Endlos lange Abende und schlechte Nächte ...

Hallo Zusammen,
da wir mittlerweile wirklich ratlos sind, hoffen wir eventuell hier auf Erfahrungen, Tipps oder sonstiges.
Ich versuche unser "Problemchen" kurz zusammen zu fassen. :-D

Unsere Tochter ist nun 16 Monate alt und schläft eigentlich in ihrem Bett und in ihrem Zimmer. Die Kleine ist tagsüber ein absolut freundliches, zufriedenes und ausgeglichenes, "pflegeleichtes" Kind. Sie ist nicht der beste Schläfer aber das ist für uns vollkommen in Ordnung. Selbstverständlich holen wir sie immer zu uns ins Bett, wenn sie Schmerzen hat, Nähe braucht oder aus sonstigen Gründen weint. Im Mai stillte sie sich nach einem Jahr selbst ab, in dem sie zum ersten Mal durch schlief (ich stillte nur noch nachts). Seitdem schläft sie in seltenen Fällen durch (wenn sie durch schläft, bedeutet das bei uns von ca. 20.00 Uhr bis 08.00 Uhr am morgen -> absolut wunderbar!) oder wird 1-2x in der Nacht wach. Meist ist sie beim Schlafen unruhig, rollt sich von rechts nach links, von oben nach unten. Manchmal kann ich sie beruhigen, wenn sie wach wird und sie schläft weiter, ein anderes mal hole ich sie zu uns ins Bett und sie schläft dort irgendwann ein bzw. weiter. Ich muss dazu sagen, dass sie wirklich enorme Probleme mit dem Zahnen und den damit verbundenen Schmerzen hat - glaube jedoch nicht, dass sie dauerhaft zahnt, Unruhezustände oder Wachstumsschübe hat.

