SpĂ€tabbruch / 13. Ssw - Anenzephalie...💔

    • (1) 15.04.19 - 08:02

      Hallo liebe (Sternen)mamis,
      Ich habe leider eine schlimme Woche hinter mir. Letzten Montag haben mein Mann & ich erfahren dass unser Baby eine der schwersten Fehlbildungen, die man so bekommen kann, hatte.. Es hatte Anenzephalie, ein schwerer Neuralrohrdefekt... die SchÀdeldecke hat sich in der embryonalen Entwicklung nicht geschlossen, die HirnhÀlften waren nicht angelegt.
      Kurzum, nicht lebensfÀhig.
      Es lebte nur durch mich, durch die Nabelschnur-Versorgung.
      Der Rest war relativ zeitgerecht entwickelt, es ging „nur“ um den Kopf, aber den braucht man ja nun mal zum leben ....
      Wir bekamen die SpĂ€tabbruchs-Indikation. 5 Ärzte, innerhalb 4 Tagen, bestĂ€tigten die schlimme Diagnose.
      Uns war sehr schnell klar, dass wir unser geliebtes Baby erlösen wollen, es hĂ€tte ja ohnehin keine Chance - vermutlich wĂŒrde es eh bald sterben, im Mutterleib - kurz vor, wĂ€hrend, oder spĂ€testens kurz nach der Geburt. FĂŒr uns brach eine Welt zusammen, ich habe wirklich niemals damit gerechnet das uns jemals so etwas schreckliches passiert...
      Am 11.04.2019 gegen 15:00 Uhr ist unser Baby zu den Sternen gezogen.

      Ich bereue meine, unsere, Entscheidung oft, denke mir das ich dem Baby das Leben geschenkt hatte, warum sollte ich es ihm wieder nehmen? HĂ€tte ich nicht die Natur entscheiden lassen mĂŒssen, dass das Herz von alleine aufhört? Und wenn es erst nach der Geburt gewesen wĂ€re?
      Es gibt ja Frauen (ich ziehe meinen Hut..) die das durchaus durchziehen.
      Ich hĂ€tte das nur nicht gekonnt, ich fĂŒhlte mich schwach, wie benommen, fertig. Wir haben ja auch schon 3 wundervolle Kinder, die ebenfalls die Welt nicht mehr verstanden. Vor ihnen sind wir natĂŒrlich nicht ins Detail gegangen, klĂ€rten nur auf dass das Baby leider sehr krank ist und deshalb nicht zu uns kommt.

      Es ist einfach schwer mit dieser Entscheidung zu leben, es wurde geliebt, von der ersten Sekunde an, wir haben uns so gefreut. Und nun? Ist der Bauch leer, ein riesiges Loch im Herzen...

      Gibt es hier Frauen mit Àhnlicher Erfahrung?
      Gar mit der gleichen Diagnose?
      Anenzephalie ist zum GlĂŒck sehr selten.
      Aber natĂŒrlich schwingt auch die Angst mit, bei einem evtl. neuen Versuch, das gleiche wieder erleben zu mĂŒssen....

      Aber so weit sind wir noch nicht.

      Lg,
      eine traurige Mami ⭐

      • Hallo!
        Mir tut es sehr leid, dass Du und Dein Partner das erleben mussten!
        Ich habe auch einen SpÀtabort hinter mir. Uns wurde in der 20. Woche mitgeteilt, dass unser Baby nicht lebensfÀhig ist, aufgrund einer beidseitigen Nierenagenesie. Eine Àhnliche Prognose: entweder es stirbt im Mutterleib oder kurz nach der Geburt.
        Eine sehr gute Freundin hat etwas gesagt, dass mir unheimlich geholfen hat:
        Wir als Eltern wollen so wenig Leid wie möglich fĂŒr unsere Kinder. Eltern wollen ihre Kinder so gut schĂŒtzen, wie es geht. Das heißt in Deinem und meinem Fall vielleicht einfach, dass wir es gehen lassen mĂŒssen, solange es ihm noch gut geht.
        Du hast Deinen Baby erspart, dass es ihm irgendwann in deinem Bauch so schlecht geht, dass es selbst entscheidet, sich zu verabschieden. Und die Zeit, die Du mit ihm hattest, hast Du ihm alle Liebe geschenkt, die Du konntest.
        Du hast nichts falsches getan.
        Ich wĂŒnsch Dir ganz viel Kraft! Das ist eine sehr schwere Zeit. Such Dir alle Hilfe, die Du brauchst.

