Bald 2 Jahre ­čĺö

Morgen feiert unsere gro├če Tochter ihren 4ten Geburtstag. Auf den Tag 2 Monate sp├Ąter w├╝rde unsere zweite Tochter emilie ihren 2ten Geburtstag feiern.
Sie wurde in der 40ssw still geboren und ich vermisse sie immernoch unendlich
Ich freue mich sehr auf den Geburtstag morgen aber es bricht mir das Herz zu wissen das in 2 Monaten das geburtstagskind keine Kerze auspusten wird, keine Geschenke auspacken wird und keine gl├Ąnzenden Augen haben wird wenn sie die ganzen Luftballons sieht.
Im Alltag kann ich den Schmerz einigerma├čen verdr├Ąngen aber an Feiertagen schl├Ągt er so heftig zu ... unsere Tochter sollte hier sein. Sie sollte mit uns feiern. Stattdessen gehen wir morgen wieder zum Friedhof...

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Wie traurig... tut mir sehr leid :( ich w├╝nsche euch viel Kraft f├╝r die kommenden schmerzvollen Tage :(

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Hallo,
mein gott, ist das traurig. Es tut mir sehr leid, das du sowas schlimmes erleben musstest..... darf ich fragen, warum es dazu kam?

Ganz liebe gr├╝├če

Laura

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W├Ąhrend der Geburt hat sich die plazenta vorzeitig gel├Âst und f├╝r unsere Tochter kam jede Hilfe zu sp├Ąt. Bis dahin war immer alles gut ...

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Ohje..... das mus ein alptraum gewesen sein ­čśş ich w├╝nsche euch ganz viel kraft.

Lg

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#kerze Ich kenne diesen Schmerz allzu gut. Unsere Tochter wurde 4 Tage vor Weihnachten geboren und verstarb 30 min sp├Ąter. Auch wenn es f├╝r die anderen Kinder immer fr├Âhlich ist mit vielen Geschenken, so wird unsere Maus immer fehlen.
Gib der Trauer ihren Platz und dann feiert den Geburtstag ­čÄé und freut Euch.

#liebdrueck Strahleface

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Hallo,

ich dr├╝cke dich mal unbekannter Weise.
Ich hatte 2012 auch eine vorzeitige Plazental├Âsung und unsere Tochter war leider trotz Notkaiserschnitt nicht zu retten.
N├Ąchstes Jahr w├Ąre sie schon 10 Jahre alt geworden und auch jetzt kommt die Trauer immer mal wieder besonders hoch an solchen besonderen Tagen.
Ich hoffe ihr k├Ânnt diesen Tag f├╝r euch als Familie irgendwie besonders gestalten um an eure kleine Maus zu gedenken.
Alles Liebe

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Dankesch├Ân f├╝r deine lieben Worte. Der Verlust eurer Tochter tut mir wahnsinnig leid!
Die Aussicht f├╝r immer mit diesem Schmerz, der Sehnsucht und auch der Wut leben zu m├╝ssen ist sehr niederschmetternd f├╝r mich, denn ich kann mir nicht vorstellen das es irgendwann mal nicht mehr so schlimm ist.
Emilies ersten Geburtstag haben wir wegen corona nur im ganz ganz engen Familienkreis gefeiert. Ich wollte eigentlich eine gro├če Feier haben, da wir schon die Beerdigung im kleinen Kreis hatten. R├╝ckblickend war es aber genau richtig so, denn ich h├Ątte garnicht so viele Menschen sehen wollen. Dieses Jahr wei├č ich noch nicht wie wir es machen. Ich bin vor Feiern immer wahnsinnig gestresst weil ich alles perfekt haben m├Âchte. Das m├Âchte ich mir vor emilies Geburtstag nicht antun. Aber es f├╝hlt sich auch falsch an ihn nicht oder nur unter uns zu feiern. Das f├╝hlt sich an als w├╝rde ich sie verraten. Ein wahnsinnige gef├╝hlschaos einfach. Bis Ende November haben wir noch Zeit es uns zu ├╝berlegen.
Aber es ist irgendwie sehr schwer dieses Jahr

