Minimalismus mit Baby

Hallo liebe Mamas, ich wende mich bewusst an die von euch, die schon Kinder haben.

Gibt es hier welche, die auch bewusst minimalistisch Leben oder vielleicht auch wegen engem Wohnraum dazu 'gezwungen' sind?

Mir ist bewusst, dass es individuell ist: was sind eure Erfahrungen im ersten Babyjahr? Welche Dinge braucht man wirklich? Und auf was kann man verzichten?
Was hattet ihr von Anfang an 'vorrätig' und was habt ihr später nachgekauft weil ihr es doch sinnvoll fandet?

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Ich würde sagen meine Schwägerin gestaltet alles eher etwas minimalistisch. Wobei ich jetzt nicht weiß, ob wir hier die gleiche Definition haben.
Bei ihr war es glaube ich eher die Überzeugung, für ihre Kinder nicht unnötig Geld in die Hand nehmen zu wollen (können).
Das hat bei vielen Sachen gut geklappt, Babykleidung und Spielzeug hat sie so gut wie gar nichts gekauft. Das kam immer zu ihr, auch aus den entlegensten Ecken, eine Kollegin aus der Arbeit mit der sie wenig zu tun hatte, hat ihr z.B. ihre komplette Duplo Sammlung vermacht.
Sie hatte aber z.B. nur einen Schlafsack besorgt. Mein Neffe war keine Woche alt, da ist nachts die Windel ausgelaufen und ihr Mann ist am nächsten Tag in die Stadt und hat notgedrungen einen Schlafsack für 70€ gekauft. Das ist jetzt Einstellungssache, ob man sagt "notfalls kann man spontan alles kaufen, egal was es kostet" oder ob man lieber von wichtigen Sachen zumindest einen Ersatz hat.
Beim 2. Kind haben sie eine gebrauchte Federwiege gekauft, das hat wohl vieles erleichtert. Aber die kann man ja im Anschluss einfach wieder weiterverkaufen.
Wo man sicherlich weniger braucht sind die ganzen Pflegeprodukte, ich glaube da haben sie nur Mandelöl, Zinkcreme und viele Waschlappen.

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Vor den Kindern waren wir mit Minimalismus ganz gut dabei, würde ich sagen. Mit Kindern haben wir alles in die Wohnung gelassen, was uns das Leben erleichtert und nicht zu viel Geld kostet.

Was brauchen wir wirklich:
- eine Tragehilfe
- ein großes Bett mit Rausfallschutz für Mutter und Baby plus eine Schlafgelegenheit für den Partner in einem anderen Raum
- Flaschen und eine Pumpe, wenn man sich die Betreuung aufteilen will
- genug Kleidung fürs Baby, wenn dann nach ein paar Wochen ständig Windeln auslaufen oder gespuckt wird (lieber größere Mengen second hand anschaffen und danach weitergeben/verkaufen als ständig nicht die richtige Kleidung dazuhaben)
- Babyschale fürs Auto
- Spielbogen (alternativ Mobile), damit das Baby auf dem Rücken erkunden kann
- Windeln und irgendwelche Lappen
- Stilleinlagen und Lanolin
- ein gutes Stillkissen

Was ist für uns noch gut gewesen:
- eine Wickelkommode, weil es für den Rücken angenehmer ist als auf dem Boden zu wickeln
- ein Kinderwagen, für die 5min, in denen das Baby mal drin lag, aber hauptsächlich, damit man zusätzlich zum Baby nicht noch die Tasche tragen muss 😅

Was man sich sparen könnte:
- Babywippe
- Babybadewanne (mit in die Dusche nehmen ist unkomplizierter)
- Wickeltasche
- die meisten Pflegeprodukte (ein gutes Öl und bei Bedarf eine Wundschutzcreme reichen uns)
- Babybett haben wir beim ersten Kind nie gebraucht und das zweite (5 Wochen alt) lässt sich bisher auch nicht ablegen
- Wiege/Stubenwagen


Mehr fällt mir gerade nicht ein, ist ja aber auch ein großes Thema.

