Wie den Frieden erhalten?

    • (1) 14.02.17 - 11:17

      Hallo zusammen,

      einige kennen eventuell die Vorgeschichte.

      kurz:

      nach der Trennung kam es zu einem langen, heftigen Disput um das Kind.

      Anfang Januar bot Sie Frieden, im Interesse unseres gemeinsamen Kindes, an. Ich nahm dieses Angebot an unter der Bedingung, dass Sie den ersten Schritt machen müsse um wieder Glaubwürdigkeit zu erlangen. Was Sie auch tat.

      Es lief dann auch richtig gut. Wir hatten gar keinen Kontakt mehr und wenn wir uns doch auf der Straße trafen (Sie zog nach der Trennung neben mir ein) , war der sogar freundlich, mit einer Portion Misstrauen noch meinerseits.

      Nun habe ich vor einigen Wochen eine Frau kennengelernt und wir treffen uns regelmäßig.

      Es kam dann zwangsläufig das Thema "Kind kennenlernen" auf. Sie selbst hat keine.
      Ich erzählte dann auf Wunsch meiner neuen Freundin meiner Ex von ihr. Ich war erst dagegen, denn ich wurde gar nicht unterrichtet (mal ne Kernsatzfrage: sollte man das oder nicht?)
      Sie meinte aber, das es nur fair wäre, dass die Mutter weiß mit wem die Tochter so abhängt.

      Gesagt, getan.

      Seitdem ist es wieder unentspannter geworden.

      Neben einigen Nickligkeiten kam gestern die Frage von Ihr, wie es denn sein wird, wenn die Kleene und die Neue bei mir schlafen. Ob wir denn alle in einem Bett schlafen usw. und dass die Kleene bei Ihr ein eigenes Zimmer hat "so nebenbei bemerkt".´
      Ich bin aber weder finanziell in der Lage noch sehe ich die Notwendigkeit für die Kleene für die paar Tage im Monat ein Zimmer bei mir einzurichten. Außerdem will ich die Zeit auch mit der Kleenen (4) verbringen. Platz wäre aber da.

      Die Kleene hat aber ein eigenes Bett bei mir und da ich "nur" der Umgangselternteil bin, ist das auch gar nicht geplant, dass beide zeitgleich bei mir schlafen.

      Wie kann ich diese Situation wieder entspannen? Prinzipiell lief es ja hervorragend, selbst wenn die Kleene verschnupft war, durfte sie zu mir ohne Diskussionen nur möchte ich auch wieder eine Beziehung führen dürfen und werde mich auch nicht erpressen lassen.

      Oder soll ich Sie sich abreagieren lassen und einfach abwarten, bis sie sich daran gewöhnt hat? Natürlich mit Grenzen.

      • "Seit ein paar Wochen" hört sich noch nicht sehr lange an. Ich würde noch warten, bis du deinem Kind die Freundin vorstellst. Da deine Kleine neben dir wohnt, ist das doch sicher möglich.

        Gemeinsame Übernachtungen sind noch viel zu verfrüht, finde ich. Vielleicht macht das deiner Ex (berechtigte) Sorgen und deshalb ist sie so angespannt?

        • Hallo,

          wie ich schon schrieb, ist es nicht geplant, dass beide zeitgleich bei mir übernachten.

          Nun gut, berechtigte Sorgen der Mutter kann ich wohl ausschließen. Als unsere Tochter Ihren neuen zum 2. Mal in Ihrem Leben sah, zog dieser bei meiner Ex ein. Also da dürften keine (berechtigten) Sorgen vorhanden sein. :)

          Du hast aber Recht, dass man gleiches nicht mit gleichem vergelten sollte. Ein kennenlernen über einige Stunden ist aber geplant, freundschaftlich, meine Freunde kennt ja meine Tochter auch und wenn Sie diese monatelang nicht sah, bekam Sie ja auch keinen Knacks davon.

      Also das mit dem Frieden hat leider überhaupt nicht geklappt :D

      Wir hatten am Dienstag ein "Gespräch" via Whatts app. Thema Ostern mit der Kleenen.

      Ich wollte die Kleene am Ostersonntag morgens für 1-2 Stunden haben und wenn das Wetter passt, Sie Ostereier im Garten suchen lassen (Zur Erinnerung: Wir sind Nachbarn) und auch beide (Sie und Ihren Neuen) dazu miteingeladen.

      Sie meinte dann, dass Sie Verwandte hat, die die Kleene auch sehen wollen.

