Kein Geld aber Kinder....

    • (1) 25.02.11 - 09:28

      Die Überschrift ist vielleicht etwas unglücklich gewählt aber nach den letzten Beiträgen hier frage ich mich gerade ob sich Menschen auch Gedanken darüber machen daß sich die finaziellen Verhältnisse durchaus ändern können / werden wenn Kinder hinzu kommen.

      Die Frauen werden schwanger, haben nicht genug Geld für die Erstlingsausstattung und schauen wo sie ein paar Euro herbekommen. Machen sich die Menschen keinen Kopf heute?
      Wie kann man sich für Kinder entscheiden wenn man nicht einmal die ersten wichtigen Dinge kaufen kann?

      Das wäre mir persönlich im Leben niemals eingefallen.

      LG Z.

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      • sehr gut, das dachte ich heute und gestern hier auch schon!!!

        kinder wollen ist ja gut und schön, aber man muss es auch selbst finanzieren können.
        zugegeben, die kinderbetreuung und unterstützung ist in deutschland vielleicht nicht am besten geregelt, aber das gibt mir noch keinen freifahrtsschein einfach kinder zu bekommen, die ich wissentlich gar nicht finanzieren kann!

        sowas macht mich einfach... :-[:-[:-[

        schließlich denken andere schon an sowas und warten extra bis sie zb in meinem alter sind oder halt das geld und die sicherheit haben sich das auch wirklich zu leisten.

        lg kätzchen+mausi 39+1

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        Mich macht es aggresiv wenn dann Sätze kommen, wie:

        "Naja IRGENDWIE bekommt man die Kinder schon groß!"

        Also mein Anliegen ist es nicht, dass mein Kind nur "Irgendwie" groß wird!!!

        Klar bin ich kein Millionär, aber mein Mann und ich haben beide unbefristete Arbeitsverträge bei der Stadt und vorher war das Thema Kind erstmal tabu!

        Schlimmer finde ich jedoch das viele denn Anspruch "irgendwie" nicht nur aufs Finanzielle sondern auch auf die Förderung ihres Kinders beziehen!
        Ich fordere nicht das man Kindern mit 3 Jahren zu Englischkursen schickt, aber 24std vor dem Fernseher sind sie auch nicht besonders gut aufgehoben!

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        Ich kann sowas auch nicht verstehen.... würde mir auch nie in den Sinn kommen.

        Die Cousine (21J) von meinem Mann hat -ohne das Wissen ihres Partners- die Pille abgesetzt. Wurde schwanger.
        Ihr Freund war von der SS absolut nicht begeistert, irgendwie verplapperte sie sich dann dass sie ja die Pille absichtlich weggelassen hat und der Freund wurde zum Exfreund.

        Und 3mal dürft ihr raten was nun ist... genau, keine Kohle für gar nix.
        Kann sich nix leisten und arbeiten kann sie ja ab Geburt auch erstmal die nächsten Jahre nicht (ihre Aussage)- und wer darf bezahlen??

        kopfschüttelnde Grüße
        Steffi

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      • Uns war es sehr wichtig nicht abhängig von irgendwelchen Stellen zu sein, also haben wir gewartet, bis wir feste Arbeitsverträge und einen geregelten finaniziellen Ablauf haben. Außerdem haben wir auch für die Erstausstattung gespart, sodass wir nicht auf Qualität verzichten brauchen.
        Ich finde Aussagen wie: "Die Kinder bekommt man schon irgendwie groß" für mich nicht akzeptabel.

