Baby-Untersuchung nach natürlichem Abgang?

    • (1) 11.12.18 - 05:29

      Hallo,
      Ich war gestern mit meinem Mann bei einem regulären Termin in der 11. Woche bei meiner FÄ. Sie konnte leider keinen Herzschlag mehr finden.. Herzchen hat wohl erst vor kurzem aufgehört zu schlagen. Wir sind todtraurig! Das wäre dann meine 4. Fehlgeburt, und 2. aufeinander folgende MA (letzte im Januar) in der 11. Woche... 😔
      Ich bin so frustriert... um mich herum gibt es fast keine mit Fehlgeburten. Und ich muss es immer und immer wieder durchmachen.
      Bei der letzten MA hatte ich kurz nach der Feststellung angefangen zu bluten, hatte sehr starke Schmerzen und letztendlich Krankenhausaufenthalt, wegen Kreislaufkollaps. Wurde dann ausgeschabt, weil ich die Schmerzen nicht mehr ertragen konnte. Das Baby war zu dem Zeitpunkt aber schon abgegangen, konnte also nicht mehr untersucht werden.
      Diesmal möchte ich durchhalten und auf eine Ausschabung verzichten.
      Gibt es die Möglichkeit, das Baby zur Untersuchung abzugeben, wenn man es auffängt? Gibt es hier jemanden, der das gemacht hat? Eure Untersuchungsergebnisse würden mich auch interessieren..
      Danke für's lesen.. Versuche jetzt wieder zu schlafen und nicht an das tote Würmchen in mir zu denken.
      Liebe Grüße, Julia

      • Hallo,
        ich weiß zwar jetzt nicht, wie du dir das vorstellst, aber ich bin mir fast sicher, soetwas hat noch niemand gemacht. Was da abgeht, ist ein Blut-Schleimklümpchen. Das ist kein Minibaby.

        Zu dem anderen Punkt...
        Ich habe zwar 2 Kinder, aber ich hatte davor auch 2 Fehlgeburten. Ich weiß, wie das ist. Fehlgeburten kommen sehr häufig vor, nur redet niemand darüber. Früher mussten Frauen das einfach akzeptieren. Trotzdem haben sie gelitten. Versuche mal vorsichtig mit deinen Großmüttern oder deinem Schwiegergrosseltern über dieses Thema zu reden. Damals war es noch üblich mehrere Kinder zu gebären. Die Wahrscheinlichkeit für Fehlgeburten war einfach höher. Meine Schwiegermutter war 10 mal schwanger und hat heute 6 Kinder, meine Großmutter verlor ihr erstes Kind direkt nach der Geburt an Heiligabend - was sie übrigens nie überwunden hat, meine Schwägerin kann auch über derart negative Erfahrungen berichten. Eine andere Schwägerin wurde 7 Jahre lang gar nicht schwanger - auch das zerrt an den Nerven.

        Die Aussage meiner Ärztin damals war, dass bei den Untersuchungen meist gar nichts herauskommt. Meistens sind derart schwerwiegende Gendefekte vorhanden, dass es nicht einmal für das Überleben im Mutterleib gereicht hat. Falls du eine wirklich effektive und nützliche Aussage für eure gemeinsame Zukunft willst, lass nicht das Ungeborene genetisch untersuchen, sondern dich und den Vater. Ich kenne mich in der Thematik nur bedingt aus, da mein Jüngster einen leichteren Gendefekt hat. Allerdings ist es bei ihm z.B. so, dass man diesen Defekt bei ihm kaum merkt, trotzdem würde dieser Defekt (eine Deletion) mit 50% Wahrscheinlichkeit von seiner Seite an ein Nachkommen weitergegeben werden. Hat seine Partnerin nun auch noch einen Gendefekt, wird es ganz böse.

        • Hallo,
          in der 11.SSW ist der Fötus ca. 3 cm groß. Ein Blut-Schleimklümpchen ist das nicht mehr.....
          Ansonsten teile ich Deine Meinung, daß auch häufigere Fehlgeburten (leider) meistens etwas Normales sind.

      Hallo,

      Es tut mir sehr leid, dass du das durchmachen musst :( Ich hab keine Erfahrung damit, aber hier in Ö ist es so, dass ab der 3. Fehlgeburt eine weitere Abklärung empfohlen wird. Warst du schon mal in einer Kinderwunschklinik.? Normalerweise wird dann die Genetik der Partner, Blutgerinnungsstörung, Gelbkörperschwäche etc. ausgeschlossen bzw. untersucht.
      Ich denke schon, dass es möglich ist, den Embryo zu untersuchen, ich würd da mal im Krankenhaus oder in der Kinderwunschklinik nachfragen. Ich denke, dass das zumindest ein bisschen Gewissheit bzw. Information bringt, was nicht gepasst hat.