      Ich frug Sie dann welche denn? Ich hatte in unserer Ehe nur Ihre Mutter und Ihre Großeltern kennengelernt und die wohnen 2-20 km entfernt.
      Sooo groß könne die Sehnsucht dieser Verwandten ja dann nicht sein.

      Ihre Antwort war dann, dass ich mal überlegen solle, was für ein Mensch ich doch sei....

      Eins führte zum anderen und ich habe auch, zugegeben teilweise unfair, die letzten Tage der Ehe rekapituliert.

      Ihre Antwort war ein löschen und blockieren meinerseits.

      Am nächsten Morgen wurde ich wieder entlöscht und freigeben und bekam nochmals ihre Version zugesendet, mit der Info, dass Sie noch lange bei mir bei Facebook mitgelesen habe und machte mir Vorwürfe mit wievielen Frauen (ich habe "leider" sehr viele weibliche Freunde und da ich ja auch oft woanders gewohnt hatte, eben auch quer durch Deutschland)

      Diese Frauen kannte Sie aber, was keine Ex-Freundin war, war auch eine Freundschaft in unserem gemeinsamen Facebookaccount.

      Sie hatte zwei Handies, ein altes und ein neues. Ich gar keins. Da Sie dieses nicht mitgenommen hatte, benutzte ich eben dies.
      Eines Tages, wo sie Ihre letzten Sachen holte in meiner Abwesenheit, nahm Sie dieses mit.

      Ich habe dann auf Ihre erneute Nachricht nur geantwortet, dass es mir leid tut, etwas unfair gewesen zu sein, dass ich das obige nicht beantwrten werde und ihr eine gegenseitige Kontaktsperre bis Ostern ( bis dahin ist ja alles geregelt) angeboten.

      Von Ihr kam dann ein "danke...." und das wars auch schon wieder.

      Da wirst du wahrscheinlich nicht viel entspannen können, weil es ja nicht um das eigene Zimmer oder sonst was geht - vermute ich jetzt mal. Vielmehr dürften das wohl die üblichen Revierkämpfe sein.

    • Ich würde ihr sagen dass Du ihre Ängste nachvollziehen kannst und du alles ganz langsam angehen willst und wirst.

      Ich persönlich verstehe sowas immer nicht. Ich wäre damals froh gewesen wenn nein Exmann unseren Sohn mehr in sein Leben eingebunden hätte.

      Wünsche dir und der Kleinen dass es alles friedlich verläuft.

      • Also dass Sie in Bezug auf unsere Tochter irgendwelche Ängste hegt, kann ich eher ausschließen.

        Ich meine, als unsere Tochter den Neuen zum 2. Mal sah, sind die Ex und der Neue zusammengezogen. Also eher nach dem Motto: Friss oder stirb.

        Der Frieden an sich hatte sich auch erledigt.

        Wie es dazu kam ganz kurz: beide wohnen 5m entfernt von mir. Meine Ex nimmt die Kleene immer morgens um 6 uhr mit zur Arbeit und bringt sie dann um 07:30 in die Kita, bzw. Ihr Neuer tut das zusammen mit Ihr.

        Ich schlug ihr vor, dass ich in diesem Zeitraum ja die Kleene übernehmen könnte, ich habe ja Gleitzeit und so wichtig bin ich auf der Arbeit auch nicht :)

        Sie antwortete dann, dass das nicht dem Kindewohl entspräche das die Kleene dann soviel Zeit mit mir verbringt....

        Ich hatte, als die Kleene krank war, meinen Job hingeschmissen und sie 8 Monate allein betreut.

        Die Kleene versucht mich mittlerweile zu erpressen um mehr Zeit mit mir zu verbringen (Sie verlangt immer, dass ich sie von der Kita abhole und droht mir, nicht mehr vorbeizukommen wenn ich das nicht tue). wenn Sie mich besucht, bekomme ich immer einen Sack voller Geschenke von der Kleenen (Selbstgemalte Bilder und eingepackte Geschenke mit Dingen, die sie mag)

        Lange Rede, wenig Sinn: Ich hatte Ihr dann meine Meinung gegeigt (Höflich war gestern) und seitdem herrscht eisiges Schweigen.

        Eine Konsequenz daraus ist aber, dass ich mich entschieden habe innerhalb der Stadt umzuziehen. Ich sehe die Kleene sowieso keine Sekunde mehr aufgrund der direkten Nachbarschaft und eventuell bringt dies etwas Frieden/Ruhe rein, von und für beide Seiten. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

        • Das klingt echt dansch dass die Mutter ein Problem mit dir hat.

