Elternzeit Vater beantragen

Hallo zusammen ,

wir haben am 24.3. errechneten Termin.

Ich will als Vater nicht gleich nach der Geburt frei nehmen , sondern im Juli/Augst 4 Wochen und später nochmal einen Monat.

Ich lese immer von 7 Wochen vorab muss man dies beim AG beantragen.

Kann ich das jetzt nach der Geburt machen und sagen ich möchte Lebensmonat 5 und 12 frei haben.

Man muss ja die Lebensmonate angeben , und wenn ich das jetzt schon mache , dann weis ich ja noch nicht wann der 5.Lebensmonat ist , da die Geburt sich ja verschieben kann...

Reicht es also aus , wenn ich nach der Geburt den 5.und 12. Lebensmonat beantrage.
Hauptsache 7 Wochen vor der freien Zeit ?

1

Es reicht auf jeden Fall nach der geburt aus und du solltest es nach Möglichkeit auch erst in dieser 7 Wochen Frist machen da dann erst Kündigungsschutz besteht. Theoretisch könnte dein Arbeitgeber dich raus schmeißen wenn du schon eher die elternzeit bekannt gibst. Für die Planung ist es natürlich besser und man geht mal nicht vom schlimmsten aus...Mein Freund hat es auch schon vor der Geburt mit dem AG besprochen, das ist aber kein muss.

2

Hallo,
Du musst die Elternzeit 7 Wochen vor Beginn angekündigt haben, hast aber nur 8 Wochen vorher Kündigungsschutz. Also genau eine Woche, in der Du den Antrag stellen solltest. Wenn du Deinem Arbeitgeber absolut vertraust, kannst Du's natürlich auch schon vorher machen - riskierst aber dann eine Kündigung.

Allerdings musst du Dich im ersten Antrag für die ersten 2 Lebensjahre des Kindes festlegen - also bereits beide Monate angeben. Sonst muss Dein Arbeitgeber Dir den 2. Monat nicht gewähren. Du hast aber zwischen dem 5. Lebensmonat mit Elternzeit und 8 Wochen vor dem 12. Monat mit Elternzeit eine Lücke, in der Du wieder keinen speziellen Kündigungsschutz hast.
Ein paar Infos gibt es hier:
https://www.vaeter-zeit.de/
VG

3

Gesetzlich ist das zwar so. Aber ich wäre als Chef nicht begeistert, wenn mein Mitarbeiter nicht im Vorfeld mit mir sprechen würde, dass er Elternzeit nehmen will. Ich gehe doch davon aus, dass das die Meisten wenigstens mündlich ansprechen. Mein Mann hat das jetzt schon, 4 Monate vorher, schriftlich gemacht und vorher schon mündlich. Die Vorgesetzten waren sehr froh darüber, so besser planen zu können. Denn schließlich muss das bei der Urlaubsplanung berücksichtigt werden, wenn jemand ganze vier Wochen fehlt. Mein Mann hat z. B. gesagt, dass ihm der erste Monat wichtig ist direkt nach der Geburt. Und dass er beim zweiten Monat flexibel ist, wann er den nimmt.

4

" Ich gehe doch davon aus, dass das die Meisten wenigstens mündlich ansprechen"
Gerade davon ist in den meisten Fällen abzuraten, weil da eben kein Kündigungsschutz besteht!