        (3) 15.04.19 - 09:16

        Liebe kitty,

        es tut mir leid fĂŒr euch. Ihr habt eine grauenvolle Zeit hinter euch und noch eine furchtbare Zeit vor euch.
        Ich hatte zwar einen SpĂ€tabort, musste aber nicht die Entscheidung darĂŒber treffen. In einer solchen Situation gibt es kein richtig oder falsch. Ihr habt als Eltern eine Entscheidung getroffen und ihr habt es aus Liebe getan. Das ist es, was zĂ€hlt. Daher lass die Zweifel nicht so an dir nagen.

        Alles Gute

        (4) 15.04.19 - 09:26

        Liebe Kitty,
        mir laufen gerade die TrĂ€nen herunter! Ihr habt so eine schwere Entscheidung treffen mĂŒssen und das fĂŒr euch auf jeden Fall richtig gemacht.

        Es hÀtte ja keinen Unterscheid gemacht, wenn du dieses Sternchen ausgetragen hÀttest, es wÀre trotzdem ein Sternchen geworden und du hÀttest die ganze Schwangerschaft gewusst, dass keine Hoffnung besteht.

        Ich vermag mir garnicht vorzustellen, wie schrecklich diese Entscheidung trotzdem ist und glaube es aber genauso machen zu wĂŒrden.

        FĂŒhl dich gedrĂŒckt und knuddel deine drei Kinder ganz fest. Sie können ihr Geschwisterchen nicht ersetzen, aber zumindest Trost spenden.

        Alles Liebe 💗

      • (5) 15.04.19 - 09:49

        Ach gott das ist so traurig....
        Es tut mir so leid fĂŒr euch :(

        Hallo liebes...
        Wir haben am 13.9.17 unseren leo in der 16.ten eoche ziehen lassen.

        Auch er hatte anenzephalie...

        Ich habe ihn entbunden und nun liegt er auf dem Friedhof wo mittlerweile sei Bruder henning auch ist...

        Wenn du fragen hast darfst du mir gerne ĂŒer pn schreiben...

        Ich drĂŒck dich

        Lg Meli mit leo und henning im Herzen #herzlich

      • Es tut mir sehr leid fĂŒr euch. Ich wĂŒnsche euch ganz viel Kraft und liebe Menschen die in dieser schweren Zeit fĂŒr euch da sind.

        Lg Pusteblume.85 mit Mia an der Hand und ⭐ im Herzen

        Ich Danke euch allen fĂŒr die lieben Worte hier. Das hat tatsĂ€chlich Trost gespendet!
        Wenn sich noch jemand mit dem Thema Anenzephalie auskennt, schreibt mich gerne an. Ich finde da kaum Austausch zu, was ja eigentlich gut ist, da diese schwere Fehlbildung Gott sei dank sehr selten ist🙏Aber falls doch, auch wenn es jmd spĂ€ter liest, schreibt ruhig.

        Ich habe mir jetzt Hilfe gesucht, ohne stehe ich das denke ich nicht gut durch. Zum GlĂŒck gibt es gute Hilfsangebote hier in Deutschland, dafĂŒr bin ich sehr dankbar. Ich fĂŒhle mich nicht alleine, auch dank den MĂ€dels die hier schreiben. Eure Schicksale berĂŒhren mich sehr. Ihr seid so stark 💝

        Liebe GrĂŒĂŸe und DrĂŒcker an alle.

        (9) 16.04.19 - 21:35

        Hey, ich hÀtte genau so entschieden.

