ELSS - MTX - HCG Erfahrung

    • (1) 24.11.18 - 20:20
      Inaktiv

      Guten Abend,

      Da ich mich fast verrückt gegoogelt habe bei meiner Suche nach Antworten auf all meine Fragen wollte ich meine Erfahrung mal hier rein schreiben. Vielleicht hilft es anderen in der gleichen Situation weiter.

      Ich versuche mich so kurz wie möglich zu fassen:

      Nach 1 Jahr üben ohne Erfolg war ich (nach FSH-LH-DHEA-Testosteron-Östrogen-AMH usw) zur Progesteron Bestimmung an ES+8 in die Blutuntersuchung. Da war mein HCG dann schon auf 170! (wahrscheinlich war ES etwas früher, maximal aber ES+12 ganz sicher) Leider war er nach 48 Stunden nur auf 180 gestiegen und es war schnell klar dass es in einer FG enden wird. (Früher Abgang). Im US sah man dass ich auf jeder Seite einen ES hatte. Leider war die kurze Hoffnung dass es Zwillinge waren und nur eins sich weiterentwickelt hatte und HCG deswegen stockte schnell vorbei. Auch 48h danach war HCG auf 176.

      Ich sollte dann jede Woche in die Blutuntersuchung bis HCG auf 0 ist.

      08/10/18 175
      10/10/18 180
      12/10/18 176
      18/10/18 141
      25/10/18 132

      am 20. bekam ich starke Blutungen und als dann am 25. das HCG nur von 141 auf 132 runtergegangen war und man auf den US-Bildern etwas erahnen konnte war klar dass es sich um eine ELSS handeln würde. Ich bekam noch am gleichen Abend meine erste MTX Spritze. Ja es ist ein Chemo-Therapie-Mittel. Die Dosis ist jedoch sehr viel kleiner und es ist immer weniger invasiv als eine OP. Es entstehen keine Narben am EL und es besteht auch nicht die Gefahr dass der EL entfernt werden muss. Die 3 Monate danach Warten nahm ich in Kauf. Nebenwirkungen hatte ich fast keine. Ich war nur sehr müde und am ersten Tag war mir etwas schwindelig. Wichtig bei MTX sind die Blutuntersuchungen an Tag 4 und 7.

      25/10/18 132 (MTX)
      29/10/18 164
      01/11/18 164

      Normal ist dass der Wert nach der Spritze nochmal ansteigt. Er soll jedoch um 15% sinken, zwischen Tag 4 und 7. Was bei mir leider nicht der Fall war. SO bekam ich eine zweite. Gottseidank fiel der Wert dann.

      02/11 MTX
      05/11/18 174
      08/11/18 140
      15/11/18 98
      22/11/18 2

      Zu den Blutungen. Ich habe am 20/10 5 Tage lang viel geblutet, etwas schmerzhafter, aber in etwa wie die Periode. Das war die GMS. Danach hatte ich jeden Tag SB. am 07/11 dann hellrote stärkere Blutungen. 5-6 Tage. Dann hörten die Blutungen auf.

      Das Warten und die vielen Blutuntersuchungen machten mir sehr zu Schaffen. Diese Ungewissheit. Nun muss ich noch nächste Woche in die hoffentich letzte Blutuntersuchung und US-Untersuchung.
      Folsäure soll man übrigens direkt absetzen bei ELSS und auch bei MTX. Da Folsäure den Zellenwachstum födert und MTX das Gegenteil bewirken soll, kann das die Wirkung beinflussen. MTX zerstört den Folsäurevorrat und wenn das HCG auf 0 ist muss man höhere Dosen Folsäure nehmen.

      Seit heute habe ich (schon) Blutungen... Bin etwas ratlos. Wenn jemand Rat dazu weiss, wäre ich sehr dankbar.

      Ansonsten, wenn jemand Fragen hat, stellt Sie mir gerne. Ich weiss dass ich so viele Fragen hatte. Und die fallen einem natürlich immer ein wenn man vom Arzt nach Hause kommt. Ich habe eine super FÄ. Sie hat die ELSS sehr früh entdeckt durch die HCG-Kontrolle.

