Mein geliebtes Sternenkind

Meine süße kleine Jelena...

ich hätte nicht gedacht, dass ich dir schon wieder schreibe. Der letzte Beitrag ist erst eine Woche her. Aber ich brauche das einfach.

Vor acht Wochen war ich bei dem Termin zur Feindiagnostik. Ich werde es nie vergessen. Ich hatte mir so Sorgen gemacht, aber ich dachte bzw hoffte, dass du den Ärzten endlich zeigen wirst, wie toll du wachsen kannst. Der Arzt war sehr nett. Nach einem kurzen Gespräch begann der Ultraschall. Er versuchte mich nicht merken zu lassen, dass was nicht stimmt. Er war sehr bemüht mich zu beruhigen. Aber ich selbst sah keine Bewegungen und hatte dich tagelang nicht gespürt. Wir konnten auch deinen Herzschlag nicht sehen. Dann wurde er doch langsam unruhig und bat mich zu warten. Ich war völlig aufgelöst und er kam mit seiner Oberärztin zurück. Auch sie schallte lange. Drückte den Ultraschallkopf sehr tief in meinen Bauch was wirklich schmerzfhaft war. Sie rüttelte an meinem Bauch um dich zu wecken. Ich sollte einige Schritte gehen, damit du dich drehst. Doch das alles half nichts. Du warst gestorben.
Ich versuchte deinen Papa zu erreichen und gab meinen Freunden Bescheid. Und natürlich deinen Großeltern.

Eine Woche zuvor waren meine Werte ja schon sehr schlecht. Und weil mein Befund geburtsreif war, wollten sie nicht warten. Ich flehte sie an. Doch der Gebärmutterhals war verstrichen und der MuMu durchlässig. Seit Sonntag hatte ich auch schon Wehen. Das wusste ich aber nicht. Die Ärzte sagten, dass du raus willst. Ich hab sie gebeten es rauszuzögern, damit dein Papa dabei sein kann. Er hatte ja eine weite Fahrt vor sich. Doch mir wurde gesagt, dass es für mich gefährlich werden würde wenn wir warten. Ich war so am Ende. Ich sollte direkt zur Einleitung. Ich wusste nicht, wie ich das schaffen sollte. Und ohne die lieben Menschen die mich durch das Handy unterstützen, hätte ich nie diese Kraft gefunden. Die Frauen hier im Forum, die Mädels aus der Mama Gruppe und natürlich die Mama deiner kleinen Freundin Fenja.
So lag ich dort. Ganz allein. Denn Papa war auf der Autobahn und raste zu uns. Ich bekam Cytotec um deine Geburt zu beschleunigen. Wie unnötig das gewesen ist... du wärst auch ohne diese Hilfe schnell gekommen. Ich konnte nicht weinen. Ich konnte und wollte es nicht glauben. Die Hebammen und Ärzte waren toll. Sie taten alles, damit es für mich so angenehm wie möglich wurde. Ich wurde extra weit weg von den lebenden schreienden Baby gebracht. Man wollte mir das nicht antun. Denn du solltest nie schreien. Man schlug mir vor mit einem Seelsorger zu sprechen. Aber ich sagte, ich will das nicht vor der Geburt. Ich wusste ich würde alle meine Kraft brauchen. Man respektierte jeden meiner Wünsche und organisierte, dass ein Sternenfotograf kommt. Ich wäre dazu nicht in der Lage gewesen. Ich wurde mehrfach aufgeklärt, wie es weiter geht und ich wurde gefragt, ob ich dich untersuchen lassen will. Ich entschied mich dafür. Denn deine Todesursache war völlig unklar.

