Nur noch Bezahlpapa?

    • (1) 14.06.17 - 12:19

      Hallo in die Runde. Ich muß heute einfach mal ein Thema ansprechen, was mir schon seit längerem unter den Nägeln brennt. Nach über 20 Jahren Ehe habe ich vor 2 Jahren festgestellt, daß meine Ex-Frau fremdgeht. Damit konnte ich nicht umgehen und bin aus unserem gemeinsamen Zuhause ausgezogen und habe die Scheidung eingereicht. Und zwar ohne weitere Diskussionen. Daß ich unsere beiden Kinder damals zurückgelassen habe, muß ich mittlerweile als schlimmsten Fehler meines Lebens bezeichnen. Ich habe die beiden zum Abschied in den Arm genommen und ihnen gesagt, daß ich sie immer lieben werde und daß das alles nichts mit Ihnen zu tun hat – ich aber so nicht mehr weiterleben kann. Den Grund für meinen Auszug habe ich Ihnen damals nicht gesagt…ein weiterer schwerer Fehler wie ich inzwischen weiß.

      Zuerst lief das mit den Papawochenenden gut und geregelt. Es dauerte aber gar nicht lange, da konnte ich eine deutliche Veränderung im Verhalten meiner Kinder feststellen. Immer öfter fanden sich vor allem seitens der KM Ausreden, warum die Wochenenden ausfallen mußten. Sie fing an, die eigentlich fixen Termine nach gutdünken zu verschieben. Gleichzeitig fühlte ich, daß sich die Kinder innerlich immer weiter von mir distanzierten. Meine Ex erzählte ihnen den unglaublichsten Blödsinn über mich. Und welche Macht hatte ich denn, diese Märchen zu entkräften? Was kann ich an einem Wochenende alle 14 Tage geraderücken, wenn im Gegenzug 12 Tage lang gegen mich Stimmung gemacht wird? Ich hörte an den Haaren herbeigezogene Vorwürfe meiner eigenen Kinder, die 1:1 aus dem Wortschatz meiner Ex stammten. Mir wurden Taten unterstellt, die ich nicht mal im Traum zustande bekommen hatte. Plötzlich war ICH derjenige, der ein Verhältnis mit einer guten Bekannten der Kinder hatte. Als ich das richtigstellen wollte, hieß es nur „Du willst dich nur rausreden. Mama hat uns schon gesagt, daß du so reagieren wirst.“ Anrufe meinerseits wurden ignoriert, (zugesagte) Rückrufe kamen nicht. WhatsApps blieben unbeantwortet usw. Ich bin daran fast zerbrochen. Lediglich wenn wieder einmal meine Finanzkraft gefragt war, dann war ich gut genug. Wenn Kindergeburtstage/Geschenke/Reisen finanziert werden mußten, dann meldeten sich die 3 bei mir. Und ich Idiot habe das Spiel auch noch mitgemacht. Ich habe zum Schluß versucht, mir die Liebe meiner Kinder zu erkaufen. Aber irgendwann wacht jeder auf. So auch ich.

      Ich konnte mir früher niemals vorstellen, daß es Männer (Väter!!!) gibt, die keinen Kontakt zu Ihren Kindern haben wollen. Ich habe über deren Charakter nur den Kopf schütteln können. Heute kann ich jeden Vater verstehen, der sagt: „Ihr bekommt monatlich das Geld, das euch zusteht – aber ansonsten laßt mich in Ruhe!“ Das ist deutlich weniger schmerzhaft als immer wieder erfahren zu müssen, daß man nur als Scheckbuch auf 2 Beinen angesehen wird.

      Ich hoffe, der Tag wird kommen, an denen meine Kinder erkennen, daß es nur einen einzigen Mann auf der ganzen Welt gibt, der ohne zu zögern für sie durchs Feuer gehen würde. Der alles auf der Welt aufgeben würde um sie glücklich zu machen. Ich hoffe es zutiefst. Bis dahin bleibt mir nur eines über: warten...

      • Allein das zu lesen tut mir in der Seele weh.

        Du hast ganz richtig gehandelt deine Ex nicht vor den Kindern schlecht zu machen, sowas rächt sich, manchmal spät aber es rächt sich.