Nun ist die Situation (seit Anfang/Mitte Juli!) wie folgt:
Leider habe ich mir von Anfang an angewöhnt, sie zum Einschlafen in der Trage herum zu tragen aber das ist tatsächlich kein großes Problem für mich, welches ich aktuell verändern möchte/müsste. Das wird sich vermutlich irgendwann von selbst regeln.
Da mein Mann beruflich viel unterwegs ist, gehe ich am Abend den letzten Spaziergang mit unserem Hund - gemeinsam mit unserer Tochter in der Trage. Sie kennt die Trage von klein auf und schläft auch teilweise darin ein. Seit zwei Monaten jedoch schläft sie am Abend entweder gar nicht ein oder wird nach kurzer Zeit wieder wach. Das heißt wenn sie beim Spazieren gehen einschläft, lege ich sie anschließend in ihr Bett. Meistens nach einer Stunde, allerspätestens jedoch nach drei Stunden, sitzt sie dann in ihrem Bett und weint. Sie lässt sich absolut nicht mehr beruhigen - auch nicht in unserem Bett. Wenn ich sie dann herausnehme, möchte sie spielen, turnen, usw. Oder aber sie schläft beim Spazieren gehen gar nicht erst ein und wir nehmen sie dann direkt mit zu uns ins Bett, in dem sie dann ebenfalls bis 22.30/23.30 Uhr herum turnen, spielen, oä möchte. Ans Schlafen ist irgendwann zu denken, wenn wir der Kleinen mit Worten verdeutlichen, dass nun Schlafenszeit ist und wir selbst auch schlafen möchten. Dann schläft sie irgendwann erschöpft ein.
Nun ist es aber so, abgesehen davon dass wir jeden Abend tatsächlich "Theater" zuhause haben, wenn es um das Thema Schlafen geht, dass sie auch in der Nacht in unserem Bett mehrfach wach wird und einige Minuten weint. Die Kleine tritt dann oftmals und lässt sich auch nur schwer beruhigen. Dann legt sie sich selbstständig hin, schläft weiter, wacht irgendwann wieder auf, weint,... und so geht das ca. 3-5x pro Nacht. Bis morgens ca. 08.45 Uhr - dann stehen wir auf. Es gab keine Nacht in den letzten zwei Monaten, in der es "besser" oder "gut" gelaufen ist.
Ich weiß nicht woran es liegt. Oft habe ich den Eindruck, dass sie Angst hat vorm Schlafen. Manchmal brüllt sie bereits los, wenn wir nur ins Schlafzimmer gehen. Dabei ist es egal ob wir in unser Schlafzimmer oder in ihr Kinderzimmer gehen. Die Nächte sind in den letzten zwei Monaten immer schlecht gewesen - egal in welchem Bett, egal in welchem Zimmer, egal ob mit Eltern oder ohne. Mir ist nie aufgefallen, dass sie besonders oft schlecht träumen würde (durch weinen im Schlaf oder sonstiges), sie ist nie aus dem Bett gefallen, oä.
Wir haben ein festes Ritual am Abend, welches jeden Abend gleich ausschaut. Ich habe schon so ziemlich alles versucht... Von einfach wach lassen und bei uns im Wohnzimmer behalten bis sie total fertig ist, über früher oder später ins Bett bringen, eine Milchflasche am Abend anbieten, bis hin zum früheren Abendessen (wir dachten das Abendessen sei evtl um 19 Uhr zu spät und sie "tankt" daher noch einmal zu viel Energie). Ich habe sie selbstverständlich auch schon ohne Spaziergang am Abend ins Bett gebracht und auch hier haben wir das gleiche Bild. Am Mittag schläft sie von ca. 12.00 bis 13.30/14.00 Uhr. Gegen Abend essen wir um 18.00 Uhr und um 19.15 Uhr mache ich sie fertig fürs Bett. Zwischen 19.30 und 20.00 Uhr (je nach Müdigkeitsgrad) geht es dann ins Bett bzw. wir gehen oftmals spazieren mit der Trage.
Zum Mittagsschlaf: Das zu Bett bringen am Mittag hat bis vor einigen Wochen noch relativ problemlos funktioniert. Nun weint sie auch hier zu Anfang oft und schläft dann, mit einem Schnuller in der Hand (das beruhigt sie oft, daher liegen auch immer etliche Schnuller zusätzlich im Bett :-D) und einem Schnuller im Mund, in der Trage ein. Dann kann ich sie problemlos in ihr Bettchen legen. Mittags gehen wir übrigens nie spazieren! Ich möchte noch hinzufügen, dass wir am Mittag nie solch extrem große Probleme und solch einen unruhigen Schlaf haben, wie am Abend bzw. in der Nacht.
Derzeit probiere ich Globuli (Pulsatilla) aus, mein nächster Versuch sind Bachblüten. Des Weiteren werde ich am Montag einen Termin bei unserem Kinderarzt vereinbaren, um einfach sicherzustellen, dass organisch alles in Ordnung ist. Wovon ich aber ausgehe, denn über Tag (wenn sie wach ist), ist immer alles in Ordnung und sie zeigt keineswegs Anzeichen von Schmerzen.
Ich bin wirklich ratlos und weiß nicht was ich noch tun kann. Vielleicht hat jemand eine Idee oder sogar eigene Erfahrungen? Abgesehen davon, dass ich als Mama oder wir als Eltern keinen Abend "entspannen" können, möchten wir doch dass unser Kind einen erholsamen Schlaf hat. :-(

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Puh, das klingt wirklich anstrengend.
Meine Tochter wurde früher auch gerne getragen. Seit sie etwa ein Jahr ist, schläft sie am besten in ihrem Bett. Hast du schon Mal probiert, ein Abendritual einzuführen und sie tatsächlich im Bett schlafen zu legen? Meine Tochter ist auch total verwirrt, wenn sie im Auto einschläft und im Bett aufwacht. Evtl verwirrt deine Tochter das auch?
Wir haben sie auch oft zu uns genommen, wenn sie nachts weinte. Bei uns im Bett hat sie total unruhig geschlafen. Wir sind dazu übergegangen, sie in ihrem Bett wieder zu beruhigen. So schlafen alle besser. Dafür haben wir eine Matratze neben ihrem Bett liegen.
Vielleicht musst du einfach Mal was ganz neues ausprobieren. Bei uns gibt's abends schon lange eine gute Nacht Geschichte. Mittlerweile kennt sie das Sandmännchen und darf das abends schauen (ist aber auch schon 2 Jahre), Schlafanzug und Schlafsack anziehen, Rollo runtermachen, das alles sind Rituale, die sie langsam runterbringen und aufs schlafen einstimmen. Evtl schafft deine Tochter es einfach nicht mehr, beim Spazierengehen die Umwelt auszublenden und überdreht dann sozusagen, weil sie über den Punkt des müde seins hinausgeht.

2

Ich könnte mir vorstellen, dass ihr Schlafbedarf niedriger ist als ihr glaubt.
Du beschreibst, dass sie mittags 1,5-2h schläft, sie um 20 Uhr schlafen soll und ihr nach 8 Uhr aufsteht.

