Häufig gestellte Fragen zu abwartender/medikamentöser Behandlung von Fehlgeburten

Guten Morgen in die Runde,

immer wieder berichten Frauen hier, dass sie gerne eine Alternative zur Ausschabung hätten, vom Arzt aber nicht unterstützt werden oder sogar unter Druck gesetzt werden, sich operieren zu lassen. Hin und wieder gibt es Lichtblicke in Form von Berichten, wo der Arzt eine natürliche FG unterstützt und ermutigt. Kimikatze hat es sogar geschafft, dass ihr Arzt bereit war, von ihr zu lernen: Von einem Termin auf den anderen war von möglichst schneller Ausschabung nicht mehr die Rede;-)

Die meisten Frauen treffen in Deutschland keine informierte Entscheidung, was medizinethisch absolut fragwürdig ist. Mein Ausgangspunkt ist der ZEIT-Artikel, der hier schon verschiedentlich verlinkt wurde. Danke, Mädels#pro

http://www.zeit.de/2012/24/M-Fehlgeburten

Er gibt den Stand der Wissenschaft völlig korrekt wieder, indem klargestellt wird, dass eine natürliche FG meistens sicherer ist. Das ist der Tatsache geschuldet, dass über die gravierenden Folgen von Ausschabungen für die Folgeschwangerschaften, aber auch über die Häufigkeit des Auftretens des Asherman-Syndroms überhaupt nicht oder falsch aufgeklärt wird:

http://www.urbia.de/forum/55-fruehes-ende/4275492-wie-wird-bei-einer-fg-ma-vorgegangen/27438716

Immer wieder stellen sich den Betroffenen, die auf die OP verzichten wollen, die gleichen Fragen, der ZEIT-Artikel ist in diesen Punkten leider nicht konkret genug. Hier die Antworten aus wissenschaftlicher Sicht, die Links sollen Transparenz schaffen und euch Sicherheit geben, dass ihr eure Gesundheit auch aus nachgewiesen medizinischer Sicht (!) nicht gefährdet, sondern im Gegenteil, diese schützen könnt:

Die erste randomisierte (qualitativ hochwertige) Studie zur natürlichen Fehlgeburt stammt aus dem Jahr 1995, veröffentlicht von der Sahlgrenska Universitätsklinik in Schweden, u.a. mit dem überraschenden Ergebnis, dass die Ausschabung zu einer wesentlich höheren Infektionsrate führt:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7815886

Es folgt eine Praxisstudie, 1999 ist der wissenschaftliche Nachweis schließlich erbracht: Kaum eine Frau braucht eine Ausschabung:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10087783

Der englische Frauenärzteverband Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (RCOG) gibt daraufhin im Jahr 2000 eine Leitlinie zur Behandlung früher Fehlgeburten heraus, die im Netz frei zugänglich ist. Chirurgische, medikamentöse und abwartende Behandlung stehen gleichberechtigt nebeneinander (S.1), bis auf wenige umgrenzte Ausnahmefälle:

http://www.rcog.org.uk/files/rcog-corp/uploaded-files/GT25ManagementofEarlyPregnancyLoss2006.pdf

1. Was bedeutet „frühe“ Fehlgeburt?

Das RCOG zieht die Grenze bei der 13.SSW, in Holland ist das Abwarten bis zur 16. SSW Standardpraxis.

2. Wann ist eine Ausschabung tatsächlich nötig (RCOG-Leitlinie S.6 Nr. 7.3)?

- Bei exzessiver unstillbarer Blutung , Kreislaufinstabilität
- Beim Auftreten von Infektionszeichen (Fieber, Abgeschlagenheit, übelriechender Ausfluss)
- Überlegenswert bei Nachweis einer Blasenmole

In Holland bekommen die Frauen die Anweisung, in der Klinik anzurufen, wenn in einer halben Stunde mehr als eine Binde vollgeblutet ist. Die Zahl der Frauen, die eine schwere Blutung entwickeln, liegt bei <3%, bis zu 1,4% benötigten eine Bluttransfusion.

