Abgang mit hohem Blutverlust und langer Blutung. Wann wieder schwanger?

    • (1) 17.09.19 - 19:41

      Hatte eine von euch einen natürlichem Abgang mit hohem Blutverlust und langer Blutungsphase? Wann habt ihr danach wieder angefangen zu üben? Würdet ihr den ersten Zyklus nach dem Abgang noch abwarten?

      Meine Vorgeschichte:

      Ich bin 32 Jahre alt, keine Vorerkrankungen und habe bereits einen gesunden, einjährigen Sohn. Bei meinem Sohn wurde ich im 1. ÜZ schwanger und hatte zunächst eine unauffällige Schwangerschaft. Mein Sohn kam dann 6 Wochen zu früh in SSW 33+6 aufgrund einer schweren Präeklampsie als gesundes Frühchen zur Welt.
      Da ich voll gestillt hab, kam meine Periode nach Einführung von Beikost 5 Monate nach der Geburt und war von der Zykluslänge von 42 bis 29 Tagen recht schwankend, aber stetig abnehmend.
      Wir wünschen uns ein Geschwisterchen für unseren Sonnenschein und haben den 5. Zyklus nach Einsetzen der Periode nach der Geburt genutzt. Ich wurde auch direkt schwanger. Da die Sommerferienzeit bevorstand und meine FÄ für längere Zeit in den Urlaub ging, haben wir recht früh in der 7. SSW eine US-Untersuchung gemacht. Dort war eine Fruchthöhle und ein kleines Pünktchen zu sehen. Das fand ich jedoch recht verzögert in der Entwicklung, zudem hatte ich kaum Schwangerschaftsanzeichen.
      Meine Vorahnung sollte sich dann ein paar Wochen später beim nächsten US in SSW 10+2 bestätigen: Missed Abortion. Das Pünktchen blieb Pünktchen, nur die Fruchthöhle ist gewachsen - ein Windei.
      Meine Frauenärztin weiß von unserem Kinderwunsch und hat zum Abwarten des natürlichen Abgangs geraten. Da ich etwas ungeduldig war, bat ich um medikamentöse Unterstützung und bekam 4 x 200 mg Cytotec mit nach Hause. Die sollte ich erst ein paar Tage später nehmen, da ich zur Präeklampsie-Prophylaxe bis zum Kontrolltermin bei der FÄ täglich 100 mg ASS genommen hatte.
      Nach Einnahme der Cytotec-Tabletten (2 Tabletten an 10+6, 2 Tabletten an 11+0) bekam ich nur Schmierblutungen.
      Bei SSW 11+5 begann dann der natürliche Abgang, bei dem ich über 3,5h überperiodenstark geblutet habe (Wochenbett-Einlagen alle 10-20 Min gewechselt). Ich kam wegen Kreislaufproblemen ins Krankenhaus. Im Blutbild war der Blutverlust bereits erkennbar. Im US war zu sehen, dass die 1,5 cm große Fruchthöhle bereits Richtung „Ausgang“ gewandert sei. Empfehlung der Ärztin zur Ausschabung, aber Abwarten bei der geringen Größe der Fruchthöhle möglich. Ich wollte weiter abwarten und bekam für meinen Kreislauf eine Infusion. Nachdem die Infusion durch war, stand ich von der Liege auf und merkte, wie sich ein größeres Gewebestück löste - meiner Meinung nach die Fruchthöhle, wurde aber von keinem Arzt mehr kontrolliert. Danach waren die Blutungen mittel bis schwach periodenstark.
      4 Tage später begannen abends wieder stärkere Blutungen mit Blutkoageln. Am nächsten Morgen wieder Kreislaufprobleme. Ich ging zu meiner FÄ. Dort im US war keine Fruchthöhle, aber noch restliches Gewebe und eine noch nicht zusammengezogene Gebärmutter zu sehen. Ich bekam nochmal 6 Tabletten Cytotec mit, die ich in 3 Etappen nehmen sollte. Nach Einnahme der Tabletten war die Blutung wieder periodenstark. Am nächsten Tag nochmal zur FÄ zur Kontrolle: Hämoglobinwert war am Vortag bereits bei 8,7 (normal über 12) und HCG noch bei 3000. Bei der Untersuchung versuchte meine FÄ ein Blutkoagel mit dem Tupfer zu entfernen, danach wieder starke Blutung - ab ins Krankenhaus. Dort wurde mir bei der Aufnahmeuntersuchung noch sichtbares Restgewebe ohne Narkose entfernt. Danach Blutungen wieder schwach periodenstark. Eine Ausschabung war nicht notwendig. Ich musste noch zur Beobachtung über Nacht in der Klinik bleiben und bekam ein Eisenpräparat per Infusion. Eine Bluttransfusion wollte ich vermeiden. Am Folgetag durfte ich mit einem Hämoglobinwert von 6,2 und einigermaßen stabilem Kreislauf nach Hause. Nehme seither Eisentabletten.
      Dies ist nun 3 Tage her, mein Hb-Wert war Montag wieder bei 7,4, mein Kreislauf wird täglich stabiler und heute hatte ich nur noch Schmierblutungen. Von Seiten der Ärzte dürften wir wieder üben.

      Nun bin ich am überlegen, ob ich noch etwas zu geschwächt bin nach dem großen Blutverlust und noch einen Zyklus abwarten sollte, bevor wir wieder loslegen. Was meint ihr?

      • (2) 18.09.19 - 06:38

        Da du ja anscheinend sehr schnell schwanger wirst. Kannst du deinem Körper sicher noch eine kleinen Pause gönnen.

        (3) 19.09.19 - 12:25

        Ich würde dir raten, einen Zyklus auszusetzen und wenigstens einmal die mens kommen zulassen.. bei einer freundin war es ähnlich, da hieß es dann auch sie können gleich weiter machen, haben sie auch und sie wurde direkt wieder schwanger und verlor es auch wieder, weil es einfach zu viel war.. gib deinem körper eine kleine Pause und lass den hb wert wieder stärker werden 😘

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