Das sind 14-15h und vielleicht einfach zuviel.
Habt ihr schon versucht, mittags nach ca 30min zu wecken? Oder abends erst um 21 Uhr hinzulegen?

Wenn sie abends aufwacht und spielen will, was macht ihr dann?

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Danke für eure Antworten! :-) Ich versuche nun alle offenen Fragen zu beantworten. :-)

In Summe kommen wir, meines Erachtens nach, auf zu wenig Schlaf. Man darf nicht vergessen, dass sie ja meist nicht schläft ab 20 Uhr. Entweder sie schläft ein (etwa 20 Uhr) und ist meist nach einer Stunde wieder wach, spielt/turnt dann bis 22.30/23.30 Uhr oder sie geht gar nicht erst ins Bett und ist direkt bis 22.30/23.30 Uhr wach.
Das gleiche Thema haben wir leider auch, wenn sie mittags nur eine Stunde schläft oder wir sie am Abend einfach wach lassen. Wir lassen sie ja regelmäßig wach bzw. müssen sie regelmäßig an Abenden wach lassen, an denen sie gar nicht erst einschläft.
Wenn sie tatsächlich eingeschlafen ist und nach der berühmten Stunde wieder erwacht, schreit sie so sehr, dass ich sie aus dem Bett nehme und entweder mit zu uns ins Bett hole (das ist meist der Fall) oder ins Wohnzimmer mitnehme.
Wir schauen auch nahezu nie Fernsehen, sodass sie z.B. hier etwas beängstigendes gesehen haben könnte. Ich bin wirklich ratlos... :-(

Bezüglich der ersten Antwort:
Ich habe noch nicht ausprobiert mir eine Matratze neben ihr Bett zu legen aber ich habe mich schon oftmals lange neben dran gesetzt, sie immer wieder gestreichelt und signalisiert, dass jemand da ist aber auch dann hat sie geweint. Bis ichs irgendwann aufgegeben und sie raus genommen habe, was ja zumindest nicht den Erfolg gebracht hat, dass sie schläft. :-(
Das mit dem woanders wach werden ist prinzipiell keine schlechte Idee. Aber sie wacht leider auch nachts schreiend auf, wenn sie in unserem Bett eingeschlafen ist. #heul

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Danke für eure Antworten! :-) Ich versuche nun alle offenen Fragen zu beantworten. :-)

In Summe kommen wir, meines Erachtens nach, auf zu wenig Schlaf. Man darf nicht vergessen, dass sie ja meist nicht schläft ab 20 Uhr. Entweder sie schläft ein (etwa 20 Uhr) und ist meist nach einer Stunde wieder wach, spielt/turnt dann bis 22.30/23.30 Uhr oder sie geht gar nicht erst ins Bett und ist direkt bis 22.30/23.30 Uhr wach.
Das gleiche Thema haben wir leider auch, wenn sie mittags nur eine Stunde schläft oder wir sie am Abend einfach wach lassen. Wir lassen sie ja regelmäßig wach bzw. müssen sie regelmäßig an Abenden wach lassen, an denen sie gar nicht erst einschläft.
Wenn sie tatsächlich eingeschlafen ist und nach der berühmten Stunde wieder erwacht, schreit sie so sehr, dass ich sie aus dem Bett nehme und entweder mit zu uns ins Bett hole (das ist meist der Fall) oder ins Wohnzimmer mitnehme. Wenn wir sie mit zu uns ins Bett nehmen, versuchen wir sie "runterzufahren" und ihr zu signalisieren, dass jetzt nicht mehr gespielt wird - in Form von Worten, immer mal hinlegen, Spielversuche "ignorieren", etc.
Wir schauen auch nahezu nie Fernsehen, sodass sie z.B. hier etwas beängstigendes gesehen haben könnte. Ich bin wirklich ratlos... :-(

Bezüglich der ersten Antwort:
Ich habe noch nicht ausprobiert mir eine Matratze neben ihr Bett zu legen aber ich habe mich schon oftmals lange neben dran gesetzt, sie immer wieder gestreichelt und signalisiert, dass jemand da ist aber auch dann hat sie geweint. Bis ichs irgendwann aufgegeben und sie raus genommen habe, was ja zumindest nicht den Erfolg gebracht hat, dass sie schläft. :-(
Das mit dem woanders wach werden ist prinzipiell keine schlechte Idee. Aber sie wacht leider auch nachts schreiend auf, wenn sie in unserem Bett eingeschlafen ist. #heul