Frau hilflos überfordert, ständig Streit und kein Ausweg...

    • (1) 27.04.17 - 11:25

      Hallo,

      wir haben einen fünf Monate alten Sohn und seit der Geburt ist nichts mehr, wie es mal war. Klar, alles ändert sich mit einem Baby, aber das es in diesem Maße der Fall sein würde, hätte ich niemals gedacht. Ich war nach der Geburt die ersten sechs Wochen zu Hause, und es war anstrengend, aber wir haben es auf die Reihe bekommen. Sich liebevoll um den Kleinen kümmern, Haushalt, Einkäufe, essen kochen etc. Doch seit ich wieder arbeite hat sich bei uns vieles verändert. Meine Frau ist schlichtweg hilflos überfordert mit allem. Sie ist eine liebevolle Mutter, aber bekommt halt nichts, aber auch gar nichts auf die Reihe. Haushaltsarbeiten bleiben ständig liegen (Staubsaugen, Bad saubermachen, Küche wischen etc.), sie kocht nie etwas, nimmt sich keine Zeit für sich, trägt das Baby nur herum (hat schon eine Sehnenscheidenentzündung) und steht meiner Meinung nach kurz vor einer Depression. Stillen tut sie aus eigenem Antrieb. Habe ihr freigestellt, abzustillen. Baby schläft bei uns im Bett.

      Natürlich kann ich unter der Woche nicht viel machen. Ich bin erst gegen 18h/18:30h zu Hause und da bleibt sehr viel an ihr hängen. Aber ich arbeite nur 30 Std./Woche und Freitag und Samstag nehme ich den Kleinen früh und sie kann so lange schlafen, wie sie möchte. Ich mache Freitag, Samstag und Sonntag stundenlange Spaziergänge mit dem Baby und bade ihn, erledige Einkäufe, spiele mit ihm etc. um sie zu entlasten. Am Samstag gehe ich Abends aus und Sonntag darf ich dann einen Tag ausschlafen. Mindestens einmal die Woche kommen meine Eltern vorbei und gehen mit dem Kleinen raus. Zusätzlich hat ihre Mutter zwei Monate bei uns gewohnt um sie zu unterstützen (ihre Familie lebt nicht in Deutschland). Wann immer ich Zeit habe, wasche ich Wäsche, lege diese zusammen, entleere den Geschirrspüler, bringe Müll runter etc. Ich war schon immer der ordentlichere von uns beiden. Wir streiten uns täglich bzw. sind schon soweit, dass wir nicht mal mehr Energie haben zu streiten. Ich kann einfach nicht nachvollziehen, dass sie schlichtweg nichts schafft tagsüber. Wir haben kein Schreikind, der Kleine ist total lieb. Meiner Meinung nach ist alles eine Sache der Organisation. Dazu haben wir alle 14 Tage noch eine Haushaltshilfe. Einkäufe erledige ich komplett. Sie müsste nur mal was zubereiten. Ich koche am Wochenende auch leckere Sachen um uns mal etwas Gutes zu tun. Mich macht ihre Antriebslosigkeit und diese Überforderung ihrerseits total fertig. Dazu kommt noch, dass ich als Ehemann gar nicht mehr existiere. Keine Liebe, keine Zuneigung, einfach nichts. Das wir keinen Sex haben seit der Geburt brauche ich nicht zu erwähnen...Ja, ein Baby ist teilweise totale Selbstaufgabe, alle 2-3 Std. in der Nacht aufzuwachen geht an die Substanz, sie hat ständig irgendwelche Schmerzen, aber muss das denn alles so sein? Mir fehlt mittlerweile das Verständnis für Ihre Situation und wenn es so weitergeht, sehe ich keine Zukunft für unsere Ehe. Liege ich denn wirklich so falsch?.

