Elternzeit, Unterhalt und COVID-19

Hi an alle,

ich bin neu und hoffe hier etwas unterstürtzung zu bekommen, da mich der Beistand vom Jugendamt fertig macht und ich nicht mehr weiter weis.

Ich bin 42 Jahre alt und habe mit meiner Partnerin ein 7 Monatiges junges Baby. Wir sind sehr glücklich...Er ist ein Goldjunge.

Ich habe noch eine Tochter, zwichenzeitlich 15 Jahre alt, die ich nie sehen durfte. Mit der Kindesmutter war und ist es bis heute schwierig, denn Sie gehört zu der Sorte die die Kinder benutzt um die Väter das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ich möchte nicht ins detail gehen, jedoch hat Sie 4 Kinder von 4 verschiedene Väter und keiner durfte sein Kind sehen. Das ist mit unser system in Deutschland möglich, sodass ich damals nach 10.000€ Anwalts und Gerichtskosten und mit den Nerven am Boden aufgegeben habt. Meine Psyche und mein Körper hat nicht mehr mitgemacht.

Ich habe lange gebraucht und gottseidank meine jetzige Partnerin gefunden, die ich schätzen und lieben gelernt habe Sie hat mir die Panische Angst genommen nochmal ein Kind zu bekommen. Ich bin wahnsinnig Kinderlieb, mein Leben konnte doch nicht so enden. Also haben wir es gewagt und ich bin froh drüber. Jedoch macht uns der Beistand vom Kreisjugendamt Ludwigshafen das leben zur hölle.

Ich bin in Elterzeit gegangen, es gibt Gerichtsurteile u.a. Amtsgericht Hannover, Oberlandesgericht und vom obersten Gericht der Bundesrepublik Deutschland, der Bundesgerichtshof im Jahre 2015, der sich mit der Sache befasst hat. Die Gerichte entschieden, das geringen Einkünfte oder sogar einen Mangelfall des unterhaltsverpflichteten Elternteils, von den anderen Kindern hinzunehmen ist, wenn er sich in Elternzeit befindet. Sie gaben zudem an, dass eine dass eine Pflicht zur Aufnahme einer Nebentätigkeit während der Elternzeit und eine Verletzung des Obliegenheitspflicht gegenüber seinem älteren Kind nicht besteht. Das interessiert den Beistand nicht, ich soll voll bezahlen. Das Elternzeit gesetzlich im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz geregelt ist interessiert das Kreisjugendamt nicht, genauso wenig die Gerichtsbeschlüsse.

Abgesehen von der Elternzeit ist die Kindesmutter meiner 15 Jährigen Tochter nicht einverstanden, dass die Kinder gleichgestellt werden, unser 8 Monatiges Baby soll verhungern, hauptsache das erste Kind bekommt alles. Ich verdiene nicht so viel, was soll ich nur machen.

Jetzt kommt der Hammer, ich habe den Beistand gebeten die Berechnung anhand der jetzigen COVID-19 krise zu berechnen und habe bei meinen Arbeitgeber ein aktuellen Verdienstnachweis angefordert. Auch das akzeptiert der Beistand nicht. Ich soll voll bezahlen.

Es kann nicht sein, dass die jetzige Lage der COVID-19 Pandemie, mit all seine wirtschaftliche Folgen nicht berücksichtigt wird. Man stelle sich vor, ein Selbstständiger verdiente 15.000€ Monatlich für die letzten 12 Monate und hat aufgrund der Pandemie plötzlich kein Einkommen mehr oder man bekommt Kurzarbeitergeld. Alle diese Leute müssen trotz der schwierigen Lage gemäß dem Kreisjugendamt Ludwigshafen, auf Basis des vorherigen Einkommens Unterhalt bezahlen. Das ist völlig verrückt.

Meine Frau und ich wissen wirklich nicht mehr weiter. Wa ssagt Ihr dazu.

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Ist deine Frau auch in Ez?

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jedoch hat Sie 4 Kinder von 4 verschiedene Väter und keiner durfte sein Kind sehen


Sei mir nicht böse,aber dies hättest du erkennen müssen!


Zu Deinem Problem,ich würde mir einen Anwalt nehmen und dies klären lassen.

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Nunja. Deine Sicht ist mir zu einseitig. Kinder müssen auch in Coronazeiten etwas essen, irgendwo wohnen und Kleidung, etc. haben. Corona fragt auch den betreuenden Elternteil nicht, ob ihm das in den Kram passt, oder nicht.
Was deine Ex sich zuschulden kommen lassen hat, oder nicht ist hier irrelevant.
Ich gehe mal davon aus, dass ich nicht zu zweit zu Hause seid, sondern du allein Elternzeit hast, bei so prekären finanziellen Voraussetzungen?

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Ja klar müssen sie essen. Aber wäre man noch zusammen und beide Eltern hätten kurzarbeit, müsste man sich damit auch arrangieren. Das muss die km jetzt eben auch mit weniger Unterhalt.

@TE: lass das einen Anwalt klären, wir haben ruhe, nachdem das Jugendamt so einen Stress gemacht, zu Unrecht.
Auch Jugendämter haben nicht immer Recht

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finde es immer schwierig, wenn es so dargestellt wird, dass die Mutter das "Geld aus der Tasche ziehen möchte". IN DER REGEL hat sie ein Anrecht auf das Geld und das wurde nicht wahllos festgelegt. Anders sieht es aus, wenn sich deine finanzielle Situation geändert hat. Wenn das Jugendamt davon nichts annimmt, bleibt dir wirklich nur der Gang zum Anwalt. Wenn du nicht zahlen kannst, kannst du nicht zahlen, so einfach ist das.

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Ich würde auch mit dem Jugendamt reden - aber um eine Stundung zu beantragen. Ich gehe davon aus, dass das die richtige Stelle ist.
Es ist vollkommen richtig, dass du den gleichen Unterhalt zahlen musst - zumal es sich ja nicht um eine dauerhafte Änderung deines Vermögens handelt. Da kam jetzt einfach eines blöd zusammen, aber warum sollte deine Tochter finanziell darunter leiden? Sie kann weder was für Covid noch dafür, dass ihr noch ein Kind habt. Klar, euer Sohn soll auch nicht darunter leiden. Aber dafür müssen du und deine Partnerin Sorge tragen.

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"Sie kann weder was für Covid noch dafür, dass ihr noch ein Kind habt."

Nun sicherlich, aber auch der KV kann nix für Corona und die Folgen

"Klar, euer Sohn soll auch nicht darunter leiden. Aber dafür müssen du und deine Partnerin Sorge tragen."

OK, und das machen Sie dann indem Sie nachts Stroh zu Gold spinnen?

Ich stimme da mit dem OP überein: Die aktuelle Rechtslage benachteiligt klar die Zweitfamilie. In einer "normalen" Familie müssen in einem solchen Fall ALLE den Gürtel enger schnallen. Bei geschiedenen Ehen wird diese Last alleine der Zweitfamilie auferlegt. Es erschließt sich mir absolut nicht warum ein UH-Empfänger ganz selbstverständlich an Einkommenserhöhungen des UH-Pflichtigen partizipiert, umgekehrt an unverschuldeten Gehaltseinbußen allerdings nicht.