Wer gibt sich den ganzen Sch*** mit den Nickerchen nicht?

Nachdem ich heute zum fünftrillionsten mal versucht habe, meine beiden zu ihrem Nickerchen zu bewegen - denn wir alle wissen ja: Baby im Alter x braucht y Stunden Schlaf am Tag, so alle 1,5 bis 2,5 Stunden sollte genickt werden. Jedenfalls habe ich es aufgegeben, mein Sohn ist mal wieder inzwischen seit 3 Stunden wach. Er ist müde. Aber schlafen ist der Feind.

Nun frage ich mich - Gibt es hier Mamas, die sich den ganzen Sch** nicht geben? Ihre Babys einfach machen lassen? Und wenn dann völlig übermüdet gequengelt wird, dann ist es halt so?

Ich hab nämlich echt keine Lust mehr und würde es gern einfach lassen. Sollen sie ihre 3, 4, 5 Stunden wach sein und dann halt vor Übermüdung einfach irgendwann und irgendwo wegnicken.

Kann man das machen? Ist das verantwortungslos?

Wenn ich bedenke, wieviel meiner - unserer!- Babyzeit ich mit diesen Kämpfen ums Nickerchen verbracht habe. Immer im Hinterkopf, was alle sagen: Wenn sie gähnen, ist es quasi schon zu spät; du musst die Müdigkeit früh erkennen und dann handeln, blabla... Anstatt mit ihnen in der Zeit zu spielen, sie zu fördern und zu fordern, kämpfe ich bestimmt fast 2 bis 3 Stunden täglich in Summe nur um die Nickerchen mit ihnen.

Soll das so sein? Ist das so das Beste?

Ich bin inzwischen total unsicher, ob das alles noch richtig ist, so wie ich es mache...🤷🏼‍♀️

Ich brauche euren input, Meinungen,...

Liebe Grüße
Miezii (💙💗 5M)

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Ich ging und gehe auch heute (Mädchen 3J.) nie nach so etwas, sondern nach unserer beider Empfinden.
Sie hat schon mit wenigen Tagen nur 2 mal am Tag ca eine Stunde geschlafen. Seit Alter von 1 Jahr nurnoch ganz selten Mittagsschlaf, sie brauch es scheinbar nicht.

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Danke dir! Es beruhigt mich, dass es auch anders geht...

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Also ich hab nur eine Tochter - da isses vielleicht einfacher, aber: sie pennt, wenn sie müde ist (was dann allerdings auch ohne Zicken passiert). Das mach ich schon immer so. Und das macht es für uns alle 3 sehr einfach. Sie hat ihren Rhythmus gefunden, wir haben keinen Stress. Ich bin jetzt gespannt, wie es ab Herbst in der Kita funktionieren wird ...

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Und schläft sie dann da ein, wo sie grad ist oder musst du sie schon noch irgendwie zu Bett bringen oä?

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Ja, ich frage, ob sie müde ist. Sie nickt, krabbelt in meinen Arm, 5 Minuten, dann pennt sie. Klappt auch im Kinderwagen, ohne Arm.

Toi toi toi und so ... aber bisher klappt das so. 😊

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Wir machen das so und es kristallisierte sich einfach ein sehr verlässlicher Schlafrhythmus raus. Auch abends entscheidet mein Kind, wann es ins Bett geht. Anders kann man das doch gar nicht machen?
Das ganze sieht so aus, dass ich auf dem Sofa sitze und sie ankommt, sich ankuschelt und dann wird geschlafen, zuverlässig morgens für eine Stunde (Zeit ist abhängig von der tatsächlichen Aufstehzeit) und zwischen 12 und 13 Uhr mittags. Zwischen 15 Uhr und abends cruist sie auch alleine rum und kommt entweder mit Schnuller zu mir aufs Sofa oder zu meinem Freund ins Bett, kuschelt sich an und schläft ein. Da ist sie auch mal 5-6 Stunden wach. Aber vorher können wir uns auf die Hinterbeine stellen und tun und machen was wir wollen, sie schläft halt nicht.
Wichtig finde ich nur, dass wir ihr die Möglichkeit geben schlafen zu können, wenn sie es braucht. Also sind wir zu ihrer Schlafenszeit schon zu hause und nicht unterwegs oder haben Besuch.

Eine andere Art es auszudrücken was wir machen, wäre es zu sagen, dass wir auf die Bedürfnisse unseres Kindes eingehen und einfach die Müdigkeitsanzeichen beachten unter der Berücksichtigung unserer Einschätzung, ob sie tatsächlich schlafen würde. Das klingt nicht ganz so laissez faire.

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Ehrlich gesagt verfahren wir so seit der Geburt und hatten von Beginn an sehr tolle und zuverlässige Schlafenszeiten. #gruebel

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Beneidenswert...

