Baby neben Kleinkind zum Schlafen bringen

Hallo,

meine Tochter war schon immer etwas kompliziert, was das Schlafen betrifft.
Als Baby nur an der Brust oder im Tragetuch. Ablegen war unmöglich. Sie wurde sofort wieder wach und hat geweint. Nachts hat sie stundenlang die Brust nicht los gelassen und wurde sofort wach, wenn man sie ihr genommen hat. Kam meist jede Stunde und wurde zum Dauernuckler. Ab 8 Monaten hat sie tagsüber nur noch draußen im Kinderwagen oder im Auto geschlafen. Auch heute noch braucht sie ewig zum Einschlafen, egal, wie müde sie ist. Unter 1,5 Stunden geht eigentlich nichts, weil sie keine Ruhe findet. Mittagschlaf macht sie schon seit Monaten nicht mehr.
Sie würde auch nie einfach so einschlafen.

Jetzt kommt im August der kleine Bruder und Babys müssen ja noch öfter tagsüber schlafen.
Wenn er so nebenbei schläft und man ihn auch mal ablegen kann, ist es ja kein Problem. Ich rechne aber eher nicht damit. Nun frag ich mich, was ist, wenn er auch so wie meine Tochter ist. Ich kann mich ja nicht jedesmal mit ihm hinlegen und liegen bleiben oder mit ihm dasitzen und Dauerstillen, wenn er schlafen will, weil meine Große ja auch noch da ist und mich braucht.
Ab und zu würde das vielleicht gehen, wenn sie mal alleine spielt oder bei Oma und Opa ist.

Jetzt wollte ich mal fragen, wie das bei euch klappt oder wie ihr das macht?
Vielleicht denke ich auch viel zu kompliziert und es geht dann alles wie von selbst.

Und wie ist es abends? Bringt da jeder Elternteil ein Kind ins Bett oder bringt ihr beide Kinder ins Bett und der Papa mal beide?

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Ich konnte leider kein Alter deiner großen entdecken deshalb erzähl ich dir wie es bei uns läuft.
Die Große wird 5, der kleine ist 4,5 Monate
Unter der Woche geht die große gegen 20 Uhr ins Bett, am Wochenende später.Der kleine seit kurzer Zeit zuverlässig gegen 21 Uhr, in den ersten Wochen war es eher 24Uhr oder später.
Die große wird entweder von mir mit dem Baby ins Bett gebracht oder vom Papa. Sie bekommt eine Geschichte vorgelesen und noch eine CD an und meistens schläft sie dann auch schnell.Das ganze funktioniert aber auch erst seitdem sie so 2,5 Jahre ist. Vorher ist die nur mit Körperkontakt eingeschlafen, wir haben sie dann oft mit auf dem Sofa gehabt und später ins Bett gelegt.

Der kleine schläft tagsüber auch am liebsten mit Körperkontakt, die große ist wegen Corona momentan nicht in der KITA (sie könnte gehen, aber ich bin ja zu Hause),sie beschäftigt sich viel selber, ich packe ihn aber auch einfach öfters in die Trage. Er wird so alle 2-3 Std gestillt und morgens früh darf sie dann auch etwas Fernsehen(die Menge macht's)
Mach dir nicht jetzt schon so einen Druck, du weißt doch nicht wie es bis August läuft, bis dahin schläft sie vllt schon besser.

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Das hatte ich vergessen hinzuschreiben. Wenn der Kleine kommt, ist sie 2 Jahre und 7oder fast 8 Monate alt.
Sie schläft nie vor 22 Uhr, auch wenn sie so müde ist, dass man sie spätestens um 20 Uhr ins Bett bringen muss, obwohl sie mittags nicht schläft. Ich frag mich auch, welches Kind zuerst schlafen gehen wird, aber das wird sich eh zeigen.
Wir wissen noch nicht, wer wen dann ins Bett bringt. Wenn das Baby auch nur mit stillen einschläft, bin ja ich gefragt.
Meine Tochter findet abends nie Ruhe und turnt extrem rum. Ins Bett legen und liegen bleiben gibt es bei ihr nicht. Sie war schon immer so unruhig. Seit letzten Monat wird sie ans Gitterbett im Kinderzimmer gewöhnt, aus dem sie immer wieder raus kommt, bevor sie dann endlich schläft. Die Gitter rein machen, dass sie drin bleiben muss, ist keine Option. Dann brüllt sie alles zusammen. Ich will das auch nicht mit Zwang machen. Sie soll freiwillig drin bleiben. Entweder turnt sie dann im Zimmer rum oder sie will kuscheln. Da hat bisher nichts geholfen, obwohl sie sonst nicht so ist, aber da redet man echt gegen eine Wand. Weder Geduld noch Streng sein bringen was. Ich muss da einfach immer abwarten, bis sie von selber schlafen will. Ich hoffe, das regelt sich noch. Bisher schlaf ich auch noch neben ihr auf einer Matratze, werde aber bald versuchen, ins Schlafzimmer zu gehen, sobald sie schläft. Geplant ist, dass sie im Kinderzimmer schläft und der Kleine bei uns. Kommen darf sie natürlich jederzeit.