        Deiner Kinder werden auch irgendwann fragen ob die Geschichten von mama alle so stimmen und werden deine version hören wollen... Für diesen Moment wünsche ich dir schon jetzt viel Kraft damit du alles ruhig und ohne Vorwürfe erzählen kannst.

        Was du machen kannst ist ihnen die Wochenenden besonders schön machen, immer was besonderes unternehmen was sie sich auch wünschen dürfen etc.

        Der alltag mit Mama kann da sicher mit den Papa-Spaßwochenenden nicht mithalten, ist anstrengend aber ich denke der Einsatz lohnt sich.

        Deiner Ex schreibst du einfach regelmäßig Briefe und erinnerst sie an die fixen termine und daran, dass Sie daran mitwirken muss das der Umgang zum Kideswohl geordnet stattfindet. Sag ihr das immer freundlich, dass du dich auf die Kinder freust und du dir viel Mühe gibst etwas vorzubereiten, nichts was gegen dich verwendet werden kann wenn die Kinder die Briefe zu lesen bekommen. (und heb die Kopien auf)

        Einfach Munition sammeln, abgerechnet wird zum Schluss.

        Sei immer höflich und nett zu deiner Ex auch wenn du sie am liebsten anschreien würdest, alles außer Höflichkeit wird nur dir zum Nachtei gereichen.

        Wenn deine Kinder dir vorhalten du wärest fremdgegangen dann sagst du einfach, dass das so nicht richtig ist aber das ihre Mutte wohl gute Gründe hat das zu erzählen und, dass du deshalb nicht streiten möchtest, entscheidend war damals das ihr menschlich nichtmehr miteinander ausgekommen seid und euch daher trennen musstet, dass ihr beide eure Kinder liebt...

        Nie den Ex-Partner vor den Kindern schlecht machen, erwähnte ich wahrscheinlich schonmal am anfang ;)

        LG
        Ano

        Hi,

        rechtfertige dich nicht, das bringt nichts und nützt den Kindern am allerwenigsten.

        Denk einfach dabei an deine Kindheit, wie hättest du reagiert wenn dein Papa dir was über deine Mama gesagt hätte.

        Wie sieht denn der Kontakt zur Zeit aus? null?

        Wie alt sind die Kinder?

        Wenn es noch irgendwie möglich ist, versuche den Kontakt zu den Kindern aufrechtzuerhalten.

        Lass sie rumschimpfen über dich und rumtoben und wenn sie fertig sind, nimmst du sie in den Arm. wirkt Wunder :)

        Meine Kleene war damals 3 und mein Gott was die nach der Trennung über mich erzählt hatte...mittlerweile hat die Mama aber damit aufgehört der die Kleene ignoriert es :)

        Darf ich fragen, wie alt Deine Kinder damals waren?
        Es wird sicherlich der Zeitpunkt kommen, an dem sie das Verhalten und die Begründungen Deiner Ex-Frau hinterfragen. So lange wirst Du durchhalten müssen.

      • (5) 15.06.17 - 17:41

        Oh je, das tut mir leid! Mal ne blöde Frage, aber wenn deine Ex den Kindern erzählt, dass du ein Verhältnis mit einer Bekannten der Kinder hast, wäre es denn denkbar, die Bekannte mit ins Boot zu holen, um das ganze "klarzustellen"? Oder vielleicht kannst du irgendeine andere Lüge deiner Ex entkräften?

        Ich mein, deine Kinder werden so oder so in die Schlammschlacht mit reingezogen von Seiten deiner Ex-Frau.

        Wie alt sind denn deine Kinder?

        • (6) 15.06.17 - 17:42

          Achso, was ich meine: Ich denke, wenn eine Lüge deiner Ex aufgedeckt und entkräftet werden kann, dann fangen deine Kinder vielleicht von selber an, nachzudenken und nachzuhaken und glauben nicht mehr alles so ohne weiteres.

          • Hallo!