      Alle die durch das gleiche gehen, wünsche ich sehr viel Kraft. Lasst euch nicht zu sehr von MTX abschrecken. In Amerika wird es wohl sehr oft benutzt und neusten Studien zufolge könnte man direkt wieder üben (nur Folsäure-Vorat soll man wieder aufbauen). Ich persönlich muss sagen dass ich nach der ganzen Odyssee die 3 Monate ganz gut gebrauchen kann um mal auf andere Gedanken zu kommen und das ganze zu verarbeiten.

      Liebe Grüße

      L.

      • (2) 24.11.18 - 20:48

        Hi!
        Erstmal tut es mir leid, dass du auch gerade durch den ganzen Mist durch musst. Bin auch gerade noch « mittendrin ».

        Habe am 17.10 positiv getestet. War da ca. 5. Woche. Knappe 2 Wochen später habe ich Schmierblutungen bekommen.
        War danach im Krankenhaus, im US nichts sichtbar und HCG bei 260. Nach 48 Stunden HCG bei 130. Sie sagten es ist eine FG. Habe danach 5 Tage lang geblutet und extreme Schmerzen und Krämpfe gehabt. Als ich die Nummer dann etwas verdaut habe kam die Rückmeldung, dass das HCG gestiegen ist obwohl meine Gebärmutterschleimhaut von 13 mm auf 4 mm runter war. Natürlich ist bei diesem niedrigen Wert auch im US nichts zu sehen. Als das HCG nach 48 Stunden wieder gestiegen ist, wurde mir dann MTX gegeben ( Sonntag vor 3 Wochen).
        Die nächste Kontrolle war nach einer Woche. Sie sagten mir es würde nochmal steigen und eine blutabnahme nach 4 Tagen würde mich nur verrückt machen. Leider ist das HCG nach einer Woche weiter gestiegen ( von 240 auf 330). Also musste ich eine zweite Ladung MTX bekommen.
        Mir ging’s davon echt dreckig. Schwindel, die schlimmsten Kopfschmerzen meines Lebens, Müdigkeit und Übelkeit. ( Ich mag mir die armen Leute bei der Krebsbehandlung gar nicht vorstellen 😢) Irgendwann nach dem 2. mal MTX haben dann auch die SB aufgehört.
        Zum Glück ist es eine Woche nach dem letzten MTX dann auf 135 gewesen. Nach weiteren 4 Tagen ( letzen Donnerstag) auf 74. ich hoffe das es nächste Woche auf null ist.

        Körperlich merke ich - trotz des extrem niedrigen Wertes- die ELSS sehr. Habe sehr viele Schmerzen und stechen in der rechten Seite, US ist die Hölle. Keine Ahnung ob es das MTX ist was arbeitet oder der Eileiter „gereizt“ ist. Die Ärzte wissen es auch nicht. Zu dem Thema Blutungen: ich glaube jeder reagiert da anders. Einige haben wochenlang SB, andere Sturzblutungen oder starke Blutungen über Wochen. Ich glaube man sollte sich da nicht vergleichen.
        Im Gegensatz zum körperlichen finde ich den psychischen Aspekt viel übler. Das ewige warten. In sich rein hören Weil es schmerzt und hoffen es macht gerade nicht was irreparabel kaputt. Das zermürbt. Aber hey, irgendwann sind wir wieder bei 0 🙂 und dann geht das Spiel von vorne los- nach 3 Monaten 😜

