Mamas mit Epilepsie - wickeln auf dem Boden?

    • (1) 06.12.13 - 13:57

      Hallo,

      ich habe Epilepsie, bin aber bereits seit 4 Jahren anfallsfrei. Ich habe mal wo gelesen, dass Epilepsiekranke Mütter besser auf dem Boden wickeln sollen.

      Sind hier vielleicht andere Mütter mit Epilesie, die damit schon Erfahrung haben. Geht das? Geht das nicht tierisch in den Rücken? Wenn ein Baby auf so einer Kommode liegt und man umkippt, fällt das Baby dann auch "automatisch" runter?

      Wie habt ihr sowas gelöst?

      Bin gespannt auf eure Erfahrungen!

      Zudem wäre ich auch interessiert wie ihr es mit dem Tragen handhabt.

      • Kenne mich da leider nicht aus. Wie wäre es auf der Couch? Als.meine anfing sich zu drehen wie verrückt, fande ich es aufm wickeltisch auch zu gefährlich, und habe auf dem Boden gewickelt. Auf nem Teppich fande ich es vollkommen ok.

        Lg

        (3) 06.12.13 - 14:17

        Ich habe Epilepsie und bin seit 2008 anfallsfrei - nicht einmal Absencen habe ich mehr, seit ich medikamentös richtig eingestellt bin.

        Die regelmäßig durchgeführten EEGs zeigen keinerlei Anfallsbereitschaft.

        Ich wickel nicht auf dem Boden, trage meine Kinder normal und mache auch sonst alles, was eine Mutter ohne Epilepsie macht.

        Hätte ich allerdings regelmäßige Anfälle, würde ich das schon anders handhaben - ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob ich mich dann überhaupt getraut hätte, Kinder in die Welt zu setzen. #gruebel

        "Wenn ein Baby auf so einer Kommode liegt und man umkippt, fällt das Baby dann auch "automatisch" runter?"

        Ich war bei meinen großen Anfällen mindestens 45 Minuten bewußtlos - Zeit genug, um von der Wickelkommode zu fallen. #zitter

        Mütter mit regelmäßigen Anfällen müssen sich sicherlich nicht nur ums Wickeln und Tragen Gedanken machen - da kann wohl einiges zur Gefahr werden.

        LG wartemama

        (4) 06.12.13 - 14:18

        Ich habe keine Epilepsie, habe aber meine jüngere Tochter auf dem Boden gewickelt, seit sie 4 Monate alt war, weil sie so extrem gezappelt hat #schwitz

        Wenn ein Baby auf so einer Kommode liegt und man umkippt, fällt das Baby dann auch "automatisch" runter?

        Ein Neugeborenes vielleicht nicht, weil es sich noch nicht viel bewegen kann, aber willst Du DAS Risiko wirklich eingehen?

      • "Mütter mit regelmäßigen Anfällen müssen sich sicherlich nicht nur ums Wickeln und Tragen Gedanken machen - da kann wohl einiges zur Gefahr werden."

        Oh ja, ich denke da gerade an's Baden #zitter.

        • Also ich bin ja auch bereits seit 4 Jahren anfallsfrei, aber ja, Mütter mit regelmäßigen Anfällen sollten nicht alleine Baden (noch nicht mal ohne Baby), da sie selber untergehen und sterben können.

          Das man viele Vorsichtsmaßnahmen kehren muss ist klar. Ich werde den ersten Monat auch nicht alleine sein, meine Schwiegermama wird mit uns sein.

          ich gehe nicht davon aus, dass meine Anfalle plötzlich zurück kommen, aber mit extra Schlafentzug etc will man naürlich auf nummer sicher gehen.

          • Ja, ich versteh dich gut! Eine 100%ige Sicherheit, dass du nie wieder einen Anfall hast, gibt's da halt nicht :-(. Aber gewisse Risiken wirst du wohl einfach eingehen müssen, sonst dürftest du ja wirklich nichtmal tragen.

            Wickeln kannst du natürlich auf dem Boden. Ich seh da kein Problem für den Rücken. Rückenschmerzen kommen eher von zu niedrigen Wickeltischen. Aber gleich auf dem Boden knien... ich mach das ja auch, wenn ich mich mit meiner Tochter auf der Krabbeldecke beschäftige. Ich würde mir halt schon einen bestimmten Platz dafür aussuchen, damit man dort auch die Pflegeprodukte hindrapieren kann.

      (8) 06.12.13 - 15:34

      Ich habe zwar keine Epilepsie, aber wir wickeln auch oft auf dem Boden oder auf dem Bett sitzend. Wickeln dauert bei uns nicht lange, und ich hocke oder sitze dabei. Wir wickeln jetzt seit insgesamt 3,5 Jahren so und keiner von uns hat Rückenprobleme.

      Wegen dem Baby auf der Kommode: sobald sie etwas größer sind (~3/4 Monate), muss man tierisch aufpassen. Die schaffen es auch, selbst wenn man direkt dabeisteht und nur nach einem Feuchttuch greift, sich da runterzuwurschteln, daher soll man dort immer eine Hand am Kind haben. Spätestens ab 6 Monate können die sich selber schnell runterbewegen.

      (9) 06.12.13 - 19:04

      hm...dann dürfte man als epilektikerin sein kind auch nicht in der wohnung herumtragen...

      (10) 06.12.13 - 23:52

      Hallo!

      Ich habe keine Erfahrung mit Epilepsie, aber mit dem Wickeln auf dem Boden, weil unsere 1. Tochter unheimlisch schnell mobil war.

      Mein Tipp: Eine gute Sportmatte (1mx2m, 2,5cm dick), die sich leicht reinigen lässt.