Die Wehen wurden immer schlimmer, aber gut auszuhalten. Ich bekam Schmerzmittel. Man sagte mir, dir sei es jetzt ja egal. Dieser Satz tat mir sehr weh. Ich musste Papierkram ausfüllen und fragte mich, warum die das nicht am Anfang gemacht haben sondern jetzt wo ich starke Wehen hatte. Ich könnte nicht mehr sagen, was genau ich dort ausfüllte. Ich war wie in Trance. Ich war so verunsichert und hatte Angst. Angst vor der Geburt. Angst davor, dass Papa zu schnell fährt und ihm was passiert. Ich wunderte mich, wieso eine Ärztin mir nicht von der Seite wich. Ich fragte sie, ob sie sich nicht um die Baby's kümmern sollte, denen man noch helfen kann. Mir kam es so seltsam vor. Um 21 Uhr wusste ich, dass es jetzt los geht. Nur vier Stunden nach der Diagnose. Ich glaube, du hast gewartet, bis ich gut betreut bin. Wenn ich mir vorstelle, dass ich eigentlich erst Mittwoch den Termin gehabt hätte und du wärst Dienstag ohne Hilfe in meinem Internats-Zimmer zur Welt gekommen... Die Hebamme und die Ärztin sagten mir genau was ich zu tun hatte. Denn woher sollte ich das wissen? Einen Geburtsvorbereitungskurs hatten wir ja nicht. Aber ich machte es wohl instinktiv gut. Nach wenigen Presswehen warst du da. Still. Diese Stille brannte sich in mein Hirn. Aber deine Geburt war schön. Ich war mit uns im Reinen. Ich wurde gefragt, ob ich dich sehen wollte. Wollte ich natürlich. Ich wusste sofort, dass ich dich Jelena nenen wollte. Ein anderer Name kam nicht in Frage. Du warst so winzig. Nicht mal 20cm groß. Und soo leicht. Das Tuch war gefühlt schwerer als du. Ich war so voller Liebe und Stolz. Wir hatten es geschafft. Zusammen. Aber du sahst nicht gesund aus. Mir war klar, dass irgendwas nicht gestimmt hatte. Aber keiner wusste was. Ich hielt dich im Arm und dann kam die Nachgeburt. Ich war stolz darauf es ohne Hilfe geschafft zu haben.

Man nahm dich mit. Machte dich sauber. Währenddessen wurde auch ich trocken gelegt. Du bekamst einen viel zu großen Strampler an. Du sahst so verloren darin aus. Dein Papa kam ca eine Stunde nach deiner Geburt. Kaum betrat er den Raum, fing ich an zu weinen. Das erste mal. Und ich konnte nicht aufhören. Er hatte so ein schlechtes Gewissen, nicht für mich da gewesen zu sein. Aber was hätte er tun sollen? Ich hatte große Probleme, dich zu übergeben. Aber natürlich wollte auch er dich halten... ich hätte dich am Liebsten für immer in meinen Armen gehalten... Die Ärzte sagten, wir dürften dich so lange halten wie wir wollen und dass dein Papa bleiben darf. Wir legten uns ins Bett. Du zwischen uns, sodass wir beide gleichzeitig dich kuscheln konnten. Wir hielten dich bis zum nächsten Morgen. Du wurdest langsam immer kälter und man legte uns nahe, dass man dich gern untersuchen wollte wenn wir das noch wollen. Also ließen wir dich gehen. Körperlich ging es mir gut. Wir verließen das Krankenhaus, holten meine Sachen aus dem Internat und fuhren sofort heim. Ich wollte zu meiner Mama - deiner Oma. Alle waren so geschockt und niemand wusste so recht, wie man mit mir umgehen sollte. Ich konnte nicht aufhören zu weinen. Dabei wollte ich doch tapfer sein. Sobald ein Baby weinte, brach ich erneut in Tränen aus. Ich konnte nichtmal einkaufen. Zuhause in meiner Wohnung angekommen standen dort auch noch deine frisch gelieferten Möbel und der Kinderwagen. Ich drehte total durch.