        Viele Grüsse,
        Ann

        • (3) 24.11.18 - 23:11

          Hi und es tut mir auch so Leid dass du gerade das gleiche durchmachst und dass du das auch körperlich so sehr spürst :( ich bin nach der zweiten Spritze nach ein paar Stunden umgekippt. Stechen hatte ich allerdings keins. Mein HCG war ja auch noch ein kleines bisschen niedriger.
          Aber ja genau, der psychische Aspekt ist schlimm. Man kennt seinen Körper in der Situation auch einfach nicht und weiss irgendwann gar nicht mehr wie man ihn einschätzen soll. Und man kann nichts tun. Nicht wie bei einer Erkältung oder Verletzung.
          Bin mir sicher nächste Woche ist das HCG bei dir auch unter 5. Und dann können wir hoffentlich anfangen damit abzuschließen.
          Ja die Blutungen heute machen mir etwas Sorgen. Meine GMS war ja schon am 20.10 abgetragen worden. Das kann ja auch noch nicht die neue Periode sein??? Und bei HCG 2 kann es auch nichts mehr aus dem EL sein.
          Frage mich immer ob das Progesteron den Körper auf schwanger stellt und das HCG bei su geringen Werten nicht viel macht? Progesteron ist seit ersten Blutungen auf 0,3. Ob sich seitdem doch was aufgebaut hat? Ich war schon so erleichtert und jetzt doch wieder tausend Fragen...
          Ich wünsch dir Alles Alles Gute und drück dir die Daumen!

      (4) 02.12.18 - 00:58

      Hallo zusammen!
      Der Thread ist zwar schon eine Woche alt,aber ich möchte mich gern noch einbringen.

      Ich hatte leider nach 2,5 Jahren Kiwu und der 2. ICSI eine ELSS mit OP plus MTX,da nicht alles bei der OP entfernt wurde.
      Das war im September/Oktober ich hatte damals nicht gedacht,dass es mir je wieder gut gehen würde in seelischer Hinsicht.
      Aber tatsächlich bin ich nach nun doch recht kurer Zeit wieder ganz Alte,bin jetzt sogar froh über die Zwangspause.Mein Mann und ich sind beschäftig damit,Reisen zu planen und zu buchen und freuen uns an uns als Paar.
      Wir hatte damals wirklich große Angst um mein Leben,da ich trotz recht frühem Verdacht auf ELSS innere Blutungen bekam,so dass auf einmal im Krankenhaus Eine geboten war,obwohl ich schon 3 Tage zur Beobachtung dort war (sehr eigenartig alles,die hatten mir versichert,ich würde höllische Schmerzen bekommen,wenn der Eileiter reißt.Und was war?Es ist im Schlaf passiert und ich habe es nicht gecheckt...)

      Mtx einige Wochen später war dann noch mal so ein Riesen Schock,der Albtraum nahm einfach kein Ende...

      Nun sind wir einfach glücklich,dass alles überstanden ist und wir uns haben.
      Vorher war ich so versessen darauf,endlich schwanger zu sein,aber das war ein schlimmer Dämpfer,der mich nun auf das besinnen lässt,was ich habe...

      Das ist vielleicht nicht sehr hilfreich und es ist auch gar nicht deine Fragestellung,aber ich wollte einfach teilen,dass ich wieder voll im Leben bin und glücklich darüber!

      Alles Liebe!

    • (5) 02.12.18 - 01:00

      P.s.: Mein hcg war nach mtx nach ca 3-4 Wochen dann unter 1,damit ich nach meiner langen Story doch noch konkret antworte ;)

      Hey,
      Ich hatte das letztes Jahr. Bauchhöhlenschwangerschaft. Es war der mentale Tiefpunkt für mich. 2x die Woche hoffen dass das HCG runter geht und dann sagen sie es steigt noch. War insgesamt von der Diagnose bis HCG auf 0 knapp 2 Monate jede Woche 1-2x im KH. Das mit der Folsäure haben sie mir auch gesagt, die hätte negative Auswirkungen mit dem MTX. Wir sollten 3 Monate warten, da man nicht sicher ist (hier) ob das Medikament noch negative Auswirkungen auf einen neuen Embryo hätte. Da scheinen sich die Geister.
      Körperlich war ich ca. 2 Tage fertig, mental länger.

      Ich wünsche dir viel Stärke, es ist schwer.

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