Vaterschaft bereuen - psychologische Folgen

    • (1) 19.08.19 - 22:05

      Hallo zusammen,
      bereut Ihr es ein Kind gezeugt zu haben?
      Ich stehe momentan vor einem Problem, bei dem es zum Glück noch nicht zu spät ist zu handeln. Meine jetzige Partnerin hat mich angelogen und die Pille nicht mehr eingenommen. Zum Glück ist sie nicht schwanger geworden, aber seitdem faße ich Sie nicht mehr an und überlege ob und wie es weitergehen soll.
      Ich stelle mir gerade vor wie es ist, wenn ich noch länger darauf reingefallen wäre und ich ungewollt zum Vater gemacht worden wäre. Unfaßbar!
      Sie hatte mir bis vor kurzem hin und wieder beiläufig versichert ebenfalls Kinderfrei bleiben zu wollen. Für mich war es DAS Hauptargument sie zu nehmen.
      Leider gibt es ja nicht zu knapp einige Väter die es auf ähnliche Weise so erwischt hat. Die damit verbundene Geschichten sind ja einfach nur grauenvoll. (Unterhaltzwang, ABR-Streitigkeiten, Pfändungen, jahre langes Prozeßsieren, uvm..)
      Was macht das langfistig mit der Psyche eines Menschen wenn er ungewollt in diese Maschinerie gerät?
      Bereut Ihr es im Nachhinein?
      Danke für eine ehrliche Antwort.
      VG Milan

            • (5) 20.08.19 - 00:37

              Wir sprachen immer wieder mal darüber. Sie hat es mir praktisch noch wenige Wochen vorher gesagt.

              Sie muß sich ja was dabei gedacht haben, gestern A zu sagen, und morgen B zu tun.

              Wir sind beide Ende 30.

              • (6) 20.08.19 - 00:42

                Wenn Du Dich immer wieder klar und deutlich gegen ein Kind ausgesprochen hast, sich bei ihr aber was geändert hat (Torschlusspanik oder eben doch die innere Uhr) und davon ausgehen muss, dass Du Dich trennst, dann hat sie vermutlich Angst Dich zu verlieren und tut es deshalb hinter Deinem Rücken. Vllt auch mit dem Gedanken "Wenn es erstmal da ist, wird er bestimmt seine Meinung ändern".
                Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber möchte ich nicht urteilen.

                • (7) 04.09.19 - 12:33

                  Entschuldigung, aber so ein Verhalten kann man nur VERurteilen. Man kann doch nicht aus Angst, dass der Partner geht, eine Familie erzwingen und das ohne dem Partner das zu sagen? Wie hinterfotzig kann man sein?
                  Es gibt KEINE Argumente, die dieses Verhalten rechtfertigen. In einer langjährigen Beziehung geht es um Vertrauen, auch in Verhütungsfragen. Wenn zwischen den beiden abgesprochen war, wie verhütet wird, dann kann sie doch nicht einfach eigenmächtig und vor allem klammheimlich entscheiden, dass sie damit jetzt aufhört!

                  An den TE: Für mich wäre das die sofortige Trennung. So was geht gar nicht. Menschen gibt's… Ich kann mir vorstellen, dass so etwas bei einigen Männern ihre Spuren hinterlässt. Und wer jetzt mit dem blöden Argument: "Na dann benutz doch Kondome" oder "Verhütung muss von beiden Seiten kommen" kommt, dem kann ich nur sagen: Schämt euch. In diesem Fall hier kann man die Frau einfach nicht in Schutz nehmen. Solch ein Verhalten ist respektlos und unverantwortlich und ein derber Vertrauensbruch. Soll sie sich einen Samenspender suchen, wenn sie unbedingt ein Kind will oder sich einen Partner suchen der Kinder haben will. Grundsätzlich ist es Auch scheissegal, wann die Freundin sagte sie wolle keine Kinder. Selbst wenn das vor 20 Jahren war, man muss doch als gleichberechtiger Partner in einer Partnerschaft nicht davon ausgehen, dass diese Meinung sich von jetzt auf gleich ändert und vorsorglich alle 5 Minuten nachfragen!! Wenn sich so ein Wunsch ändert, dann muss der Partner das doch ansprechen! Manche haben echt eine komische Sichtweise auf Beziehungen.
                  Bei sowas werd ich echt sauer.

