Redebedarf

    • (1) 16.03.19 - 08:07

      Hallo ihr Lieben,
      Ich weiß einfach nicht wem ich mich mitteilen soll, weil keiner von der Schwangerschaft wusste außer mir und meinem Mann..
      Bei einer Routine Kontrolle wurde bei 9+5 festgestellt, dass das Herzchen aufgehört hatte zu schlagen, wohl schon vor ca einer Woche.. Mein Arzt rief mir zu einer OP weil die Schwangerschaft schon „so weit“ war.. ich versuchte es mit Cytotec aber es tat sich nichts.. dann also eine AS. Wir sind unendlich traurig, weinen viel und wissen gerade einfach nicht, wie es die nächsten Wochen und Monate weiter gehen soll. Es war unsere erste Schwangerschaft, ein absolutes Wunschbild, dass nach 6 übungszyklen endlich bei uns war und die ersten 10 Wochen waren einfach wunderschön und perfekt. Und jetzt sehe ich meinen Bauch und jedes Mal kommt der Gedanke, dass mein Baby nicht mehr da ist. Irgendwie habe ich ein schlechtes Gewissen zu trauern - es waren doch nur 10 Wochen - aber ich kann einfach nicht anders...
      Danke fürs lesen und zuhören..

      • Tut mir sehr leid dass dir das auch passiert ist. Lass dir Zeit und trauere wenn dir danach ist. Verdränge es nicht, lass deinen Gefühlen freien Lauf. Vielleicht kannst du dir einer Freundin anvertrauen, reden und die Zeit haben mir immer geholfen wieder positiv zu denken. Alles Gute.

        Hallo, es tut mir sehr leid was dir passiert ist. Auch ich hatte eine Mitte Januar eine Fehlgeburt in der 9. Woche, festgestellt wurde es in der 10. Woche, in der 11. Woche dann die Ausschabung. Wir sind auch erstmal in ein tiefes Loch gefallen, es reißt dir einfach den Boden unter den Füßen weg. Deine Trauer nach "nur" 10 Wochen ist genauso richtig als wenn die SS länger gegangen wäre. Vielleicht geht es dir ähnlich wie es auch mir ging, ich war auch "nur" 10 Wochen lang schwanger, es war aber einfach eine wundervolle Zeit und diese Wochen kamen mir vor wie ein Ewigkeit. Auch im nachhinein noch. Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht haben. Es ist dein Kind, auch wenn es noch winzig klein war und um dieses darfst und sollst du trauern. Was mir sehr geholfen hat war, auch mit anderen als meinem Freund darüber zu sprechen. Bei uns wussten nur sehr wenige enge Freunde von der SS, nachdem es passiert war haben wir es der engsten Familie gesagt da ich es nicht geschafft hätte, meinen Schmerz und meine Trauer zu verheimlichen, das wäre noch mehr die Hölle für mich gewesen. Und es gab soviele Menschen, die mich wirklich aufgefangen haben und für uns da waren. Auch für meinen Freund, der genauso am Boden war aber immer für mich stark sein wollte war es gut, dass z.B. sein bester Kumpel und seine Eltern auch für ihn da waren. Mittlerweile habe ich es sogar meinen Kolleginnen erzhält, wir sind ein kleines Team und ich habe für mich gemerkt dass es mir gut tut, offen mit unserer Fehlgeburt umzugehen. Ich schicke euch ganz viel Kraft. Nimm dir soviel Zeit wie du brauchst. Ganz liebe Grüße #herzlich

        Euer Kind war da! Es hatte einen Herzschlag. Ihr habt angefangen euch ein Leben mit genau diesem Kind vorzustellen, vielleicht schon über Namen nachgedacht.

        All das darfst du Betrauern. Ich weiß seit zwei Tagen dass das Herz unseres Krümels nicht mehr schlägt und „hoffe“ jetzt auf einen Abgabg mit cytotec 200.

        Es ist schrecklich, es zerreißt das Herz und ist jetzt Teil unserer Geschichte.

        Trauere so viel wie nötig und lass die von niemanden sagen wie schnell das passiert sein müsste, „nur“ weil es so früh war. Es war da! Und ihr habt es verloren und das ist furchtbar traurig.

        Ich drücke dich ganz fest und stelle mir vor wie unser aller Sternchen irgendwo fröhlich sind und zu kleinen Schutzengeln für Ihre Geschwister (die es hoffentlich geben wird) werden.

      • Hallo,

        euer Verlust tut mir sehr leid.

        Natürlich darfst du bzw. ihr um euer verlorenes Baby trauern. Es ist total egal, wie lange du schwanger warst. Ihr habt euch darauf gefreut und nun kam doch alles anders.

        Mir ging es letztes Jahr im Juni genauso wie dir. War die erste Schwangerschaft und es war ein riesen Schock, dass es dann auf einmal so früh vorbei war. Ich war auch ziemlich lange sehr traurig und auch wütend auf das Schicksal, warum gerade mir das passieren muss.

        Es hat aber 4 Monate nach der Ausschabung (die übrigens überhaupt nicht schlimm war) wieder geklappt. Am Anfang war die Angst riesen groß, dass das nochmal passiert. Ist es aber nicht! Bin heute in der 20. Ssw und alles ist gut bisher. Vielleicht macht dir das ja etwas Mut. Mir hat es geholfen positive Geschichten zu hören letztes Jahr, das gab mir Hoffnung.

