Baby in der 30.SSW verstorben!!!

    • (1) 12.01.11 - 17:31

      Ich bin jetzt auch hier in Forum für frühes Ende.

      Ich habe April 2009 eine Fehlgeburt in der 10.SSW und im Dez.2009 wieder in der 10.SSW Fehlgeburt gehabt.

      Jan. 2010 Genuntersuchung durchgeführt
      Feb. 2010 Ergebnis Trisomie 13 und Fehler in den Chromosom 14, zu 10 Prozent wurden meine Kinder einen Genfehler oder Fehlgeburten haben.

      Im Mai 2010 wieder schwanger geworden wir wollten es noch einmal probieren.
      Ersten 3 Monate geschafft Juhu.
      Dann in der 16.SSW Fruchtwasseruntersuchung wg. meinen Gendefekt-
      Ergebnis ist gut ausgegangen - Kind ist gesund keinen Genfehler Juhu

      Dann der Schock in der 21. SSW Kind hat eine laterale Halszyste ca. 2,3 x 2,3 cm groß.
      Ab jetzt aller 14 Tage zum Spezialarzt- Zsyte wuchs immer mehr. Kind entwickelte sich super.
      Nov. 2010 Zsyte jetzt schon 14 x 14 cm groß,Kopf ist nach hinter gedrückt.

      6.12. Einweisung in Frauenklinik München, Fruchtwasser ist zu viel hat keine Luft mehr bekommen. CTG ist in Ordnung.
      Fruchtwasser (1,5 Liter wurden) abpunktiert aber war schon 2 Tage später wieder da. MRT wurde gemacht und es wurde festgestellt Zsyte/ Tumor (ev. Teratom) drückt Luftröhre und Speisröhre ab.
      Zwischendrin immer wieder mal Wehen gehabt-Wehenhemmungsmittel bekommen.
      Geplant wurde 20.12.2010 einen Kaiserschnitt zu machen.

      Doch es kam alles anders am 13.12. wurde mir gesagt Kaiserschnitt wird eher gemacht, weil das Herz vom Kind sonst in Mitleidenschaft gezogen wird.

      15.12. um 10 Uhr müßten Ärzte eine Nabelschnurpunktion durchführen und Kind eine Bluttransfusion geben.
      Mein Körper schaffte es nur sehr schwer, Blutdruck nur noch 60/40 mmHg, Kreislauf sehr schwach.
      12 Uhr Vorbereitung:
      12.15 Uhr Vollnarkose bekommen, Kaiserschnitt wurde gemacht.
      - Kind wurde versucht zu intubieren (das Luftröhre beatmet werden kann)
      - 3 mal probiert nicht geschafft
      - Kind von Nabelschnur getrennt, 1 mal reanimiert
      - 1 mal nochmal versucht zu intubieren-blieb auch kurz drin aber ging wieder raus
      - versucht Luftröhrenschnitt zumachen, aber war nicht möglich weil die Zsyte /Tumor zu groß war
      - mein Mann wurde dazu geholt und mußte in ein separtes Zimmer gebracht werden (weil er unter Schock stand) und dann wurde ihm gesagt sein Sohn hat es nicht geschafft

      - sie haben das Baby in ein Weidenkörbchen mit ganz viele Decken und Blumen gelegt und es konnte in Ruhe und ohne Schmerzen im Beisein meines Mann einschlafen

      - ich bin nach 2 Stunden aus der Vollnarkose aufgewacht und habe aus dem Fenster zum Himmel hoch geschaut und ich wußte mein Baby ist jetzt da oben

      Habe dann nur gehört wie die Ärzte sich unterhielten und sagten es sei misslungen, dann kam der Prof. zu mir und sagte sie haben es nicht geschafft.
      Mein Mann kam dann zu mir und wir hielten uns einfach nur in den Armen und weinten.
      Ich habe noch lange im Aufwachraum zur Beobachtung bleiben müssen, mein Blutdruck war im Keller ich hatte 1,5 Liter Blut beim Kaiserschnitt verloren. Ich hätte fast die OP nicht überstanden, ich hätte sterben können.
      Abends war ich noch lang im Kreißsaal zur Beobachtung da ließ ich mir ein Foto von meinen Engel zeigen lassen:

      " so kurze dunkle Haare, kleine Stupsnase und mein Mann sagte mein Ohren " hatte mein kleiner Engel
      - es war so ein komisches Gefühl, nix in der Hand zu haben.