            Erst einmal vielen Dank für die Antworten. Mein Sohn war damals 10 und meine Tochter 12. Die Trennung war für mich sehr traumatisch. Ich bin immer ein ausgesprochener Familienmensch gewesen. Ich hätte mir niemals vorstellen können mein Zuhause und meine Familie zu verlieren. Ich habe mich ganz bewußt für meine Exfrau entschieden und für mich war das eine Entscheidung für die Ewigkeit. Niemals wäre ich fremdgegangen oder hätte irgendetwas getan, was unsere Familie gefährdet hätte. Nicht einmal fremd rumgeknutscht habe ich (auch nicht am Anfang unserer Beziehung als ich grade 20 war und die Hormone oft genug fast übergekocht wären). Ich hätte mich selbst nie wieder im Spiegel anschauen können. Eine Trennung war für mich weit außerhalb jeglicher Realität. Trotzdem kam der Tag irgendwann.

            So schlimm das damals auch für mich war: Für meine Kinder (insbesondere für meinen Sohn) war es mit Sicherheit noch viel schlimmer. Ich denke, die Kinder haben erst gar nicht begriffen was da über die Familie hereingebrochen ist. Sie kannten doch nichts anderes als eine im großen und ganzen intakte Familie. Um sie herum gab es fast ausschließlich Scheidungskinder. Sie waren damals schon die Ausnahme mit einem intakten Elternhaus. Klar gab es auch bei uns mal Streit, aber eigentlich niemals ernsthaft oder gar über mehrere Tage. Sie führten ein schönes und sorgenfreies Leben. In einem großen Haus mit großem Garten im Grünen und trotzdem nur 20 Minuten von der nächsten Großstadt entfernt. Ich hatte einen gutbezahlten Job und meine Exfrau hat halbtags gearbeitet um sich Nachmittags um die Belange der Kinder kümmern zu können. Finanzielle Sorgen hatten wir nicht. Vielleicht ging es uns einfach zu gut - oder meine Ex hat die Midlife-Crisis gepackt. Wir waren halt sehr jung als wir damals zusammenkamen. Vielleicht hat sie geglaubt, etwas verpaßt zu haben. Aber das alles ist mir auch inzwischen relativ egal.

            Ich stehe jetzt halt vor der Herausforderung, ein Vater zu sein, der den Begriff auch halbwegs verdient. Die ganze Trennung ist ja nun auch schon 2 Jahre her und wir sind inzwischen geschieden. Was soll man da noch nachtreten. Ich bin da anders veranlagt als meine Ex, die nach wie vor anscheinend nicht verwunden hat, daß ich ohne Diskussion ausgezogen bin und die Ehe beendet habe. Aber das ist ihr Problem und nicht meines. Ich werde keinesfalls vor meinen Kindern schlecht über meine Ex reden. Wenn meine Kinder bei mir sind (mein Sohn kommt regelmäßig - meine Tochter ist inzwischen soweit, daß die langen, klebrigen Finger der Pubertät nach ihr greifen ;-) - demzufolge seltener) unternehmen wir je nach Wetter immer schöne Dinge wie Baden fahren, ins Stadion gehen, Radtouren machen usw. Diskussionen über die Vergangenheit führen wir dabei sehr selten. Wenn ich direkt nach irgendetwas gefragt werde, antworte ich auch direkt. Dabei achte ich aber schon darauf, nicht in der Richtung zu antworten wie "Mama lügt". Wem sollten die Kinder denn dann glauben. Damit würde ich ihre Seelen vermutlich nur noch mehr belasten. Ich sage dann Dinge wie: "Weißt du mein Schatz, das ist alles schon ziemlich lange her. Frag doch mal Tante X oder Onkel Y. Vielleicht erinnern die sich noch daran." Außerdem weise ich immer wieder darauf hin, daß nicht wichtig ist was einmal war, sondern daß es darauf ankommt was wir aus der Situation jetzt machen. Ich versuche ihnen zu vermitteln, daß es keinen Sinn macht, irgendjemandem alleine die Schuld zuzuschieben. Daran ist schließlich nie einer alleine Schuld. Das ist in dem Alter der beiden natürlich sehr schwierig.

