Werdende Väter, was wünscht IHR euch für die Geburt?

Hallo,

Ich w, 25, werde in meiner Umgebung in letzter Zeit häufiger mit Schwangerschaft ,und allem was dazu gehört, konfrontiert und habe oft das gefühl, dass sich alles egal ob Thema Schw. oder Geburt vor allem um die Frau dreht und die Gefühle der Männer häufig sehr vernachlässigt werden. Bei Geburt beschränkt es sich häufig auf ein "Ja er war dabei."- mit Glück noch:-" und war mit eine große Unterstützung"

Deshalb Frage ich nun euch Männer, besonders wenn ihr nun Zeuge eurer 2. Schwangerschaft seit:
Während der Geburt:

- Was hättet ihr euch gewünscht,dass es anders gelaufen wäre seitens eurer Partnerin und oder den Ärzten
- was ist gut gelaufen?
- Habt ihr euch "außen vor" gelassen gefühlt?
- Anregungen: habt ihr euch machtlos gefühlt oder eher gefühlt,dass ihr euren Beitrag leisten könnt? Würdet ihr durch Ärzte/ Partnerin gelobt/ gab es ein " Danke, dass hast du gut gemacht?" Wie bewertet ihr die Kommunikation im allgemeinen während Geburt im Bezug auf Ärzte/ Partnerin. HABT ihr euch gesehen gefühlt und als Vater/Partner wertgeschätzt?

Ich kann mir einfach vorstellen, das es auch mal schön wäre als Mann nach seinen Wünschen gefragt zu werden, was, wie ich finde,besonders in der Thematik der Schw. Und Geburt, viel zu selten vertreten ist.

1

Hi,

das Thema Schwangerschaft, Geburt, Kinder ist generell so eine Sache. Ich habe mich schon oft komisch gefühlt als Mann weil ich eben Feuer und Flamme bin dafür und werde oft lobend hervorgehoben von Frauen weil ich als Mann das Baby wickle, ins Bett bring etc.

Ich mag das nicht meine Partnerin macht das ja auch bei ihr ist das selbstverständlich das sie das alles tut und bekommt dafür kein extra Lob...Aber das wäre ein Thread für sich.
Zu deinen Fragen punkten:

- Ich hätte mir bei der Geburt tatsächlich gewünscht das man den Kaiserschnitt früher macht, ich hab schon 3 Stunden vorher gesagt das muss getan werden (ohne Erfahrung) hatte das im Gefühl.

- Gut gelaufen ist eigentlich die „Teamarbeit“ meiner Partnerin und mir. Und das Hebammen Ärzte Team war eigentlich echt super nett und wir waren mega gut aufgehoben (abgesehen von oben genannten Punkt)

-Außen vor hab ich mich tatsächlich gefühlt aber nur wegen der Corona Thematik durfte ich nicht mit zur Einleitung. Ich war erst im
Kreißsaal als die Wehen stärker und stärker wurden (ging trotzdem noch 10 Stunden bis zum Kaiserschnitt)
Und auf Empfehlung der Ärzte wurde bei meiner Frau eine PDA gelegt. Da musste ich auch den Raum verlassen, das habe ich zwar verstanden aber gut habe ich mich nicht gefühlt.

- Also die Wertschätzung was ich da geleistet habe, hab ich nicht gebraucht wenn man es mal faktisch runterbricht hab ich auch nur Händchen gehalten. Die „Hauptarbeit“ leistet da nun mal die Frau. Und ich bin froh drum ich hätte echt nicht tauschen wollen! 😂


Nach der Geburt und die ersten Wochen zuhause hat ich dann eher das Gefühl „übersehen“ zu werden. Weil man halt von einem Babyblues beim Mann oder Wochenbettdepression beim Vater nicht wirklich spricht oder was findet. Trotz alledem war ich nach der Geburt einfach nur froh meine Mädels nach Hause zu bringen das war alles was ich gebraucht habe. Und ein Extralob oder Schulter klopfen habe ich persönlich nicht gebraucht.

(Sorry für die lange Antwort, aber ich freue mich das im Vater Forum mal was geht außer irgendwelchen Unterhalts Geschichten 😂)