Wie lange ist das Abwarten sicher (Laden dauert länger)?

http://www.jfponline.com/index.php?id=22143&tx_ttnews[tt_news]=169074

Man kann mindestens sechs Wochen lang abwarten, ohne eine erhöhte Komplikationsrate in Kauf nehmen zu müssen.

3. Wann ist eine Fehlgeburt vollständig?

In Skandinavien gilt eine Fehlgeburt als vollständig, wenn der Durchmesser des verbliebenen Gewebes in der Gebärmutter kleinergleich 1,5 cm beträgt, in der Schweiz gilt die Grenze von 2 cm:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7815886

4. Wie lange dauert eine natürliche Fehlgeburt?

Für inkomplette Fehlgeburten gilt:

Nach 3 Tagen hatten 79% der Frauen eine leere Gebärmutterhöhle, nach 14 Tagen 90% und nach 7 Wochen 96%.

Bei Missed abortion ist es etwas mühsamer:

http://www.kup.at/kup/pdf/789.pdf

Nach 7 Tagen 54 %, nach 14 Tagen 74 %, nach 21 Tagen 81 % und nach 28 Tagen 84 % der Frauen mit leerem Uteruscavum.

Sehr gut funktioniert aber auch die medikamentöse Behandlung mit Misoprostol (Handelsname Cytotec):

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20091626

Niemand muss sich mehr mit langem Warten quälen. Eine solche Behandlung kann auch gegen hartnäckige Reste helfen. Zur Beurteilung der Vollständigkeit sollte die Periode abgewartet werden (RCOG-Leitlinie S.7).

5. Fehlgeburten sind also entgegen der Angstpropaganda der meisten hiesigen Ärzte ziemlich ungefährlich:

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9822516

Und hier auf S.9:

http://www.kup.at/kup/pdf/789.pdf

Ich hoffe, diese Infos helfen euch auch bei Widerständen hiesiger Ärzte weiter. Das Royal College of Obstetricians and Gynaecologists ist auch deutschen Gynäkologen ein Begriff und auch hier bei uns sehr angesehen. Ihr könnt also mit Fug und Recht auf diese evidenzbasierte Leitlinie hinweisen und auch auf den ZEIT-Artikel, das wird die Wirkung hoffentlich nicht verfehlen!

Ein solch trauriges Ereignis wie eine FG, bei dem man zunächst wenig an den Körper denkt, sollte nicht auch noch körperliche Schäden hinterlassen.

LG Mnouchekine#herzlich

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Hallo, Mnouchekine, ich bin ja, unter anderem dank Dir überzeugte Nichtausschaberin :-)
Hier noch zur Vervollständigung ein Artikel, der von Victoria vor ein paar Tagen eingestellt wurde, ich fand, der liest sich gut und hilft auch bei der Entscheidungsfindung

http://geocities.ws/fruehe_verluste/Aufklaerung17-2.pdf

2

Hallo aninsky,

das ist die Zusammenstellung von Simone! Der habe ich nun wieder viel zu verdanken, sie war die Erste, die es mehr wissenschaftlich angepackt hat, eine absolute Voraussetzung, um gegen den Widerstand von Ärzten zu bestehen#aerger

Dieser Artikel war bereits 2007 im Netz, so lange laborieren wir - potentiell:-( - Betroffenen schon herum. Wenn man bedenkt, wie lange Frauen in Skandinavien, Holland, England und anderen Ländern schon die Wahl haben....

Der Artikel von Simone ist nach wie vor sehr lesenswert, teilweise gibt es aber Neues, so dass wir uns gut ergänzen.

Mädels, das muss sich in diesem Land jetzt wirklich ändern.... aber u.a. durch dieses Forum sind wir auf einem guten Weg!