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Der Schmerz und die Sehnsucht werden nie ganz weggehen, aber es ├Ąndert sich doch mit der Zeit. Das konnte ich mir damals nach 1-2 Jahren auch noch ├╝berhaupt nicht vorstellen...
Hab Geduld mit dir/euch.
Kennst du die Geschichte vom Trauerkind? Die hat mir damals sehr geholfen und ich kann sagen, sie stimmt (f├╝r mich). Ich kopiere sie dir mal hier ans Ende, ist ein etwas l├Ąngerer Text.

Bei mir ist die Trauer nicht mehr so schmerzhaft, wie am Anfang. Sie kommt manchmal aus heiterem Himmel hoch. Ein beklemmendes Gef├╝hl, Tr├Ąnen...
Und dann geht sie manchmal auch schnell wieder.

Ich wei├č┬┤nicht, ob ihr gl├Ąubig seid. Mir hat da auch unser christlicher Glaube sehr geholfen. Dieses B├╝chlein, kannst du auf der Webseite hier kostenlos als PDF runterladen.
https://clv.de/Ewig-geborgen/256214
Es hat mir Trost gegeben, dass wir nicht allein sind mit diesem Leid. Und dass ich unsere Tochter eines Tages wieder sehen werde. Daran glaube ich pers├Ânlich ganz fest.

Ich lass dir mal noch dieses Lied da, was mir immer durch und durch geht. Der S├Ąnger und seine Frau haben ihre Tochter Audrey auch verloren und darauf hin dieses Lied geschrieben.
https://www.youtube.com/watch?v=61ncM07RU_U

Ich w├╝nsch dir alles Liebe. Eure Emilie werdet ihr immer in euren Herzen tragen. <3