      • (2) 27.04.17 - 16:00

        Oje....tut mir leid......was für Schmerzen sind das denn und wieso ist deshalb wohl nicht beim Arzt??? verstehe ich nicht.
        Das Baby ist total "lieb"? wieso dann alle 2-3 Std. in der Nacht raus??? in dem Alter schlafen Babys eigentlich schon durch ,oder brauchen 1x in der Nacht etwas....
        Übrigens hat ein Baby im Elternbett nix zu suchen!

        Was macht sie den ganzen Tag wenn doch alles liegenbleibt?
        Kann sie überhaupt kochen? und was bekommt das Baby? auch nix Richtiges?
        Sorry,wenn ich so viel nachfrage.

      • Wieso hat ein Baby im Elternbett nichts zu suchen??

        Das ist deine persönliche Meinung. Und ich kann aus Erfahrung sagen, dass es für stillende Mütter eine deutliche Entlastung ist, wenn man nicht nachts aufstehen muss um das Baby zu füttern.

        Shirt hoch, Baby dockt an und Mama kann viel schneller wieder in den schlaf finden!

        Das ist nicht zu unterschätzen für eine sowieso schon unter schlaf Mangel leidende Mutter ;-)

    (8) 28.04.17 - 12:42

    Verstehe ich auch nicht. Mein Mann war nie da, konnte nicht annähernd so unterstützen wie du es tust...& dennoch lief alles rund. Mit 1, 2 und 3 Kindern. Haushalt (der groß ist), Garten, Kinder,... alles mache ich. Und abends ab 20 Uhr gibt es dann Paarzeit - immer schon. Bis auf wenige Ausnahmen. Wenn man eins der Kinder krank war zB.

    Was für schmerzen hat sie denn? Finde ich nicht normal? Hat sie das mal abklären lassen?
    Habt ihr mal beide gesprochen, was ihr euch vom anderen wünscht?

    Mein total Liebes Mädchen war und ist super lieb.. trotzdem war ablegen kaum möglich.. Nachts wurde sie alle 2-3 Std wach.. in denen immer ich aufstand.. weil Mann muss ja arbeiten... der Haushalt wurde manchmal geschafft.. manchmal nicht.. mein Baby das ich überalles liebe und kein Schreikind war, war anstrengender als jeder Job zuvor.
    Die Monate 5-10 waren die schlimmsten.. ich kam mit dem dauerhaften Schlafmangel nur ganz schlecht zurecht.
    Und neben dem Vollzeit Job (Kind) soll dann auch der Haushalt glänzen und essen gekocht werden
    .. wo ich einfach nur schlafen wollte.. oder auch einfach nichts tun..

    Mein Ex Mann hat das auch nicht verstanden

    Du gehst Samstag Abend aus?.. welchen Tag geht deine Frau den aus um mal raus zu kommen?

    Warum tauscht ihr nicht mal die Rollen am Sa Und So.? Frau hat den ganzen Tag für sich und Mann macht Vollzeitkind + Haushalt+Kochen..

    Das erste Jahr ist krass und manche Mütter bekommen das mit Glanz hin.. und andere eben nicht.. so wie ich. Seit meine kleine 1 Jahr alt ist.. gehts übrigens wesentlich besser.. sogar bestens.. denn ich kann endlich wieder schlafen..und das obwohl ich mittlerweile Alleinerziehende bin..

    Mach ihr keine Vorwürfe und halt durch.

    liebe Grüße

(11) 01.05.17 - 08:41

Mmmh, wenn das wirklich alles so ist wie du es hier darstellst- würde ich sagen das es durchaus nicht so sein muss.

Auch wir haben einen 5 Monate alten Sohn. Ich hatte davor noch nie ein Neugeborenes im Arm geschweige denn habe eines versorgt. Der Papa war 4 Wochen daheim (Gott sei Dank! ) und ist seitdem wieder 80% berufstätig. Davon 2-3 Tage die Woche über Nacht weg als Berater. Klar saugt er mal. Und geht an seinem freien Tag einkaufen. Er geht auch mal alleine mit Kinderwagen und Hund los. In der Zeit mache ich aber gewöhnlich irgendwas im Haushalt. Sonst gehen wir zusammen. Ausschlafen- klar, ab und zu. Aber ich stille eh, und wenn der Kleine morgens wach wird bin ich auch munter.

