Kind versorgen (kranke Mutter)

    • (1) 21.08.16 - 18:11

      Hallo zusammen,
      leider konnte ich zu meinem speziellen Fall nichts finden.
      Wir haben eine 7 Wochen alte Tochter. Noch im Krankenhaus ist meine Frau an einer Depression erkrankt und ist nun in der Psychatrie. Da ich freigestellt bin und nach meiner 2 monatigen Elternzeit auch mein Arbeitsverhältnis endet, konnte ich nun ohne Probleme meine Tochter versorgen.

      Da ich ab 1.10 wieder arbeiten "müsste" wird es leider etwas komplizierter. Meine Frau wird wohl bis dahin zwar wieder zuhause sein wenn alles gut geht aber sicher nicht in der Lage sein unsere Tochter zu versorgen und den Haushalt zu führen. Wir haben uns schon Info's zu Haushaltshilfen etc. eingeholt. Leider ist dies nicht zielführend da auch die Ärzte meinen es wäre besser wenn ich noch eine Weile zuhause wäre. Die Hilfen die es ohne größere Probleme gibt sind logischweise nur stundenweise.

      Also was tun?
      Aktuell fallen mir dazu nur 2 Sachen ein:
      1. Zum Arbeitsamt gehen und sich Arbeitslos melden
      2. Pflegegeld beantragen?
      Um Punkt 2 geht es mir. Gibt es sowas? Wo melde ich mich da? Wo bekomme ich dazu Infos?

      • Ich hab zwar keine ahnung aber wollte dir sagen wie toll ich das finde das du dich so toll kümmers. Kenne leider andere fälle.
        Toll... wünsche euch alles alles gute und liebe und viel viel kraft.

        Frag bei deiner Krankenkasse nach. Vielleicht können sie dich als pflegende Person "krankschreiben", so dass du die Arbeit nicht verlierst und zu Hause bleiben darfst. Ansonsten darfst du doch aber auch Elternzeit nehmen, statt deiner Frau- das wäre doch fast die beste Lösung, oder?

        K

        • Die Arbeit ist eh gekündigt, hat nur sehr gut gepasst gerade. Gibt es so etwas wie krankgeschrieben vom Arbeitsamt? Deren Ziel ist ja einen in Lohn und Brot zu bringen, was mit ja auch wichtig ist aber erst in ca.3 Monaten.

    Hallo,

    die Sache ist die dass Du irgendwo her Geld beziehen musst und Deine Frau versorgt werden muss.

    Die einfachste Variante ist Du wandelst Deine kurze Elternzeit in ein lange um.Das wird aber nicht einfach wenn Deine Frau für sich volle Elternzeit beantragt hat und diese auch vom Arbeitgeber für die Zeit bewilligt wurde. Da müsste man sich erkundigen ob es da auch Ausnahmen bei der Regelung gibt.

    Das bedeutet Du musst, wenn nicht bereits schon geschehen Dich beim Arbeitsamt melden um dort der der Vermittlung zur Verfügung zu stehen. Zudem brauchst Du jemand der Deine KK Beiträge zahlt.Die Alternative wäre Du suchst Dir einen neuen Job und vereinbarst ein späteres Eintrittsdatum.

    Die nächste Alternative wäre Du stellst Dich dem Amt nur eine gewisse Anzahl an Stunden (Teilzeit - minde. 20Std / Woche) zur Verfügung. Du bekommst dann natürlich nur anteilsmäßig ALG1 kannst aber wenn es klappt die restliche Zeit mit einer Haushaltshilfe überbrücken. Eine Bekannte bekam damals acht Stunden bewilligt.

    Was die Pflege von Angehörigen betrifft kann ich Dir keine Auskunft geben, jedoch bilde ich mir ein dass Du dafür von Deinem Arbeitgeber freigestellt werden musst.

    VG Geli

    Wenn es nicht möglich ist das du Elternzeit nimmst bleibt ja noch die Möglichkeit das die Kleine zur Tagesmutter geht. Die müsst ihr dann aber selbst zahlen aber das geht anderen Eltern und Alleinerziehenden auch so wenn sie direkt wieder arbeiten gehen müssen.

    Du musst eigentlich nur mit deinem Arbeitgeber sprechen, dass er dir eine längere Elternzeit bescheinigt. Er kann das trotz der Kündigung (war bei mir auch so und auch als Änderung, also bei bestehender Bescheinigung). Dann formloser Antrag an die Elterngeldstelle und Unterschrift von dir und deiner Frau, dass du das Elterngeld bekommen sollst. Deine Frau könnte bei dauernder Krankheit Krankengeld oder, wenn sie kein Arbeitsverhältnis hat, ALG bekommen. Lass dich bei der Elterngeldstelle und dem Arbeitsamt beraten. Ich glaube die Situation ist weniger prekär, als du denkst :)

    Alles Gute euch!

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