Mutmachen

Guten Morgen, seit langem lese ich hier im Forum und leide mit Euch zusammen. Ich habe mir geschworen, wenn alles gut geht einen Mutmach-post zu schreiben.

Zu meiner Geschichte.

Im Sommer 2018 haben wir beschlossen schwanger zu werden. Im Juli habe ich die Pille abgesetzt. 29 Tage später an einem Sonntag positiv getestet. Am Donnerstag sollte ich zum FA. Beim abwischen morgens helles Blut. Beim FA war der Test noch leicht positiv. Der Fa meinte Blutungen in der frühschwangerschaft kommen vor. Ich soll mir keine Gedanken machen. Abends habe ich extrem geblutet. Ab ins KH. Dort hat man mich in der Notaufnahme und blutend ca. 2 Stunden warten lassen. Der hcg lag bei 7. Auf dem us nichts mehr zu sehen. Die Ärztin meinte zu mir, dass es ein abgabg sei. Da ich heraus negativ bin bekam ich eine Spritze. Zu Hause habe ich geweint. Mein Mann war für mich da. Es hilft nichts, keine richten und weitermachen.

Wir sollten sofort weitermachen. Im Oktober 2018 wieder positiv getestet. Ich sollte dieses mal sofort gelbkörper Hormone nehmen und clexane spritzen, da ich eine bekannte gerinnungsstörung habe. Gesagt getan. Bei ssw5 war eine fruchthöhle zu sehen. Ssw7 ein embryo ohne Herzschlag. Wir warteten noch 2 Wochen und es kam nie ein Herzschlag. Ende November 2018 war die ausschabung. Mir ging es so schlecht. Ich habe viel geweint und immer die Frage wieso ich. Ich habe mir früher eher die Gedanken gemacht ungewollt schwanger zu werden. Habe aber nie einen Gedanken daran verschwebndet, dass es bei uns nicht klappt. Mein FA schickt und zur kiwu. Die Genetik soll abgeklärt werden. Schwanger werden ist nicht das Problem, nur das schwanger bleiben. Im Dezember 2018 waren wir in der kiwu in Minden. Es wurde vieles untersucht. Meine Gebärmutter, gerinnung, Genetik etc. Ausser der bekannten gerinnungsstörung würde nichts gefunden. Der Arzt sagte uns Anfang Januar 2019. Einfach die periode noch abwarten und erneu

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Erneut probieren. Ich nahm den nestreinigertee und wir versuchten es weiter. An meinem 32 Geburtstag im Februar 2019 hielt ich den positiven Test in der Hand. Ich nahm sofort progesteron und habe clexane gespritzt. 2 Wochen später bein Fa konnte man den Herzschlag sehen. Das war der schönste Moment in meinem Leben. 2 Wochen später war mein Mann mit zum Ultraschall. Wir waren so glücklich und dankbar. Dann mitten in der Nacht in der 13 Wochen. Wir hatten gerade alles von der schwangerschaft erzählt lief Blut aus mir heraus. Wir ab ins kh. Dort gerieten wir an einen jungen Arzt. Ich war sehr aufgebracht. Der Arzt war sehr ruhig untersuchte mich ziemlich lange und sah sofort den kleinen Wurm. Das Herz schlug kräftig. Er suchte nach der blutungsursache. Ein bluterguss, direkt am der Gebärmutter. Ich musste 4 Tage im kh liegen, ohne aufzustehen und 4 Wochen zu Hause. Ich durfte nur auf Toilette bis die blutung aufhört. Der kleine Wurm hat tapfer durchgehalten. Solche Blutungen in der frühschwangerschaft sind wohl häufig. Können aber die plazenta mitreißen. Wir haben die nackenfaltenmessung sowie den harmonytest gemacht. Alles unauffällig. Unser Baby wächst und gedeiht. In der 34 ssw würden meine Blutwerte schlechter. Er deutet alles auf eine schwangerschaftsvergiftung hin. Mir wurde im kh direkt gesagt, dass ich die schwangerschaft nicht bis zum Ende durchhalten kann. Ich musste 3 mal die Woche zum Blut abnehmen und ctg zum Fs. Die Angst war mein ständiger Begleiter. Ch vetlied unseren wohnort kaum noch, szs angst es könnte etwas passieren. Nichts von einer unbeschwerten schwangerschaft. Ich schaffte es jedoch bis zum errechneten ET. An ET +1 wurde ich eingeleitet.

Nun liegt mein ganzer stolz neben mir und schläft. Sie wird nächste Woche 4 Monate. Wenn sie lächelt, weiss ich, dass diese Strapazen es wert waren.

Mädels, verliert den Mut nicht. Auch eure Wunder warten auf Euch. Ich fühle mit jeder Geschichte mit Euch. Krone richten und weitermachen. Auch wenn es schwer fällt. Mein Mann und ich hatten uns darauf geeinigt, dass das der letzte Versuch war. Mehr hätte ich nicht verkraftet. Wir freundeten uns mit dem Gedanken der Adoption an. Unser Plan B. Ich hatte mir bereits alles dazu rausgesucht. Aber es hat ja doch geklappt. Ich hätte nie gedacht, dass ich zu den Frauen gehöre die Probleme haben ein Baby zu bekommen. Aber so war es leider.

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Vielen Dank, dass Du Deine Geschichte mit uns teilst und uns damit Mut machst. 😊

Auch bei mir ist das schwanger bleiben (immer noch) ein großes Problem und es ist schwer die Hoffnung aufrecht zu erhalten. Inzwischen gerate ich in immensen Zeitdruck, denn ich werde in diesem Jahr noch 40. 😢

Seit fast 4 Jahren basteln wir nun an unserem Wunder und sammeln einen Fehlschlag nach dem anderen. Aber aktuell weigere ich mich noch die Flinte ins Korn zu schmeißen.

Ich hoffe dass es uns auch eines Tages noch vergönnt sein wird. 😌