Am Freitag hatten wir dann den Termin bei einem befreundeten Bestatter und suchten deinen Sarg und den Grabstein aus. Das war unfassbar schwer. Deine Oma nähte fleißig an der Kleidung für deine Beerdigung und auch eine Decke machte sie fertig. Nun mussten wir noch auf deine Überführung warten. Und auf den Bericht der Obduktion.

Ich entschied mich am Sonntag doch wieder ins Internat zu fahren. Ich hielt es zuhause nicht mehr aus. Ich brauchte Abstand. Montag kam dann der Befund: ich hatte dir meinen Herzfehler vererbt. Nur deiner war viel schlimmer. Mir riss es den Boden unter den Füßen weg. Meine Gene hatten dich getötet. Aber die Ärzte sagten direkt, dass ich aber gesunde Kinder kriegen kann. Wie sollte mir das helfen? Ich wollte doch nur dich. Und ich hatte dich getötet. Zusätzlich ging es mir dann körperlich seeehr schlecht. Doch mir wollte keiner glauben. Alle sagten, dass sei der normale Wochenfluss. Die Ärzte schickten mich weg. Bis ich acht Tage nach deiner Geburt zusammenbrach und mit dem Krankenwagen in eine Klinik gebracht wurde. Die Nachgeburt war wohl doch nicht komplett raus gewesen. Ich hatte eine schreckliche Entzündung. Ich hätte verbluten können und Unfruchtbarkeit stand im Raum. So wurde am nächsten Tag eine Not-Ausschabung gemacht und mir ging es schnell besser. Deine Beerdigung mussten wir aber verschieben. Nach einer Woche durfte ich endlich das Krankenhaus verlassen. Am 5.2 konnten wir dich dann endlich beerdigen. Das war schrecklich. Aber auch schön. Du hast einen schönen Ort. Aber es war so unwirklich. Dieser kleine Sarg...

Tja. Die weitere Zeit war schwer. Denn ich wollte unbedingt meinen Schulabschluss schaffen. Mittlerweile denke ich, dass das falsch war. Ich nahm mir nicht die Zeit, um dich zu trauern. Ich schob alles weg.

Mittlerweile habe ich die Schule geschafft. Und ich bin schwanger. Viel zu schnell. Ich beginne doch erst jetzt um dich zu trauern. Ich rechne mit 28+5. Nicht mit 5+6. Ich überlege, wie groß mein Bauch wäre. Wie wohl die Wohnung jetzt aussehen würde. Ich wäre mittlerweile im BV. Könnte mich auf dich freuen. Doch jetzt... du fehlst. Jeden Tag. Und immer mehr. Du solltest in meinem Bauch sein. Nicht Krümelchen. Ich wäre im achten Monat, nicht im Zweiten. Es sollte alles anders sein und ich weiß nicht, wie es weiter gehen soll. Gerade heute tut es mir sehr weh. Und weißt du was schlimm ist? Freitag bist du genau zwei Monate nicht mehr in meinem Bauch. Und ich habe den ersten Frauenarzttermin mit Krümel. Alles fühlt sich falsch an. Ich liebe dich so sehr und mir zerreißt es das Herz, dass ich versuchen muss, dein Geschwisterchen zu lieben. Ich hatte gedacht, wenn mein Körper so weit ist schwanger zu werden, wäre ich es auch. Wie sehr man sich doch irren kann. Ich kann und will nicht ohne dich leben. Diese Leere wird immer schlimmer. Und diesmal werde ich die Trauer zu lassen. Auch wenn ich nicht weiß, wie das gehen soll. Denn es ist nicht richtig. Ich sollte nicht um dich trauern müssen. Ich weiß, dass mich diese Gedanken nicht weiter bringen. Du wirst dadurch nicht lebendig. Aber ich bin verzweifelt. Ich versuche stark und tapfer zu sein. Aber das bin ich nicht. Mir ist das alles zu viel. Ich fühle mich so allein, obwohl ich es nicht bin. Meine Familie ist für mich da, meine Freunde. Und die wundervollen Menschen hier. Am Wichtigsten ist mir aber momentan ein anderer Mensch. Ich denke, sie weiß, dass sie gemeint ist. Auch sie hat heute einen verdammt schweren Tag. Ich wünschte, ich könnte ihr helfen. Aber wie? Ich komm ja nichtmal selbst zu recht.

