Andenken/Geschenk für Sternenmama

Hallo ihr Lieben

Ich weiss nicht ob ich im richtigen Forum bin...

Erstmal meine aufrichtige Anteilnahme für euren Verlust.

Eine Freundin von mir musste ihr Sohn in der 30ssw still zur Welt bringen. Er war leider schwer krank und nicht lebensfähig.

Ich weiss nun nicht wie ich mich am Besten verhalten soll..
Wir treffen uns nächste Woche das erste Mal seit es vor 3 Wochen passierte.
Wir sind nicht suuuper eng, also sehen uns auch nicht allzu oft.

Soll ich sie darauf ansprechen oder warten ob sie es tut?
Soll ich ihr etwas kleines als Andenken schenken? Wenn ja, was?

Ich finde es eine sehr schwierige Situation. Ich möchte ihr zeigen, dass mich ihr Verlust sehr bewegt und ich an sie und ihren Sohn denke, gleichzeitig möchte ich nicht, dass sie sich unwohl und ausgeliefert fühlt. Vielleicht will sie abgelenkt und nicht immer daran erinnert werden?


Welches Verhalten wünscht ihr euch von eurem Freundeskreis? Wie verhalten sich eure Freundinnen am besten? Ich werde ihr sicher sagen, dass ich für sie da bin.

Liebe Grüsse

Takiita

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Hey
Ich finde es super toll das du dir Gedanken machst. Ich habe auch eine FG gehabt und weiss das es auch Menschen gibt die damit nicht umgehen können. Meine Freundin verlor ihr Baby in der 20ssw. Es war auch sehr krank und dann noch 3babys.ich habe ihr Engel geschenkt die sie an das Foto stellen konnte. Dann gibt es auch noch sehr schöne Bücher...
Aber das wichtigste ist da zu sein eine Freundinz.B hat sich noch kein einziges Mal das Foto ihres Babys angeschaut. Ich durfte es..... Ich glaube es tat ihr gut das ich ihr zu hörte und auch akzeptierte das sie das Bild nicht anschauen will. Jetzt ist sie in der 22ssw und sagte zu mir wenn ihr kleines Mäuschen da ist würde sie gern mit uns und ihrem Mann die Bilder anschauen. Wir sind dann da für die beiden. Und bitte keine Sätze wie du kannst noch kinder bekommen oder du bist noch jung...
Ich wünsche dir viel Mut und jraft
Anja

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Schwierige Situation.
Mitgefühl, Verständnis und zuhören.
Direkt die Geburt würde ich nicht ansprechen.
Manchmal möchte man gar nicht darüber reden sondern über Alltagsdinge.

Auf keinen Fall Aussagen wie : das nächste Mal funktioniert es, du bist jung, vielleicht ist es so besser usw.

Weil es geht jetzt in dieser Zeit um den Verlust eines Kindes das man nie kennenlernen durfte

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Hallo. Ich finde es auch schön, dass du dir Gedanken machst. Ich würde das Thema ansprechen. Es ist für sie präsent und wird es auch die nächste Zeit bleiben. Nicht darüber zu sprechen fände ich komisch.
Sag ihr ehrlich, was du fühlst. Das du traurig bist. Das du wissen möchtest, wie ihr Sohn heißt. Und das du ihn gerne kennengelernt hättest. Und dann wird sich das Gespräch entwickeln. Ob sie ihn beerdigen. Ob er in ein Sternchengrab kommt usw.
Du kannst ihr eine Figur für das . Es muss ja kein Engel sein. Ich habe einen wunderschönen Bärenstecker aus Metall bekommen. Ich weiß nicht mal sicher von wem. Aber er steckt seit Anfang an auf Linns Grad. Noch bevor das Kreuz kam. Von einer Freundin habe ich eine Kette mit Linns Grab bekommen. Ein kleines Herz. In der Mitte hohl. So wie auch mein Herz. (Schwer zu beschreiben. Ich kann ein Bild machen) den trag ich seid 5 Jahren. Aber das ist dir vielleicht zu viel als "nicht so enge Freudin".
Alles Liebe für deine Freundin und für dich.

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Hallo,
Ich finde es eine schöne Idee ihr was zu schenken. Wir haben für unser Sternenkind ein Trostlicht bekommen. Gibt es bei Amazon oder unter Trostlicht.de
Gibt es in verschiedenen Ausführungen mit Namen oder Ohne und das Datum. Ich füge dir mal ein Bild mit hinzu das du siehst wie es aussieht.

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Ist ein Beispielbild vom Internet.

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Ja das ist wirklich eine schöne Idee. Haben wir auch von einer Freundin nach unserer Fehlgeburt bekommen...#stern Und von der Mama einen kleinen Bären von Steiff mit einem Sternchen am Bauch. Der ist auch sehr schön. Ein Bärchen für unser Sternchen... Ich versuch mal noch ein Foto zu finden...

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Liebe Takiita,

auch mein Mann und ich haben vor ca. 4 Wochen unseren Sohn in der 19. Woche gehen lassen müssen. Eine Freundin von mir hat eine große Kerze mit seinem Namen und Sternen drauf gebastelt, die wir jetzt regelmäßig anzünden.
Wir haben uns darüber gefreut.

