Dominanter Freund

    • (1) 09.03.15 - 11:48

      Guten Tag

      Mein Partner und ich haben seit zwei Jahren eine on Off beziehung. Im Moment sind wir seit vier Monaten wieder fest zusammen und planen zusammen zu ziehen. Ich behalte aufgrund der Vorgeschichte bis zum Sommer meine Wohnung im Hintergrund. Was für beide Seiten ok ist.

      Unser Problem ist immer wieder Streit wegen der Kinder. Ich habe drei und er eins. Immer wieder meckert er an meinen Kindern herum. Auch der Tonfall ist nicht immer angemessen. Meine Tochter hatte deswegen schon geweint. Seine Tochter lässt er sehr viel durchgehen und wenn sie etwas Falsch macht oder nicht hört geht er viel einfühlsamer und rücksichtsvoller mit ihr um wie mit meinen Kindern. Dies empfinde ich als sehr belastend zumal ich ihn schon oft darum Bat einen anderen Ton anzuschlagen Weil ich nicht möchte das das selbst Wert Gefühl meiner Kinder insbesondere meiner Tochter darunter leidet. Ich vermute seinerseits Eifersucht Weil meiner Tochter schulisch besser ist wie Seine ( beide 1. Klasse ). Aber ich möchte keine Konkurrenz Kämpfe.

      Er sagt immer dass er der macker wäre und alles bestimmt. Ich soll lieb und verständnisvoll sein und brav alles abnicken. Es Scheinen bei ihm auch nur Phasen zu sein wo er so schlimm dominant ist , er möchte halt Kinder wo alles läuft. Wobei ich seine Tochter doch als sehr verwöhnt und verzogen sehe und ihr Verhalten teilweise extrem anstrengend ist. Ich darf dies auch nicht zur Sprache bringen dann ist er beleidigt und fühlt sich missverstanden. Und ich bin wieder nicht "lieb " genug.

      Ich gehe aber kaputt wenn ich mir alles gefallen lasse und nichts sage. Auch das habe ich ihm bereits gesagt.

      Wenn ich seine Vorschläge nicht Folge ist er zutiefst sauer und stellt gleich die ganze beziehung in Frage. Also gebe ich meist klein bei.

      Ich kann mich nicht unterordnen , ich bin ein eigenständiger und sehr selbstständiger Mensch. Ich weiß nicht wie das gut gehen soll und fühle mich emotional erpresst durch sein Verhalten.

      Hinzu kommt , dass er während unserer beziehungs pausen oft andere Frauen hatte und mit ihnen auch die Zukunft plante. Jedoch klappte es wohl nie und er kam immer wieder zurück von sich aus.

      Er frötzelt immer mal an mir rum im negativen findet immer mal Mackel an mir. Auch sagt er mir nie direkt das er mich liebt , nur in Anspielungen.

      Er möchte mich aber heiraten und unbedingt Kinder mit mir. Aber sein ambivalentes Verhalten lässt mich Zweifeln ob er mich wirklich liebt. Valentinstag fiel auch aus , was mich schon verletzte.

      Wie kann man mit so einem dominanten Mann Leben ? Die größte Sorge ist wie er mit meiner Tochter umgeht. Im Grunde ist er lieb und nett aber manchmal Schlägt es um und er meckert viel an ihrem Verhalten rum. ZB Klo Spülung vergessen , kleckern beim Essen etc

      Ich liebe ihn und möchte das es jetzt funktioniert. Seine Affairen oder Beziehungen zu den anderen Frauen haben mich zutiefst verletzt. Wie konnte er mich immer so schnell vergessen und dann kommt er doch immer zurück. Er gibt mir die Schuld daran weil ich ja zickig war. Ich bin bestimmt nicht immer einfach aber jedes Mal dann Schluss zu machen und Schotten dicht und andere suchen kann es doch auch nicht sein.

      Unser Umgang miteinander lässt sich allgemein als liebevoll beschreiben aber wir frötzeln uns auch gegenseitig an. Momentan stehen wir kleine Krisen durch ohne das einer Schluss macht und vertragen uns auch recht schnell wieder.

      Streit ist eher wegen der Kinder und seinem Verhalten dann.

      Der Probe zusammen Zug wird sicher nicht einfach und ich habe Sorge das ich mit seiner dominanten und meckernden Art nicht zurecht kommen werde.

      Auch wenn etwas emotional schwierig wird , wir hatten zwei fehlgeburten , dann ist er nicht für mich da und zieht sich zurück.