      Da setze ich mich zum Wickeln auf den Hintern, Beine links und rechts vom Kind. So habe ich sie auch bis zur 40.SSW von unserer Nr. 2 gewickelt bekommen ohne Rückenprobleme zu haben.

      LG
      Fox

      (11) 08.12.13 - 09:53

      Hallo!

      Ich habe auch Epilepsie,seit 2009 anfallsfrei und ich wickel ganz normal auf dem Wickeltisch.

      Ich habe auch viel im Tuch und Ergo getragen. Mache ich auch bei Nr. 2.

      Hast du dich schon wegen stillen erkundigt oder willst du Flasche geben?

      LG

      • Wollte eigentlich stillen. Wurde nicht darauf aufmerksam gemacht, dass das Probleme geben könnte. Kann es?

        Ich dachte ich still auch nachts im Bett/ auf dem Sofa. Da kann ja nicht so viel passieren. Schlaf den ich nachts verpasse, kann ich tagsüber nachholen (hoffe ich).

        Gerade mit Medikamenten soll es wohl nicht so schlecht sein, quasi ein langsamer Entzug. Klingt traurig aber... was soll man machen...

        Musstest Du da etwas besonderes beachten?

        Die Schwangerschaft und die Zeit danach hat deine Epilepsie nicht beeinflusst? Wie geht es deinen Kindern? Alles gesund? Nimmst du noch Medikamente?

        • Hallo!

          Ja Medikamente nehme ich nach wie vor. Vor und nach den Schwangerschaften jeweils 200mg, ansonsten 250mg.

          Beim zweiten Kind werde ich auch definitiv stillen, habe mich mittlerweile erkundigt und rausgefunden, dass es quatsch ist, was die im KH erzählt haben. Aber damals, 1. Kind, verunsichert, da hört man leider zu schnell auf die Ärzte.

          Meiner Tochter geht es super und mein Bauchbewohner ist bisher auch gut entwickelt und macht keinerlei Probleme.
          Ich bekomme während der Schwangerschaft wieder 2 mal Feindiagnostik, jetzt in der 18. Woche und einmal dann noch Ende 29.SSW oder so.

          Die Epilepsie hat es überhaupt nicht beeinflußt, hatte wirklich null Probleme.

          Welches Medikament nimmst du denn und wie viel?

          LG :)

          • Oh ok, dir wurde das von den Ärzten gesagt...

            Ja, habe generell die Erfahrung gemacht, dass es nicht ganz einfach ist nen guten Arzt zu finden. Bei Neurologen gibt es einfach viele die keine Ahnung von Epilepsie haben (aber statt das zuzugeben und weiterverweisen einfach mal losbehandeln) und hatte später einen, der wohl Deutschlandbekannt ist und viel Auszeichnungen gewonnen hat aber Menschlich ein absolutes Arsch war. Mit dem konnte man nicht reden und der war null sensibel (Beispiel: hab ihn vor 8 Jahren oder so mal gefragt wie es wäre wenn ich ungeplant schwanger werde und sein antwort war: "ja, dann solltest Du besser abtreiben") #schock

            Bin jetzt in Holland (lebe dort) und gehe in ein Universitätskrankenhaus. Dort bin ich SEHR zufrieden. Die Ärzte haben Ahnung. Es ist meist ein Team aus fertig studierten und erfahrenen Ärzten. Die Neulinge sind meist sehr einfühlsam und lassen sich Zeit, die alten Hasen liefern die Erfahrung. Zudem arbeiten Neurologie und Gynekologie sehr gut zusammen. Ich bin sehr begeistert. Auf dem Weg dahin war ich aber echt schon bei mind. 10 Idioten!!

            Jetzt nehme ich morgens und abends 500 Keppra. Die ganze Schwangerschaft durch extra Folsäure. Organscreening hatte ich auch, dass sah gut aus. :-)

            Hab das Gefühl mein Baby im Bauch (jetzt 30. Woche) ist sehr ruhig. Es bewegt sich zwar täglich mehrfach aber doch eher ruhig. Frag mich manchmal ob das an den Medikamenten liegen kann (mich machen die nämlich auch zu ner Schlaftablette). Wie macht sich Deine Tochter? Merkst Du unterschiede zu anderen Kindern?

            • Ja das mit dem Arzt kenne ich.

              Ich bin seit 4 Jahren bei meinem Neurologen, aber er hat echt gar keine Ahnung. Ich traue mich aber irgendwie nicht, woanders anzurufen und zu Fragen, ob die mehr Ahnung von Epilepsie haben und ob ich dort mal vorbeikommen kann.

              Er berät mich auch zu meiner Schwangerschaft nicht und lässt mich trotzdem nur alle 6 Monate zur Spiegelkontrolle kommen, obwohl der eigentlich alle 4 Wochen bestimmt werden sollte.

              Werde vll doch heute mal bei einem anderen anrufen und schauen, dass ich da besser beraten werde. Leider sind die Neurologen hier rar gesät. :(

              LG

    Hallo!

    Obwohl ich keine Epilepsie habe, möchte ich kurz antworten, denn ich hatte bei beiden Kindern keinen Wickeltisch und habe so gut wie immer am Boden gewickelt. Ja, das geht ;-) Eine Krabbeldecke reicht schon vollkommen aus :-)

    Und im Übrigen habe ich zwar nicht grad wenige Rückenprobleme, aber wenn 1min-am Boden sitzen/knien schon in den Rücken gehen würde, könntest du auch nie mit deinem Kind am Boden spielen o.ä. und das wird ja definitiv auch kommen.

    Lg.Nina

Top Diskussionen anzeigen