      Alles Liebe #liebdrueck

      • Dankeschön, ich habe morgen wieder einen Termin, wo noch mal geschaut wird und das weitere Vorgehen besprochen wird.
        Allerdings hatte ich gestern das Gefühl, dass meine FÄ weitere Untersuchungen nicht für nötig hält, da sie meinte dass es ja auch schon mal gut gegangen ist. Wir haben einen 2jährigen Sohn..
        Blutgerinnung wurde vor der Schwangerschaft untersucht und es war alles in Ordnung. Die FÄ meinte nur, dass bei der nächsten Schwangerschaft dann vorsorglich Heparin gespritzt werden würde. Auf jeden Fall werde ich mal wegen Genetik nachfragen und wenn nötig eine Kinderwunschklinik aufsuchen.
        Danke dir!

    Hallo Julia,
    es tut mir sehr leid, daß Ihr so schlechte Nachrichten bekommen habt. #liebdrueck
    Ich habe durchaus schon von Frauen gelesen, die beim Einsetzen der kleinen Geburt ein Nudelsieb o.ä. untergehalten haben, um das Kleine aufzufangen.
    Sie wollten es gern selbst beerdigen.
    Frag bitte Deine FÄ, ob es die Möglichkeit zur Untersuchung gibt und wie Du vorgehen müsstest (Kühlung, Transport, etc.).
    Aber frage Dich nochmal, ob es Dir wirklich etwas bringen würde - oder ob es Dir nicht mehr helfen würde, den Krümel in Eurer Nähe zu beerdigen und Dich so zu verabschieden.
    Ich drücke Dich. Alles Liebe. #blume

Hallo meine liebe

Wir sind leider leidensgenossen ich hatte am 23.11 meine 4te ausschabung!

Eine Freundin hatte das sogenante abort Material in einem Becher aufgefangen und ist damit sofort ins kh ich hingegen bestand auf eine sofortige ausschabung um alles fachgerecht und sauber untersuchen zu lassen das war in März Baby junge 9ssw war kerngesund und jetzt im November habe ich es auch so gemacht bzw mein fa bestand zuerst darauf ich wollte nämlich alles natürlich abgehen lassen aber da es die 4te war blieb er nicht locker und wollte dass ich sofort operiert werde

Hallo, leider hatte ich gerade auch einen ma, jedoch mit ausschabung. Das Ergebnis ist, dass es keine negative Veränderung gibt.

(12) 12.12.18 - 13:14

Bei so häufige FG, liegt die Ursache fast immer bei den Eltern. Es kann alles sein von Gerinnungsstörungen bei Dir, Schilddrüße Erkrankungen oder eine von Euch vererbt einen Gen, der häufig zu Chromosomstörungen beim Embryo bzw. Fötus führt.

Du solltest dringend deine Gerinnung und deine Schilddrüße untersuchen lassen. Dazu solltet ihr euch beide genetisch untersuchen lassen..

Ich habe in meiner ersten Schnwagerschaft meinen Sohn in der 23.-24. SSW tot gebären müssen. Er wurde schweren Herzens obduziert. Er war kerngesund. Meine Plazenta war unauffällig. Es wurde keine Ursache für seinen Tot gefunden, leider..

Ich würde nach der Geburt komplett auf dem Kopf gestellt, alles wurde untersucht. Es wurde keine Ursache gefunden. In das Pränatalzenter erzählte man mir aber das es Gerinnungstörungen gibt, die nur in der Schwangerschaft auftreten und deswegen kaum zu diagnostizieren sind. Sobald man nicht mehr schwanger ist, sind die Werte wieder normal. Ich habe in meiner Folge Folgeschwangerschaft deswegen prophylaktisch Clexane gespritzt, ab Herzschlag, und bekam 9 Monate später, eine gesunde Tochter.. Ob es daran lag, kann man nie wissen, aber für meine Seele und für meinen Kopf, war es mir wichtig wenigstens irgendwas zu versuchen.

Ich persönlich würde nicht damit klar kommen ein Mini Fötus in der 11. SSW selber aufzufangen, während die starken Blutungen. Das wäre für mich Horror pur. Mit sowas kommt nicht jeder Mensch klar. Daran solltest Du vielleicht denken. Wenn Du sehr darauf eingestellt bist, das Fötus untersuchen zu lassen, denke Ich ganz persönlich das eine AS besser wäre..

Das ist natürlich deine eigene Entscheidung. Ich wünsche Dir viel Kraft, egal wie Du Dich entscheidest.#klee

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