      Abends bekam ich dann ein Einzelzimmer und mein Mann bekam auch ein Bett mit rein. Ich ließ mir meinen Sohn ins Zimmer bringen:
      - als erstes sah ich sein Gesicht: er sah aus als wurde er nur schlafen
      - dann sein Körper: so klein und zierlich, aber alles schon dran
      - dann sah ich mir den Tumor an: da habe ich verstanden, das der kleine Mann es nie geschafft hätte

      - der Tumor war 900 g schwer und auf eine Länge gesehen ca. 50 cm lang
      - zum Vergleich: Baby war 43 cm groß und 1600 g schwer

      Wir haben alles versucht und die Ärzte auch, doch der Tumor war stärker.

      Unsere Kleiner hat bis zum Schluß gekämpft, aber er hat sich für diesen Weg entschieden.

      "Jedes Leben ist in der Tat ein Geschenk.
      Egal wie kurz, egal wie zerbrechlich.
      Jedes Leben ist ein Geschenk welches in unserem Herzen für immer weiterleben wird. "

      Ich lag bis zum 22.12. noch im Kh wg. zu hohen Blutverlust und Blutdruckschwankungen.

      Am 30.12.2010 haben wir unseren Kleinen mit einer Urne besetzen lassen. Alle haben in der Kirche viel geweint, dann hat mein Mann die Urne zum Grab getragen. Als wir wieder nach Hause liefen war voll das schlechte Wetter und auf einmal zog kurz der Himmel auf und es schien die Sonne. Das war ein Gefühl wie als wäre jetzt mein Sohn gut im Himmel angekommen.

      Ich weis wir haben alles versucht, aber er hat sich seinen Weg so rausgesucht. Er hat keine Schmerzen gehabt und konnte friedlich bei seinen Papa einschlafen.

      Für alle Sternenkinder eine#kerze und allen Eltern viel Kraft

      lg sagen Heidi, Rene und #stern kind Leon (30.SSW)

      "Kinder suchen sich die Eltern raus, wo sie wissen sie schaffen das"





      • fühle dich erst mal ganz doll #liebdrueck , mir laufen echt die tränen wenn ich lese was du alles durchgemacht hast.

        Ich wünsche dir ganz viel Kraft.


        #kerze

        (3) 12.01.11 - 17:59

        Liebe Heidi! Es tut mir so unendlich leid was euch wiederfahren ist!Fühl dich ganz lieb gedrückt!
        Ich weiß so gut wie du dich fühlst haben unseren Sohn am 28.11.2010 auch verloren,er ist in der 24+2SSW geboren und durfte eine Woche bei uns bleiben!
        Ich wünsche euch ganz viel Kraft und hoffe ihr habt liebe Menschen die euch beistehen!

        Eine #kerze für euren Leon#stern

        Lg Bianca mit Marvin fest im #herzlich

        Liebe Heidi #liebdrueck,
        beim lesen deines Beitrags kamen mir auch wieder die Tränen und ich musste an meinen kleinen Dominik denken, der in der 28. SSW noch vor seiner Geburt gestorben ist - auch er hätte keine Chance gehabt zu überleben. Ich empfand es damals auf seltsame als Weise tröstlich zu wissen, warum er sterben musste und dass wir nichts für ihn hätten tun können.
        Ich wünsche dir einige liebe Menschen um dich, mit denen du reden und weinen kannst. Das hat mir am meisten geholfen. Dass du die Kraft hast, diese schwere Zeit durchzustehen lese ich in deinem letzten Satz.

        Alles Liebe und eine #kerze für den kleinen Engel Leon,

        Doris

      • Hallo Heidi,

        es tut mir sehr leid was euch alles passiert ist!

        wir haben unsere Peaches auch gehen lassen müssen, auch in München (Rotkreuzklinik) vorher waren wir zur Punktion bei Dr. Gloning

        #liebdrueck

        kirin

        Liebe Heidi,

        es ist für mich unfassbar, was ihr durchmachen müsst. Es tut mir sehr leid, dass euer kleiner Leon gegangen ist und so schwer krank war.
        Lass dich mal fest drücken #liebdrueck

        Ich glaube, hier können alle deine Trauer verstehen und wissen, wie es euch geht.
        Wir haben unseren ersten Sohn in der 22. Woche verloren. Er ist einfach im Bauch gestorben, weil er nicht mehr richtig versorgt wurde und wäre kern gesund gewesen. :-(
        Unser Tochter kam in der 27. Woche zur Welt und hat es leider nach 4 Wochen Kampf nicht geschafft. :-(

        Ich wünsch euch alle Kraft der Welt und auch ganz viel Halt von euren Freunden und Familien.