LG Mnouchekine#winke

3

Da hast du dir aber sehr viel mühe gegeben und einen tollen Überblick zusammengestellt. #ole

Nach allem was ich hier gelesen habe bin ich mittlerweile so unglaublich froh das wir vor meiner ersten Schwangerschaft hier in die Schweiz ausgewandert sind. Bei meinen 5 FG hätte ich sonst in Deutschland schon 5 AS hinter mir oder unendliche Kämpfe ausfechten müssen.
Ich liebe meine Ärzte hier dafür das sie gar keine As machen wollten sondern immer für das abwarten waren.

Hoffentlich ist es bald überall so das Frauen keine unnötige Angst gemacht wird, sondern jeder frei Entscheiden kann welcher Weg für einen selbst der richtige ist. Vor allem das jeder die richtigen Informationen bekommt und keine Lügen über die Risiken des abwartens mehr erzählt werden.

lg
Butterfly

4

Hi butterfly1301,

was für ein Glück, dass du deine Erfahrungen hier postest, denn sie nehmen wirklich die Angst.

Ja, es ist schändlich, hier wird eine Frau, wenn sie vier, fünf Fehlgeburten hat, eiskalt jedesmal ausgeschabt, wenn sie keine anderen Infos hat.

#herzlich LG Mnouchekine

5

Es freut mich wenn ich mit meinen Erfahrungen der ein oder anderen die Angst nehmen kann, so hat das alles doch noch etwas gutes.

Ich finde es grade so "unverschämt" von Ärzten das sie nichts sagen oder das falsche und Frauen in einer absoluten Ausnahmesituation so noch mehr Leid zufügen.
In den OP Aufklärungsblättern stehen zwar ein paar der Risiken einer AS, aber wer hat denn in dieser Situation die Nerven das wirklich zu erfassen was da steht.

Und Frauen anzulügen und ihnen zu erklären sie könnten vielleicht keine Kinder mehr bekommen wenn sie abwarten finde ich einfach eine Sauerei....

Ich hoffe so sehr das sich bald etwas ändert und Frauen die Wahl haben und gut Informiert werden #klee

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7

Liebe Mnouchekine,

vielen Dank für diese Zusammenfassung!
Hätte ich alle diese Informationen bereits früher gehabt, hätte ich mich gar nicht unter Druck setzen lassen müssen!

Letztendlich war EURE Unterstützung ausschlaggebend, dass ich mich gegenüber meinem FA besser vertreten konnte.

Auch die Tatsache, dass ich dann (dank EUCH) wirklich gut informiert war, hat sicher dazu beigetragen, dass er mich in meinem Wunsch des Abwartens nun unterstützt!

#danke an EUCH da draußen!

Kimikatze

8

Liebe Kimikatze,

ja, wenn man diese Infos hat, hat man keine Angst mehr, das hat sicher auf deinen Arzt gewirkt:-)

Es gibt eine ganze Reihe lieber Foristinnen hier, die auch "beraten"#pro

Mal sehen, wie viele Ärzte man noch umdrehen muss:-D

LG Mnouchekine#sonne

9

Hallo Mnouchekine,

vielen Dank für Deine Mühe und Deinem unermüdlichem Einsatz!

Du hattest mir ja auch vor einigen Wochen mit Rat zur Seite gestanden und wie ich schon schrieb, versuchte ich es auch bei der 2. FG ohne Ausschabung. Meine neue FÄin stand ein Glück voll hinter mir und die Kontrolluntersuchung hat gezeigt, dass alles gut abgegangen ist und ich auch schon wieder einen Eisprung hatte.#huepf

Ich hatte diesmal auch meine FÄin gefragt, warum viele Ärzte so oft auf eine AS drängen. Sie sagte, dass sie das auch nicht versteht, aber vermutet, dass sie "Angst" vor den natürlichen Vorgängen haben bzw. Dingen nicht ihren Lauf lassen können. Wenn man die Kraft und den Mut hat, schafft der Körper es auch alleine und zur Not hätte ich immer sofort auf meine FÄin bzw. KH zurückgreifen können.

