Wie lang warten nach AS?

    • (1) 09.07.18 - 19:38
      Inaktiv

      Im Krankenhaus haben 2 Ärzte 2 verschiedene Aussagen getätigt. Die erste meinte 6 Monate und ich solle die Pille dann nehmen. Die 2. Ärztin meinte 2 Monate warten. Heißt das 2x Periode bekommen oder 1x Periode und im 2. Monat kann man es versuchen?
      Hat man ein erhöhtes Risiko für erneute FG, wenn man schnell wieder schwanger wird?!?
      Dachte die Wahrscheinlichkeit wäre sogar höher, weil der Körper noch auf schwanger eingestellt ist 🤷🏼‍♀️
      Und warum gibt es so viele unterschiedliche Aussagen dazu? Das verwirrt doch total 😩

      • da gehen die Meinungen tatsächlich sehr weit auseinander! Bei manchen heißt es, selbst nach einer Operation kann man es sofort wieder versuchen, denn der Körper würde es dann schwanger, wenn er wieder bereit dazu wäre. Andere raten zu drei Monaten, d.h. 3x die Periode gehabt zu haben oder wie dein anderer Arzt zu einem halben Jahr, wobei das glaube ich veraltet ist mit den sechs Monaten. das Risiko für eine erneute Fehlgeburt kann tatsächlich dann erhöht sein, wenn die Gebärmutterschleimhaut noch mitgenommen ist und nicht flächendeckend, sondern Inselartig aufgebaut ist und sich das Embryo an einer falschen, ungeeigneten Stelle einnistet. die unterschiedlichen Aussagen kommen sicherlich dadurch zustande, dass die Ärzte an ganz verschiedenen Standorten lernen und dann das, was sie dort gehört haben, so weitergeben. auch hier im Forum liest man immer wieder von einigen die nach der Operation sofort wieder loslegen und andere die erst eine längere Pause einlegen wollen. Das muss irgendwie jeder so ein wenig für sich entscheiden. die Wahrscheinlichkeit nach einer Fehlgeburt erneut schwanger zu werden ist tatsächlich meiner Erfahrung nach erhöht, und wie eine Frauenärztin zu mir sagte" ein heißer Ofen backt schneller". Er ist einfach noch auf schwanger eingestellt und lässt es eher zu. Alles Gute

        • Achso ich persönlich würde eine Periode abwarten, damit sich die Gebärmutterschleimhaut einmal ab und aufbaut, und dann im zweiten Zyklus beginnen.

          • (4) 09.07.18 - 19:55

            Das ist im Moment auch meine favorisierte Variante, wenn da nicht diese riesige Angst wäre, das nochmal erleben zu müssen. Auch vor der Geburt habe ich jetzt schreckliche Angst 😢 durch das cycotec habe ich ja eine Ahnung von leichten Wehen bekommen und dieses Gefühl ausgeliefert zu sein und Schmerzen werden immer schlimmer hat bei mir Panik ausgelöst 😔

            • Die Angst vor einer erneuten Fehlgeburt wird Dich leider einen ganzen Großteil der neuen Schwangerschaft begleiten, das ist ganz sicher. Aber du wirst irgendwann lernen, damit zu leben und umzugehen, mal mehr mal weniger gut.vielleicht hast du unsere Club Werbung gesehen? Genau für diese Begleitung in der angstreichen Zeit haben wir diesen gegründet. Und es geht allen dort so! Es tut mir leid, dass das für dich so ein traumatisches Erlebnis geworden ist! Aber vielleicht wird sich dies auch im Laufe einer Schwangerschaft, die erfolgreich verläuft, in Vorfreude umwandeln, in Freude auf das Baby und nicht ganz so arg werden, wie du jetzt meinst. Eine gute Hebamme ist da auch hilfreich.

      Ja,ich habe auch verschiedene Aussagen erhalten.Meine Frauenärztin meinte 3 Monate,die Ärztin im Krankenhaus 1-3Monate,d.h.3 Regelblutungen bzw.1-3.
      Naja,das alles ein 3 Mal zu erleben wäre schlimm.Wir wissen noch nicht,ob wir es nochmal versuchen,wir haben 2 gesunde Kinder....
      Ansonsten wäre ich vermutlich nicht so gelassen und würde es auch schnell wieder probieren.
      Aber ich denke,die Schleimhaut sollte Zeit bekommen,sich zu regenerieren.