        Liebe Grüße
        Hannah mit #stern Niklas und #stern Sarah fest im Herzen und Per ganz fest im Arm

        • Wie bist du mit dem ersten Tod deines Baby umgegangen und dann die neue schwangerschaft? Wie schafft man das mit der psyche???

          lg sagen heidi und Sternenkind leon

          • Hallo Heidi,

            lass dich noch einmal fest drücken. #liebdrueck

            Wie ich mit dem Tod unseres ersten Kindes umgegangen bin, ist eine gute Frage. Ich hab geweint, geschrien und ich hab mir immer und immer wieder die Frage gestellt, warum gerade er gehen musste.
            Ich wurde dann ausgiebig untersucht, wo eine Gerinnungsstörung festgestellt wurde. Zumindest gab es ein Wieso. Aber getröstet hat mich das nicht. Ich bin ja schließlich dran schuld, dass er gehen musste, weil mein Körper ihn nicht mehr versorgen konnte.
            Mit dieser Schuld umzugehen, ist noch immer manchmal sehr schwer. Immerhin musste auch unsere Sarah (unser zweites Kind) wegen meines Körper eher kommen und hat es deswegen nicht geschafft.
            Mein Mann war mir immer ein großer Halt. Er hat mit mir geredet, hat mir gezeigt, dass es auch immer noch schöne Seiten im Leben geben kann und allein dass ich gespürt habe, er ist da und liebt mich, hat mir etwas Kraft gegeben.
            Der Gedanke, dass unsere Sternenkinder auf einer Wolke sitzen und über uns wachen und uns beschützen, tröstet mich ein wenig. Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass einfach nichts mehr sein soll danach.

            Die Ängste und Sorgen waren in der 2. Schwangerschaft enorm hoch. Ich hab oft den FA besucht, obwohl ich eh alle 2 Wochen zur Kontrolle war. Als dann die 22.ssw rum war (wo mein Sohn verstorben ist), ging es etwas besser.Ich wurde optimistischer und zuversichtlicher. Mein Mann hat mir immer gut zugeredet, hat immer fest dran geglaubt, dass alles gut gehen wird. Und das hat auch mir Kraft gegeben. Ich glaub, es ist wichtig, dass man diesen Halt hat. Sonst würde man das gar nicht schaffen.
            Ich hab im Leben nicht dran geglaubt, dass jetzt noch was passieren kann, bis eben die Fruchtblase geplatzt war und ich Wehen bekommen hab und Sarah geholt werden musste ohne jegliche Vorbereitung auf ein Frühchen.

            Am schlimmsten war die dritte Schwangerschaft. Denn da wusste ich, dass so viel mehr passieren kann - eine stille Geburt, eine Frühgeburt und auch noch der Tod unseres Babys, wenn es auf der Welt ist.
            Ich hab selten richtig zur Ruhe gefunden, hab immer richtig Angst und Panik gehabt und alle Erlebnisse waren wieder da.
            Ich hab es dann nur mit Hilfe meiner Psychologin, die ich nach dem Tod unserer Tochter bekommen hab, geschafft. Sie hat mir gezeigt, dass ich es zwar nicht in der Hand habe, wie diese Schwangerschaft ausgeht, aber dass ich mit positivem Denken doch etwas mehr erreichen kann. Und sie hat mir klar gemacht, dass ich jeden Tag mit dem Baby im Bauch genießen soll und einfach den Moment sehen soll. Auch das hab ich gemacht.
            Letztendlich kam unser Sohn auch wieder zu früh in der 31. Woche, aber wir waren dieses Mal vorbereitet, dass das passieren kann. Ich lag 16 Wochen im KH und die Lungenreife gab es auch. All diese Vorbereitung hat mir geholfen, mich besser auf diese Situation einzustellen und hat mich ruhiger werden lassen.
            Per ist zum Glück gesund und munter ich bin mehr als dankbar, dass wir dieses Glück noch erleben dürfen.

            Ich wünsch euch viel kraft und Halt und alles, alles Gute. Zum Reden sind ich und die anderen immer da! #liebdrueck

            Liebe Grüße
            Hannah mit #stern Niklas und #stern Sarah fest im Herzen und Per ganz fest im Arm

      es tut mir sooooo leid für dich #kerze

      muss grad so weinen.....#heul

      hoffe, ich muss sowas nie durchmachen.

      ich wünsche dir und deiner familie ganz viel kraft damit umzugehen und das es dir bald besser geht.

      sei ganz fest gedrückt #liebdrueck und getröstet....obwohl dir leider keiner den schmerz nehmen kann :-(

      (10) 12.01.11 - 19:27

      Liebe Heidi,

      ich kann dir gar nicht sagen wie sehr mich Eure Geschichte bewegt!
      Es tut mir unendlich leid das ihr Euren Leon auf so tragische Weise gehen lassen musstet!

      Leider weiß ich nur zu gut wie du Dich fühlst und kann dir nur raten, wenn du bzw. ihr das Gefühl habt, ihr schafft es nicht alleine, scheue Dich nicht und suche dir Hilfe von außen. Mir hat es sehr, sehr geholfen!