VG

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Das ist eine sehr schwierige Situation.
Meiner Schwester ist das leider auch am Ende der Schwangerschaft passiert... 😔

Ich glaube, dass jeder anders damit umgeht. Meine Schwester wollte sehr viel darüber sprechen und den kleinen so in Erinnerung halten.
Ich habe ihr ein Kerze gestaltet mit dem Namen des Kindes. Mit dem Gedanken, dass sie die immer anzünden kann, wenn sie an ihr Baby denkt.
Das hat sie sehr gefreut.

Ich würde einfach fragen, wie es deiner Bekannten geht. Und ihr ganz offen sagen, dass du nicht weißt, wie du damit umgehen sollst. Sag ihr, dass du da bist, wenn sie reden möchte, aber auch, dass du es verstehst, wenn sie es nicht möchte.

Es ist auf jeden Fall schön, dass du dir Gedanken darüber machst.
So etwas ist schrecklich und lässt einen hilflos zurück... 😢

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Vielleicht magst du ihr ja einfach eine Karte mit einem schönen Text schreiben!?

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Hallo, meiner Meinung nach solltest du zu ihr genau das sagen, was du hier geschrieben hast.

Gib ehrlich zu, dass du nicht weißt wie du dich verhalten sollst. Sag ihr das ihr Verlust dich sehr bewegt und du oft an sie und ihren Sohn gedacht hast. Sage ihr, dass du für sie da bist wenn sie jemanden zum Reden braucht, du aber auch Verständnis hast wenn sie noch nicht oder nie darüber reden möchte.

Sie wird dir dann schon sagen, was ihr momentan gut tut.

Als innerhalb eines halben Jahres unsere Drillingen starben, haben wir gemerkt, dass viele beim ersten Kontakt mit uns überfordert waren (z.B. Arbeitskollegen). Wir sind dann offensiv auf alle zugegangen und haben klar gemacht, dass die 3 nach wir vor zu unserem Leben gehören und kein Tabu-Thema sind. Danach war das Verhalten uns gegenüber meist wieder recht normal.

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Ich kann nur von mir sprechen.

Sag etwas. Schweig nicht einfach.
Für uns war es schlimmer, wenn Leute nichts gesagt haben, als wenn sie das Falsche gesagt haben.
Sag ehrlich, was du fühlst.
Sei bereit, zuzuhören und achte sensibel auf sie. Wenn sie das Thema wechseln will, dann lass es zu.

Ich würde nichts schenken.
Uns haben ziemlich viele Leute etwas geschenkt und meistens habe ich mich dabei so gefühlt, als ob die Leute ihr schlechtes Gewissen beruhigen wollen (man will halt was Gutes tun). Es war lieb gemeint, hat uns aber gar nichts gebracht.
Vieles haben wir weggegeben oder weggeschmissen (wenn es personalisiert war). Um dir ein Beispiel zu geben: Wir brauchten keine Kuscheltiere, die unsere Tochter nie in der Hand hatte. Die verbinden wir auch dann nicht mit ihr, wenn ihr Name darauf steht. Wir haben ein Kuscheltier, das wir für sie gekauft haben, das ist unsere Erinnerung.

Eine Handvoll Geschenke haben wir aufgehoben. Einige davon haben wir erst Monate später bekommen, eines sogar erst zu ihrem 1. Todestag.
Es waren Geschenke, bei denen wir gemerkt haben, dass die Leute sich überlegt haben, was für Benny und Freyja eine schöne Erinnerung an Theodora sein könnte. Und nicht, was für verwaiste Eltern eine Erinnerung an ihr Kind sein könnte.

Viel wichtiger als Geschenke sind uns die Karten und Briefe, die wir bekommen haben.
Ich fand es sehr erschreckend, wie viele Leute aus unserem Umfeld, die jünger als 50 sind, es nur zu einer Nachricht aufs Handy oder einer E-Mail gebracht haben.
Ein von Hand geschriebener Brief, auch wenn es nur eine kurze Karte war, hat uns so viel Wertschätzung für unsere Tochter und unsere Situation gezeigt.
Manche haben auch ein wenig Geld dazugelegt, für die Beerdigungskosten oder Grabschmuck. Das fand ich auch okay. Es hat uns geholfen, aber uns unseren Freiraum gelassen.
Die Briefe haben wir alle aufgehoben. Manche lese ich immer wieder.

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Danke euch herzlich für eure Antworten.
Ihr konntet mir die Angst nehmen, dass ich etwas falsches machen oder sagen könnte. Ich wollte nicht, dass sie sich überrumpelt fühlt und eben denkt, es sei eine Handlung aus Mitleid.

Ich habe ihr eine Karte geschrieben mit meiner Anteilnahme und einen kleinen Engel beigelegt und beim Überreichen gesagt, dass ich weiss wie schwierig es jetzt für sie sein muss und ich jederzeit für sie da bin. Das Gespräch hat sich dann sehr organisch entwickelt. Wir haben kurz darüber gesprochen und sind dann schnell auf ein anderes Thema gekommen.
Ich werde ihr sicher in den nächsten Wochen öfters Schreiben und mir auch den Geburtstag des Kleinen notieren, um ihn in den kommenden Jahren nicht zu vergessen.

Danke nochmals<3