            Mein Problem ist ganz einfach: Ich zahle deutlich über 1.000,- € monatlichen Unterhalt für beide Kinder zusammen. Trotzdem bekommt meine Ex den Hals nicht voll und schickt andauernd Mails, daß ich zusätzliche Dinge finanzieren soll wie z.B. eine Designerbrille für 600,- € für eine damals 13-jährige und eine E-Gitarre nebst der fälligen Gitarrenstunden für einen 11-jährigen, der sich den ganzen Tag auf dem Bolzplatz aufhält. Wenn ich das nicht mache, dann erzählt sie Ihnen. "Seht ihr, Papa zahlt wieder nicht Deshalb müßt ihr auf eure Wünsche verzichten. Aber ihr könnt ihn ja mal anrufen und fragen warum er euch das nicht ermöglichen will...!" Und DAS ist es, was mich zur Weißglut treibt und die Kinder langsam aber sicher von mir entfernt. Das ist das Dilemma in dem ich stecke und aus dem ich ehrlich gesagt auch keinen Ausweg sehe außer mal Tacheles zu reden. Aber das würde mir vermutlich erst Recht negativ ausgelegt.

            Von daher auch meine Aussage: Ich kann inzwischen jeden Vater verstehen, der sagt "Ihr bekommt euren monatlichen Unterhalt und ansonsten laßt mich in Ruhe". Auch wenn das unendlich weh tut. In einer Antwort stand drin, daß die Wahrheit immer irgendwann ans Licht kommt. Ich hoffe nur, daß es dann nicht zu spät ist. Schließlich will ich am Leben meiner Kinder teilhaben.

            Aber es scheint zu stimmen. Die Bekannte der Kinder hat meine Ex im beisein der Kinder (!) zur Rede gestellt und ihr daraufhin die Freundschaft gekündigt. Das ganze war wohl sehr peinlich für meine Ex.

            • (8) 16.06.17 - 14:18

              Du bist viel zu nett! Es geht ja nicht drum, deine Ex bloß zu stellen oder irgendwas zu erfinden, aber wenn sie lügt, dann solltest du dich verteidigen. Du bist doch der Bösewicht, zumindest wenn es danach geht, was deine Ex den Kindern erzählt. Ich denke, wenn deine Kinder in einigen Jahren irgendwie erfahren, was wirklich abgelaufen ist, dann fühlen sie sich erst recht verarscht. Dann ist nämlich die Beziehung zu ihrer Mutter wahrscheinlich erstmal kaputt und der Kontakt zu dir ist durch die ganzen Lügereien vielleicht abgebrochen.

              Und um sie zu schützen, könnt ihr ja vielleicht die entsprechenden Gespräche im Beisein eines Mediators o.Ä. führen. Das Geld scheint ja bei euch kein Problem zu sein, also hast du ja auch finanzielle Mittel, um dir entsprechende Hilfe zu besorgen.

              Ich drücke dir die Daumen, dass sich das irgendwie zurecht rücken lässt!

              • Das ist eine sehr gute Idee. Danke dafür! Ich habe mir auch selbst vorgenommen, künftig die Dinge in ruhiger aber bestimmter Weise gradezurücken. Ich werde solche Märchen nicht mehr widerspruchslos hinnehmen. Schlimmer als dieses langsame verlieren der eigenen Kinder kann das auch nicht sein.

                • Ich kann dir keinen Rat geben, was du machen kannst, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, was du NICHT machen solltest.

                  Nämlich dem obrigen Rat folgen und anfangen die Lügen aufzudecken. Damit bringst du die Kinder in einen Loyalitätskonflikt, der ganz schön nach hinten los gehen kann.

                  Ähnliches haben wir hier erlebt, es war und ist sehr unschön.

                  • Hallo madame.blume (übrigens sehr schöner Nick!),
                    genau das befürchte ich ja auch. Darum habe ich ja so lange lieber den Buckel krumm gemacht und die Schläge ertragen als mich groß zu verteidigen. Ich will nicht, daß meine Kinder in noch größere seelische Konflikte kommen. Aber wenn die Alternative ist, für immer das A...loch zu sein und die Kinder trotzdem zu verlieren, dann frage ich mich schon, ob ich nicht mal so langsam "zurückschiessen" soll.

                    Als Ausweg bliebe tatsächlich nur die "Bezahlpapa"-Alternative - verbunden mit der Hoffnung, die Kinder werden die Wahrheit irgendwann von selbst rausfinden. Damit gebe ich aber für eine unbestimmte Zeitspanne die Teilhabe am Leben meiner Kinder auf. Und das ist das Schlimmste, was ich mir vorstellen kann.