                  Alles Gute an den TE! Und wenn du wirklich keine Kinder willst: Hast du schon mal über eine Sterilisation nachgedacht? Anscheinend kann man ja heutzutage niemandem mehr trauen.

                  Dragonflies #blume

                  • (8) 04.09.19 - 13:42

                    💯% auf den Punkt gebracht 👏🏾👏🏾👏🏾👏🏾

                    (9) 06.09.19 - 09:37

                    ICH würde es niemals so machen. Haben weder das Kind, noch die Eltern was von.
                    Habe lediglich versucht, Beweggründe zu erörtern.
                    Aber ich urteile auch nicht über andere. Schon allein, weil man hier nur eine Seite kennt.
                    Wenn eine Frau meint, sie muss sowas durchziehen, muss sie selbst in den Spiegel schauen und mit den Konsequenzen leben. Ein Kind kann nichts für die Fehler seiner Eltern.
                    Das war für mich der springende Punkt. Nicht mehr und nicht weniger.
                    Musst mich ja nicht gleich so anschreien, Mensch.

                    • (10) 09.09.19 - 08:33

                      "Das fällt mir spontan die Verwendung von Kondomen ein "

                      --> Absolut Schwachsinn, denn es handelt sich ja nicht um einen One-night-stand, sondern um eine langjährige Beziehung in der die Verhütung abgeklärt war.
                      Soll man also immer, auch in solchen Beziehungen, ein Kondom tragen, weil man keinem trauen sollte/kann?

                      "Da würde mich interessieren, in welchem Alter sie behauptet hat, keine Kinder zu wollen und in welchem Alter sich diese Einstellung geändert hat"

                      --> Genauso Schwachsinn: Was tut es zur Sache? Wenn sich was ändert muss das angesprochen werden, fertig.

                      "Wenn Du Dich immer wieder klar und deutlich gegen ein Kind ausgesprochen hast, sich bei ihr aber was geändert hat (Torschlusspanik oder eben doch die innere Uhr) und davon ausgehen muss, dass Du Dich trennst, dann hat sie vermutlich Angst Dich zu verlieren und tut es deshalb hinter Deinem Rücken. Vllt auch mit dem Gedanken "Wenn es erstmal da ist, wird er bestimmt seine Meinung ändern".
                      Ob das jetzt gut oder schlecht ist, darüber möchte ich nicht urteilen. "

                      Du sagst du versuchst nur Beweggründe aufzuzeigen. Inwiefern hilft das dem TE? IN solch einer Situation ist es ihm zu Recht getrost egal WIESO seine Freundin das gemacht hat.

                      Alle deine Aussagen strotzen von: Ja selbst Schuld, und von Versuchen die Handlung der Frau in diesem Szenario zu entschuldigen oder zu rechtfertigen (Ja, sie hatte sicher Angst, sie hört ihre biologische Uhr ticken, es ist schon lange her, dass sie sagte sie wolle keine Kinder, etc...). Natürlich sprechen wir von hypothetischen Situationen, so ist das immer hier im Forum, denn wir kennen immer nur eine Seite der Geschichte. WENN also die Situation so ist wie hier vom TE geschildert, dann gibt es keinerlei Entschuldigung für das Verhalten der Frau. Wir urteilen hier immer über Situationen, geht ja nicht anders, denn man kann seine Meinung ja nur zu dem äussern, was gesagt wird.

                      Es ist aber nun einmal so, dass in diesem Falle nicht nur die Frau damit leben muss, sondern auch der Mann.

                      Alles Gute,

                      dragonflies #blume

                      • (11) 09.09.19 - 11:49

                        Geht es Dir jetzt besser?
                        Ja, du hast recht, das mit den Kondomen war behämmert. Ich hatte vorher andere Beiträge vom TE gelesen, die u.a. unter aller Kanone waren. Ist keine Entschuldigung, eher eine Erklärung für meinen schriftlichen Durchfall.
                        Was meine darauffolgenden Antworten betrifft: der TE war sich (noch) nicht sicher, ob er sich aufgrund des Verhaltens trennen will oder nicht. Die eventuellen Beweggründen dieser Frau, hätten ihm vllt bei der Entscheidung geholfen.
                        Wer bin ich, zu einer sofortigen Trennung zu raten, so wie Du es getan hast?
                        Wer bin ich, über andere richten zu wollen?
                        Richtig, steht weder mir, noch jemand anderem zu. Und ja, mein Kondom-Beitrag war für A****.
                        C'est la vie...