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Sehe ich genauso 👍

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Wie und ab wann hast du dein Baby mit in die Dusche genommen?

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Statt Stubenwagen und wiege hätten wir einen Laufstall mit extra Matraze.
Da hat sie anfangs tagsüber geschlafen und den konnte ich von einen Raum in den anderen schieben.
Statt krabbeldecke gab's es eine vorhande Bettdecke (155x200cm) auf den Boden.

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Ich habe bei meinem ersten Kind schon ansatzweise minimalistisch gelebt aber bedingt durch zu wenig Geld. Mein Mann studierte ich war arbeitslos und bekam Kein Hartz 4 da die meinten 1400 Euro würden reichen für uns für Miete Internet Telefon Freizeit Studiengebühren (von 1500 Euro jährlich, das heißt monatlich über 100 Euro) essen Studien Unterlagen usw. Haben für die Erstausstattung dann 700 Euro bekommen von skf. Bett Kinderwagen wickelkommode Klamotten Kinderschale Schrank und was man noch so Brauch haben wir davon gekauft. Später war das Geld auch sehr knapp und so holte ich wenn Klamotten bei altkleider und Neuanschaffungen war eher selten. Jetzt mit dem 2. Kind ist es komplett anders. Mein Mann verdient sehr gut und ich bringe auch etwas Geld nach Hause. Und so habe ich jetzt etwas Wert darauf gelegt das wir auch schicke Möbel oder Klamotten haben. Aber ganz raus aus diesem Sparmodus bin ich nach 8 Jahren immer noch nicht. Also alle Klamotten sind schick aber halt gebraucht von meiner Cousine. Habe eigentlich nur eine hochwertige wickelkommode gekauft den Rest habe ich gebraucht geholt aber eine gute Qualität. Viele Sachen haben wir noch vom ersten Kind. Kaufe wirklich nur was wichtig ist.

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Huhu

Bei der Vierjährigen ist mittlerweile nicht mehr viel mit Minimalismus, fürs Baby geht ist es noch relativ wenig.
An Ausstattung haben wir tatsächlich recht wenig, Kinderwagen mit Fußsack, Beistellbett, Wickelkommode, Stoffwindeln, Trage und Tücher in verschiedenen Längen (für verschiedene Trageweisen und damit man waschen kann)
Spielzeug ist noch etwas von der Großen da, da hab ich auch nochmal aussortiert, Schlafsäcke brauchte sie einige, da haben wir also eventuell mehr als wir brauchen, aber ist halt schon da 🤷🏼‍♀️
Kleidung ist mehr als sein müsste aber so im Vergleich definitiv noch nicht viel 😅

Sonstigen Kram haben wir eigentlich nicht, Schnuller und Flaschen brauchen wir erstmal nicht (und wenn doch ist’s schnell besorgt)

Liebe Grüße

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Minimalist bin ich nicht, aber wir waren bewusst sparsam mit Babykleidung zum Beispiel. Ich hatte am Anfang wirklich nur das Nötigste da. Eine Schwägerin ist da anders und hatte quasi alles doppelt und dreifach.
Worauf ich aber nie verzichten würde:
- 2 Schlafsäcke pro Größe
- eine Tragehilfe (ich liebe unsere Mamo, es war ein Drama, wenn die in die Wäsche musste)
- circa 8 Body’s pro Größe für den Start (50/56 und 62), im Notfall lag hier immer schon die nächste Größe und es wurde halt was schlabberigen angezogen

Wir hatten am Anfang keinen Hochstuhl, keine Wippe, kein Babynest, keinen Stubenwagen etc.
Für Nummer 2 wird es von Beginn an einen Hochstuhl geben, weil wir mit Nummer 1 zusammen am Tisch sitzen. Ansonsten ändern wir da nix.
Spielzeug hab ich im ersten Lebensjahr exakt 1 Teil gekauft. Alles andere gab es ungefragt geschenkt und ich dachte irgendwann: Das ist mir fast schon zu viel. Das wurde nach dem ersten Geburtstag etwas anders. Die Interessen des Kleinen sind jetzt vielfältiger.