Sie soll im Januar ganz regulär in den Kindergarten kommen, wenn sie 3 ist. Das war aber schon von Anfang an so geplant.
Mit der Trage werde ich es auch machen, aber bei meiner Tochter musste ich dann immer rumlaufen. Hätte ich mich einfach hingesetzt, hätte sie nicht geschlafen. Was ich natürlich machen kann, den Kleinen in die Trage oder in den Kinderwagen und dann ab mit ihr auf den Spielplatz oder so. Dann wäre schon ein Schläfchen geregelt.
Vielleicht spielt sie bis dahin auch mehr selber. Das macht sie bisher leider nicht immer.
Ich weiß, das sollte ich nicht, aber bisher war es echt kompliziert mit ihr 😅.

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Unsere hat das Gitterbett gehasst, wir sind umgezogen da war sie 2,5 bekam ein neues Bett, 1,40*2m und ab da ging es besser. Der Durchbruch mit dem Schlafen kam dann mit Beginn der Kita,vorher schief sie auch nie vor 22uhr. Sie kommt zwar heute noch fast jede Nacht zu uns, aber wenigstens schläft sie in ihrem Bett ein.Vorher auch nur bei uns.
Nun haben wir das Gitterbett gleich als Beistellbett an meine Seite gestellt, so dass ich auch noch etwas Platz hab wenn wir alle im großen Bett schlafen.

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Hallo,

Mein Sohn war 2,5 Jahre als seine Schwester geboren wurde. Ich hatte das Baby meist spätestens ab dem Nachmittag im Tuch, da das immer die unruhigste Zeit für beide war.
Wenn Papa als helfende Hand da ist, ist das natürlich super.
Wenn er nicht da war, habe ich versucht "vorzuarbeiten". Also z.bsp. eher umziehen und nicht erst nach dem Abendessen. Am Nachmittag habe ich schon den "Obst-/Gemüseteller" vorbereitet oder Tisch gedeckt. Und wenn wir um 17 uhr alle im Schlafanzug waren, mir hat es geholfen den Stress rauszunehmen, wenn K1 müde und knatschig wurde, aber eben auch noch Hilfe braucht und viel Quatsch macht 😎

Wir haben uns auch oft ins Bett gekuschelt. Baby gefüttert und nebenbei vorgelesen.

Wenn dein Mann häufig zur Verfügung steht, würde ich an eurer Stelle abends eine Papazeit einführen und er bringt sie letztendlich auch ins Bett. Das könnt ihr jetzt schon nach und nach beginnen, dann kennt sie es schon.
Wie reagiert sie auf Hörspiele? Das half uns auch gut, die Zeit zu überbrücken, wenn es mal "nicht nach Plan" lief. Ich denke auch, dass sich der Schlaf mit der kita ändern wird. Da sind die Zwerge Meistens k.o.

Mittlerweile sind k1 und k2 8 und 6 Jahre. K3 ist 3 Monate alt und schläft jetzt meistens am späten Nachmittag im Kinderwagen und geht nach dem Abendessen von uns Großen ins Bett und ich meistens gleich mit.

Alles Gute

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Das wäre auch eine Idee. Meine Tochter war als Baby auch viel im Tuch.
Nach der Geburt nimmt er Elternzeit, aber danach bin ich natürlich mit beiden alleine, wenn er wieder arbeiten muss, auch wenn er noch im Homeoffice ist. Aber dann kann er die erste Zeit auch nach einem der Kinder gucken. Ich hätte eigentlich gern gehabt, dass das Baby ohne stillen einschlafen kann, aber ich muss erstmal gucken, wie es wird. Erzwingen kann ich nichts.
Das klingt auch nach einer sehr guten Strategie, Sachen vorher zu machen, bevor es zu spät ist.

Das versuche ich auch. Bisher lässt sie sich aber noch nicht vorlesen 🙈. Aber vielleicht quatschen wir dann einfach.

Ich sag mal so, er kümmert sich abends schon, möchte aber auch seine Auszeit nach der Arbeit haben. Gut, wer will das nicht 😅. Als meine Tochter ein Baby war, hat er sich abends aber auch um sie gekümmert und das wird er beim kleinen sicher auch wollen. Ins Bett hab aber immer ich sie gebracht.
Hörspiele kennt sie nicht, aber sie hört gerne Kinderlieder. Das machen wir abends manchmal. Wir hören einen Radiosender mit Kinderliedern und da kommen dann Schlaflieder.

Die Großen sind da jetzt bestimmt unproblematisch oder?

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Das klingt doch ganz gut.

Feierabend ist schön, aber Unterstützung auch. Wenn die Kinder schlafen, kann sich dein Mann immernoch seinen hobbys widmen 😉

Die Großen verstehen natürlich vieles besser und merken auch, wenn Junior einfach Einschlafbegleitung oder ähnliches braucht. Das hat von Anfang an ganz gut funktioniert, nur meine Tochter hatte paar schwierige Tage, sie musste sich erst an ein Baby im Haus gewöhnen
Dank Corona und Homeschooling ist es im Moment auch nicht so schlimm, wenn sie mal etwas verspätet ins Bett kommen.
Ansonsten bringt mein Mann Junior derzeit immer ins Bett und gibt ihm dort sein Fläschchen. In der Zeit räume ich fix auf, bereite Sachen für den nächsten Tag vor und bringe die Großen ins Bett. Dabei drehe ich die Musik schön laut, meine Art der Entspannung.

Lass es einfach auf dich zukommen. Bei mir hat die Babyzeit mit K2 deutlich besser "funktioniert ", weil man viele Sachen schon kennt und dadurch entspannter ist. Das überträgt sich auch auf die Kinder.
Und wenn mal ein blöder Tag dabei ist, dann ist das einfach so. Dann bleibt halt mal was liegen. Der Haushalt läuft nicht weg.

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