Und dein Papa... von dem will ich garnicht sprechen. Ich hoffe du schaffst es, ihn zur Vernunft zu bringen. Nichtmal heute meldet er sich. Ich wünschte wir hätten wieder Ende letzten Jahres. Wir waren ein glückliches Paar mit einem wundervollen Kind in meinem Bauch. Aber nun ist es anders.

Mein über alles geliebter Schatz, die Zeilen an dich sind nun doch sehr lang geworden. Aber du weißt, wie sehr mir das hilft. Meine Gefühle nieder zu schreiben ist nicht leicht. Und mir einzugestehen, wie beschissen es grad läuft ist noch schwerer. Aber es musste sein. Du sollst wissen, dass du nie vergessen wirst. Ich hätte nie gedacht, dass ich zu dieser Liebe und diesen Gefühlen fähig wäre. Das merkt man wohl erst, wenn man ein Kind bekommt. Ich danke dir für unsere gemeinsamen 21 Wochen. Ich wünschte zwar es wären mehr gewesen, aber du hast getan was du konntest, um bei mir zu bleiben. Meine kleine tapfere Kämpferin.

In ewiger Liebe
Deine Mama

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Meine liebe Ela,
deine Beiträge gehen immer so unter die Haut sie sind so ehrlich, hart, dennoch gefühlvoll voller Schmerz und auch liebe.
Wieder muss ich weinen bei deinen Zeilen.

Bitte Trauer, bitte sei sauer, schrei, fluche und lass alle Gefühle zu.
Jelena schaut zu dir und ist in Gedanken bei dir da bin ich mir sicher. Und sie weiß das du sie über alles liebst und immer lieben wird.
Aber ich glaube auch das sie dir Krümel geschickt hat, vielleicht um dir wieder einen Lichtblick zu geben, kraft und Mut.
Auch wenn es schwer ist diesen aktuell zu fassen.
Dennoch sind auch die Zweifel teil des großen ganzen und wichtig und richtig!

Ich hoffe das auch dein Schatz und du das alles hin bekommt und es wieder harmonisch wird. Vielleicht braucht er auch Zeit und weiß nicht wie er sich verhalten soll. Vielleicht versucht er stark zu sein damit Du kraft hast und sieht dabei nicht was du gerade eher brauchst.
Versucht zu reden und ggf auch Hilfe in Anspruch zu nehmen?!

Alle guten wünsche und virtuelle Umarmung

Sommertraum

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Hallo meine Liebe,

danke für deine Antwort.

Leider bin ich nicht gut im Gefühle raus lassen. Und das wird mir jetzt zum Verhängnis. Und ich will meine Tochter ja stolz machen.

Seit Samstag hab ich nichts mehr von ihm gehört.

Und ich bin ja in Therapie. Anfangs kam er mit. Doch er sagt, es bringt ihm nichts. Ich habe Angst, dass unsere Beziehung daran zerbrechen wird.

Danke für deine stets netten und verständnisvollen Worte.

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Ich bin in Therapie. Doch das hilft mir nicht. Ich weiß nicht warum. Ich suche momentan einen Therapeuten, der sich mit der Thematik speziell auskennt. Vielleicht hilft mir das und meiner ist einfach zu allgemein dafür.
Und es ist ja nicht so, dass ich diese SS gewollt hätte. Das war alles andere als geplant. So blöd das vielleicht auch klingt.
Meine Beziehung zerbricht. Aber was solls. Ich werde das Baby nicht weg machen lassen.

