Frage zu Progesteron + Update Ausschabung 9.ssw

Hallo meine Lieben,

ich danke euch allen vielmals für eure Anteilnahme.
Es war wirklich schwer für mich zu verkraften, dass das Herz meines Babys nicht mehr geschlagen hat, nachdem ich es bereits 2 mal schlagen sehen habe.

Ich hatte gestern eine Ausschabung, hatte aber auch am selben Tag morgens bereits vermehrt Blutungen.
Umso richtiger fühlte sich für mich die Ausschabung an, da ich meinen Körper, welcher sich bereits auf diesen Vorgang eingestellt hat, mit dieser Operation unterstützt habe.

Noch habe ich kaum Blutungen, kaum Schmerzen und mir geht es seelisch gut. Ich bin froh, Gewissheit zu haben dass es wirklich vorbei ist, auch wenn es weh tut.

Nun stellen sich mir aber Zweifel hinsichtlich meiner Frauenärztin ein.
Ich hatte aufgrund eines Umzugs (10km) eine neue Frauenärztin in dieser Schwangerschaft zur Betreuung, damit ich zu meiner alten nicht so weit fahren muss.
Aber leider konnte ich nicht so wirklich ein richtiges vertrauensverhältnis aufbauen, bzw wurde es durch den Missed Abort sehr zerstört.

Als ich am Dienstag wegen Blutungen zu ihr kam, meinte sie: sie nehmen ja Progesteron oder?
Ich habe sie nur schief angeguckt und gemeimt: nein, davon war nie die rede
Sie: gut dann bekommen sie es jetzt

Nachdem beim Umtraschall jedoch festgestellt wurde, dass kein Herzschlag mehr zu sehen war, kam es auch nicht mehr zur Sprache.

Mir schwirren jetzt natürlich tausende Gedanken im Kopf herum, ob man nicht doch hätte etwas machen können, damit das Herz nicht aufhört zu schlagen.

Wenn ich sie jetzt im Nachhinein Fragen würde, würde sie natürlich nie zugeben dass es Probleme gab, wegen denen ich hätte Progesteron einnehmen sollen.

In 2 Wochen habe ich die Nachuntersuchung, fragen werde ich sie natürlich trotzdem.

Aber vom Gefühl her muss ich einfach wirklich sagen, dass ich mich bei meiner alten Frauenärztin besser aufgehoben gefühlt habe. Dort wurde jedes kleinste Problem besprochen und mit offenen Karten gespielt. Das Gefühl habe ich bei der neuen leider nicht wirklich gehabt.

Tut mir leid für den langen Text, ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen.

Liebe Grüße

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Zunächst einmal tut es mir sehr leid dass du diese Erfahrung machen musstest und ich hoffe, du kannst sie gut verkraften und hast bald ein Regenbogenbaby im Bauch.

Ich verstehe auch, dass du dich da nicht so richtig wohl fühlst, ginge mir ähnlich. Dann nimm lieber den weiten Weg in Kauf sofern machbar. Zum gyn braucht man in der Zeit wirklich ein gutes Verhältnis um die ss halbwegs genießen zu können.

Wovon du dich aber verabschieden musst, ist der Gedanke, dass das Progesteron euch gerettet hätte. Kein Medikament der Welt hält den Krümel fest, wenn er aus welchen Gründen auch immer gehen soll. Sonst würde man ja nicht so viele FGs auf der Welt haben und man könnte alle Frauen davor bewahren. Tröste dich damit, dass dein Baby sehr wahrscheinlich nicht ganz gesund war und ihm viel Leid erspart geblieben ist.

Ich wünsche dir sehr viel Kraft! 😘

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Vielen Dank für deine Antwort,

ich denke natürlich nicht, dass es unseren Krümel gerettet hätte, aber es geht mir dabei allein um die Aufklärung und das etwas scheinbar versäumt wurde.

Den Weg bis zu meiner alten Frauenärztin kann ich natürlich auf mich nehmen, sie hat mich bei meinem ersten Kind immer sehr gut unterstützt.
Ich dachte nur, dass wenn es später ans 2 Tägige CTG geht, es doch entspannter wäre es im Ort zu machen, da ich damals, als wir frisch umgezogen waren, hochschwanger gependelt bin.


Ich werde auf jeden Fall mal den Termin zur nachkontrolle abwarten und dann nachfragen, was mit meinen Blutwerten war.

Sollte da wirklich eine Sache gewesen sein, die man mir wenigstens hätte mitteilen können, dann werde ich wieder zurück wechseln.

Es schien bei dieser Schwangerschaft alles perfekt zu laufen, das einzige Manko war, dass der Krümel nicht meinem Zyklus entsprechend entwickelt war.
Da ich einen sehr unregelmäßigen Zyklus habe, kann man das aber auch nicht anhand dessen fest machen, bei meinem ersten Kind war es nämlich genau so.
Und bei den ersten beiden US hat sich der Krümel super entwickelt (+9 Tage statt +7 Tage).

Mir geht es nur darum, dass wenn irgendwo ein Mangel bestanden hätte, ich wenigstens eine Vorahnung gehabt haben könnte und es nicht so ein herber Schlag ins Gesicht für mich gewesen wäre.