      Ich vermute sogar schon eine Psychische Störung bei ihm da er sich auffällig wechselhaft in seiner Art zeigt.

      Ich hoffe von Ihnen auf Tipps im Umgang mit ihm.

      Liebe dankbare Grüße

      • Guten Tag Seepferdchen,

        die Frage erscheint mir tatsächlich zu sein, wie Sie mit so einem Mann leben können. Allerdings würde ich dabei mehr den Schwerpunkt darauf legen, dass Sie mit Ihm bisher schon lange leben konnten.

        Sie beschreiben ihn als dominant, emotional sehr wechselhaft und extrem abwertend, wie auch fordernd. Gleichzeitig sei er lieb und nett, was aber 'umschlagen' kann. Das heißt, die Beziehung und die fast domteusenhafte Handhabung ihrer ständigen emotionale Belastungsgrenzen fordert sie sehr. Dass sie zwischendurch davon mal eine Pause brauchen, kann man direkt gut nachvollziehen. On/Off ist möglicherweise aber auch recht strapaziös.

        Vielleicht könnte man die Frage ja umformulieren und auffächern und an Sie beide richten: Wieso müssen wir es uns so schwer machen, warum muß es immer so heftig werden, wieso reizt es uns, für den anderen eine Zumutung zu sein?

        Von außen verbietet es sich, darüber Vermutungen anzustellen, wie diese Fragen beantwortet werden können. Das können nur Sie beide versuchen. Aber das ist natürlich nicht so einfach.

        Dennoch glaube ich, dass Sie beide in sich eine Sehnsucht nach einem friedvolleren und ruhigeren Miteinander in sich tragen. Nur das dies immer wieder von dem eigenen inneren Springteufelchen zerstört wird, dem wir uns scheinbar ausgeliefert fühlen. Vielleicht könnten Sie sich beide ja auch eine Unterstützung suchen und gemeinsam in einer Paartherapie nach einer Entlastung des aufgeladenen Zustandes suchen.

        viele Grüße, Dr. Axel Thomas

        ... und ich habe Sorge das ich mit seiner dominanten und meckernden Art nicht zurecht kommen werde. ... Du kommst doch schon JETZT nicht damit klar. Ich würde mir nichts vormachen. Ich denke nicht, dass das auf Dauer funktionieren wird. Ich bin mir auch nicht sicher ob dein Partner die emotionale Reife besitzt. Wie kann er vom heiraten reden wenn er seine Partnerinnen in euren beziehungspausen wie Unterhosen wechselt? Wo ist da die Liebe???

        Bring deine Sachen in deine Wohnung, seine Sachen zu ihm, tauscht eure Wohnungsschlüssel zurück und wünscht einander noch ein schönes Leben. Es klappt nur mit euch, wenn du deine Gefühle und Bedürfnisse sowie die deiner Kinder missachtest. Jetzt ist es ja deine Sache, wenn du dich emotional zugrunde richten lässt, deine Kinder aber haben ein Recht auf eine positive Kindheit und auf emotionale Unversehrtheit. Dies jedoch sehe ich mit diesem Mann an deiner Seite nicht gewährleistet.

        Was willst du bei einer zweijährigen On-Off-Beziehung mit einer Paartherapie? Die nutzt doch nur dem Therapeuten. Wenn ihr in den ersten 2Jahren schon so tiefgreifende Differenzen habt, wie du sie hier schilderst, seid ihr einfach nicht füreinander bestimmt.

        Sei stark - für deine Kinder!

        LG Heike

      • "Er sagt immer dass er der macker wäre und alles bestimmt."
        "Wenn ich seine Vorschläge nicht Folge ist er zutiefst sauer und stellt gleich die ganze beziehung in Frage. Also gebe ich meist klein bei."

        Du kannst akzeptieren, das du immer klein bei geben wirst im Falle eines Zusammenlebens, oder du kannst dagegen ankämpfen. Nur: will man in einem ständigen Kampf leben? Will man ständig hören, dass der andere Partner die Beziehung in Frage stellt und so emotional erpresst werden? Probier' doch einfach mal aus, was passiert, wenn du nicht klein bei gibst. Lass ihn einfach mal machen und schau, wie weit er geht. Kommt es tatsächlich zur Trennung, würde ich es dann dabei belassen. Kommt es nicht zur Trennung und er geht mal auf dich zu, könnte das ein Zeichen sein, dass er lernfähig ist und ihr doch eine Chance haben könnt.

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