Kind wacht nachts oft auf und hat Angst

Hallo zusammen,

ich würde hier gerne eine Frage zum aktuellen Schlaf unserer 22 Monate alten Tochter loswerden. Sie hat nahezu von Anfang an sehr gut geschlafen, meistens bis auf kurze Phasen auch komplett durchgeschlafen.

Seit etwa vier Wochen ändert sich das leider. Es fing damit an, dass sie sich Abends nicht mehr so einfach hinlegen ließ nach der gute Nacht Geschichte, ich musste bei ihr bleiben bis sie eingeschlafen ist und ich muss sie zum ablegen auch immer überreden. Meistens bekomme ich Sie hingelegt, wenn ich ihr verspreche, noch ein Lied zu singen. Wenn ich das Zimmer verlasse, so lange sie noch nicht schläft, setzt sie sich hin und schreit. Das war vor kurzem überhaupt kein Problem. Wenn ich dann im Zimmer warte, macht sie in regelmäßigen einen Laut auf den ich reagieren muss, mit dem sie meine Anwesenheit überprüft. Wenn ich nicht reagiere, weil ich den Raum gerade verlassen habe, schreit sie los.

Wenn sie dann Abends schläft (ca. 19-20 Uhr), wird sie im Moment immer zwischen 23:00 und 1:00 Uhr wach, sitzt direkt im Bett und schreit, als wenn sie große Angst hat. Ich bin mir unsicher, ob es sich hier um einen Nachtschreck handelt, ich vermute aber, dass es etwas anderes ist. Sie ist meistens ansprechbar (heute Nacht war es anders und sie hat meine Hände erst weg geschlagen). Ich habe sie dann als sie es zugelassen hat auf den Arm genommen und nach ca. 1-2 Minuten wieder hingelegt, etwas gesungen und dann war wieder für eine Stunde ruhe. Meistens ist sie direkt ansprechbar wenn sie nachts wach wird. Dann wurde sie nach einer Stunde später wieder wach und lies sich nicht mehr so einfach hinlegen, wollte auf meinem Arm bleiben.
Ich habe eine hoch schwangere Frau zuhause, weshalb die nächtliche Kinderbetreuung neben der Arbeit ausschließlich an mir hängt, weshalb ich langsam echt auf dem Zahnfleisch laufe. Ich habe Sie dann mit zu uns ins Bett genommen. Der Schlaf ist dann aber für alle nicht besonders erholsam, da sie einen sehr aktiven Schlaf hat und sich am liebsten auf einen drauf legt.

Wenn ich sie nicht mit rüber nehme, schlage ich mir im schlimmsten Fall auch die gesamte Nacht bei ihr im Zimmer um die Ohren da sie spürt, wenn man den Raum verlässt.

Wenn es ein bockiges schreien wäre, würde ich ihr mit klaren Regeln entgegentreten und das sicher wieder in den Griff bekommen. Sie macht aber den Eindruck als wenn sie große Angst vor irgendetwas hat.

Einen gesunden Tagesablauf haben wir. Vormittags die Kita, die sie liebt, Nachmittags oft Turnen oder Krabbelgruppe, Abends dann gemeinsam Essen und zum Schlafen eine gute Nacht Geschichte und Singen. Medien kennt sie fast noch überhaupt nicht.

Können es schon Verlustängste sein? Die Mama ist natürlich in der Betreuung etwas weniger verfügbar und es macht jetzt alles der Papa. Zudem fängt sie gerade an zu sprechen. Sind das eventuell die Ursachen?

Ich habe von "klarer Ansage" und Raum wieder verlassen, bis hin zu sehr viel Verständnis und Geborgenheit alles versucht. Ich habe nur langsam echt das Gefühl, diese "Phase" geht nicht vorbei. Hat hier irgendjemand eine Idee, was man noch versuchen könnte?

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eine Ergänzung: der Mittagsschlaf funktioniert reibungslos. Direkt nach der Kita geht es für etwa 2 Stunden in den Mittagsschlaf.

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Klar kann es sein das sie Ängste entwickekt. Das tun die aller meisten Kinder irgendwann...und die wenigsten verwöhnen ihre Eltern vorher mit tollem Nachtschlaf 😅 und die wenigsten Kinder WOLLEN gern allein in einem Zimmer schlafen!
Ich würde ihr Vertrauen auch nicht missbrauchen und erst versprechen drin zu bleiben und mich dann rausschleichen. Sie wird dann immer weniger zur Ruhe kommen wie du es ja auch schon beobachtest.
Meine große Tochter (6j) schläft bis heute nicht gern allein...teilt deshalb jetzt seit 2 Monaten das Zimmer mit der Schwester. Bis dahin ist sie jede Nacht zu uns gekommen.
Leg dir doch eine Matratze ins Kinderzimmer oder gestaltet es gleich so um das dort ein Erwachsener gut schlafen kann. Wir haben zb ein Klappsofa im KiZi.
Es ist immer besser die Umstände zu ändern als das Kind ändern zu wollen. Ängste kommen und gegen auch wieder...gehören aber zur Entwicklung dazu.