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"Baby im Alter x braucht y Stunden Schlaf am Tag, so alle 1,5 bis 2,5 Stunden sollte genickt werden" - ich lese tatsächlich gerade zum ersten Mal, dass es ein "Schlafplan" für Babys gibt. Da habe ich ehrlich gesagt nie drüber nachgedacht. Meine Hebi hat mir bei K1 nur versichert, dass es normal ist, dass das Baby in den ersten Wochen sehr viel schläft und dass es weniger wird, je älter das Baby. Aber auch das ließe sich nicht pauschalisieren, da jeder Mensch individuelle Schlaf-Bedürfnisse hat, schon von Geburt an.

Wie bei nahezu allem, was die Baby- und Kleinkindzeit betrifft, habe ich es auch beim Schlaf nach Bauchgefühl gehandhabt. War das Baby müde, durfte es egal wann schlafen. Ein Rhythmus hat sich mit der Zeit von alleine eingependelt. Und selbst heute hat mein Dreijähriger Ausnahmephasen, wo er gar keinen Mittagsschlaf braucht oder auch mal 2 Stunden am Stück Siesta macht. Bei unserem zweiten handhabe ich das genauso. Ich hätte gar nicht die Zeit so detailliert auf die Körpersignale zu achten, um genau zum richtigen Zeitpunkt das Baby ins Bettchen zu bringen. Es schläft halt dann, wenn es müde wird - oder eben auch nicht und quengelt dann ne Weile und schläft dann. Egal ob auf der Krabbeldecke, im Kinderwagen oder Tragetuch.

Nur wenn die Stimmung mal wirklich kippt und es in Gebrüll ausartet (passiert wirklich selten und eher beim Älteren), dann gibt's ne Extraportion Kuscheleinheit und Einschlafbegleitung.

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Diese "Schlafrechnung" war auch eher etwas mit einem Augenzwinkern von mir gemeint 😉 Aber es gibt tatsächlich eine Menge Schlafratgeber, die in diesem Alter Wachphasen von maximal 2,5 Stunden empfehlen...

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Hallo,

bei meiner Tochter war das auch immer schwierig. Als ganz junges Baby hat sie wirklich nur an der Brust geschlafen. Mittags bin ich jeden Tag 2 oder 3 Stunden mit ihr im Bett gelegen. Aufstehen konnte ich nie. Als sie 8 Monate alt war, hat sie mittags nur noch im Sportwagen geschlafen. Das heißt, ich musste jeden Tag bei Wind und Wetter mit ihr spazieren fahren. Wir sind immer zur gleichen Zeit und die gleiche Strecke gefahren und meistens ist sie an der gleichen Stelle eingeschlafen. Immerhin konnte ich sie da hin und wieder dann im Haus abstellen, als wir zurück waren und hatte etwas Auszeit.
Dass sie aber mal einfach so eingeschlafen ist, wenn sie müde war, kam nie vor.
Seit sie mit 18 Monaten abgestillt war, hat sie nur noch das eine Schläfchen im Wagen gemacht und kurze Zeit später den Tagschlaf komplett abgeschafft. Abends war es ganz schlimm. Hat jeden Tag 2 bis 3 Stunden gedauert, bis sie endlich geschlafen hat, weil sie so gekämpft hat. Mittlerweile ist es etwas besser geworden. Eine Stunde dauert es aber trotzdem meist noch.
Man merkt oft, dass sie müde ist, aber sie will nicht schlafen. Daheim kann sie tagsüber nicht und im Buggy bleibt sie nicht mehr lange sitzen. Den Sportwagen musste ich ihr nehmen, weil im August der Bruder kommt und wir das Fahrgestell ja für die Babywanne wieder brauchen. Aber auch da bleibt sie nicht mehr lange drin.
Ich lass sie tagsüber jetzt einfach immer wach, weil sie abends sonst nicht ins Bett möchte.

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Das kenne ich alles nur zu gut...leider.

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Also bei uns klappte Schlaf nach Plan nach Xy Stunden Wachphase immer gut.

BIS...

... sich scheinbar am Schlaf was ändern sollte. Und das ist momentan der Fall. Bisher gab es immer 3 Tagesschläfchen und sie tut sich zum 3. Tagesschläfchen unfassbar schwer einzuschlafen. Nun ziehe ich die Wachphasen und versuche es mit 2 Tagesschläfchen. Sie ist 10 1/2 Mte alt. Also eigentlich schon Zeit für nur noch 2.

Vielleicht ist das bei euch auch der Fall?

Gib nicht so viel auf Tabellen!!! Das ist Käse. Bis vor 4 Wochen hat unsere noch 4 x am Tag geschlafen! Das war entgegen aller Tabellen!! 🤷🏻‍♀️

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Sehe ich auch so. Bei uns war es ähnlich. Sehr lange Zeit hatte sie Wachphasen von 1,5-2 Stunden und dann immer ein Nickerchen von 30 Minuten. Das hat sich geändert, und nun ist sie 3-4 Stunden wach. Schläft dafür aber auch immer wieder mal sogar 1,5-2 Stunden. Jetzt eigentlich nur noch 2 Schläfchen am Tag. Ausnahmen aber auch mal wieder mit 3 Schläfchen, wenn sie sehr früh wach geworden ist und kein längeres Schläfchen schafft.

