Baby macht den Tag zur Nacht (langer Text)

Hallo!
Ich bin mir nicht sicher, ob alles so richtig bei uns läuft. Deswegen wäre ich dankbar für einige Kommentare.
Meine Tochter 15 Wochen alt kam bei 33+6 zur Welt. Dementsprechend habe ich sie am Anfang immer und überall schlafen lassen, weil ich mir dachte, dass sie eh noch einiges aufholen muss. Bis vor zwei Wochen hat es Wunderbar geklappt (auch wenn ich zugeben muss, dass das Einschlafprozedere nur auf meiner Brust stattfinden konnte, sofern wir nicht im Auto oder mit dem Kinderwagen unterwegs waren, aber das war okay und irgendwie auch schön). Doch nun ist es wie folgt: wir gehen gegen 23 Uhr ins Bett, ich versuche sie in den Schlaf zu stillen und entweder im beistellbettchen oder auf meiner Brust abzulegen, ca. 5-20 Minuten später wird sie wach. Dann entweder auf dem Arm schlafend schuckeln oder erneut stillen und das geht dann oft bis 2/3 Uhr nachts so, bis sie endlich am frühen Morgen über einen längeren Zeitraum in den Schlaf findet. Nun hat es sich so eingeschlichen, dass wir teilweise erst gegen 12 Uhr aufstehen und den halben Tag verschlafen... Dann mache ich uns fertig, „frühstücke“ und beschäftige sie mit spielen, singen etc. und dann wird sie wieder müde und hält für 2-3 Stunden Mittagsschlaf. Das gleiche dann noch oft am späten Nachmittag wieder und dann folgt eine lange wachphase bis wir gegen 23 Uhr ins Bett gehen...
Mein logisches Denken sagt mir, dass ich sie tagsüber zu bestimmten Zeiten wach halten sollte, damit sich dieser Rhythmus wieder verschiebt, aber wie ihr vielleicht wisst, ist das erstens gar nicht so leicht, zweitens auch nicht schön fürs Kind und drittens kommen ja manchmal Termine dazwischen, die ich wahrnehmen muss und sie somit durch den Weg im Auto oder Kinderwagen eh wieder die Möglichkeit zum schlafen hat.
Bin ich in einer Art „Teufelskreis“ gelandet oder meint ihr, dass sich durch ihren zukünftig geringeren Schlafbedarf die Sache irgendwann von alleine löst?
Ab August / September werden wir 2 x die Woche um 9 Uhr zum Pekip und babyschwimmen gehen, es ist mir ein Rätsel wie wir beide gut gelaunt und ausgeschlafen daran teilnehmen möchten 😅

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Hey,

ich weiss nicht, ob ich „richtig“ liege. Aber Euer Kind ist korrigiert ja erst rd 10 Wochen.

Zu dem Zeitpunkt hatten wir weder eine Routine noch einen Schlafehytmus. Ich lag auch bis mittags im Bett, weil die Nächte grausam waren.

Das pendelt sich ein! Vllt schafft ihr es es tagsüber etwas länger bei Laune zu halten, so dass lernt wann Tag und Nacht ist.

Nachts habe ich übrigens nie groß gesprochen oder das Licht abgemacht, so dass sie auch da „lernen“ sollte, dass nachts nicht gespielt wird.

Gebt euch etwas Zeit. So wirklich Routine und Ablauf kam bei uns zumindest erst im 5. Monat.

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Würde ich mir keine Sorgen machen. Das pendelt sich schon ein. Babys ändern ihre Schlafgewohnheiten am Anfang so häufig, die wissen ja selbst noch nicht, wo oben und unten ist. Nimm es, wie es kommt. Sei froh, dass du ein entspanntes Kind zu Hause hast und versuche es ihm nachzumachen.
Und wenn du bald zu den Kursen möchtest und Baby schläft noch, dann weckst du und schaust, was passiert.

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Ich finde es total okay, wie ihr es bisher gehandhabt habt. Im Wochenbett gilt ja schlafen nach Bedarf für Mama und Baby. Um jetzt langsam zu lernen, wann der Nachtschlaf stattfinden soll, wäre es allerdings nötig, dass es nachts eine Phase gibt, in der es abgedunkelt und langweilig ist (ich glaub das machst du schon) und tagsüber sollte es hell und interessanter sein. Letzteres ist momentan wahrscheinlich nicht gegeben, da es wahrscheinlich bis Mittag dunkel und langweilig ist. Dem Baby schadet das nicht und es wird sich ja dann spätestens ab August von alleine anfangen zu ändern. Wenn es dich aber jetzt schon stört bzw. wenn du nicht übermüdet mit schlafendem Baby im Kurs sein willst, kannst du es auch jetzt schon ändern.

Du müsstest "einfach" zu der Zeit, zu der ihr aufstehen wollt, den Wecker stellen, aufstehen, Sonnenlicht reinlassen, Baby wecken/waschen/wickeln/stillen und versuchen eine kurze Zeit wach zu halten (wenn sie dann bald wieder schläft, fände ich das nicht schlimm, aber sie soll halt mitbekommen, dass es eigentlich Tag ist). "Einfach" im Sinne von unkompliziert, aber natürlich super anstrengend für dich, wenn du dann in der Übergangsphase viel zu wenig Schlaf bekommst. Sanfter wäre es vielleicht, den Wecker jeden Tag eine halbe Stunde früher zu stellen und euch langsam umzugwöhnen.

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Vielen Dank für eure Antworten.
Das gibt mir das Gefühl, dass ichvja trotzdem alles irgendwie richtig mache und ich mir keine Gedanken zu machen brauche und sich alles irgendwie einpendeln wird.