Ein Zwilling wird es nicht schaffen! Tief traurig!

Ich weiß noch gar nicht was ich euch sagen soll, die feindiagnostik gestern hat ergeben das unser kleiner Junge sehr krank ist und es nicht schaffen wird.. wir sind so geschockt und verzweifelt, dass wir nur schwer einen klaren Gedanken fassen können! Seine Schwester ist zu 100% gesund, aber er stellt auf Dauer auch für Sie eine Gefahr da so dass wir, ihn schweren Herzens gehen lassen werden mit ärztlicher Hilfe.. wir versuchen jetzt auch daran zu denken, dass wir auch dieses gesunde Mädchen bekommen werden und ihr auch eine Verantwortung gegenüber haben, aber ich habe das Gefühl mein Herz zerreißt.. der Traum von zwei gesunden Kindern ist vorbei und ich hoffe ihr könnt unsere Entscheidung.. ich weiß nicht verstehen, akzeptieren.. für ihn gibt es einfach keine Chance außerhalb meines Bauches.. es tut so weh, aber ich fühle mich erleichtert wenn ich es aussprechen kann.
Hat jemand von euch auch diese Erfahrung gemacht bei Zwillingen und einer soweit fortgeschritten Schwangerschaft, ich habe solche Angst aber eine andere Lösung gibt es nicht!

Ich hoffe hier kann uns jemand helfen und trösten, sagen das man damit leben kann..

7

Hallo liebe liliquie,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Es tut mir sehr leid für Dich, aber bitte versuche positiv in die Zukunft zu schauen und freue Dich auf Dein Mädchen!

Hier meine Geschichte:
ich bin 2010 mit Zwillingen schwanger geworden und war überglücklich! In der 18. SSW stellte meine FA fest, dass einer der Zwillinge zu klein war und ich bekam eine Überweisung in die Uni-Klinik. Dort wurde festgestellt, dass einer meiner Jungs nicht richtig durch die Plazenta versorgt wurde. Es waren zweieiige Zwillinge. Man sagte mir die Chancen für den kleinen betragen 20% und für den Großen 80%. Es war als würde man mir den Boden unter den Füßen wegziehen! Es war schon schlimm genug, dass einer der beiden es wohl nicht schaffen würde, aber 80% fand ich auch bedenklich und hatte wahnsinnige Angst, dass auch der Große sterben würde. Mein Mann und ich hatten uns schon so lange Kinder gewünscht. Durch IVF wurde ich endlich schwanger und die Zwillinge waren für mich das größte Wunder meines Lebens. Ich mußte von da an alle 2 Wochen zum sehr ausführlichen US! Irgendwann ging die Chance für meinen Kleinen gegen 0%! Die Ärzte sagten mir immer wieder, dass er in ein paar Tagen sterben würde und dass es für den Großen auch besser sei, damit er sich weiterhin gut entwickeln kann. Also sollte ich hoffen, dass der Kleine stirbt. Wie makaber... Ich war fix und fertig mit den Nerven! Dann sagt ein Arzt ich sollte darüber nachdenken, das Leben des Kleinen zu beenden. Er vergaß zu erwähnen, dass das Fehlgeburtsrisko für den Großen bei dem Eingriff bei 20% lag. Dieses las ich dann zuhause in den Unterlagen und war tief geschockt. Ich beschloss mir eine 2. Meinung einer Expertin einzuholen und fragte auch meine FA. BEIDE waren der Meinung, dass ich bloß NICHTS tun sollte. Die Natur würde das selbst regeln. Es gab keine Indikation für solch einen Eingriff!!! Dies sagte auch der Leiter der Gyn in der Uni-Kliniki und konnte den Rat seines Kollegen in keinster Weise nachvollziehen!

Gut, dass ich mir weitere Meinungen eingeholt hatte! Ich tat also nichts, außer den Rest der SS zu bangen...!

In der 31. SSW hatte ich dann einen Riss in der Fruchtblase und mußte stationär aufgenommen werden. 2 Wochen später setzten dann früh morgens die Wehen ein, vermutlich, weil mein kleiner Zwillingsjunge mich verlassen hatte. 5 Tage zuvor schlug sein Herz noch, ganz entgegen der Meinung der Ärzte. Die waren verblüfft, dass mein Junge so lange noch lebte. Und am Ende hieß es sogar, dass der Kleine möglichst lange leben soll, damit sich der Große weiterhin gut entwickelt... Also auf einmal hoffen, dass das Herz meines kleinen Jungen bloß noch lange schlägt. Ich wußte überhaupt niocht mehr was ich denken und fühlen sollte. Es war ein Krimi, der mir so an die Nerven ging, dass die SS für mich der reinste Horror war.

