Angst vor Folgeschwangerschaft nach Ende in der 18.Ssw

    • (1) 12.09.19 - 10:50

      Hallo zusammen,

      Bereits im Februar hatte ich einen MA in der 10. Ssw. Die Freude war groß, als wir schnell wieder schwanger wurden. Schließlich haben wir mit ovulationstest ja auch "daraufhingearbeitet". Zunächst verlief alles gut, keine Beschwerden, die erste Erleichterung als sich alles so entwickelte wie vorgesehen. Im Rahmen der Früherkennung war auch erst alles unauffällig. Doch dann der erste Schreck, die blutwerte, wahrscheinlichkeit das was "nicht in Ordnung" ist liegt bei 1,3 (!)%... chorionzottenbiopsie... das Schnellverfahren unauffällig... die Erleichterung war so unendlich groß. 14 Tage später kam dann die Information, dass definitiv ein mosaik mit trisomie 21 vorliegt. Nun gilt es zu klären, ob "nur" die Plazenta krank ist, oder auch mein Mädchen. Fruchtwasseranalyse.. die schlimmste Befürchtung tritt ein, die Plazenta ist beeinträchtigt und versorgt sie nicht richtig und sie hat eine freie trisomie 21. So mussten wir die schwerste Entscheidung treffen ...am 9.8. ging unsere Tochter zu den Sternen. Nach der Diagnose einer freien Trisomie 21 haben wir uns entschieden die Schwangerschaft zu beenden und unsere Tochter in der 18. Ssw zur Welt zu bringen. 😥

      Wie geht es nun weiter?

      Ich wollte uns genetisch testen lassen, um auszuschließen, dass wir "der fehler im system" sind, doch der humangenetiker erklärte, dass dies ja keine Sicherheit gebe... man bekommt % um die ohren gehauen wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, sowas noch mal zu erleben...dabei waren es doch bisher auch nur 1,3%..
      Und 35 werde ich in 2 Wochen auch, also sooo alt...meine "eier" sind also auch im risikoalter...

      Es "einfach" noch einmal probieren ist der Plan.... an ersetzen ist nicht zu denken, nur an "weitermachen"...., ich habe gerade meine Periode gehabt und beginne in 10 Tagen wieder mit dem Ritual der ovulationstest... aber wie bekomme ich die Angst weg... mir ist schlecht, wenn ich daran denke...
      Danke für eure Geduld das alles zu lesen!
      Herzliche Grüße,
      Deborah

      • (2) 12.09.19 - 14:16

        Hallo, es tut mir sehr Leid was Euch passiert ist. Ich kann gut verstehen, dass die Unbekümmertheit die man vielleicht in der ersten SSW dahin ist und die Angst dich im Griff hat. Auch wir haben einen langen Weg mit vielen Hürden für unser Wunschkind zurücklegen müssen. Wir haben irgendwann gar nicht mehr versucht keine Angst mehr zu haben, sondern haben einfach akzeptiert das die Angst ein Wegbegleiter bleibt und haben nur nach Möglichkeiten gesucht die Angst möglichst klein zu halten. Unser Frauenarzt hatte sehr viel Verständnis und hat uns die ersten Wochen eine wöchentliche Kontrolle ermöglicht. Das hat uns sehr geholfen. Daher möchte ich dir raten, dass zu machen was euch beruhigt, egal ob andere das sinnvoll finden oder nicht. Ein Gentest würde eure Angst senken, dann macht ihn. Ein früher Bluttest gibt euch ein gutes Gefühl, dann macht ihn! Viel Glück für die anstrengende Zeit die vor euch liegt.

        • (3) 12.09.19 - 15:01

          Hallo lis,
          Vielen Dank für deine Antwort und das du dich durch meinen langen Text gekämpft hast. Es freut mich, dass ihr nun positiv in die Zukunft blicken könnt. Ich hoffe da kommen wir auch hin.
          Alles gute für euch!

      (4) 12.09.19 - 16:48

      Liebe deborah,

      wie meine Vorschreiberin schon sehr treffend formuliert hat, manches kann man nur akzeptieren. Kämpfe nicht gegen die Angst an. Da kannst du nur verlieren.
      Ihr habt einen furchtbaren Verlust erlitten. Ihr habt euer Wertvollstes verloren. Natürlich hast du Angst.
      Mir hat geholfen, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Ein Tag gut überstanden, ein Erfolg! Ich habe mir immer gesagt, jetzt gerade in diesem Moment ist mein Baby bei mir, jetzt gerade ist alles gut!
      Ich habe sehr im Moment gelebt. Komischerweise hatte ich ganz tief in mir die Zuversicht, dass es gut ausgeht. Obwohl die Folgeschwangerschaft nach meiner stillen Geburt eine Risikoschwangerschaft war und wir über die Hälfte um das Leben unseres Kindes bangen mussten. Und es ist gut ausgegangen! Wie ich diese Zeit überstanden habe, kann ich bis heute noch nicht sagen.
      Dein Regenbogenkind und du, ihr werdet einen ganz besonderen Schutzengel haben, der über euch wacht! Deine Tochter ist bei dir!

      Ich wünsche dir alles erdenklich Gute

      • (5) 13.09.19 - 21:54

        Hallo Carla,
        Vielen Dank auch für deine Worte und Muße den Text zu lesen. Ja, jeden Tag schaffen und meistern, so versuche ich es im Moment t. An eine folgeschwangerschaft ist noch nicht ganz zu denken, wir tasten u s la Sam vor- dennoch hoffe ich, das du recht behalten wirst und ein Sternchen über uns wacht. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...
        Viele liebe Grüße

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