Ich war ja in der 13. ssw bzw. in der 7. ssw als ich von der FG erfuhr. Wenn ich mir vorstelle, dass Frauen in der 5. oder 6. ssw. bereits zur AS geschickt werden, wird mir ganz anders...

Ganz liebe Grüße,
Steffi

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Hallo Tiffy,

Bitte gern:-) gratuliere zum ES!

Ja, da steckt sicher auch eine Mentalität dahinter. Ich habe oft den Eindruck, die Gynäkologen hier halten Frauen für eine Art Motorrad;-)

Aber es ist eine ernste Sache, die Ausschabung wird international wirklich immer kritischer gesehen. Ein gutes Gefühl, wenn man es ohne geschafft hat! Das könnten die Meisten, besonders wenn man Cytotec miteinbezieht.

Alle, die hier Aufklärungsarbeit leisten, können vielleicht auch ein Bisschen Zeit sparen und auf diesen Thread zurückgreifen, dachte ich mir so….

Schön, dass es bei dir auch gut geklappt hat#klee

Ganz lieben Gruß

Mnouchekine

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Hallo,

ich muss jetzt wohl mal eine Lanze für eine Klinik brechen, in der ich bei meiner aktuellen FG war.

Nach zwei natürlichen Abgängen (beide MA), folgenden diversen Untersuchungen mit Befunden und Therapien konnte ich nun auch diese SS leider nicht halten.

Bei der ersten FG (Entwicklungsstand der Twins entsprach ca. der 7. ssw) wurde mir von allen Seiten zu einer AS geraten, schnell, sauber, Routine. Ich wollte mir "da unten aber nicht rumfuchteln lassen" und auch meinen Krümeln und mir die Zeit geben, die wir brauchten, um Abschied zu nehmen. Meine Schwiegermutter und mein Mann haben mich super unterstützt, es war kurz vor Weihnachten und ich hatte Urlaub. Schliesslich hat auch meine FÄ eingewilligt, es auf natürlichem Weg zu versuchen. Ich hatte über Weihnachten ihre private Nummer falls es Komplikationen gäbe, aber die beiden liessen sich Zeit. Im Nachhinein, es war das beste was ich tun konnte, ok, die Blutungen waren an einem Tag sehr stark, aber die Schmerzen waren nicht erwähnenswert bei mir und auch mein Kreislauf war ok. Nur das Warten war Horror, da ich nur schlimme Geschichten kannte und einfach unsicher war. Die Uniklinik damals konnte meine Entscheidung gar nicht verstehen, ich wurde mit dem Kommentar am Telefon abgespeist, ich würde schon sehen, was ich davon habe, und eine Not- AS wäre dann nicht mehr so einfach.

In der zweiten SS war der Entwicklungsstand nicht weiter als 5. ssw und bevor ich den nächsten Kontrolltermin hatte, hatte ich schon Blutung (auf Dienstreise, nicht angenehm). Es gab keine Diskussion mit meiner FÄ. Für mich war klar, es gibt nur den natürlichen Weg und zwei Tage später war es auch schon wieder vorbei. Die Blutung war deutlich weniger als beim ersten Mal, hatte schon Angst vor einem Stau, aber dem war nicht so.