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        Oh man, ehrlich! So etwas kann nur aus dem Mund derer kommen, die sich nie über finanzielle Dinge Gedanken machen mussten. Ich bin auch nicht dafür, sich Kinder anzuschaffen, wenn man arbeitslos ist. Aber stell' dir vor: Es gibt Menschen, die gehen regelmäßig einer Beschäftigung nach, reißen sich jeden Tag den Allerwertesten auf und verdienen fast nichts. Und ja: Natürlich könnte man sich weiterbilden usw. aber es soll tatsächlich Menschen geben, deren geistiger Horizont nicht ausreicht, um eine höher qualifizierte Tätigkeit auszuüben oder die es sich schlichtweg nicht erlauben können, sich noch etwas weiteres ans Bein zu binden. Ich kenne Frauen, die haben 3 Teilzeitjobs à 20 Stunden pro Woche und können gerade so davon leben. Es ist nun mal leider so, dass nicht jeder Mensch zu höheren Tätigkeiten berufen ist und das ist auch gut so. Denn wir brauchen die Menschen, die "minderwertigere" Jobs ausüben, ebenfalls in unserer Gesellschaft. Und wer sind wir, dass wir es uns anmaßen, solchen Leuten Kinder zu verbieten? Meinst du nicht, das geht ein wenig weit? Jeder von uns kann froh sein, wenn es ihm so gut geht, dass er sich ohne Weiteres Kinder leisten kann. Das geht auch mir so und ich bin stolz darauf, dass ich meinem Sohn alles von unserem eigenen Geld kaufen kann und dass ich nicht auf jeden Cent achten muss. Aber nur weil es mir so geht, muss es nicht jeder anderen Familie ebenso gut gehen. Und manchmal im Leben kann es ganz schnell gehen und man steht genauso schlecht da.

        Sorry, aber ich finde dieses Posting irgendwie nicht richtig. Wenn es bspw. um Haustiere geht, dann gebe ich dir Recht! Wer es sich nicht leisten kann, sollte es lassen. Aber Kinder sind ein elementares Bedürfnis. Es ist von der Natur so angelegt, dass die meisten Menschen irgendwann einen Kinderwunsch verspüren. Und ICH urteile sicher nicht über solche, die sich ihre Kinder gerne selber finanziere wollen, es aber nicht können. Denn das steht mir nicht zu und dir auch nicht!

        Im Übrigen frage ich mich bis heute, was die so viel zitierte "NOTsituation" sein sollte, wegen der man berechtigt sein soll, Gelder bspw. von der Caritas zu bekommen!? #kratz Darauf habe ich bis heute keine Antwort bekommen und ehrlich gesagt erwarte ich auch nicht, dass ich irgendwann einmal aufgeklärt werde.

        Ich finde diese Diskussion einfach nur traurig und verletzend für diejenigen, die sich jeden Tag auf's Neue bemühen, etwas aus ihrem Leben zu machen, es aber einfach nicht schaffen. Für diejenigen sind solche Sätze mit Sicherheit ein herber Schlag ins Gesicht. Aber das ist vielen Damen hier nicht bewusst. Schade...

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        • Ich glaube, es werden hier nicht diejenigen angesproche, die sich jeden Tag aufs neue bemühen, sondern diejenigen die sich denken "ach arbeite? für 5 euro die stunde? NÖ! Und das ist das, was mich so nervt.

          Ich würde nie jemanden angreifen, der sich bemüht. Sondern ich greife die an, die nichts tun. Die nicht mal in der Lage sind ihren HH zu führen, weil sie faul sind und lieber vor dem Computer sitzen. Die ein Kind nach dem anderen in die Welt setzen und dafür weder die Verantwortung noch die Versorgung übernehmen.

          Diejenigen, die meinen, es würde reichen Liebe zu bieten. Das BIETET man aber nicht. Das ist Grundvoraussetzung. Und ich würde kein Kind bekommen, wenn ich mir es nicht leisten kann. Ja, wir müssen uns keine Gedanken über Geld machen. Aber dann mache ich mir vorher Gedanken über meine Job, über meine Schulbildung und über meine Ausbildung. Wenn ich mehr Geld verdienen will, dann muss ich auch etwas dafür tun. Mein Mann geht 10-14 Std. am Tag arbeiten. Und wofür? Dafür dass er 50% Steuern zahlt, die diese Leute dann bekommen um sich ihr schönes Leben zu finanzieren.