                        • (12) 09.09.19 - 12:10

                          Tut mir Leid, ich sehe nur hier bei Urbia immer wieder diese Frauen-verherrlichende EInstellung, als könnten wir allein schon biologisch nichts falsch machen. Da bin ich echt allergisch drauf.

                          Tut mir Leid falls ich in meiner Antwort also zu stürmisch rüber komme. Ich habe nicht zur Trennung geraten, sondern gesagt, dass so etwas für mich die sofortige Trennung als Konsequenz hätte.

                          Ich finde übrigens, dass es Verhalten gibt, das man sehr wohl verurteilen kann. Nur weil man etwas verurteilt, heisst das nicht, dass man die Gründe für das Verhalten nicht verstehen oder nachempfinden kann.

                          Wie auch immer, tut ja nichts zur Sache.

                          Nochmal: Entschuldigung.

                          Alles Gute,

                          dragonflies

      Wie alt seid ihr denn??

    (18) 20.08.19 - 00:46

    Im Groben und Ganzen komme ich schon damit zurecht. Auch wenn die Beziehung auseinander gehen sollte, da offensicht ja doch ein KIWU besteht.

    Mir geht es wie eingangs schon erwähnt hier eher um Männer die über so eine Masche ungewollt zum Vater gemacht wurden, und wie sie nachträglich darüber denken.

    Danke

    (19) 21.08.19 - 08:34

    Hallo,

    Wir haben in der Familie eine ähnliche Geschichte. Meine großcousine ist mit dem ehemals besten kumpel von meinem mann zusammen. Von seiner seite aus bestand vor der Beziehung ein Kinderwunsch. Irgendwas muss passiert sein dass sich das änderte. Irgendwann sagte meine Cousine ihm das sie die pille nicht mehr nehmen möchte und sich ein baby wünscht. Er wollte nicht und sie zog das durch mit dem Resultat dass es recbt schnell fruchtete. Sie brachte ein gesundes baby zur welt
    Zur Geburt bekam sie eine spirale zur Verhütung geschenkt. Das Verhältnis zwischen vater und sohn war über jahre angespannt. Der bub blieb ein einzelkind und fand in seinem Großvater einen männlichen vertrauten. Inzwischen haben Vater und sohn gelernt miteinander umzugehen, allerdings ist der sohn jetzt in einem alter wo er eigene wege geht.

    Ich kann euch beide verstehen. Dummerweise ist deine Freundin biologisch in einem alter wo ihr die zeit davon läuft. Im schlimmsten fall sind ihre eizellen noch älter. Meine freundin hatte mit mitte 20 eizellen von so schlechter Qualität das nur noch eine künstliche Befruchtung half, mein mann und ich geben kindern mit anderen Genen ein zu hause.

    In eurem beiden Interesse setzt euch zusammen und klärt das. Wenn ihr Kinderwunsch so groß ist und du keine haben möchtest dann ist es ratsam sich über den Fortbestand der Beziehung zu unterhalten. Gib ihr die Möglichkeit dann ggf noch einen Partner zu finden mit dem sie sich den erfüllen kann. Gleiches gilt für dich.
    Ich habe als ich meinen mann kennen gelernt habe das Thema angesprochen und für uns war das klar das wir kinder haben möchten. Hätte mein mann mir gesagt das er keine kinder bekommen möchte weiß ich nicht ob ich die Beziehung aufrecht erhalten hätte.

    Vg geli

    • (20) 21.08.19 - 17:55

      Hallo geli, danke für deinen Beitrag und deine Geschichte.

      Ja ich denke der damalige Kumpel von deinem Mann wurde sehr traumatisiert dadurch. Würde mir so etwas paßieren könnte ich auch keine Beziehung zu dem Kind aufbauen.

      Leider war ich auch kurz davor drauf reinzufallen. Ich bin noch immer sehr schockiert darüber. Insbesondere wenn ich mir vorstelle welche Freiheiten ich verloren hätte.