Haushaltshilfe?? Lol, oh Mann, das wäre ein Luxus! Leider mache ich meine Sache hier wohl zu gut, denn mein Partner sieht die Notwendigkeit dafür nicht (und ehrlich, so wirklich gibt es auch keine, wäre aber toll!). Und meine Mama lebt leider nicht mehr. Familie lebt 300- 600 km weit weg. Leider.

Ohne mich irgendwie als perfekt darzustellen- ich rucke Kind, Haushalt, Hund und diverse "Sonderaufgaben" wie Organisation von Taufe und Hochzeit etc alleine. Ja, unser Sohn ist recht pflegeleicht. Trotzdem ist er ein Baby und muss dem entsprechenden rund um die Uhr versorgt werden. Ich stille voll (allerdings nachts nur noch 1x gegen 4 Uhr). Wir wickeln mit Stoff. Und einen kleine Garten haben wir auch noch.

Für mich ist das alles eine Frage der Organisation. Wir haben einen absolut festen Tagesablauf, mit Festen Zeiten für Hausarbeit etc. Der Kleine schläft noch nicht zu festen Zeiten, und tagsüber nicht alleine. Nachts ist er allerdings ab Geburt im eigenen Zimmer. Er geht um 19 Uhr schlafen, wird dann alle 2-3 Stunden wach und landet um 5.30 Uhr bei uns im Bett für die letzten 2 Stunden schlafen und zum kuscheln. Und ich habe jeden Abend noch eine Aufgabe die ich mit ihm im Schlepptau schlecht machen kann (Danksagungen schreiben etc).

Zum Thema tragen- wie wäre eine Tragehilfe? Super praktisch, unser Sohn liebt es und ich habe mit ihm in dem Teil schon die tollsten Sachen gemacht (Plätzchen backen, Blumen pflanzen etc).

Es klingt bei deiner Frau sehr stark nach totaler Überfordern und evtl nach Depressionen.

Du Dienst ihr keiner Weise unterstützend. Stattdessen rennst du JEDEN Samstag Abend aus dem Haus indem Sonntag schläfst du natürlich aus, du gehst ja such 30 Std die Woche arbeiten. Warum soll deine Frau abstillen? Damit sie dann mehr Zeit hat deinen Wünschen im Haushalt nachzukommen?
Ihr habt da ein paar Monate Kriese und du stehst da, machst deiner Frau Druck, streitet mir ihr und spielst schon mit dem Gedanken sie zu verlassen?
Weil deine Frau nicht funktioniert wie du möchtest?
Mir geht gerade echt die Hutschnur hoch.

Unterstütze deine Frau!
Stehe zu ihr!

Und ehrlich, ich gehe auch nur 30 Std die Woche arbeiten, da schaffst du es locker dich um den Haushalt zu kümmern und zu kochen. Dann esst ihr eben später.

Deine Frau kümmert sich mindestens 20 Std am Tag um euer Kind.

War deine Frau beim Arzt?
Wurden ihre Hormone gecheckt?
Irgendetwas stimmt bei deiner Frau nicht, aber statt ihr Vorwürfe zu machen solltest du ein guter Ehemann sein, sie unterstützen und dabei helfen herauszufinden was nicht stimmt!

  • Danke für Eure Antworten!

    @gorkon: Er ist total lieb, aber hat alle 2-3 std. hunger. Er wird ausschließlich gestillt. Das er bei uns im Bett schläft war nicht meine Entscheidung, ich war von Beginn an dagegen...
    Tja, was sie den ganzen Tag macht weiß ich auch nicht so recht. Darf cih aber gar nicht fragen, gibt gleich Ärger. Ja, sie kann kochen. Baby bekommt nur Mittermilch.