                    • Vielleicht gibt es ja eine Variante, wo Du klarstellen kannst, dass Du nicht einverstanden bist, mit dem, was Deine Ex sagt, ohne sie schlecht zu machen. Also so gut wie möglich eben, ist natürlich nicht so einfach, wenn die Dame gnadenlos behauptet, DU währest fremdgegangen, obwohl sie es doch war...
                      So nach dem Motto "ok, das sind die Erinnerungen Eurer Mutter, ich habe andere Erinnerungen und kann Euch zumindest sicher sagen, dass ich Eure Mutter nicht betrogen habe"
                      So kannst Du Dich verteidigen, ohne dass die Kinder schlecht über ihre Mutter denken müssen.

                      Ach, das ist immer so doof bei einer Trennung, wenn einer der beiden (oder beide schlimmstenfalls) nicht begreift, dass solche Geschütze gegen den Expartner immer auch die Kinder treffen...

                      Hi,

                      Hier schrieb ja jemand schon sehr richtig, dass zum Schluss abgerechnet wird.

                      Du wirst wohl nicht für immer das Arschloch sein. Deine Kinder werden sich ihr eigenes Urteil bilden.
                      Und solange musst du ja auch nicht entscheiden zwischen "einstecken" und "austeilen" es gibt auch etwas dazwischen. Ihr habt euch getrennt, es gibt einen Grund und wenn die Kinder den Grund nicht verstehen können dann denken sie, dass sie der Grund sind.

                      Und ja, du gibst du die Teilhabe am Leben deiner Kinder ein stückweit auf, aber das hast du ehrlichgesagt vor 2 Jahren freiwillig getan als du ausgezogen bist.

                      Versuche die Zeit die ihr habt zu nutzen.

                      Ich wünsche dir, dass ihr in ruhigeres Fahrwasser kommt.

                      Lg fatty

            Wenn die Kids was extra wollen und Mama fordert geld dann gib der Mama doch kein geld, frag deine Kids was sie brauche und dann schenk du es, kommt sicher besser an ;)

            LG
            Ano

            • Ja, das werde ich machen. Danke für den Tip.

              • So eine Ex hatte mein Freund auch. Hier noch Musikunterricht da noch was. Bis er ihr auf meinen Hinweis hin gesagt, dass es keine extra Kohle mehr gibt, da Sachen wie Musikschule schon im Unterhalt drin sind und von der KM lt. Unterhaltsrecht erwartet wird, dass sie sowas wie ein Musikinstrument vom Unterhalt absparen muss, wenn der Kindsuntehalt bereits in gewisser Höhe (wie bei euch über 1000€ für beide zusammen) gezahlt wird. Gleiches gilt für eine Designerbrille. Die ist noch nicht mal notwendig und sorry aber selbst wenn Geld kein Thema wäre, wer kauft denn bitte eine Brille für 600€ für einen Teenager? Deine Kinder sind im Übrigen auch alt genug um zu verstehen, wenn Du Ihnen sagst, dass Du jeden Monat sehr viel Geld an die Mama zahlst damit es Ihnen an nichts fehlt und davon auch eine Gitarre und (k)eine (Designer–)Brille gekauft werden soll und Du dieses Geld auch erst mal verdienen musst. Ich verstehe nicht warum man Kinder immer so in Watte packen muss?! Ich kenne niemanden, der seinen Kindern jeden Wunsch erfüllt. Egal ob es möglich wäre oder nicht aber man kann im Leben nicht alles haben und auch Kinder sollen ab dem Schulalter lernen, dass es eben nur soviel auszugeben gibt wie man hat. Wenn das Taschengeld alle ist, ist auch Ende. Klar gibt es beim KU sowas wie Mehrbedarf und Sonderbedarf aber wenn man sich damit beschäftigt, kriegt man mit, dass vieles was die lieben KM‘s so anfordern längst über den KU abgedeckt ist. Alles was nicht spontan kommt, muss vom KU gespart werden, wenn wir über Beträge wie Deine reden. Bei Mindest–KU ist das wieder was anderes. Aber ganz wichtig lass Dich nicht unter Druck setzen was diese Gelddinge angeht #klee

                • Hallo und danke für deine Zeilen. Genau so handhabe ich das auch seit Juli. Auch wenn es mir schwer fällt sehe ich einfach nicht mehr ein mich weiterhin dermaßen ausnehmen zu lassen. Sie bekommt den normalen Unterhalt und damit hat sich´s.

