Bin ich zu streng ? Hilfe

Guten Morgen 😃 ich frage mich grad echt ob das der richtige Weg ist ?!? Möchte meinen kleinen (12 Monate ) abgewöhnen alleine einzuschlafen , sprich ich liege/ sitze nur neben ihn aber keinen körperkontakt oder sonst was . Da ich das GefĂŒhl habe das er deswegen nachts so schlecht schlĂ€ft da wenn er aufwacht ich verstĂ€ndlicherweise nachts nicht mehr genau neben ihm bin . Heute ist das zweite mal seit ich das „Training „ starte aber er weint und schreit so arg dabei und möchte halt auf meinen Arm .. ich erklĂ€re ihm das er alleine in seinem Bett liegen soll und Mama in ihrem Bett schlĂ€ft ... er weint aber sooooo doll am Ende versteht er es denke ich und schlĂ€ft dann ein . Ist das normal das er sooooo arg weint und dagegen protestiert ? Darf ich ihn denn so auf dieser Art weinen lassen ? Ich gehe weder aus dem Zimmer noch weiche ich ja von seiner Seite aus .. wĂŒrde mich um Meinungen / Tipps freuen
Lg Sabine

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Du darfst alles. Ob es sinnvoll ist, ist was anderes.

Dein Kind ist einfach noch nciht bereit.

Es hat nciht aufgehört zu weinen und ist eingeschlafen, weil mĂŒde, sondern, weil niemand auf seine Rufe und seine BedĂŒrfnisse reagiert.

Meine Meinung (!!!): falscher Ansatz.

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Er schlĂ€ft nicht ein weil er es versteht. Er schlĂ€ft ein, weil all sein Schreien nichts bringt und er mĂŒde ist. Sagen kann er leider noch nichts.

Ich wĂŒrde an deiner Stelle mein Verhalten ĂŒberdenken und meinem Kind das geben was es in diesem Moment braucht - deine NĂ€he!

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Ich persönliche halte nichts von diesem Vorgehen.
Wenn man sich mal wirklich mit dem Thema Schlaf auseinandersetzt merkt man ganz schnell warum die meisten Kinder nicht alleine schlafen möchten. Das ist evolutionÀr gesehen schlecht alleine zu schlafen, weil es potenziell Tod bedeutet.

Ich empfehle das Buch "Schlaf gut, Baby" von Nora imlau zum Thema Schlaf.
Wenn man eine Methode fĂŒr das alleine einschlafen sucht, dann wĂŒrde ich das Buch "schlafen statt schreien" empfehlen.

Weinen lassen halte ich fĂŒr nicht vertretbar, egal ob man jetzt daneben sitzt oder nur regelmĂ€ĂŸig rein kommt.
Das Kind hat ja ein BedĂŒrfnis in diesem Moment. Es kann einfach noch nicht alleine einschlafen und lernt das so auch nicht. Es resigniert einfach nur und der Körper fĂ€hrt zum Schutz runter.
Wenn du Skifahren lernen sollst (weil es jemand anders will), was wĂ€re effektiver und schöner fĂŒr dich?
Ein Lehrer der dich begleitet, dir hilft, dich an die Hand nimmt und Sicherheit vermittelt bis du dazu bereit bist alleine den Berg herunter zu fahren
Oder oben an der schwarzen Piste auf die Skier geschnallt werden und mit einem ruck die Piste herunter geschubst zu werden, der Skilehrer neben die ruft ab und zu was rĂŒber, ansonsten musst du mal zusehen wie du klar kommst...

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Mach dir da Mal keine Gedanken. Ist doch vollkommen in Ordnung wenn du deinem Kind beibringen möchtest im Bett liegend einzuschlafen. Ich persönlich finde das vollkommen bin Ordnung. Es ist fĂŒr mich nicht nachvollziehbar warum heute viele Frauen meinen, ein Kind dĂŒrfe nur durch Ablenkungen wie Tragen, Schaukeln, Flasche oder Stillen einschlafen. Ich finde das weder natĂŒrlich noch irgendwie erstrebenswert meinem Kind diese Schlafassoziationen aufzuzwingen. Wir sprechen hier wohl gemerkt ĂŒber ein Kind und nicht ĂŒber einen 3 Wochen alten SĂ€ugling. Dein Kind hat in seinem Alter bereits eine unheimlich intensive Beziehung zu dir (und hoffentlich auch zum Vater) aufgebaut. Diese zerbricht nicht daran, dass du ein angewöhntes Einschlafritual abĂ€ndern möchtest. Aus meiner persönlichen Erfahrungen kann ich sagen, dass das Ändern des Schlafritual so ca. eine Woche dauert. Ich freue mich sehr fĂŒr meine Tochter dass sie jetzt in der Lage ist sich selber den Schlaf zu holen, den sie auch wirklich braucht, ohne nachts 5 mal weinend danach zu verlangen in den Schlaf gewippt zu werden oder 1 Stunde rastlos versucht in den Schlaf zu finden wĂ€hrend Mama daneben liegt. Das kann auf Dauer fĂŒr keines der Familienmitglieder gesund sein. Lass dich bitte nicht beirren. Ein Kind darf protestieren, wenn ein lieb gewonnenes Ritual geĂ€ndert oder abgeschafft wird. Aber das bedeutet nicht, dass du deshalb nie VerĂ€nderungen und Verbesserungen aktiv herbeifĂŒhren darfst.

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Hallo sabine040,

ich finde den Ansatz gut. Denke auch, dass ein Kleinkind alleine schlafen lernen muss/sollte. Allerdings spÀtestens mit gut einem Jahr. Also ich meine mit 2 Jahren wird's nicht leichter...
Ich weiß aber auch, dass diese Einstellung irgendwie sehr selten geworden ist.
Ich fĂŒr meinen Teil kann berichten, dass mein Kind (14 Monate) MITTLERWEILE richtig toll schlĂ€ft. Wenn sie mĂŒde ist, lege ich sie in IHR Bett in IHREM Zimmer und sie macht die Augen zu und pennt. Bis auf sehr wenige Ausnahmen ohne Unterbrechung bis morgens um 8 Uhr. Und ja - sie ist dabei ganz zufrieden, entspannt und hat keinen Knacks im Urvertrauen.

Das geht und ich finde, dass die Erziehung da schon anfĂ€ngt. Die Gewöhnung daran, dass sie nicht mehr in den Schlaf gestillt, geschuckelt oder getragen wird, hat 2 NĂ€chte gedauert und war natĂŒrlich mit massivem Protest verbunden. Das war hart. Das Allerwichtigste ist meiner Meinung nach, konsequent zu bleiben. Sie war ca 10 Monate alt.

Mein Tip wÀre noch, tatsÀchlich aus dem Zimmer raus zu gehen. Wenn ich das richtig verstanden habe und du neben ihm sitzen bleibst, bis er eingeschlafen ist.

Meines Erachtens nach ist es komisch, mit dem Kind jahrelang im Familienbett zu schlafen. Aber gibt ja ne Menge Eltern, die sagen sie findens toll.