu sein.

Alles alles Gute für dich
von Silke #liebdrueck

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Hallo,

#liebdrueck

Ich kann dich gut verstehen. Ich hab zwar erst 2 ICSI`s hinter mir, aber fühle mich jetzt schon so#schmoll. Wie es dir nach 6x Auf und Ab geht, kann ich nur erahnen......

Ich hatte beide male nur 1-2 Eizellen,beim ersten Versuch hatte sie sich die eine nicht befruchten lassen- also kein Transfer. Beim 2. mal hatte ich das Glück, daß beide punktiert werden konnten und auch beide befruchtet waren, aber leider war der Test am Freitag negativ.

Aber warum ich dir schreibe ( und dir damit hoffentlich nicht zu nahe trete): Hast du schon mal an die Möglichkeit einer Eizell- bzw. Embryospende im Ausland gedacht?

Ich weiß selber noch nicht, wie ich weiter mache. Zur Erholung der Eierstöcke nehme ich jetzt erstmal die Pille und für den "Plan B" haben wir nächste Woche einen Termin in der Tchechei, unverbindlich und rein informativ.

In der neuen " emotion", kannte die Zeitung vorher gar nicht, ist ein guter , realistischer Artikel über das Thema KiWu, auch über den Abschied....

Wie auch immer du dich entscheidest, ich wünsche dir für alles viel Kraft.

LG krissi

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Hallo Krissi,

du schreibst, Ihr habt einen Termin in der Tschechei. Kannst du mir Näheres dazu sagen? In welcher Klinik seid ihr und wie hoch sind die Kosten?

Ich habe am Freitag zufällig in der heute-Sendung im zdf einen Bericht über eine Klinik in Stettin (Polen) gesehen, wo bei hälftigen Kosten eine erhöhte Chance besteht, weil die Eizellen bis zum Blastozysten-Stadium gezüchtet werden können. Die haben auch gesagt, dass die Bedingungen in Deutschland sehr sehr eingeschränkt sind, was die Chancen verringert. Deshalb suchen viele Paare Hilfe im Ausland.

Den Artikel in der "emotion" habe ich auch gelesen. Habe auch das Buch von dem Psychologen Dr. Wischmann, was sehr gut ist. Wichtig für mich insbesondere, dass der psychischen Verfassung oft mehr Bedeutung beigemessen wird, als es in Wirklichkeit ist. Denn es gelingt einfach nicht, "abzuschalten" und sich von dem Wunsch zu lösen.

liebe Krissi, ich würde mich über eine Antwort freuen.

Alles Gute für dich
von Silke

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Hallo Silke,

ich glaube, wir beide sind zur Zeit gedanklich mal wieder auf einer Wellenlänge.

Man greift nach so vielen Mißerfolgen und dem trotzdem immer größer werdenden Wunsch nach einem Kind ja irgendwie zu jedem Strohhalm, so auch das Ausland, wo es höhere Chancen geben soll.

Obwohl wir ja nun nach Bregenz gewechselt sind, würde ich trotzdem nichts Negatives über die Kölner Klinik sagen und irgendwie bin ich auch traurig, dass es soviele hier in D schaffen, aber ich scheinbar nicht. Am Sonntag gehts bei mir mit der Downregulierung los, diesmal mit Decapepthyl-Spritzen und die setzt man sich dort bis kurz vor der Punktion...Und stimuliert wird dann mit Menogon, alles anders als bisher bei mir, ich hoffe, das läuft alles, wie es soll, aber ich versuche mal Vertrauen zu haben.

Den Artikel in der "emotion" habe ich auch gelesen und fand es auch interessant, dass es kaum Frauen gibt, wo die Psyche eine Schwangerschaft verhindert. Unser alter KIWU-Doc meinte dazu mal bestätigend, wenn es so sehr an der Psyche liegen würde, dann hätte es im Krieg wohl keine Kinder gegeben. Und es gäbe auch nicht soviele ungewollte Schwangerschaften.

Das Thema Adoption (anderer Beitrag von Dir) wird für uns auch der Plan B sein, wenn es in Bregenz nicht klappt. Hier im Forum hat ein Mädel ("clazwi") recht viel Positives dazu geschrieben, sie und ihr Mann haben vor Jahren selbst 2 Kinder adoptiert.
Bestimmt kann man auch diese Kinder sehr sehr lieben. Und trotzdem wünsche ich mir im Moment noch so ein gemeinsames Kind von meinem Mann und mir...

Fühl Dich gedrückt, liebe Weggefährtin,

Ulrike


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Hallo
Lass dich erst mal ganz ganz feste #liebdrueck!
Kann dir gut nachempfinden wie es dir geht. (siehe meine Vk)
Du schreibst das du eine Spermaunverträglichkeit hast - das ist denke ich das was mein Doc bei mir auch festgestellt hat.
Also versuch es jetzt mal zu umschreiben was ich meine. --> Dein Körper akzeptiert die #schwimmer deines Mannes nicht und sieht sie als Fremdkörper oder? Auch wenn das #ei befruchtet ist akzeptiert er es nicht und stößt das befruchtete #ei ab-- hab ich das richtig verstanden -- ist das das gleiche wie bei uns?
In unsere Klinik wird angeboten eine Paternalen Leukozytentransfer zu machen und den Körper zu erklären, das das nichts schlimmes ist. Jedoch muss ich auch sagen, das es laut unseren FA nicht 100% geklärt ist, ob es wirklich was bringt.
Wenn du magst kannst du mir ja mal schreiben.
Glg Yvonne

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hallo nacktmulle,

ich bin 35 und noch ganz am Anfang (verschlossene Eileiter) und trotzdem schon jetzt ganz schön geknickt. Ich wollte Dir Mut machen und dir empfehlen, einen natürlichen Weg (siehe www.naturheilkunde-kinderwunsch.de) zu gehen.

Es ist erwiesen, dass Depressionen und Traurigkeit Schwangerschaftshormone hemmen und es so in vielen Fällen nicht zu einer Einnistung kommen kann. d.h, wenn du erst mal wieder zu dir selbst findest,und eine kleine Pause machst, kann es evtl. doch noch klappen.

Andererseits gibt es sicherlich einen Zeitpunkt, sich davon zu lösen und loszulassen. Es gibt eine Menge Erfahrungsberichte und gute Bücher dazu (hab ich bei amzon.de gesehen), die einem Mut machen, dass es noch klappen kann.

ist adoption völlig abwegig für dich?