                  Meine Ex muß endlich begreifen, daß die Geldquelle mit ihrer verdammten Fremdgeherei versiegt ist. Da wir aber seit Teenagertagen zusammen waren, hat sie niemals gelernt mit Geld haushalten zu müssen. Sie käme gar nicht auf die Idee, eine Brille für 50,- € zu kaufen. Das wäre unter ihrer Würde. Sie wird sich aber daran gewöhnen müssen.

                  Mittlerweile kommen auch keine derartigen Forderungen mehr. Vielleicht versteht sie es langsam.

            Genau das wäre jetzt auch mein Tipp gewesen. Wenn die Kinder was möchten, sollen sie es selbst äußern. Und ob du ihnen das dann kaufen möchtest oder nicht, dass würde ich dann abhängig davon machen, ob es ihr wirklicher Wunsch ist oder der der Mutter. So kommt es wenigstens über dich an die Kinder und du stehst nicht als Buh-Mann da. Sie brüstet sich bestimmt mit dem Geld bzw. Sachen, die sie dann besorgt. Aber dass das Geld dann von dir kommt, wird mit Sicherheit nicht erwähnt. Nur wenn es nicht kommt, dann kommst du mit ins Spiel. Also die Belange der Kinder sollten dann über dich gehen und nicht über die Mutter.

Hallo ichbindeinvader,

ich habe dein Beitrag gelesen. Ich finde es sehr traurig, dass es "meistens" so laufen muss, dass die Eltern in Streit auseinander gehen und die Kinder darunter leiden müssen. Die Kinder sind immer die leidtragende ob wir es wollen oder nicht.

Du als Vater hast Verantwortung und auch Rechte. Die Rechte würde ich an deiner Stelle durchsetzten und gebraucht davon machen.

Bei mir läuft es änhlich, ich bin geschieden, daraus entstanden 2 Kinder. Der Kindesvater zieht über mich her, dass kannst du dir gar nicht vorstellen. Wegen Kleinigkeiten war er jedesmal auf dem Jugendamt. Ich musste immer Rechenschaften ablegen, mit der Zeit wird es sehr anstrengend und reißt an den Nerven.

Was ich damit sagen möchte, es stehen dir mehr wie alle 2 Wochenende zu. Wir haben es mit einem Wochenende versucht von Do-Mo. und ich muss sagen es hat eig sehr gut funktioniert. Mit dem 4. Kind ist es so, dass wir ein Wechselmodell haben, eine Woche bei mir und die andere Woche beim Papa. (Bin aber noch mit dem Kindesvater zusammen, aber er haut immer mal wieder ab.)

Versuche doch mal diesen Weg zu gehen und suche die Gespräche auf dem Jugendamt, vllt kannst du über Ihnen etwas regeln. Kämpfe um deine Kinder, sie werden es dir irgendwann mal danken.

Anderes Thema: ich habe noch eine 14- Jährige Tochter, ihr Vater wollte sich damals nicht um sie kümmern. Ich habe alles dafür getan, auch über das Jugendamt, das der Kontakt zwischen Vater und Tochter bestehen bleibt. Leider hat er vor dem Gericht das Sorgenrecht freiwillig abgelegt. Traurig aber wahr. Vor einigen Jahren hatte er eine neue Partnerin und sie hat dafür gesorgt, dass er wieder Kontakt zu seiner Älteste hat. Seit einigen Jahren haben sie wieder regelmäßig Kontakt. ABER meine Tochter leidete sehr darunter, sie hat heute noch Probleme damit, dass sie über 10 Jahre kein Kontakt mit ihrem Vater hatte.

Schaue bitte, dass du den Kontakt zu den Kindern halten kannst, auch wenn sie es so nicht zeigen, leiden sie darunter. Sie vermissen Ihren Vater. Und die Kinder haben ein Recht Kontakt zu Ihrem Vater bzw zu beiden Elternteile.

Wenn ich so was höre macht es mich wütend und sauer!!