Ich wüsste nicht wie ich einen Schlussstrich ziehen sollte..
Meine Ärztin sagte nach der Geburt, dass ich nicht warten brauche. Der Körper wird nur schwanger wenn er bereit ist. Für das Baby besteht wohl kein höheres Risiko als wenn ich gewartet hätte. Aber für mich ist das Risiko hoch. Das stimmt schon. Den ersten richtigen Termin hab ich halt erst Freitag.

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Hi, ich mische mich hier mal ein.
Ich gebe dir Recht, dass es ziemlich klar wird, dass es ihr nicht gut geht. Aber sie tut doch alles dafür. Sie will trauern. Diese Schwangerschaft ist noch sooo frisch, sie ist erst in der 6. Woche.... Die Gefühle werden mit Sicherheit noch kommen
Ich finde es unfair einer trauerndem Frau auch noch Vorwürfe zu machen, sie hätte nicht schwanger werden dürfen?? Sie schrieb doch dass es so nicht geplant war. Meine Ärztin sagte, man braucht keine Schonzeit nach der Geburt und man ist nie wieder so fruchtbar wie danach. Das ist wohl auch der Grund wieso solche Unfälle öfter passieren als man denkt. Sie schreibt hier echt über ihre Gefühle und schüttet vor der ganzem Welt ihr Herz aus in der Hoffnung auf ein paar liebe Worte und ich finde, die hat sie echt verdient.
Ein höheres Risiko gibt es nicht und selbst wenn, was bringt es jetzt noch Salz in die Wunde zu streuen?! Das hätte man sich sparen können oder? Die Angst ist eh schon sehr groß ohne diese Kommentare....

Trotzdem.
Alles Gute dir,

Yunima mit Kämpferchen fest im Herzen

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Mein herzliches Beileid.
Du hast es so schön geschrieben und man merkt wie sehr du jelena liebst.

Ich musste so weinen.

Dein 2. KIND wirst du auch lieben , niemand wird Jelena ersetzen.

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Dankeschön.
Ja meine Liebe ist mit Worten nicht auszudrücken.
Theoretisch ist es das fünfte Kind. Hatte schon drei frühere Abgänge

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Liebe Ela!

Trauer ist unglaublich schmerzhaft ... es tut mir so leid für dich und ich nehme dich einmal ganz feste in den Arm !!! vielleicht spürst du in deinem Körper ob es eine Stelle gibt die besonders weh tut. Lege deine Hand dort hin und weine ... atme und halt diese Stelle fest ...
Dein herz ist gebrochen, irgendwann es wird heilen, die Narben werden bleiben ...

der Schmerz sein Kind zu verlieren ist so ohnmächtig...

Ich denke fest an dich und meine Sternen-Kerzen brennen heute auch für Jelena!

Lass deinen Gefühlen freien Lauf !
ich bete für dich und deine Tochter und dein krümelchen !

Herzliche Grüße und voller Mitgefühl, wackeldackel !

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Danke meine Liebe.
Ich denke viel an dich momentan.
Mein Herz ist so oft gebrochen. Ich hoffe du hast recht und es wird auch dieses mal wieder heilen.

Heute weine ich schon den ganzen Tag. Wie so oft in letzter Zeit.

Danke für deine lieben Worte.
Ich wünsche dir alles Liebe. Du hast ja auch eine schwierige Zeit und findest trotzdem so nette Worte für mich.

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Ela, ich wünsche dir von Herzen dass du bald wieder Licht siehst. Ich habe auch schon viel trauriges erlebt und immer, immer geht es irgendwie weiter. Wichtig ist einfach den verdammt harten, schmerzhaften Weg durch die Trauer hindurch zu gehen ...! Ich halte deine Hand dabei...
Mein Herz ist auch gebrochen und keiner versteht mich so gut wie ihr hier - das ist zzt mein Trost, ich bin nicht allein mit diesem Schicksal, wenn es dadurch nur etwas weniger weh tut ist das schon viel ...