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Das Trauerkind
Der Moment, an dem wir unser Kind gehen lassen mu├čten, ist der Moment der Geburt unserer Trauer.
Und wie ein Neugeborenes verh├Ąlt sie sich auch. Sie f├╝llt unser ganzes Wesen aus, unseren ganzen Tag, unser ganzes Dasein. Wie ein S├Ąugling den ganzen Tag von uns getragen wird, tragen wir die Trauer 24 Stunden. Wir sp├╝ren ihr Gewicht k├Ârperlich in Form von Schmerz. Die Trauer liegt auf unserer Brust, nimmt uns die Luft zum Atmen, und trinkt unsere Energie. Es gibt nichts Anderes in dieser ersten Zeit, nur den Schmerz, die Kraftlosigkeit, die Trauer.
Aber ein S├Ąugling entwickelt sich, zun├Ąchst unmerklich, dann mit kleinen Spr├╝ngen. Pl├Âtzlich kann es von der Mutter wegrobben, eigenes Terrain entdecken. Es wird nicht mehr 24Stunden am Tag an der Brust getragen, will das auch nicht. Es braucht noch immer sehr viel K├Ârperkontakt, aber auch Freiraum. Und irgendwann schl├Ąft es zum ersten Mal durch.
Und unsere Trauer: Verbl├╝fft stellen wir fest, da├č wir die Trauer zwar noch st├Ąndig sp├╝ren, da├č der k├Ârperliche Schmerz aber Pausen macht, Pausen an denen man zwar noch sehr intensiv trauert, aber wieder atmen kann. Die Lebensenergie wird nicht mehr unendlich abgezogen, Kleinigkeiten des Alltags sind uns wieder m├Âglich. Manche M├╝tter k├Ânnen das erste Mal nach langer Zeit wieder nachts schlafen, bei Anderen waren (wie bei manchen "lebenden Kindern") die N├Ąchte eigentlich kein so gro├čes Problem. Wieder ist das "Schlafenk├Ânnen" nicht das Ma├č unserer Trauer oder gar unserer Liebe zu unseren Stern-chen.
Dann kommt das Kind in den Kindergarten. Am Anfang macht sich die Mutter gro├če Sorgen, denkt die ganzen 4 Stunden ununterbrochen an ihr Kind. Manche Kinder f├Ąllt der ├ťbergang leicht, andere klam-mern. Liebt eine Mutter ihr Kind weniger, wenn das Kind losl├Ą├čt und geht? Nat├╝rlich nicht. Liebt eine Mutter ihr Kind weniger oder mehr, wenn das Kind mit 5 Jahren mehr oder weniger K├Ârperkontakt braucht? Nat├╝rlich nicht. Und nach dem Kindergarten kommt das Kind in die Arme der Mutter geflogen, holt sich die Geborgenheit die es braucht, und will erz├Ąhlen. Genauso ist es mit unserer Trauer. Nicht einschneidend, aber schleichend, gibt es Momente, an dem wir die Trauer nicht sp├╝ren, an dem wir viel-leicht ├╝ber Witze lachen k├Ânnen, einen Kuschelabend mit unserem Partner verbringen oder richtig auf-merksam einen Film ansehen k├Ânnen, ohne st├Ąndig an unseren Verlust zu denken. Und wie bei den lebenden Kindern, so ist diese Entwicklung auch bei unseren Engelchen bei jedem Anders. Aber die Liebe ist immer die Gleiche. Und der Schmerz kommt dann auch zur├╝ck, genauso nah genauso heftig wie man es schon gew├Âhnt ist.
Manchmal bekommt das Kind ein Geschwisterchen. Es ist eifers├╝chtig, weil das neue "Neugeborene" mehr Zeit und k├Ârperliche N├Ąhe beansprucht, f├╝hlt sich vom Thron gesto├čen und f├Ąllt in alte Babygewohnheiten zur├╝ck.
So kann es auch unserem Trauerkind gehen, wenn ein Folgekind kommt. Schon in der Schwangerschaft stellt sich oft die k├Ârperliche Trauer ein, diesmal verbunden mit Angst. Und ist das Folgebaby erst einmal da, sp├╝ren wir den vorwurfsvollen "Blick" unseres Trauerkindes, manchmal wie k├Ârperlich "Und ich? F├╝r mich hast Du keine Zeit mehr, liebst Du mich nicht mehr?", und wir bekommen ein schlechtes Gewissen, glauben eine schlechte Mutter zu sein, die ihr totes Kind vernachl├Ąssigt. Irgendwann hat sich aber alles eingespielt. Das Trauerkind merkt, da├č es auch Zeit f├╝r es gibt, da├č es nicht vergessen ist. Auch das Fol-gekind lernt, da├č noch ein Geschwisterkind auch die Liebe seiner Eltern mit beansprucht. Es wird zum Grab mitgenommen und wenn es ├Ąlter wird, werden ihm Photos gezeigt und es wird ihm erkl├Ąrt, was pas-siert ist. So wie Geschwister ganz