Mann und Alkohol

    • (1) 15.04.08 - 13:39

      Mein Mann und ich sind 6 Jahre verheiratet. Wir haben 3 Kinder. Normalerweise ist mein mann sehr liebevoll sowohl zu mir, als auch zu den Kindern. Er hilft ungefragt im Haushalt und wir verstehen uns prima. Also könnte man denken, alles perfekt, was will man mehr?
      Er verträgt überhaupt keinen Alkohol und schon nach 3 oder 4 Bier merkt man es ihm deutlich an. Er trinkt nicht oft, aber wenn dann gibt es bei uns immer Streit. Er provoziert dann ohne Ende, kramt alte Sachen wieder raus, die eigentlich längst vorbei sind. Und ich bin leider auch ein Mensch, der sich schnell provozieren lässt. Meist läuft er dann weg und geht in die Kneipe oder zu Kumpels, wo er noch mehr trinkt ( aber keinen Schnaps). Die ganze Zeit, wenn er weg ist mache ich mir schon Gedanken, was passiert, wenn er wieder kommt und ich bekomme regelrecht panik. Das kann ich garnicht verstehen, denn er hat mich nie geschlagen oder so. Wenn er dann wieder zuhause ist, dann regt er sich meist noch furchtbar auf und wirft Türen, tritt gegen die Schränke oder wirft was zu boden. Das macht mir Angst.
      Wenn er dann wieder nüchtern ist, tut es ihm schrecklich leid. Er entschuldigt sich und damit ist für ihn die Sache gut. Er kann meine panik aber auch nicht verstehen. Ich bekomme richtige Panikattaken. Und dann fürchte ich mich natürlich jedes Mal davor, wenn er wieder was trinkt und dazu führt sicherlich dazu, dann ich auch schon reagiere, wenn er mal ein Bier trinkt. Und dieses gegenseitige Verhalten führt dann meist, dazu das das alles passiert.
      Wie komme ich nur aus diesem Teufelskreis? Wie kann ich entspannter mit der Situation umgehen? Ich will meine Ehe, die sonst glücklich ist, doch nicht wegen der einzelnen "Aussetzer" nicht aufgeben.

      • Hallo!

        Wenn es Deinem Mann im nachhinein so schrecklich leid tut, dann sollte er GAR NICHTS mehr trinken. Dir zu liebe. Er hat es ja doch nicht im Griff. Ein erwachsener Mann sollte wissen, wann genug ist, was bei Deinem Mann ja ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Was passiert denn, wenn eines der Kinder den Papa mal volltrunken, Sachen kaputt werfend sieht!
        Finger weg vom Alkohol!

        Alles Gute, pünktchens.mama

        • Danke für deine Antwort. Ich kann mein Verhalten aber auch nicht verstehen. Ich bin eigentlich kein ängstlicher Mensch und sage offen meine Meinung. Wenn mir jemand das erzählen würde, dann würde ich ihm vielleicht raten, ihn einfach in der Situation links liegen zu lassen, zumal der Spuk dann meist nach 10 Minuten wieder vorbei ist.
          Und gerade weil es nicht täglich vorkommt, sondern meist Monate dazwischen liegen und wie gesagt, nach 10 Minuten lenkt er plötzlich ein. Um die Situation nicht weiter nach oben zu treiben, nehme ich seine Entschuldigung dann meist auch an. Ich weiss das ist total falsch. Weil er dann glaubt, es sei alles wieder in ordnung. Aber in diesem Moment will ich einfach nur Ruhe. Am nächsten Tag versuche ich mit ihm zu sprechen, aber blockt ab und sagt noch mal das es ihm leid tut, aber das habe er doch gestern schon betont und ich habe ihm doch verziehen. So ein Verhalten wäre im nüchternden zustand undenkbar. Wie kann ein Mensch sich so verändern? Kenn ich ihn nicht richtig?
          Bisher war es immer so das sein heimkommen immer abends (meist nachts) stattfand und unser Kinder schon geschlafen haben.
          Wir haben ein 3stöckiges Haus (sehr schmal aber hoch), wo die Kinder unterm Dach ihre Zimmer haben, so liegt noch ein Stockwerk dazwischen. Aber auch wegen ihnen gebe ich so oft schnell nach und versuche ihn zu beruhigen.

          • Hallo!

            Ich kann Dir natürlich auch nicht erklären, wieso Du Dich so verhälst, aber irgendwann wird es ja mal angefangen haben. Du wirst ja nicht schon immer so reagiert haben, aus heiterem Himmel, oder?
            Alkohol verändert Menschen. Das ist ja das Schlimme daran. Unter Alkoholeinfluss sind viele nicht mehr sie selber. Meistens verändern sie sich ins Negative. Deshalb kann ich auch Deine Panik gut verstehen. Vielleicht ist Deine Angst auch deshalb so ausgeprägt, weil Du schon einmal sehr negativer Erfahrungen mit einer betrunkenen Person gemacht hast?!

            Es ist wirklich wichtig, dass ihr darüber redet und dass auch Dein mann versteht, worum es Dir geht! Nicht dass er denkt Du würdest ihm irgendetwas nicht gönnen.