Also mein Rat für Dich: Kläre bitte ab, ob ein Eingriff wirklich die beste Lösung ist!

Meinen kleinen Zwilling habe ich spontan still geboren... :-( Ich habe meinen verstorbenen Sohn auch sehen wollen und mein Mann und ich haben uns lange von ihm verabschiedet. Wir haben von der Klinik Fotos und eine Karte mit Fußabdrücken bekommen. Wir haben ihn ein paar Tage später geerdigt und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an ihn denke...

Da sich der Große während der Geburt noch schnell gedreht hatte, mußte ich schnell in den OP, bekam eine Vollnarkose und mein Großer wurde per Kaiserschnitt geholt.
5 Wochen mußte er noch in der Klinik bleiben, dann durfte ich ihn mit nach Hause nehmen ;-)

Der Tag der Geburt war somit zugleich einer der schönsten und traurigsten Tage meines Lebens!

Unser großer Zwilling ist jetzt 2 Jahre alt, kerngesund und hat seit 3.5 Monaten noch ein Brüderchen ;-)

Wir sind sehr dankbar für unsere Jungs und unser Sternchen bleibt unvergessen!

LG
Ina-Marie

1

Hallo liliquie,

ich möchte dir und deinem Mann viel Kraft wünschen. In so einer Situation gibt es einfach keine troestenden Worte. Lass dich ganz fest druecken#liebdrueck

Lg

Babyengel2012

2

Hallo!

Es tut mir sehr leid, dass Du dies durchmachen musst.
Es gibt viele betroffene Sternenzwillingsmama´s, deren eines Wunschkind leider nur kurze Zeit nach der Geburt hier auf der Erde verweilen durfte.
Es sind beides Deine Kinder und Du musst versuchen für beide Kinder stark zu sein.
Geniesse die Zeit, in der Dein Sohn bei Dir ist und Du ihn spürst.
Nach der Geburt solltest Du ganz viele Fotos machen und Handabdrücke usw, denn später sind es die einzigen Spuren Deines Schatzes. Ich habe leider nur drei Fotos und Hand- und Fußabdrücke und bereue es heute sehr, dass ich viele Dinge versäumt habe....

Urbia Club: Mama eines verlorenen Zwillings.

Lg Jasifrosch
mit Mausi ( geb. 30+4), Sternensohn ( geb. und verst. 30+4) und Folgekind Bubelchen

3

Darf ich dich fragen ob er von alleine gegangen ist? Ich weiß das ich ihn weiter unterm Herzen Tragen muss, bis seine Schwester soweit ist.. wie schaffe ich es ihn mir nach der Geburt anzusehen ohne dass ich denke, ich habe ihn auf dem Gewissen? Ihn erwarten viele ops, eine geistige und körperliche Behinderung und und und das wollen wir ihm einfach ersparen.. aber im Moment fühlt er sich so normal an in meinem Bauch, es ist so schrecklich ungerecht..

4

Hallo!

Mein Sohn hatte rückblickend keine Chance, da ich einen Blasensprung in der 17 SSW hatte. Man machte uns KEINE Hoffnung auf nur ein Kind. Es vergingen die Monate und dann kam es zur Geburt. Ich hatte zwar Angst um meinen Sohn, aber ich dachte ein wenig verblümt, dass er eventuell eine Chance hätte..........Als ich aus der Narkose nach KS in der Nacht erwachte wurde mir klar, dass er keine Chance hat. Ich habe ihn nie (!!!) lebend gesehen. Er starb knapp 8 Stunden nach der Geburt. Ein Überleben um jeden Preis kam für uns niemals in Frage.
Meine Tochter ist gesund, aber mein Sohn fehlt mir JEDEN Tag.
Zwillinge zu sehen ist für mich schwierig.....

Ich musste allerdings im Vergleich zu Dir keine Entscheidung treffen, denn diese wurde getroffen durch den Blasensprung wegen Cervixinsuffizienz. Einige Tage vor Blasensprung wurde die Muttermundverkürzung mit Trichter gesehen und ein Kliniktermin zur Cerclage für einige Tage später vereinbart.........dies war zu spät, denn es hätte eine sofortige Klinikeinweisung stattfinden müssen.
Ich denke daher hätte/ würde usw........, aber solche Gedanken bringen leider nix.

Lg Jasi

weiteren Kommentar laden
5

Oh mein Gott, dass ich furchtbar, was ihr erleiden müsst. Ich wünsche dir und deinem Mann ganz viel Kraft für die bevorstehende Zeit. Die Kleine wird euch Licht ins Leben bringen. Dem Kleinen alles Gute auf seinem Weg.

Babydestiny mit 5 #Stern