selbstverst├Ąndlich miteinander gro├č werden, lernt auch das Folgekind, da├č das Sternenkind das Trauerkind bei seinen Eltern gelassen hat, an seiner statt. Und da auch bei der gr├Â├čten Geschwisterliebe Streit unvermeidlich ist, werden auch da Machtk├Ąmpfe um die elterliche Auf-merksamkeit nicht ausbleiben. Manchmal ein schlechtes Gewissen, wenn man sein Folgekind richtig gl├╝cklich anlacht, dann wieder wird das Folgekind zum "Kasper" oder "Haustyrann" wenn es merkt, da├č Mama "zu lange" heute so still und nachdenklich ist. Aber irgendwie gibt es dann auch schnell wieder Vers├Âhnung.
Dann kommt das Kind in die Pubert├Ąt, lehnt sich gegen die Eltern auf, es gibt Zoff. "La├č mich in Ruhe. Du hast mir ├╝berhaupt nichts zu sagen" etc. Die Liebe der Mutter wird ausgetestet bis zum geht nicht mehr, aber sie ist (meistens) immer noch da, auch wenn viele Jugendliche den Kontakt zu ihren Eltern fast ganz ablehnen, die T├╝ren verschlie├čen. Und unser Trauerkind: Jetzt passiert es zum ersten Mal, da├č wir z.B. einen Kinderwagen ansehen, hineinschauen und das Baby bewundern, wartend auf das so bekannte Gef├╝hl des Schmerzes- und es kommt nicht. Wenn das zum ersten Mal passiert, erschrecken wir uns wahrscheinlich, denken "Ich liebe mein Baby nicht mehr. Ich sp├╝re den Schmerz nicht. Was bin ich f├╝r eine Rabenmutter". Aber die Trauer will nicht mehr "abrufbar" sein. Will einfach nicht mehr irgendwelchen Ritualen und Signalen gehorchen, will kommen und gehen, wann es ihm passt. Jetzt kann es sein, da├č man von heftiger Trauer mitten in der Nacht geweckt wird, was wahrscheinlich schon lange nicht mehr passiert ist. Wie ein Jugendlicher, der nachts um 3 beschlie├čt seiner Mutter doch von seinem Liebes-kummer zu erz├Ąhlen.
Dann irgendwann ist das Kind erwachsen, verl├Ą├čt das Elternhaus. Stirbt damit die Liebe der Mutter? Nein. Nach einer Eingew├Âhnungszeit f├Ąngt die Mutter an, ihr Leben wieder ganz so zu leben, wie sie es m├Âchte. Sie liebt ihr Kind, aber es ist aus dem Haus. Und jedes Kind ist anders. Einige rufen ihre Mutter 2 mal die Woche an, einige lassen sich noch eine Weile die W├Ąsche waschen und sie sehen sich h├Ąufig, wieder andere melden sich nur zu Weihnachten und Neujahr. Aber die Mutterliebe bleibt.
Und die Trauer. Auch die zieht irgendwann vielleicht aus, nur das warme Gef├╝hl der Liebe zu diesem Kind bleibt. Und der gelegentliche Anruf, das gelegentliche Gef├╝hl, das an den alten Schmerz erinnert, aber doch ganz anders ist.
Und wie es bei lebenden Kindern sein kann, da├č auch nach vielen Jahren, die erwachsene Tochter mit einem Koffer in der Hand in der T├╝r steht, weinend in die Arme der Mutter fliegt und erst einmal wieder f├╝r ein halbes Jahr zur├╝ck ins alte Kinderzimmer zieht, kann auch unser Trauerkind zur├╝ckkommen, mal f├╝r einen Kurzbesuch, dann vielleicht sogar f├╝r eine ganze Phase. Aber ob das nun passiert oder nicht, die Mutterliebe ist die Gleiche.
Jedes Kind entwickelt sich anders. Einige lernen erst mit 2 Jahren laufen, andere ziehen schon mit 16 von zu Hause aus. Wir k├Ânnen das nur bedingt beeinflussen und es ist nicht das Ma├č unserer Liebe wie schnell oder gut sich ein Kind entwickelt. Es steckt auch in ihm. Und jedes unserer Trauerkinder entwik-kelt sich nach seinem Tempo, mit seinen Fortschritten und R├╝ckschl├Ągen. Wir k├Ânnen mit Therapien und Gespr├Ąchen (wie zum Beispiel durch dieses Forum) versuchen die Entwicklung zu unterst├╝tzen, aber ganz steuern k├Ânnen wir sie nicht.
Es ist nicht das Ma├č unserer Liebe zu unseren Sternchen, wie wir trauern; k├Ârperlich oder seelisch, 24 Stunden oder in Sch├╝ben. Alles hat seine Zeit. Und die "Entwicklungszeit" unserer Trauerkinder l├Ą├čt sich nicht in Erdenzeit messen. Manche sind schon nach wenigen Monaten "Schulkinder" andere sind noch nach Jahren in der "S├Ąuglingsphase".