Und nun meine leider 3. FG #heul
Wir hatten mittlerweile alle möglichen Untersuchungen gemacht inkl. Befund und Therapie. Die SS war ein Wunder, ich hatte den Test mitten im Zyklus gemacht, da ich dauerpositive Ovus hatte. Ich muss also gleichzeitig Mens- ähnliche Blutungen und einen ziemlich verspäteten ES gehabt haben. Alles lief so super, der Embryo bei 8+5 zeitgerecht entwickelt, aber kein Herzschlag gar keine Durchblutung #heul
Ich ging bei uns in der Stadt am gleichen Tag in die beste Klinik für eine Zweitmeinung. Aber auch hier der bessere US zeigt leider lein Herz. Die Plazenta war durchlöchert und konnte keine Versorgung zum Embryo sicherstellen. Meine FÄ war schon sichtlich schockiert, aber meinte sofort, ok Sie wissen ja wie es ablaufen wird. Sie können mich jederzeit anrufen. Aber, entgegen meiner festen Überzeugung, dieses Mal, denn wir fahren nächste Woche in Urlaub (der erste und einzige dieses Jahr den wir dringend brauchen), wollte ich die Vorteile einer AS wissen. Die Ärztin in der Klinik riet mir auch zur AS, dass ich es schnell hinter mir habe, ausserdem könne man ja den Embryo untersuchen. Da es aber wohl an der Plazenta lag, war ich mir mit AS nun nicht mehr sicher und wollte eine Nacht drüber schlafen. Ich erntete dafür Verständnis und sollte mich am nächsten Morgen melden.
Das tat ich, denn ich dachte, die AS wäre die einzige Lösung, wenn ich die natürliche FG nicht im Urlaub riskieren wollte.
Ich kam wie besprochen schon nüchtern. Dann hiess es, der Oberarzt wolle erst mit mir sprechen. Ich hatte ja auch so viele Fragen und wollte die AS eigentlich auch nicht. Ich habe ewig gewartet (nüchtern!!), hatte schon die Aufnahme ausgefüllt, dann endlich der Arzt. Ich saß im Zimmer und die Überraschung: Wir haben Ihren Fall heute in der Chefarztrunde besprochen. Ich muss Ihnen sagen, in Ihrem Fall würde ich von einer AS abraten. Das von einem KH- Arzt in Deutschland! Ich hatte meine Fragen zunächst vergessen. Er erklärte mir genau den Inhalt, den ich dann hier am gleichen Tag in der Zeit- Studie nachgelesen habe. AS hat höhere Risiken und ist schlecht für die Seele. Ich war einfach sprachlos, damit hatte ich nicht gerechnet. Der Arzt: ich weiss, damit verdienen wir Kliniken Geld, aber im Interesse der Betroffenen, das muss sich noch zu den anderen Ärzten da draußen durch sprechen. Er riet mir tatsächlich zu warten. Auch die Untersuchungen des Embryos, das würde nach Ansicht des US keine weiterführende Aussage bringen. Er hatte dann auch Verständnis für meine Zeitnot, aber eine AS würde er erst machen, wenn Blutungen einsetzen, da dann der Schaden wenigstens geringer ausfallen würde, oder da ich es sehr eilig hatte, bot er an, es mit Medis zu versuchen. Leider verschreibt meine FÄ kein Cytotec, also bot er an mich stationär am WE aufzunehmen. Nun, leider ist die Klinik gefragt, also es ist einfach kein Bett frei. D.h. ich warte eben jetzt wieder bis die Blutung einsetzt. Wenn das nun im Urlaub ist, dann kann ich es auch nicht mehr ändern. Wird schon irgendwie.

Sitze jetzt hier und versuche es mit natürlichen Mitteln. Akupunktur vom HP gestern und Caulophyllum und Pulsatilla- Heute noch ein heisses Bad, Wärmflasche und zwei Gläser Rotwein. Es passiert nichts, danke Utrogest als Prophylaxe!
Also, wenn es jemand nach diesem (#sorry) langen Test geschafft hat, den letzten Satz zu lesen, wer Tips hat wie man das Einsetzen der Blutung beschleunigen kann, gerne, immer her damit. Auch Tips, was man noch untersuchen kann, sind willkommen, da ich wirklich ratlos bin und versucht zu glauben, dass ich wohl einfach keine intakte SS haben kann.

Auf jeden Fall, die Einstellung des Klinik- Arztes hat mich überrascht und beeindruckt. Davon sollte es mehr Ärzte geben, in anderen Ländern ist diese Einstellung gang und gäbe. Auch der Hinweis auf die Ethig II Studie war interessant für alle Heparin Spritzen Geplagten.