Dein krümelchen ist vielleicht ein Teil von Jelena - wer weiß das schon ...
sie wird niemal ersetzt durch kein Kind der Welt aber sie will dass du an die Sonne glaubst, die bald wieder scheinen wird ...!

Deshalb schickt sie dir einen Sonnenschein...

Meine Liebe, fühl dich gedrückt :-)

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Meine liebe Ela,

aus deinen Worten liest man immer wieder die starke Liebe zu deiner Jelena. Du schreibst sehr rührend. Diese Liebe bleibt ein Leben lang.

Ich denke (und das weißt du ja bereits), du bist zu schnell schwanger geworden. Aber nun ist es so und Krümel braucht dich. Glaub mir, die gleiche Liebe, wie die zu Jelena, wirst du auch Krümel entgegen bringen. Tief in deinem Inneren tust du dies bereits.

Jelena weiß, wie sehr sie geliebt wird und möchte nicht, dass du zerbrichst. Sie wird immer in deinen Herzen sein. Genauso wie meine Leonie und mein Tim in meinem Herzen ihren Platz haben und genau so geliebt werden wie unsere lebenden Töchter.

Ich hoffe, du findest eine/n Psychologin/en die/der auf dem Gebiet spezialisiert ist. Da bist du wirklich besser aufgehoben, als bei deinem jetztigem Psychologen. Lass deine Trauer raus, je eher desto besser. Ich denke, das wird auch Krümel nicht schaden. Krümel wird dadurch stärker werden.

Ich drück dich ganz fest #liebdrueck und bin in Gedanken bei dir. Ich würde dir so gern mehr helfen, wenn ich nur könnte. Auch das weißt du ja.

Liebe Grüße
Emansara

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Vielen Dank.

Ja das weiß ich selbst. Aber ich muss da leider durch. Ich könnte es niemals wegmachen lassen. Also muss ich irgendwie die Kraft finden.

Ich hoffe mal wieder, dass du recht hast. Ich liebe sie so sehr ubd bezweifle wirklich, dass ich Krümel so werde lieben können.. aber das werd ich sehen.

Ich hoffe ich finde bald jemanden.

Du tust alles was du kannst und dafür bin ich dir mehr als dankbar

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Na sowas.... Jetzt muss ich mal was sagen.... Bevor es jemand anderes tut.... Wie stellst du dir das vor? Dass du dein Baby nicht lieben wirst weil du Jelena so sehr liebst? Als könnte man nicht zwei Kinder gleichzeitig abgöttisch lieben... Bei Männern geht das vielleicht nicht, aber bei Kindern? Lieben Frauen, die das 10. Kind bekommen alle Kinder nur zu 10%? Das ist doch Quatsch. Man liebt doch jedes Kind aufs neue zu 1000%, ohne das andere zu vergessen. Ich weiß, du hast es noch nicht ganz realisiert, willst es nicht Wahrhaben, dass da was ist. Willst dass der Bauch leer bleibt, weil Jelena da drin sein sollte. Das ist alles verständlich. Aber die Liebe zu deinem Kind wird kommen. Ganz, ganz sicher. Du trägst so viel Liebe in dir, die irgendwo hin will... Du wirst Krümelchen lieben. Rede dir bitte nichts anderes ein, selbsterfüllende Prophezeiungen und so...
Also Süße, die Liebe wird kommen, sei geduldig mit dir.

Gaaaanz lieber Gruß und eine feste Umarmung

Yunima mit Kämpferchen fest im Herzen

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Herzelein,
Deine Worte kommen aus tiefer Seele. Sie haben mich sehr berührt. Sie sind so voller Liebe aber auch Schmerz und Angst.
Ich bin so froh dass du vorhast diese Gefühle jetzt rauszulassen. Es wird Zeit und auch, wenn ich gerade auch sehr traurig bin, ich bin immer da.
Jelena wird nie vergessen sein und immer wirst du sie lieben und immer wird sie dir Nahe sein. Deine Angst kann ich verstehen und auch wenn ich jetzt schon Krümelchens größter Fan bin, glaube ich dir, dass du Zeit brauchst um dich an den Gedanken zu gewöhnen. Warte nur wenn es dir zum ersten mal winkt. Dann wird die Liebe ebenfalls unendlich sein.