          Es geht hier um diese Hartz4 Menschen, die mit ihren Kindern die nächsten Generationen großziehen. Dafür können Kinder aber nichts. Aber sie wachsen so auf. Ohne dass man ihnen etwas bietet.

          Das ist traurig. Dass einem das eigenen Wohl wichtiger ist. Wie oft sieht man Leute, die sich beschweren dass es nur Nudeln mit Ketchup für Kinder gibt und die Eltern aber rauchen? Den neusten Fernseher haben? Oder alle Spielkonsolen, die es auf dem Markt gibt?

          Und solchen Leuten sollte das Geld gestrichen werden.

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          Sehe ich auch so!

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      Im Übrigen frage ich mich bis heute, was die so viel zitierte "NOTsituation" sein sollte,

      Willst du ein paar Beispiele? Ungeplant schwanger geworden,dann sitzengelassen ; nach einer Scheidung/ Trennung plötzlich mit nichts dastehen. Schwanger und der Partner wird arbeitslos ,schwerkrank oder stirbt ,so daß es plötzlich hinten und vorne nicht reicht.
      DAS sind Notsituationen für die diese Stiftungsgelder gedacht sind.
      Das Geld ist NICHT für "Damen" wie die 21 jährige gestern,die meinte ,sie muß nach einem 1 jährigen Kind für das sie schon Erstausstttungsgelder bezogen hat ,gleich noch ein Wunschkind nachlegen ,denn die anderen werden schon zahlen.

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      • #pro

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        "Schwanger und der Partner wird arbeitslos ,schwerkrank oder stirbt ,so daß es plötzlich hinten und vorne nicht reicht."

        OK, das sehe ich ebenso!


        "Ungeplant schwanger geworden,dann sitzengelassen"

        Wie war das, mit der vielzitierten Verhütung!? #kratz Nicht, dass ich darüber urteile. Ich sehe es auch so, dass es passieren KANN. Es sollte aber nicht der Fall sein. Und die Anzahl derer, die ungewollt schwanger werden, überrascht mich hier jeden Tag auf's Neue. Die Anzahl derer, die ungewollte und schuldlos schwanger werden, würde mich da mal interessieren.


        "nach einer Scheidung/ Trennung plötzlich mit nichts dastehen."

        Das ist zwar schade für diejenigen, aber wenn ich den Grundtonus hier richtig verstanden habe, geht es doch um eine vernünftige Absicherung und dazu gehört auch, dass beide Partner einer Beschäftigung nachgehen. Oder? Und dann steht diesen Menschen meist auch keine Unterstützung zu, da eben Einkommen vorhanden ist.


        Ich verstehe, worauf du hinauswillst und ich gebe dir Recht! Aber wenn so ein Thema hier bei Urbia aufkommt, ist es meist egal, aus welchen Gründen eine Person diese Hilfen bezieht. Man findet fast immer Gründe, warum die aktuelle Situation vermeidbar gewesen wäre. Ich habe selten erlebt, dass Menschen diese Hilfe hier wirklich zugestanden worden wäre. Weißt du, worauf ich hinaus will?

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        • Ich weiß was du meinst.
          Und in meiner ersten Antwort gestern bei Finanzen und Beruf habe ich der Dame auch noch Tipps gegeben,wo sie günstig das was ihr fehlt bekommen kann.
          Aber wenn ich dann hier höre,daß man ihr schöne und günstige Umstandsmode hier gestern sofort angeboten hat und sie nicht mal antwortet darauf,dann denk ich mir mein Teil.
          Es sind ja auch schon keine Einzelfälle mehr.
          Irgendjemand schrieb gestern im Thread,sie hätte DREI Personen in der Familie bzw. im Bekanntenkreis ,die diese Hilfen beantragt haben.
          Muß man darauf auch noch stolz sein?
          Jeder kann in so eine Not geraten,wo er wirklich auf Hilfe angewiesen ist ,aber was hier momentan abgeht finde ich nicht mehr normal.
          Vor allem diese Anspruchsdenken "was steht mir zu ? ".

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