Kann ich als Autist ein guter Vater werden?

Hallo.
Ich bin 23 und weiß seit 4 Tagen das ich Vater werde. Meine Freundin ist 20 Jahre alt.
Meine Freundin hat gestern zu mir gesagt das ich meine Mutter anrufen soll und ihr erzählen soll das ich Vater werde.
Sie ist der Ansicht daß wir und vorallem ich viel zu jung sind und ich wegen meiner Behinderung zu unselbstständig dafür bin.(meine Eltern haben eigentlich wenig Ahnung davon wie ich mich in unserer Beziehung verhalte in Bezug auf Haushalt usw.). Meine Mutter meint auch das man mit unter 30 in der heutigen Zeit keine Kinder bekommen sollte was ich relativ ungünstig finde. In der Pubertät gab es deswegen einige Probleme mit meinen Eltern(in erster Linie mit meiner Mutter) vorallem im Bereich Liebesbeziehungen.

Wir haben uns dafür entschieden das Kind auf jeden Fall trotzdem zu behalten. Kann ich als Autist ein guter Vater werden? Sind wir wirklich zu jung?

1

Hallo
Ich antworte dir Mal als Frau, hoffe das ist ok. 😉

Klar kannst du das ich bin mit 15 Jahren das erste Mal Mama geworden, heute ist meine Tochter 14 Jahre und ich hab noch einen Sohn 13 monate.

Deine Krankheit hat nichts damit zutun, das du ein schlechter Vater deswegen sein wirst.

Ich bin schon seit dem 6 Lebensjahr Epileptiker und trotzdem habe ich es meines nach achtens gut gemacht.

Ich bin junge Mama habe Schule alles nachgeholt mein Mann ist der Papa beider Kinder habe 2 sehr gute Ausbildung gemacht Führerschein.

Also Zweifel nicht an dir, das wirst du gut meistern.

Alles gute für euch👍

Und herzlichen Glückwunsch

2

Es ist völlig egal, ob du Autist bist oder nicht. Man kann und wird eh nie alles richtig machen. Mit dem Gedanken sollte man sich von Anfang an anfreunden. Mein Bruder hat auch starke autistische Züge, obgleich er nicht diagnostiziert ist, was daran liegt, dass er sich einfach nicht checken lässt. Ich glaube mein Bruder wäre ein wirklich, wahnsinnig toller Papa. Nur müsste er mal eine Freundin finden. Da hapert es, weil sozial zu unbeholfen fürs Dating.

3

und wie du das kannst mein Lieber. mein Sohn hat selbst einige Anteile und ich denke wenn man sich selbst bereit fühlt spielt sowas keine Rolle, ich selbst hab einige Erkrankungen, psychischer Natur. Hab mich lange für eine schlechte Mutter gehalten... heute weiss ich, ich bin eine gute , zumindest gebe ich mein bestes. Und ich denke das wirst du auch. Bleib stark, kopf hoch du kannst alles was du möchtest....#herzlich

4

Also erstmalist Autismus keine Krankheit! Krankheiten sind Dinge, die man behandelt. ich bin Asperger Autistin und weder lässt sich das wegbehandeln, noch würde ich das wollen, denn es macht gleichzeitig meine Persönlichkeit aus.
Nun aber zur eigentlichen Frage, ich sehe da keinen Grund für Zweifel. Ich werde gerade trotz meines Autismus zum 3. Mal Mutter, habe schon eine 6 jährige Tochter (gerade im Diagnoseverfahren für ebenfally Asperger) und einen 3, fast 4 jährigen Sohn, der in diese Richtung nichts hat denke ich.
Ich halte mich für eine gute Mutter, was spielt da der Autismus für eine Rolle? Außerdem ist da auch koch mein Mann, der die Dinge übernimmt die ich nicht kann. Er erklärt Gefühle viel besser und auch die Aufgaben im Alltag teilen wir so auf, dass jeder das tut, was er am besten kann, ohne, dass es ungerecht wird. Verantwortung kann auch jeder Autist übernehmen. Selbstständigkeit ist bei mir jetzt in einigen Bereichen auch nie toll gewesen, besserte sich aber über die Jahre sehr dank Kinder und tollem Mann.
Das Alter spielt wohl die geringste Rolle aus meiner sicht.

5

Ich bin zwar eine Frau, aber auch als Autistin diagnostiziert. Genau so wie meine Mutter. Und trotzdem hatte ich es bei immer gut.
Auch ich habe jetzt ein Kind. Sicher hatte ich am Anfang Angst vor der neuen Herausforderung und vor allem vor den ganzen Veränderungen die auf mich zukommen. Aber man wächst mit der Situation.

Lass dir von niemandem einreden, dass du wegen deiner Behinderung kein guter Vater sein kannst! Nur weil wir anders sind, sind wir nicht schlechter!

Und zu dem Thema zu jung: Ob man gut als Elternteil ist, hat meiner Meinung nach nichts mit dem Alter zu tun. Manche sind schon mit 16 wundervolle Eltern, während andere es mit dreißig nicht sind. Da kommt es auf die Person an und nicht auf das Alter. Denn Alter ist nichts weiter als eine Zahl.