      • (7) 09.07.18 - 19:59

        Bei mir war es die 1. ss und jetzt habe ich große Angst davor, dass das wieder passieren könnte. Die AS war sehr belastend für mich, also der Eingriff selbst und die Narkose.
        Auch vor der Geburt habe ich jetzt unglaublich viel Angst, weil ich bei der AS so Panik bekommen hatte mit dem Cytotec vorher und als die Krämpfe schlimmer wurden. Auch nach der OP hatte ich Panikattacken. Und auf einmal zweifle ich, ob ich einem Kind gewachsen bin. Bin jetzt 33 und hatte mir so sehr eine eigene Familie mit meinem Mann, den ich über alles liebe, gewünscht. Und auf einmal sind da so viele Ängste und Zweifel 😔

        • Ich bin auch 33,habe meine Kinder mit 25 und 27 bekommen.
          Also jeder empfindet eine Geburt anders und die Schmerzen natürlich auch.
          Ich hatte beide Male keine PDA,beim 1.Mal war es zu spät, beim.2.Mal musste ich 2 mal täglich Heparin spritzen,weil eine Thrombose festgestellt wurde und man dann keine PDA bekommen darf.
          Die Schmerzen waren,ich will es nicht beschönigen,heftig.Aber man weiß,wofür man da durch muss.
          Aber du hättest ja die Möglichkeit einer PDA oder eines Kaiserschnittes.
          Die AS war auch für mich sehr schlimm,ixh habe gezittert kurz vor der OP und der Gedanke,dass das Baby da raus geholt wurde , ist schon sehr schlimm für mich.aber wir müssen positiv denken.Es kommen auch wieder bessere Zeiten.Eine FG erleben so viele Frauen, aber für jede einzelne ist es schlimm.Aber ich habe eine Bekannte,die ein schwer behindertes Kind hat,was so alt ist wie meine Tochter.Es hatte einen offenen Rücken.
          Dieses Elend zu sehen ist schlimm.Und die Natur hat für uns entschieden, dass etwas nicht stimmte und die Schwangerschaft beendet.
          Eine Geburt ist ja nicht vergleichbar mit einer AS.Du freust dich unglaublich auf dein Kind und hast unter der Geburt das Ziel vor Augen,dein Baby bald im Arm zu halten.das wird dir viel Kraft verleihen!

    Ich habe nach meiner AS gar keine Auskünfte von den Ärzten gekriegt. Ich hab dann für mich beschlossen, eine Periode abzuwarten, damit sich die Gebärmutter regenerieren kann. Der Kontrollultraschall hat dann bestätigt, dass sich die Schleimhaut schön wieder aufgebaut hat, also haben wir s wieder versucht. Und es hat gleich geklappt, bin jetzt in der 7. Woche und hoffe, dass dieses Mal alles gut geht.

    (10) 10.07.18 - 14:02

    Es gibt dazu so viel Meinungen. Wichtig ist, dass du dich bereit dazu fühlst.
    Zu deinen Ängsten kann ich dir sagen, dass es normal ist. Deine Welt ist gerade völlig aus den Fugen geraten. Das macht Angst!
    Die Geburt eines lebenden Kindes ist aber nicht mit einer Fehlgeburt oder gar Todgeburt zu vergleichen! Glaube mir. Ja, das sind Schmerzen, die hattest du noch nie im Leben gehabt und die wirst du auch nicht mehr haben. Aber da ist auch eine Menge Adrenalin und Endorphine, die dich das ganze durchstehen lassen. Da freust du dich auf dein Kind und bist nicht am Boden zerstört, weil du es verloren hast.
    Wenn es soweit ist, kann ich dir Hypnobirthing und Yoga empfehlen. Das ist vielleicht jetzt schon zur Verarbeitung nicht verkehrt.

    Alles Gute

    • (11) 10.07.18 - 18:30

      Wie ist deine Meinung dazu? Wie lang würdest du warten?
      Kommt es denn häufig vor, dass Frauen erneut eine FG haben?