        Dein Sternenkind kommt vielleicht ganz bald wieder zu euch zurĂŒck, mit einem lebensfĂ€higen Körper?
        Diese Geschichte hab ich zufÀllig im Radio gehört, als sich meine Fehlgeburt bestÀtigte.
        Ist die nicht schön? Die Geschichte hat mir so sehr geholfen.

        NDR 2 Moment mal
        Montag bis Freitag 18:15 Uhr, Samstag und Sonntag 9:15 Uhr
        Mathias Thees von der Caritas im Erzbistum Hamburg Donnerstag, 14. Februar 2019
        In einem Dorf lebte einst ein weiser alter Mann. Eines Tages kam ein Bauer aus dem Dorf zu ihm und bat in höchster Verzweiflung: „Weiser Mann, hilf mir! Etwas Schreckliches hat sich zugetragen. Mein Ochse ist gestorben, und jetzt habe ich kein Tier zum PflĂŒgen des Feldes. HĂ€tte mir je etwas Schlimmeres widerfahren können?“ Der weise alte Mann erwiderte: „Vielleicht ja, vielleicht aber auch nicht.“
        Bereits am Folgetag gelingt es dem Bauern, ein wildes krĂ€ftiges Pferd als Ersatz fĂŒr den Ochsen einzufangen. So einfach war das PflĂŒgen noch nie. Also ging er zurĂŒck zu dem weisen alten Mann: „Du hattest Recht! Statt einem Ochsen habe ich jetzt ein Pferd. HĂ€tte mir etwas Besseres passieren können?“ Der weise alte Mann antwortet: „Vielleicht ja, vielleicht aber auch nicht.“
        Einen Tag spĂ€ter ritt der Sohn des Bauern das Pferd und wurde abgeworfen. Er brach sich das Bein und wĂŒrde nun bei der Ernte nicht helfen können. Eine Katastrophe? „Vielleicht ja, vielleicht aber auch nicht“, sagte der weise Mann.
        Am nÀchsten Tag kamen Soldaten, um alle gesunden jungen MÀnner mit in den Krieg zu nehmen. Der Sohn des Bauern war der einzige im Dorf, der nicht mitziehen musste.
        Die Botschaft dieser kleinen Geschichte: In Wahrheit wissen wir nie, was nach einem erlittenen Leid oder einer bescherten Freude weiter mit uns geschehen wird. Ich wĂŒnsche Ihnen und mir die Gelassenheit des alten weisen Mannes!
        Katholisches Rundfunkreferat – www.ndr.de/kirche

        (10) 18.04.19 - 01:31

        Hallo liebe Kitty2013,

        Ich kann leider zu gut nachempfinden, was ihr gerade durchmacht und was es mit dir macht. Die Frage nach dem, hĂ€tte ich dem Kind selbst die Entscheidung gegeben, zu gehen. 😱
        Wir hatten im Mai 2017 auch die Diagnose Anenezephalie. Ich war da gerade in der 17. Woche und die Ärzte haben uns zum Abbruch empfohlen. Auch wir waren der Meinung, es Jasper, den Zwillingen und uns nicht schwer zu machen. Es war grausam. In der 20. Woche ist er still geboren. Es war alles an ihm dran, nur der Kopf war nicht geschlossen.
        Was soll ich sagen, ich denke jeden Tag noch an dieses Kind, an unseren geliebten Jungen. Die MĂ€dchen fragen mich des Öfteren, Mama bist du jetzt traurig, weil Jasper nicht da ist.😱
        StĂ€ndig kommt mir die Frage, wĂ€re es besser gewesen, er hĂ€tte es selbst entschieden. Ich kann zwar mit dieser traurigen Geschichte leben, aber leider ist das Leben fĂŒr mich belastender geworden und nicht mehr so leicht wie vorher.
        Aber dennoch, es war gut so. Unser Herz hÀngt einfach an den Kindern und egal, ob krank oder gesund, man möchte es einfach halten.
        Falls du gerne schreiben magst, melde dich. Bin fĂŒr jeden Kontakt dankbar.
        Ich wĂŒnsche euch trotzdem schöne Ostertage und viel viel Sonne fĂŒr eine kleine Aufmunterung. 🍀💐

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