Ich habe sie anfangs auch spätestens alle 2 Stunden in den Schlaf geirgendwas (Wippen, Schaukeln, Flasche, Tragen, blabla)
Als sich ihr Schlaf änderte, konnte ich machen was ich wollte. Sie hat NICHT geschlafen nach 2 Stunden obwohl sie schon ein bissschen müde war.

Ich würde an deiner Stelle wirklich einfach ein bisschen warten. Mit ihnen spielen, fordern, fördern. Einfach mal ausprobieren. Du hast nichts zu verlieren. Im besten Fall stärkt es deine Nerven sogar, weil das lange rumschleppen im dunklen Zimmer hat mich total genervt!

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Ja, grundsätzlich denke ich auch, dass man die Wachphasen einfach mal ziehen könnte. Problem ist nur, dass dann das große Gemecker losgeht. Denn man ist ja eigentlich schon müde...

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Ich mache das seit einiger Zeit so.
Seit 2/3 Wochen ist der Kleine 6M abends oft 4-5 Stunden wach. Er hat dann ca 18 Uhr das letzte Mal geschlafen. Man sollte meinen, dass er dann spätestens um halb 9 schlafen kann. Aber es ist ein Kampf. Und das ist mir echt dann auch zu blöd und gibt mir zuviele Flashbacks aus der Schreizeit vom Anfang. Es macht mich wahnsinnig. Nach spätestens einer halben Stunde gebe ich auf uns lasse ihn wach. Meistens schläft er dann so ab halb 10/10, wenn ich dann auch ins Bett gehe.
Grundsätzlich finde ich aber, dass sie früher oder später eine feste Zeit brauchen. Bzw. brauche ich die Zeit, wenn ich wieder arbeiten gehe. Da muss ich dann abends viel vorbereiten - und das will ich nicht ab 22 Uhr tun.

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Wenn eines meiner Mäuschen mal 4 Stunden wach war, gab es ein riiiiiiiesen Theater, weil unfassbar übermüdet. Würde ich sie lassen, kämen allerdings ständig solche Wachphasen zusammen.

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Funktioniert tatsächlich ganz okay. Wenn er unerträglich wäre, dann könnte ich mich ja auch dem Kampf stellen, käme dann ja quasi aufs gleiche raus.

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Oh, das klingt echt stressig. Ganz ehrlich, bei meiner Großen und auch jetzt bei der Kleinen bin ich schlafmäßig wohl sehr "laissez faire" unterwegs - wenn sie wach ist, ist sie wach. Wenn sie einschläft, schläft sie ein. Eigentlich haben wir bei beiden Kindern einen stabilen Schlafrhytmus - naja, bei der Kleinen können wir es noch gar nicht genau sagen, sie ist erst knapp vier Wochen alt. Bei der Großen, mittlerweile fast 5, hat es sich allerdings so entwickelt, dass sie sich zu einer kleinen Nachteule entwickelt hat. Selbst als wir (schon des Öfteren) aktiv versucht haben, ihren Schlafrhytmus zu ändern, schläft sie nie vor halb zehn abends ein - es kommt sogar vor, dass sie bis elf Uhr wach ist. Sie liegt spätestens neun Uhr im Bett (was schon echt spät ist), aber sie schläft eben meistens nicht sofort ein. Durchschlafen war bei ihr noch nie ein Thema, das hat von Anfang an geklappt. Morgens ist sie fit. Ich hoffe, dass sich das zur Schule nochmal ändert, aber im Moment zeichnet sich da keine Änderung ab.

Trotzdem mein Tip: Lass die Kleinen einfach machen. Sie sind erst 5 Monate alt. Gib ihnen die Möglichkeit - aber nimm den Druck raus, das spüren sie schon. Die schlafen schon, wenn der Körper es braucht! Viel Glück!

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Ich würde sie ja so gerne einfach machen lassen. Glaube mir, sooo gerne. Aber sie bleiben dann einfach so lange unter zunehmendem Gemecker wach, bis ihnen entweder beim Einschlafen helfe oder es im lauten Gebrüll endet.

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Mein Sohn war und ist ein schlechter Schläfer. Er hat einfach 10 mal so viel Energie wie ich (besonders an so heißen Tagen). Ich muss warten, bis er vor lauter Müdigkeit praktisch umfällt, sonst wird das nix. War auch schon immer so. Ich nehme es so an. Auch, dass ein Kind um xy Uhr im Bett sein sollte 😤
Da würde ich nur kämpfen!!! Nein, danke! Hör auf dein Gefühl und nicht auf irgendwelche Tabellen und Ratschläge

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Ich danke dir, mein Gefühl ist sich noch uneinig, aber ich versuche es.