          Ich verstehe sowas immer nicht. Mein Exmann ist auch nicht mein bester Freund aber er ist der Vater meines Kindes. Und ich habe die ersten Jahre nach der Trennung fast schon darum gebettelt dass er seinem Sohn mehr Aufmerksamkeit schenkt und ihm das Gefühl gibt einen Papa zu haben. Nicht nur einen Erzeuger.

          Leider kam nie viel. Damals als wir im selben Stadtteil wohnten nicht und auch nicht nachdem ich zurück in meine Heimat zog.

          Warum blockiert so oft einer der Elternteile?

          Traurig ist das. Wenn ich an deiner Stelle wäre ich würde fein bleiben wo ich bin. Aber du steckst da drin. Nicht ich.

          Dein Mädchen wird älter werden und sie wird eines Tages an deine Tür klopfen.

          • Ja, richtig komisch wird es ja durch den Fakt, dass SIE neben mir eingezogen ist und nicht umgekehrt.

            Wäre ich neben Sie eingezogen, würde das auch anders aussehen und ein Neutraler Mensch hätte sicherlich mehr Verständins für Sie, so macht das aber 0 Sinn.

            Ich meine, was war Ihr Ansinnen dabei? Die Kleene kann es ja nicht sein. Ich sehe Sie, wie gesagt, dadurch keine Sekunde mehr und verklagt wurde ich ja (erfolglos aufs ABR) auch schon + rief Sie (ebenfalls erfolglos) in der Kita an, dass Sie doch nicht wünsche, dass ich die Kleene abhole.

            Der Umgang wiederum wird offensichtlich gefördert, da ist alles prima, kein Grund zur Klage (im wahrsten Sinne des Wortes :D ) Das kann aber auch daran liegen, dass Sie den Schein ggüber des Next/Familie wahren will.
            Was da so potenziell erzählt wird, kann ich mir lebhaft vorstellen, meine Ex-Schwiegermutter beschimpft mich gerne auf der Straße, dabei hatte die liebe Ex doch 2x Ehebruch begangen und ich Sie weder geschlagen noch beleidigt (noch heute habe ich Ihr noch kein Schimpfwort vor den Kopf geworfen, worauf ich auch etwas stolz bin :) )

            Ich frug Sie ja mal nach der Trennung was ich denn als Ehemann falsch gemacht hatte, Ihre Antwort war: Du hattest die Fußleisten nie gemacht und mein Essen nicht gegessen (Ich mag kein gekochtes Fleisch!) und meinte dann dass ich ja wohl dann ein guter Ehemann gewesen sein muss....

            • auch ein bissl durch Rebecca motiviert mal ein Background wie es bei uns damals war.

              Wir lernten uns mit Mitte/ Ende 20 kennen. Sie war Anfangs überhaupt nicht von mir angetan und hielt mich für einen Ausreißer. Ich dachte damals aber die oder keine. Rote Haare, grüne Augen, Teilzeitmodel, Volleyballerin, klug und ein ganz schlechter Humor. perfekt.

              Es dauerte lange bis sie Vertrauen fasste ( 7 Monate) und wir das erste gemeinsame We miteinander verbrachten ( ohne Sex usw).

              Sie meinte danach auch dass es wohl mit uns nix werden würde.

              Ich gab aber nicht auf und wir wurden dann im Herbst ein Paar.

              Später sagte sie mir, dass sie schon dolle verliebt hatte aber ihr Herz nicht gebrochen bekommen wollte.

              Wir hatten dann, wohl beide, die beste Zeit unseres Lebens. 2 Studenten, nix zu fressen, auf 8 qm- ein Traum.

              Wir heirateten dann nach einem Jahr und noch ein jahr später kam unsere Tochter zur Welt.

              Sie musste dann das Studium beenden. Ich habe schon gearbeitet, aber nicht viel verdient und wir konnten uns die Studiengebühren mit Kind einfach nicht mehr leisten.

              Sie fand dann nichts oder nur Aushilfe und verfiel in Depressionen.

              Sie wurde dann extrem eifersüchtig, nichts konnte sie beruhigen und am Ende hatte sie mit einem anderen rumgeknutscht.

              Von einem Moment auf den anderen war das ein völlig anderer Mensch für mich. Wir versuchten es dann noch aber im letzten Sommer sprach ich die Trennung aus und nahm meinen Ehering ab.

              Sie versuchte mich nochmals umzustimmen aber meine Entscheidung, die schwerste meines Lebens, stand.

              Wir haben uns dann ausgesprochen und mit allgemeinen dann ein gutes Verhältnis die nächsten Tage.

              Ich sprach sie dann darauf an, dass es keine gute Idee sei noch weiter zusammenzuwohnen. Sie weinte bitterlich, rastete total aus und verschwand aus der Tür.