        Tut mir leid für deinen Verlust. Du brauchst kein schlechtes Gewissen zu haben weil du trauerst, egal wie klein euer Baby war, es ist aus liebe entstanden und war euer Kind.Wenn man bei so einem Verlust nicht trauern darf, dann weiß ich auch nicht. Ich hatte auch Zweifel, hatte auch eine MA in der 11SSW, unser Würmchen wurde ja auch Sammelbestattet und ich bin froh über die Worte des Pfarrers, da er genau das sagte was wir fühlten.
        Natürlich gibt es noch viel schlimmere Schicksale aber deshalb musst du dein Baby nicht herabsetzen.

        Von meiner SS wussten auch nur wenige, hab aber dann vielen gesagt das ich eine MA hatte, für mich ist das kein Tabu Thema und mir hat das reden sehr geholfen.

        Ich wünsche euch weiterhin viel Kraft

        Lg Pusteblume.85 mit Mia an der Hand und ⭐ im Herzen

      • Hallo greengrey,

        Es tut mir leid, dass ihr das erleben müsst ☹ Ich weiß, wie schwierig es ist, darüber zu reden. Ich habe das jetzt zum zweiten Mal durch. Unseren Familien haben wir davon erzählt und es tut auch gut darüber zu reden. Andererseits können manche damit auch nicht umgehen und ich habe das Gefühl, dass ich mit Mitleid überhäuft werde und das nervt widerum total. Manchmal wünsche ich mir mittlerweile, dass ein paar Personen aus der Familie es nicht wüssten und man nicht mit Samthandschuhen behandelt wird. Manchmal wünsche ich mir einfach etwas Normalität. Das ist die andere Seite der Medaille. Es gibt aber auch Krisendienste oder andere Institutionen, an die man sich wenden kann. Du kannst nur einmalig hingegen oder öfter, wie dir / euch danach ist. Ich habe mir jetzt eine Therapeutin gesucht. Und das hilft mir mehr, muss ich sagen. Es einem Profi zu erzählen ist noch was anderes.
        Zu trauern ist auf jeden Fall dein gutes Recht! Das sollte man zulassen und sich erlauben.
        Alles Liebe

        • Es tut so gut gerade zu wissen, dass wir nicht das einzige Paar sind, dass sowas erleben muss. Vielleicht werde ich tatsächlich einer Freundin erzählen, was passiert ist.. mal schauen. Gerade sind wir dabei, unsere Gedanken zu sammeln. Wir weinen und reden viel. Ihr habt recht. Wir dürfen trauern.. auch wenn man rational weiß, dass sowas immer passieren kann und die Natur schon weiß, weshalb sie baby Herzen aufhören lässt zu schlagen, ist es doch ein schwerer Verlust unseres ersten Lieblings. Danke euch allen für eure Anteilnahme

      Liebe greengrey,

      tut mir leid für euren Verlust!
      Das Schicksal ist wirklich ein A...
      Man denkt immer, dass passiert anderen und mir nicht... Weil man ja positiv bleiben muss... Und dann so was...
      Wie hier schon geschrieben wurde, es ist wichtig zu trauern, denn nur so kannst du es annehmen und damit leben... Es ist egal ob es das 1.Kind war oder eine Fehlgeburt dazwischen... Es tut immer weh...

      Ich wünsche euch ganz viel Kraft und das ihr in der Zukunft euer Glück in den Armen halten dürft!
      Unser hat das Schicksal auch getroffen... eine stille Geburt, eines gesunden Sohnes, 4 Tage vor ET...

      Alles Gute für euch!
      Liebe Grüße Katja mit Nick ⭐ für immer im Herzen

      Hallo du.

      Es tut mir leid, dass du diese Erfahrung auch machen musstest.

      Bei uns war es bei beiden fg auch so dass nur ich und mein Mann von der Schwangerschaft wussten, beide gingen in der 8. Ssw.

      Und natürlich haben wir auch getrauert.

      Auch wenn es noch so früh war, es war nicht nur dieser winzige Embryo, der da gestorben ist (und der trotzdem unser Kind war, egal wie winzig und unfertig er war!) sondern ein stück Hoffnung und zukunft.

      Da musst du sicher kein schlechtes Gewissen haben, gib dir bzw euch die zeit und die möglichkeit zu trauern, nur so kann diese Wunde heilen!

      Rede mit deinem Mann drüber, wenn er das auch möchte. Und ansonsten sind hier im forum alle für dich da.

      Lg waldfee

      Hallo greengrey,

      Mir tut es so unendlich leid für euch. Auch uns hat es einen Tag nach Euch (Club Oktoberbaby) mit einem missed Abort getroffen. Völlig unerwartet und ohne irgendwelche Symptome. Ich weiß wie du dich fühlst, ich fühle genau das gleiche, das geliebte und gewünschte Kind ist fort. Dabei spielt das Alter keine Rolle. Ich werde am Montag operiert und noch immer habe ich das Gefühl, das Baby in mir wächst, da ich nach wie vor alle Schwangerschaftssanzeichen habe. Ich hoffe, wir können es nach der Ausschabung es langsam verarbeiten. Ich und mein Mann reden viel miteinander. Wir haben bereits einen fast 3 jährigem Sohn und er lenkt uns auch zeitweilig gut ab. Such habe ich mit meiner Mutter darüber geredet, mit meiner Freundin geht das im Moment schlecht, sie ist selbst schwanger und ich will sie nicht beunruhigen.
      Ich weiß, ihr werdet noch ein gesundes Kind bekommen, die Chancen hierfür stehen ja gut, aber lasst euch Zeit zu trauern. Wie der Körper braucht auch der Geist seine Zeit. Auch wir werden das machen, da ich glaube, dass ich bei einer weiteren Schwangerschaft eine Riesenangst entwickeln werde.

      Ich wünsche Euch alles Gute und verliere bitte nicht das Vertrauen in deinen Körper. Er wird euch bestimmt noch ein gesundes Kind schenken.

      Lg Tine

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