Das gute ist, mein Ex Mann ist vor kurzem zu mir gekommen und hat sich dafür entschuldigt, dass er immer gegen mich geschossen hat und seinem Sohn mehr geglaubt hat wie mir. Mein Ex Mann hat sehr viel Mist erzählt über mich. Er hetzt auch die Kinder gegen mich auf wegen Unterhalt, ich bekomme es dann von den Kindern als Vorwurf. Nur ich bleibe ebenfalls auf dem Boden und erzähle keinen Mist gegenüber den Kindern und mache ihren Vater schlecht. Auf dieses Niveau begebe ich mich nicht.

Bleib ruhig und du wirst sehen, früher oder später kommt es ans Tageslicht, wer gelogen hat und wer nicht. Habe bitte Geduld. Es wird sich später auszahlen...glaube es mir :-)

LG und bleib Stark für deine Kinder

  • Hallo zusammen,

    vorab möchte ich dir mein Mitgefühl ausdrücken! Ich sehr großen Respekt vor deiner Entscheidung , dass du den Kindern Zeit gibst um alles zu reflektieren. Sicherlich wird der Hebel von der Mutter eine weitaus größeren Einfluss haben, aber das wird sich legen. Ich hoffe es zumindest für dich!

    Mein Ratschlag: Sehe dich nicht als Scheckheft, sehe dich als finanzieller Steinfels der die GANZE FAMILIE zusammen hält. Ich hoffe, dass ein Gericht eine Kontrolle in deine Ausgaben bringen kann , damit das alles gesetzlich geklärt wird. Macht es für dich einfacher , NEIN zsuagen.

    • Vielen Dank für all die netten Beiträge!

      Zur Zeit geht es mir wieder deutlich besser. Ist halt immer ein auf- und ab der Gefühle. Ich bin halt keiner von der Sorte, die ihre Gefühle nach Lust und Laune an- und wieder ausschalten können. Und natürlich würde ich meine Kinder niemals fallen lassen. Niemals! Es sind und bleiben meine Kinder. Ich liebe die 2 mehr als alles andere auf der Welt. Und das wird sich auch niemals ändern. Ich werde nach wie vor regelmäßig schreiben und anrufen. Ich setze darauf, daß die beiden irgendwann von sich aus die damaligen Vorkommnisse hinterfragen und sich ein eigenes Bild machen werden.

      Das Donnerwetter, das die (nun ehemalige) Freundin meiner Ex vom Stapel gelassen hat, hat seine Wirkung übrigens nicht verfehlt. Zumindest mein Sohn hinterfragt nun ganz gezielt Dinge, die damals passiert sind. Z.B. warum seine Mutter denn häufig erst gegen 17 Uhr zuhause war - obwohl sie um 13 Uhr Feierabend hatte. Er hat auch von sich aus das Gespräch zu anderen gesucht und die gefragt, was die so mitbekommen haben. Ich finde das erstaunlich, da er ja noch (zumindest in meinen "Papa"-Augen) so klein ist...

      Der Bekannten rechne ich es auch hoch an, daß sie auch den Kindern gegenüber eindeutig klargestellt hat, daß zwischen uns niemals etwas war - und auch, daß sie es für abwegig halten würde zu glauben, daß ich jemals fremdgegangen sei. Das hat bei den Kindern Eindruck gemacht, da die beiden sie seit frühester Kindheit kennen und sie sowas wie eine Ersatzmama für die beiden war und immer noch ist.

      In jedem Fall werde ich mich nicht mehr provozieren lassen und Streitereien konsequent aus dem Wege gehen. Im Zweifel lege ich halt auf wenn es wieder Theater zugeben droht...

      • (22) 13.07.17 - 11:12

        Hallo, ich Stöber hier nur so rum und bin über deinen Beitrag gestolpert. Was produktives kann ich gar nicht sagen.

        Aber ich wollte dir auf jeden Fall ein Kompliment aussprechen. Du machst das gut, und ich glaube auch, deine Kids wissen das. Bei Extrawünschen sollten Sie dich selber Fragen, finde ich auch. Lass dir das Herz nicht schwer werden, Kopf hoch!

        Viele Grüße

Hallo,

Dein Text berührt mich sehr.

Und ich unterschreibe die eine Aussage, dass man alles irgendwie sammeln und archivieren soll.