      • Nach meiner elss riet man mir in der Klinik mindestens drei Monate abzuwarten, bevor wir es erneut versuchen. Das haben wir auch gemacht. Ich wurde recht schnell wieder schwanger und hatte einen frühen Abgang Mitte der 6. Woche. Ich brauchte keine AS, alles ging so ab. Ich habe aber eine Periode abgewartet. Ich wurde sofort wieder schwanger und hatte eine stille Geburt aufgrund eines Amnioninfektsyndroms.
        Meine Meinung dazu ist, dass du in Bezug auf Schwangerschaft und Geburt absolut nichts auf Prognosen und Statistiken geben kannst. Du musst bereit sein, nicht die Kontrolle zu haben, denn das kannst du einfach nicht. Kinder sind ein völlig unverdientes Geschenk.
        Nach der stillen Geburt sollte ich mindestens zwei Monate warten, da der Infekt so heftig war. Ich habe länger gebraucht, um es noch einmal zu versuchen. Ich wurde beim ersten Versuch schwanger und unser Regenbogenbaby ist nun fast schon sieben Monate alt.
        Bei unserer Großen bin ich völlig ungeplant schwanger geworden und es ging alles gut.
        Du hast es nicht in der Hand. Wenn du bereit bist, los zu lassen, dann starte einen neuen Versuch.

        Alles Gute

        • (13) 10.07.18 - 20:48

          Deine Worte tun gerade sehr gut. Danke dir dafür! Es ist schon seltsam was die Natur da so macht, ich muss auch ehrlich gestehen, dass mir das in dem Umfang einfach nicht klar war. Ich dachte, ach wenn du einen positiven SST in der Hand hältst, dann ist das so, dann wirst da nach 9 Monaten auch ein Baby in den Armen halten. Und dann kam diese ganze Welt aus den Fugen und ich musste erfahren, dass dem nicht so ist. Ich bin unendlich dankbar für die Beziehung mit meinem Mann, durch unseren Verlust sind wir noch stärker zusammen gewachsen. Diese Erfahrung hat uns ein Stück mehr miteinander verbunden. Und heute ist der erste Tag nach der AS letzte Woche wo ich kurz diesen intensiven Wunsch nach einem Baby wieder empfunden habe und dieser Wunsch für einen Moment die Ängste verdrängt hat. Das hat auch gut getan. Ich denke es wird mit Sicherheit noch ein paar Tage/Wochen dauern, aber langsam kommt da wieder Hoffnung. Du hast so dermaßen Recht, wir können unser Schicksal nur in die Hände von Mutter Natur legen und hoffen, dass es gut geht.
          Womit ich immer noch hadere, dass erst nach der 3. FG weitere Untersuchungen gemacht werden, das stört mich persönlich. Wenn ich nämlich die Möglichkeit habe, dass ich etwas beeinflussen könnte, dann würde ich das auch gerne tun. Morgen habe ich wieder einen Kontrolltermin, werde das nochmal ansprechen. Was ist das für ein Infekt gewesen? Wie kam es dazu?

          • Dass dein Mann und du zusammen haltet ist so viel wert! Das habe ich auch gemerkt. Leider ist das wohl nicht bei vielen Paaren so.
            Vielleicht testet deine FA ja schon eher etwas. Ich würde das mal mit ihr besprechen. Oder du könntest beim Hausarzt ein Blutbild machen lassen. Schilddrüsenwerte kann man auch so prüfen.
            Was es genau ausgelöst hat, konnte man im Nachhinein nicht mehr feststellen. Der Infekt ist bis in die Plazenta aufgestiegen und ist von da aus ins Blut gegangen.
            Es gibt so viele Arten sein Kind zu verlieren. Lass dich davon nicht verrückt machen. Deine Welt ist erschüttert. Aber du hast deinen Mann, der dein Fels ist. Ihr werdet es schaffen!

            • (15) 11.07.18 - 09:13

              Schilddrüse ist bereits untersucht, ich habe seit Jahren eine Unterfunktion und bin mit L-Thyroxin gut eingestellt. Vor der ss hatte ich einen TSH von 1,01 und bei der Blutabnahme vor der AS war der TSH sogar bei 0,57 - denke mal der pendelt sich jetzt auch wieder ein. Hab gehört das man erst mal in eine Überfunktion rutschen kann, wenn man ss ist, das sich aber dann wieder selbst reguliert.
              Tut mir leid, dass du all diese Erfahrungen machen musstest! Das ist schon bitter und mich beeindruckt dein Umgang damit - Hit ab!

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