    @gewitterhexe82: Wie gesagt, Sehnenscheidenentzündung, Rücken- und Schulterschmerzen. Sie geht schon zum Osteophaten und zur Massage. Natürlich haben wir uns über unsere Wünsche unterhalten, kommen aber überhaupt nicht auf einen Nenner. Solch ein Gespräch endet immer im Streit.

    @verloren2016: Ich erwarte weder das der Haushalt glänzt noch das jeden tag gekocht wird. Meine Frau kann jeden Tag ausgehen, steht ihr völlig frei. Sie macht es nur nicht. Meinetwegen kann sie sich jeden Tag mit Freunden treffen, sie tut es aber halt nicht. Alles was ich mir rausnehme, steht ich natürlich auch zu. Und ob Du es glaubst oder nicht, ich mache Freitag und Samstag Komplettprogramm. Morgens Baby nehmen, ihn waschen und fertigmachen, einkaufen, spielen, Wäsche, wickeln, Spazierengehen, essen kochen. Sie muss lediglich stillen. Und ja, es ist sehr anstrengend, aber es ist möglich.

    @downygirl81: Respekt für Dein Organisationstalent und Pragmatismus. Bondolino haben wir und benutzen es auch oft. Nur bekommt sie selbst dann nicht viel hin...ich sehe es genauso, ist alles eine Frage der Organisation.

    @janimausi: Bei allem Respekt, aber ich unterstütze meine Frau mehr als die meisten anderen Väter es tun. Neben 30 Std. Arbeit kümmere ich mich um Kind + Haushalt so gut wie möglich. Sie kann genauso Zeit mit Freunden verbringen wie ich, sie Kann Freitag und Samstag auspennen, hat den ganzen Tag zur freien Verfügung. Hat sie jetzt am WE auch gemacht. Ist um 11:15 aufgestanden und ich war seit 7:30 wach. Sie soll auch nicht nur meinen Wünschen gerecht werden, wir müssen uns gegenseitig gerecht werden. Es hat eben jeder seine Rolle zur erfüllen. Ich wäre auch bereit, zu Hause zu bleiben. Soll sie abstillen und ich übernehmen das Baby. Und nein, sie muss sich keine 20 Std. kümmern. Bei meiner Frau stimmt vieles nicht, aber das schon seit wir uns kennen. Ist eine lange Geschichte. Ich habe ihr tausendmal gesagt, sie soll zu ihrer Therapeutin. Bekommt sie mit Baby aber nicht auf die Reihe. Es gibt immer einen Grund für sie Dinge nicht zu erledigen...ich versuche immer, ein guter Ehemann und Vater zu sein. Nur wer nimmt auf uns Väter mal Rücksicht und versteht auch unsere Probleme? Ganz genau, niemand....wir müssen nämlich einfach nur funktionieren!

    • (14) 04.05.17 - 13:07

      <<<Neben 30 Std. Arbeit kümmere ich mich um Kind + Haushalt so gut wie möglich. >>>

      Das mach ich schon seit gute 25 Jahre. Und ich habe vier Kinder großgezogen. Wenn man gut organisiert ist, dann klappt das auch. Du schreibst, mit deiner Frau stimmt schon von Anfang an vieles nicht. Deshalb war sie in Therapie. Ich denke mal, ihr habt euch überschätzt und jetzt auch noch mit Kind. Ihr solltet euch vielleicht Hilfe von Außen holen.

Mehr Unterstützung ist doch kaum möglich.
Und Montag bis Donnerstag kann man von einer Hausfrau erwarten, dass sie bis abends 18h etwas zu essen gekocht hat.
Und wenn es Miracoli ist!

Ich denke, die Frau ist Krank und muss zum Arzt.

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