      Fühl Dich von mir gedrückt! Hier wirst du viele finden die ähnlich schlimme Erfahrungen machen mussten und die an schlimmen Tagen immer ein offenes Wort und einen guten Rat für Dich haben werden!

      Alles Liebe #herzlich


      Kerstin mit #stern Madita & #stern Leo + #stern 12.SSW + Ida 39.SSW #verliebt

      (11) 12.01.11 - 19:32

      Liebe Heidi,

      auch ich war schwanger mit einem kranken Kind, dass in der 30. SSW verstarb. Es hatte keinen Tumor, sondern einen Virus, aber auch wir haben wochenlang um sein Leben gebangt, ihm wurde Bluttransfusionen gegeben und wir haben den Kampf verloren. Dein Satz "dann sah ich den Tumpor...." trift mich tief ins Herz, genauso ging es mir als ich seinen kranken Körper sah. Dieser Moment, des Begreifens, warum das Kind sterben musste.
      Ich hatte danach 2 FGen.

      Du bist nicht alleine mit deinen Verlusten, leider kann dir das den Schmerz nicht nehmen. Vielleicht gibt es dir Hoffnung, wenn du siehst, dass man doch irgendwie damit weiterleben kann, auch, wenn du dir das vielleicht jetzt gerade nicht vorstellen kannst. Man kann sogar auch nach so einer Geschichte eine "normale" SS erleben.

      Ich finde es traurig, zu hören, dass du die Geburt nicht miterleben konntest und selber so krank warst. Deine Worte klingen trotz allem auch irgendwie friedlich und nicht verbittert. Es klingt auch sehr viel Liebe mit. Du scheinst sehr stark zu sein und dich nicht "gestraft" zu fühlen, sonder beschenkt mit eurem Leon. Das finde ich bemerkenswert, nach so kurzer Zeit.

      Ein Gedicht was mir sehr gut gefällt, was vielleicht auch zu dir passt will ich dir aufschreiben und dir viel Kraft für die Zukunft wünschen.

      "Je schöner und voller die Erinnerung,
      desto schwerer ist die Trennung.
      Aber die Dankbarkeit verwandelt die Qual der Erinnerung
      In eine stille Freude.

      Man trägt das vergangene Schöne nicht wie ein Stachel,
      sondern wie ein kostbares Geschenk in sich."

      (D. Bonhoeffer)

      Alles Liebe,
      Lieke

      • (12) 13.01.11 - 10:47

        danke für deine mail.
        man stellt sich immer die frage warum????
        aber es kann niemand dir eine antwort geben, ich weiß wir haben unseren leon nicht gequält und er hat nicht leiden müssen.
        ich weis er ist jetzt vielleicht da oben im himmel u. schaut jeden tag auf mich herab.
        ich habe ein erinnerungsalbum gekauft und viele gedanken und bilder beigefügt, da hat mir sehr viel geholfen.
        ich gehe jeden tag zum grab, es ist nur 2 minuten von mir entfernt und das ist schön.

        ich danke dir und wünsche dir auch viel kraft.
        lg sagen heidi und sternenkind leon

    (13) 12.01.11 - 19:50

    Ich wünsche Dir auch ganz viel Kraft und Trost.

    Auch ich musste bei deinem Bericht weinen. Ich hatte in der 27. SSW, aufgrund einer Plazentainsuffizenz, einen Notkaiserschnitt. Unser Sohn lebte nur drei Tage, da die Lunge nicht richtig ausreifte.
    Dein Bericht erinnerte mich an so vieles. Auch wir waren froh, dass unser Sohn in Papas Arm einschlafen durfte und nicht gelitten hat. Auch zur Beerdigung haben viele geweint...

    wertvoll

    Hallo..

    .. ohje, das hört sich sehr schlimm an. Dass ihr sowas durchmachen musstet, das tut mir sehr leid. Und auch, dass euer Leon so krank war. #schmoll

    Lasst euch mal in den Arm nehmen..

    Ich kann dazu kaum was sagen, ich find das so traurig.. Wieso muss sowas sein? Ich versteh es nicht..

    Ich schick euch einfach mal viele liebe Grüße und ganz viel Kraft..

    Eine #kerze für Leon, ich hoffe ihm geht es jetzt besser, da wo er nun ist. Wo auch immer..

    Manja mit Lisa Marie #verliebt *18.09.2009 und Jana & Talina #herzlich#herzlich still geboren am 8.06.2007 in der 25. Woche

    Hallo,
    es tut mir wahrnsinnig leid für dich und deine Familie!!

    Ich weiss garnicht was ich sagen soll, es ist so schrecklich was euch passiert ist!#heul

    Ich wünsche euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit!!

    #liebdrueck und eine #kerze für unserer Sternchen!

    Krisselbissel



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