      Keine Reisen, kein Müßiggang, kein Freiheiten. Alles wäre sofort verloren gewesen wofür man gekämpft hat.

      Bei mir neigt sich deßhalb mein Beziehung tatsächlich dem Ende zu. Es ist beßer so.

      Ich bin einfach der Meinung das es nichts beßeres als verantwortungslose Flexibilität/Mobilität gibt.

      • (21) 22.08.19 - 13:08

        Weißt du denn ganz genau und 100%ig, dass du keine Kinder willst? Wenn ja, würde ich dir eine Vasektomie empfehlen, dann kommst du mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nicht in die von dir geschilderte Situation und musst dich auch nicht auf die Aussagen anderer verlassen.

        Natürlich ist es blöd, wenn man ein Kind untergeschoben bekommt, insbesondere auch für das Kind. Aber du kannst Vorsorge treffen, denn das sich hinterher darüber Aufregen mag zwar berechtigt sein, nützt dir aber gar nichts, wenn ein Kind erstmal gezeugt wurde.

        • (22) 22.08.19 - 16:16

          Richtig, die Kinder sind die Leidtragenden.

          • Sind es definitiv!!!

            Mein Mann wurde von seiner Ex ebenfalls reingelegt..keine Pille und zack, schwanger.
            Ihm ging es damit nicht gut. Es hat auch nicht geklappt, ihn zu binden. Nach der Trennung wurde das Kind meinem Mann vorenthalten, er wurde bezichtigt das Kind zu schlagen. Im Großen und Ganzen war mein Mann absolut vorgeschädigt und lange Zeit hatte er pansiche Angst, dass alle Frauen das Gleiche nochmal durchziehen würden. Es hat Jahre gedauert, bis er mir da vertraut hat und noch länger, bis er Kinder wollte.

            Es ist also sehr wohl eine psychologische Belastung, die das ganze Leben andauert.

(24) 10.10.19 - 19:00

Hallo Milan,

Ich denke es ist völlig außer Frage, dass ein Mann Schaden davon trägt.
Ein untergejubeltes Kind ist ein massiver Vertrauensbruch, den er die nächsten 20 Jahre finanziert und nicht vergessen kann. Im Zweifel stellt sich keine Bindung ein zu dem Kind, was sicherlich auch als Mann ein erschreckendes Gefühl ist. Man hat das Kind doch zu lieben.... ja ja. Meiner Meinung geht das nicht auf Bestellung. Nicht ungewollt und arglistig untergejubelt.

Gab mal einen interessanten Artikel dazu, dass Männer in so einem Fall von den wirtschaftlichen Konsequenzen befreit werden sollten. Fand ich beeindruckend logisch, auch wenn vermutlich nicht umsetzbar.

https://www.bunte.de/family/schwangerschaft-geburt-baby/kinderwunsch/ungewollte-vaterschaft-was-geht-maennern-vor-die-ungeplant-vater-werden-die-meisten-reagieren-mit.html

Ich weiß nicht, ob ich den verlinken darf/kann.


Viele Grüße!

(25) 10.10.19 - 19:21

Ich schließe mich dem Kondomtipp an... Ja, ist scheiße, was sie gemacht hat. Aber wenn du es partout nicht möchtest, kannst du selbst was tun... 🙄 F***** geht klar, aber Verhütung ist Frauensache oder wie? Werde es nie verstehen... Von Krankheiten mal abgesehen...

Und wenn ich dann noch lese, dass es das Hauptargument war... Wirklich gnädig von dir 🙄

Ich muss aber trotz deiner Fehler sagen, dass mir Männer leid tun, die das partout nicht wollen und alles mögliche tun, um das zu verhindern und trotzdem flattert ihn irgendwann ein ungewolltes Kind zu. So richtig fair ist das Gesetz da ja nicht... Aber gut, es wäre auch nicht fair, über den Körper der Frau zu entscheiden.
Solche Frauen vergessen aber in erster Linie, dass sie damit dem Kind schaden... Denn das leidet unter dem Papaentzug.

Da das Gesetz aber nunmal ist, wie es ist: benutzt unbedingt eure eigenen Kondome und glaubt sowas nicht einfach...

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