            Alles Liebe, pünktchens.mama

      Hi,

      habe das gerade gelesen... hm. Frage: Ist deine Ehe wirklich glücklich?? Wenn es bereits solche "Aussetzer" gibt, würde ich sagen, da ist der Wurm drin. Vor allem, weil ihr nicht mehr miteinander redet! Du provozierst auf deine Art, dein Mann indem er trinkt (ist egal ob Schnaps oder Bier - Alkohol ist Alkohol). Ich würde sagen, dass ihr der typische Fall für eine Eheberatung seid und euere Probleme aufarbeiten solltet, um wieder aus diesem Teufelskreis herauszukommen.

      Ganz liebe Grüße
      Gael

      Ich denke es ist ganz wichtig, dass du einmal direkt und offen mit ihm darüber redest.
      Schildere ihm ganz genau deine Ängste, sag ihm, was für eine Angst in dir herrscht wenn du ihn so erlebst.
      Mit Emotionen auf Menschen einzugehen bringt meist mehr, als nur zu reden. Wenn es soweit kommen sollte...zeig deine Tränen, unterdrücke sie nicht! So sieht er eher, was er mit seinem Verhalten anrichtet.
      Vielleicht wird er dann endlich "wachgerüttelt" und sieht, was er dir antut.
      Pass aber auf, dass du nicht zu arg auf ihn einredest und er sich in die Ecke gedrängt fühlt. Nicht dass er dann wieder den Rückzieher macht und seinen Frust in der Kneipe runtertrinkt.

      Ich gebe dir trotzdem den Rat, so schnell es geht Hilfe aufzusuchen. Menschen werden so schnell abhängig von dem Sch***zeug...und dann geht es nur noch bergab.

      Tina

    • (7) 16.04.08 - 12:18

      Liebe Sarah-Jane,

      da es nicht oft vorkommt, dass Ihr Mann sich betrinkt, scheint er kein richtiges Alkoholproblem zu haben. Allerdings sind seine Reaktionen, wenn er etwas getrunken hat, doch recht furchteinflößend. Sie schreiben zwar, dass er Sie bisher nicht geschlagen hat. Aber wenn jemand betrunken ist und in Rage anfängt zu randalieren, dann ist das schon beängstigend. Er hat dann ja einen völligen Kontrollverlust.
      Könnte der Grund für sein Verhalten in den "alten Sachen, die er dann immer auskramt" liegen?
      Dann wäre es nämlich umgekehrt: Der Alkohol hätte dann nämlich lediglich die Funktion eines "Schleusenöffners".
      Die alten "unverdauten" Altlasten aus Ihrer Ehe wollen noch verdaut werden. Egal, wie alt diese sind. Sie erzeugen von Zeit zu Zeit ein Unwohlsein, welches Ihr Mann dann vielleicht ertränken möchte. Das muss ihm alles gar nicht so bewusst sein. (Ansonsten könnte er ja anders damit umgehen.) Sobald er sich infolge des Alkoholgenusses nicht mehr unter Kontrolle hat, kommen die Altlasten an die Oberfläche. Sie melden sich lautstark.
      Natürlich ist in einer solchen Situation nichts zu machen. Aber Sie können hinterher anschauen, was sich da alles gemeldet hat und noch Aufmerksamkeit braucht.
      Fallen Ihnen jetzt gleich einige Beispiele ein? Das wäre gut. Dann könnten Sie sofort beginnen, diese mit Ihrem Mann noch einmal aufzugreifen.
      Nehmen Sie sich dafür vielleicht einen Tag in der Woche Zeit. Abends, wenn die Kinder schlafen. Und dann kommt alles auf den Tisch, was bisher nicht richtig erledigt werden konnte.
      Zumindest muss sich dieser Ballast dann nicht mehr melden, wenn "ein geselliges Ereignis" stattfindet. Vielleicht kann Ihr Mann dann nach dem dritten Bier aufhören zu trinken und mit Ihnen gemütlich nach Hause gehen.

      Das wünsche ich Ihnen zumindest,

      viele Grüße

      Barbara Kiesling

      (8) 02.01.16 - 23:51

      Hast du mal gefragt, warum er trink?
      Ich hab ne ähnliche Situation und mein mann trinkt, wenn unsere finanzielle Situation angespannt ist sonst eher nicht.
      wenn ich es bemerke (und ich sehe es sofort) und ihn darauf anspreche wird er bockig und geht in den Keller um weiter zu trinken.wenn ich ihn nicht drauf anspreche ist alles ok und er bringt die kinder ins bett und geht selber schlafen.

      vielleicht versuchst du mal ihn nicht darauf anzusprechen auch wenns schwer fällt.

      Lg

      ich konnte auch kien alk vertragen deswegen ist meine frau seit einem monat weg und will sehr wahrscheinlich nicht mehr vieleicht kannst du ihm ein denkzettel verpassen in dem du ein paar tage von zuhause weg bliebst und bei einer freundin schlaefst das hat bei mir gefruchtet und ich will unbedingt meine frau wieder zurück in unsere ehe gab es eigentlich nicht zu beanstanden bis auf den alkohol konsum den ich immer wieder begangen habe und es immer wieder eskaliert ist ich habe zu viele versprechungen gemacht und sie glaubt mir einfach nicht mehr hat kein vertrauen mehr was kann ich diesbezüglich noch machen ich habe bereits seit über einem monat kein alkohol angefasst und begebe mich in absehbaerer ziet auch in die thearpie was ode wie kann ich sie davon überzegen das ich dises elend nicht mehr anpacke und sie keine sorgen machen brauch bitte gebt mit eine hilfe und fragt mich ich brauche am liebsten fraulichen rat könnt ihr mir helfen????

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