Wir schaffen das. Zusammen, wie alles in letzter Zeit.

Fühl dich feste gedrückt

Yunima mit Kämpferchen fest im Herzen

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Danke meine Süße.
Ich wüsste nicht wo ich ohne dich wäre. Wirklich. Vielen Dank, dass du da bist, obwohl du doch selbst genug mit deiner Trauer zu tun hast.

Ich weiß garnicht warum, aber mein sorgsam aufgestapeltes Kartenhäuschen ist heute einfach ganz plötzlich zusammen gebrochen. Ich denke ich kann nun wirklich anfangen zu trauern.
Und danke dafür, dass du mich immer verteidigst. Ich bin unendlich froh dich zu haben

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In einem Kartenhäuschen kann man nicht ewig wohnen. Gut dass du dich jetzt bereit fühlst. Wir schaffen das. Es bleibt uns keine Wahl...

Ich bin immer da, versprochen.

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Hallo Ela,

Ich bin jedesmal absolut berührt wie liebevoll du deiner Jelena schreibst.

Ich zieh meinen Hut vor dir. Du hast ganz alleine, ohne vorher bereits eine Geburt und Erfahrung gehabt zu haben deine Tochter in Empfang genommen.

Das ist alles ganz schön viel auf einmal, und ich finde es gut dass du dir Hilfe holst. Ich bin mir aber sicher, du wirst die Situation meistern. Ich wünsche mir für dich, dass du deine Trauer verarbeiten kannst, sich das Verhältnis zum Papa wieder bessert und du Krümelchen auch lieben wirst.

Ja die Schwangerschaft ging jetzt wohl etwas schnell, aber gibt es nachdem man sein Kind verloren hat überhaupt so etwas wie den richtigen Zeitpunkt?

Erst gestern saß ich bei der Hebamme und habe geweint. Ich habe meine Tochter im Juli in der 25. Ssw Woche verloren und bin jetzt in der 16. Ssw.

Ich vermisse meine Tochter und oft fühlt es sich nicht richtig an. Je mehr der Bauch jetzt wächst merke ich aber auch wie ich beginne mein Baby zu lieben. Es sind viele gegensätzliche Gefühle da, das ist gar nicht einfach...

Ich weiß nicht ob ich dich schon mal in nem früheren Thread gefragt habe, aber gibt es bei euch vielleicht auch Trauerhebammen? Bei uns gibt es Hebammen die sich auf dem Gebiet fortgebildet haben. Sie bieten Trauerarbeit und eine Begleitung in der Folgeschwangerschaft an. Vielleicht wäre das was für dich?

LG und weiterhin viel Kraft

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Dankeschön.
Eine andere Wahl hatte ich ja nicht. Aber ich denke ich hab es ganz gut hinbekommen.
Du hast natürlich recht. Den passenden Zeitpunkt gibt es nie nach so einer Sache.

Bist du bewusst schwanger geworden?
Und vergleichst du die Schwangerschaften miteinander?

Oh das wusste ich nicht. Vielen Dank. Ich werde recherchieren, ob es hier sowas gibt. Das stelle ich mir schon hilfreich vor.

Danke für deine Ratschläge.
Ich wünsche dir alles Liebe und trotzdem eine schöne Schwangerschaft

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Ja ich bin bewusst wieder schwanger geworden, ich hatte/hab nach wie vor nen weiteren Kinderwunsch. Ja man nimmt sich vor es nicht zu tun, aber ich ertappe mich schon immer wieder mal dabei. Meine Hebamme meinte dass es besser wird wenn die 25. Woche mal rum ist. Da werde ich mich mal überraschen lassen...