Mein liebster und bester Freund ist seit Jahren auch geschieden.
Damals war sein Sohn gerade in der 1. Klasse und seine Exfrau hat auch kein gutes Haar an ihm gelassen, obwohl die Trennung von ihr ausging. Es war auch nie irgendein Betrug oder eine andere Frau im Spiel.
Er hat jeden Monat zuverlässig den Unterhalt bezahlt und dem Bub sollte es auch sonst an nichts fehlen.

Sehen durfte er ihn aber nur an jedem 2. Wochenende und in ausgemachten Zeiten während der Ferien.

Und es wurde immer schlimmer. Sie hatte irgendwann einen neuen Partner mit ordentlich Kohle, und die beiden zogen den Bub mit Geschenken und Co mehr und mehr auf ihre Seite.
Es tat mir einmal sehr weh, wie ich mit meinem Freund schrieb und er mir wieder von dem ganzen Stress erzählte. Und dann sagte "Der neue Typ ist halt reich, ich kann ihm das alles nicht so einfach bieten. Ich kann ihm nur mein Herz geben und immer für ihn da sein!"

Der Kontakt wurde mit den Jahren immer dünner und es tat mir weh, meinen Freund so zu sehen. Die Ex erlaubte dem Sohn kein Whatsapp, kein Facebook und verbot ihm Kontakt über das Handy zu halten. Jeglicher Kontakt dürfte nur über IHR Handy laufen. In der Zeit bekam ich auch meine Kinder und spürte, was ihm Kinder bedeuteten. Wenn eines meiner Kinder mit Fieber oder so zuhause war oder wir die Paukenröhrchen-OP hatten, er schrieb mehrfach täglich SMS und fragte nach, ob alles okay sei und wie es den Kindern geht.

Aber: er hat eins richtig gemacht.
Er hat von jedem Brief eine Kopie gemacht, jede e-Mail archiviert und auch von SMS, MMS, Whatsapps Screenshots gemacht und diese archiviert. Wenn er ihm ein Geschenk schickte, dann hat er es vorher auch fotografiert, auch die Karte.

Sogar die Nachrichten zwischen ihm und mir waren dabei.

Inzwischen ist der Sohn 18 und seit knapp zwei Jahren sind die beiden sich wieder näher gekommen. Und er hat ihm auch mal die etwas unschönere Seite erklärt und ihm Einblick in die Daten gewährt. Sein Sohn erkannte damit, dass sein Papa eben keiner von der Sorte "Ich hab keinen Bock mehr auf Dich" ist, sondern dass hier eben seine Mutter die Stinkstiefelette war, die mit ihrem neuen Partner lieber ihr neues Ding durchziehen wollte ohne den Ex am Hacken zu haben. Und deswegen oft SMS und Nachrichten vor ihrem Sohn verschwieg.

Daher ist der Spruch mit der Munition gar nicht so abwegig.
Es war für die zwei eine große Hilfe, sich wieder anzunähern.

Was bei Dir noch auffällt: ich würde der Ex nur den Unterhalt und sonst nichts überweisen.
Wenn es um solche Dinge wie eine Brille geht oder um eine E-Gitarre, dann geh Du jeweils mit. Denn wer weiß, ob das alles wirklich unbedingt sein muss oder die Mutter über die Köpfe ihrer Kinder hinweg nur ihr Ding durchziehen will (z.B. ob Deiner Tochter sogar eine andere Brille besser gefällt und sich jetzt nur die Mutter das 600€-Gestell eingebildet hat, um sich in Szene zu setzen)
Mach da schöne Treffen aus, man kann danach noch ein Eis essen gehen und etwas reden, so nähert Ihr Euch wieder an.

LG und viel Glück

  • Danke für die Zeilen! Ich hoffe, daß meine Kinder nicht erst 18 Jahre alt werden müssen um guten und regelmäßigen Kontakt zu mir zu suchen. Aber ansonsten habe ich seit Beginn der Probleme alle möglichen Mails, WhatsApps usw. aufgehoben. Ich warte jetzt erst einmal ab wie sich die ganze Angelegenheit weiter entwickelt.

    Die Hauptsache ist doch, daß es ihnen gut geht. Mehr kann ich mir als Vater nicht wünschen.

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