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Unsere Tochter ist erst knappe 3 Monate alt.

Wir haben
- Babykleidung (fast alles geschenkt bekommen)
- zwei Schlafsäcke
- ein Babybett
- einen Kinderwagen
- ein Spielbogen (selbstgebaut, seit Kurzem erst)
- eine Spieluhr (und ein paar Kuscheltiere, die es zur Geburt gab)

Was wir nicht haben:
- eine Trage => brauchten wir bislang nicht, kommt vielleicht noch
- eine Wickelkommode => zu wenig Platz. Ich habe einen Aufsatz fürs Bad gebaut, auf dem man Wickeln und das Kind baden kann und den man dann platzsparend wegräumen kann
- eine Babybadewanne => wir nehmen unseren Wäschekorb
- eine Babyschale => wir haben eh kein Auto. Für den Notfall wissen wir Leute, die sie uns sogar zusammen mit ihrem Auto nachts um 1 ausleihen
- Wiege oder ähnliches => brauchten wir einfach nicht
- Schnuller => wir dachten, wir probieren es mal ohne

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Das ist auch immer sehr vom Kind abhängig. Bei Nr. 1 war Minimalismus bei den Klamotten problemlos möglich - nie gespuckt, keine Windelunfälle, nichts. Mit Nr. 2 änderte sich das, da ist man selbst mit vier Schlafsäcken noch nicht ganz sicher und vorgestern sind uns zum ersten Mal die Bodys ausgegangen... Lieber einen Schwung gebrauchte Klamotten besorgen als dann z.B. in der Not überteuert nachzukaufen, weil es eilt.

Ich würde immer sagen: Ausreichend Klamotten auf Vorrat haben, dass man nicht täglich waschen muss. Ansonsten herantasten, was einem wirklich fehlt. Wer gerne trägt, braucht vielleicht gar keinen Kinderwagen. Wessen Baby monatelang nur auf einem drauf einschlafen will, kann sich das Kinderbett erstmal sparen. Wem es nichts ausmacht auf der Couch zu wickeln, der braucht keine Wickelkommode und auch keine Wärmestrahler. Bei einer kleinen Wohnung ist ein Babyphone erstmal unnötig. Wer eh mit Rucksack unterwegs ist, spart sich die Wickeltasche. Und so weiter...

Am Anfang kommt man wirklich mit wenig aus. Mit steigendem Alter kommt dann der Rest bzw. beim zweiten Kind - wir wollten jetzt z.B. den Neugeborenenaufsatz für den Kinderstuhl, weil man beim Essen verrückt wird, wenn einer Kind 1 hilft und der andere Kind 2 auf dem Arm hält. Das macht dann wenig Spaß.

Was uns geholfen hat war diese Liste: https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/kin/erstausstattung.pdf Daran haben wir uns orientiert und sind sehr gut damit gefahren.

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Ich war so minimalistisch, heisst keine Wickelkommode, hab im Bett gewickelt, weil wir da eh am Anfang die meiste Zeit waren. Keine Badewanne, ganz klein im Waschbecken gebadet, aber schnell auf die Dusche gewechselt.
Keine Wippe, kein Babyphone, keinen Stubenwagen, kein Beistellbett (allerdings stand Bett an der Wand, also eine Seite gesichert), keinen Spielebogen o.ä.

Ich hatte ein Tragetuch, später Trage, etwas Greif- und Kauspielzeug, das waren unsere ersten 8 Monate. Bekleidung hatte ich als Paket online entdeckt bei einer Familie in der Nähe. Die Kleinen wachsen ja schnell, die Kleidung habe ich dann selbst nochmal weitergegeben.
Gitterbett kam mit 8 Monaten, weil das Baby im Bett zu mobil wurde.

Ich habe vor dem Kind viel Zeit in nicht westlichen Ländern verbracht und dort gesehen, dass es nicht viel braucht, um einen kleinen Menschen glücklich zu machen.