              Sie kam nach ein paar Stunden zurück und wieder entspannte sich das Verhältnis für ein paar Tage.

              Wir hatten dann wieder ein paar Tage später einen Streit um Banalitäten und sie schnappte sich demonstrativ einige Kondome und fuhr zu einem Arbeitskollegen.

              Als sie wiederkam, flog sie hochkant raus. Danach war erstmal 2 Tage schweigen und sie bei ihrer Mutter.

              Wir verstanden uns dann wieder gut uns ich suchte mir eine Wohnung.

              fand dann relativ direkt eine und gab ihr Bescheid
              sie meinte dann, dass die zu weit weg ist und ich doch an unsere Tochter denken solle.

              Damals war ich noch ein toller Vater laut ihr.

              Ich habe dann eingewilligt eine andere zu suchen und sagte diese ab.

              Das Verhältnis wurde richtig entspannt und wir lachten gemeinsam viel und trafen uns bei mir um nach dem Feierabend gemeinsam eine zu rauchen und ein paar dinge zu bereden. schauten dann noch unsere serie fertig und danachnahm sie dann die kleene mit und alles war gut.

              Über Facebook hatte sich eine Freundin gemeldet und wir trafen uns. Ohne Hintergedanken meinerseits, hatte gar keine Lust auf Frauen und es lief auch nix.
              Wie ich später erfuhr, hatte sie mein Facebook passwort und alles mitgelesen.

              Nun drehte sich alles ins Gegenteil. Damals für mich noch grundlos.

              Sie fing etwas mit ihrem Arbeitskollegen an, die Schwiegermutter, die mich 5 tage vorher noch bekocht hatte, beleidigte mich in einer Tour und ich war ein rabenvater.

              Sie zog dann 3 Wochen später mit dem neuen direkt neben mir ein. wtf.....

              Nun wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt um sich zu rächen!

              jeglicher Umgang wurde boykottiert und erst das JA brachte, nachdem ich die kleene 3 Wochen nicht gesehen hatte, etwas Besserung.

              Als 'Belohnung ' klagte sie aufs ABR usw.

              Ab und zu blitzte aber wohl ihr wahres Gefühlsleben durch. Sie weinte bitterlich in meinen Armen als sie ihre letzten Sachen holte, nur um am nächsten Tag der kleenen zu verbieten Kontakt zu haben.

              Sie nahm heimlich alle Fotos von mir und meinen Ehering mit, nur um mir dann zu schreiben, was ich für ein schlechter Vater wär und der neue sowieso viel besser ist und sowieso.

              Ich hatte ihr immer versucht zu helfen nach der Trennung, auch jetzt, ich fühlte und fühle mich für sie verantwortlich...Ich wollte nie dass sie ihr Leben wegschmeißt. hab ihr Geld zugesteckt,

              Es tut mir auch schrecklich leid, wenn ich daran schuld bin das sie so geworden ist und habe mir auch zu genüge Vorwürfe gemacht.
              Ich bin niemand der einfach danebenstehen kann und zusieht.

              Wir hatten mächtige Dispute und mich trifft auch schuld. An allem und auch wenn man das hier schlecht glaubt, Foren waren mein Ventil, ich war nie respektlos ihr gg über.

              Und ja, ich habe oft klein beigegeben aber nur aus der Hoffnung, dass es irgendwie wieder besser wird.
              Diese Hoffnung habe ich aber mit dem Umzug endgültig begraben.

              Ich wünsche ihr dass sie glücklich wird, aber doch nicht nur auf Schadenfreude beruhend u d auf Kosten unserer Tochter....

              • Puh....was für eine Geschichte.

                Es ist einfach nur traurig, dass man so bockig und kampfbereit agiert statt sich friedlich zu einigen. Ich habe mir damals nach der Trennung und auch heute noch manchmal gesagt:

                hey wir haben uns mal geliebt! Unser Sohn ist aus Liebe entstanden. Wir müssen nicht einander lieben aber eir sollten BEIDE unseren Sohn lieben und alles dafür tun dass es ihm gut geht.

                Leider reicht das nicht. Es MÜSSEN beide so denken! Dann klappt das auch.

                Eure Geschichte klingt so als hatte deine Ex noch Hoffnung dass ihr es wieder schafft miteinander. Als sie dann mitbekam dass du Kontakt zu einer anderen Frau hattest wurde ihr bewusst dass du abgeschlossen hast mit ihr und dir als Liebespaar.

                Ihre Aktionen klingen wie ein Schutzmechanismus.

                Aber ich interpretiere vielleicht einfach zu phastasiereich ;-)

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