#danke für das Erstellen dieses Artikels und #sorry für die Länge meines Beitrags.
long1111

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Hallo long,

danke für deinen interessanten Bericht! Das tut mir leid für dich, drück dir die Daumen, dass es beim 4. Mal klappt#klee#klee#klee

Ja, es tut sich also was, das ist sehr schön:-) Ich fürchte aber, dass es noch sehr die Ausnahme ist. Ich wäre ja gespannt, welche Klinik das war, die da so fortschrittlich ist, aber das magst du wahrscheinlich nicht sagen, oder doch?

Du hattest vermutlich wirklich Glück, denn wir haben aktuell wieder Beispiele, dass Frauen in der 5. SSW zur AS gedrängt werden. Und wir kämpfen schon soooo lange dafür…. Und wir können es uns , glaube ich, als „Patientinnen“ zugute halten, dass WIR das durchgesetzt haben#pro

Zu den Tipps: Yogitee/Zimtstangen sollen helfen, vielleicht findest du eine Hebamme, die dich da berät und begleitet?
Sobald die Blutung anfängt, bitte kein warmes Wasser mehr auf den Bauch, das kann zu heftigen Blutungen führen! Außerdem kannst du das Gewebe auch auffangen und untersuchen lassen, eine AS ist dafür keine Voraussetzung.

Schade, dass du keinen Zugang zu Cytotec hast, das wäre perfekt gewesen. Das Mittel ist in Kliniken im Dauereinsatz zur Einleitung von Geburten und gegen schwere Blutungen nach der Geburt unverzichtbar geworden. Im Ausland wird es schon lange bei FG und auch wenn Gewebereste bleiben, eingesetzt.

Dann hoffen wir mal, dass die positiven Beispiele weiter Schule machen, viel Glück#klee dass alles glattgeht und

LG Mnouchekine

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Vielen Dank für deine tröstenden Worte und Tips, Mnouchekine.

Name der Klinik habe ich dir als PN geschickt.

Wie kann ich das Gewebe untersuchen lassen? Meine FÄ meinte, das geht nicht mehr gut, sobald es mit Sauerstoff in Berührung kommt und es wäre sogar schon schlecht, wenn es bereits abblutet, da dann das Gewebe schon degeneriert ist.
Der Arzt in der Klinik hat mir sogar von der Gewebeuntersuchung nach der AS abgeraten (was ich noch als einzigen "Vorteil" angesehen habe), da er nicht denkt, dass bei der Untersuchung etwas raus kommt, was er nicht schon im hochauflösenden US gesehen hätte.

Cytotec bzw. ein Medikament was sie in Krankenhäusern verabreichen, hätte ich nun gestern stationär bekommen können. Leider muss ich heute unbedingt arbeiten und muss auch am Donnerstag auf Dienstreise, so dass ich mich nicht in eine Klinik legen kann. Freitag hätte ich das gerne gemacht, dann wäre ich heute mit großer Wahrscheinlichkeit wieder fit gewesen. Ich habe mich aber nun dazu entschieden, meinem Körper und dem Krümel alle Zeit der Welt zu geben, die wir für den Abschied brauchen. Und wenn es nun im Urlaub passiert, dann eben da. Ich weiss was auf mich zu kommt, hab keine Angst davor und habe meinen Mann an meiner Seite, der diese Erfahrung nun auch zum dritten Mal miterlebt. Buscopan mit und ohne Plus ist im Reisegepäck, das hat bisher mehr als ausgereicht als Unterstützung. Tee trinken ist generell auch nicht schlecht, zumindest nicht für die Seele.

Ich hoffe sehr, dass diesen Beitrag viele Frauen lesen, die unser Schicksal teilen und unsere Berichte zumindest in ihre Entscheidungsfindung einfließen lassen können.

LG
long1111

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