Falls keine Hebamme sowas direkt anbietet würde ich vielleicht mal bei ner Hebammenpraxis oder Elternschule anrufen wo mehrere Hebammen sind. Vielleicht können Sie dir ja auch jemanden empfehlen, die da einfühlsam ist und die Folgeschwangerschaft begleitet.

Danke, das wünsche ich dir auch.

Lg

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Liebe Ela,

ich weiß garnicht, was ich dir sagen soll, denn ich weiß nur zu gut, dass Worte keinen Trost bringen. Fühle dich mal ganz fest gedrückt #liebdrueck

Die Schwangerschaftshormone spielen bestimmt in deine aktuell eh schon schwierige Gemütslage mit hinein. Das ist bestimmt verdammt hart, Verlust und neues Leben so dicht beieinander. Da muss man erstmal mit fertig werden.
Vielleicht hilft dir nicht nur ein Therapeutenwechsel, sondern auch eine gute Hebamme, die sich auf das Thema spezialisiert hat. Ich glaube dir gerne, dass dir alles zuviel ist, aber vielleicht kann dir jemand bei der Suche helfen. Nimm alle Unterstützung, die du bekommen kannst.

Dass das alles deine Beziehung so belastet und das gerade jetzt, macht es auch nicht leichter. Sag deinem Schatz, wie sehr du ihn brauchst und dass du willst, dass ihr das hinbekommt. Geht aufeinander zu.
Du wirst von so vielen hier bewundert für deine Stärke. Und du bist stark. Aber das heißt nicht, dass du nicht auch schwach sein darfst. Lass auch das zu. Gerade ist es so schlimm, dass es kaum aushaltbar ist, aber es ist so. Manchmal muss man ganz unten sein, um wieder hoch zu kommen.
Ich habe auch immer wieder mal Tage, an denen ich denke, ich kann nicht atmen, weil mich alles wieder einholt. Da muss ich dann einfach irgendwie durch. Und dann kommen auch wieder bessere Tage.

Der Verlust von Jelena gehört einfach zu deinem Leben dazu. Du wirst lernen, das anzunehmen, ebenso wie du lernen wirst, deinen Krümel anzunehmen. Die Trauerrednerin auf der Beerdigung hat etwas Wahres gesagt: " Die Zeit heilt nicht alle Wunden. Im besten Fall lehrt sie uns damit zu leben und umzugehen." Und das wirst du!

Ich denke an dich#herzlich

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Vielen Dank meine Liebe.

Ich freue mich immer von dir zu lesen. Du schreibst so nett, liebevoll, verständnisvoll und aufbauend. So merke ich, dass ich nicht alleine bin. Durch all eure tollen Ratschläge und Tipps werd ich das sicherlich hinkriegen.

Die Hebammensuche ist hier aber leider sowieso nicht einfach.

Ich wünsche auch dir alles Liebe

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Liebe Ela,

dein Verlust tut mir unendlich leid und dein Post hat mich wirklich zu Tränen gerührt. Die Welt ist manchmal einfach so furchtbar ungerecht!

Ich bin sicher, deine kleine Maus weiß ganz genau, wie sehr ihre Mama sie liebt. Bitte nimm dir die Zeit, um sie zu trauern. Unabhängig von deinem Krümelchen. Das wird es verstehen.

Ich glaube fest daran, dass du diesem kleinen Wesen auch eine große Liebe entgegen bringen wirst (falls du es nicht tief in dir sowieso schon tust).

Ich hoffe, mit deinem Partner kommt wieder alles in Ordnung.

Ich denk an dich und wünsche dir für die kommende Zeit viel Kraft!

LG

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Ich danke dir für deine Worte.

Ihr gebt mir echt ganz viel Kraft