Wie wichtig ist euch Weihnachten, Intensität?

Liebe Forengemeinde,

ich frage mal wie wichtig ist euch Weihnachten? Als unsere Kinder noch kleiner waren gab es einen großen Weihnachtsbaum, Festessen mit der Familie, Geschenke und noch andere Überraschungen. Das ist die letzten Jahre bei uns allmählich zurückgegangen. Meine Mutter wurde immobil und kam ins Pflegeheim. Wir holten sie ab und gingen dann auswärts essen, weil wir absolut nicht barrierefrei sind, da sie Rollifahrerin war. Mein Bruder war ab und an da, meistens ist er bei seiner Tochter in Süden von Deutschland.
Unsere Kinder sind groß (21 und fast 16 Jahre), wobei der Jüngste Autist ist und sich nie so richtig für Weihnachten interessiert. Der Große interessiert sich auch nur noch am Rande. Es gibt weiterhin Geschenke, gemeinsames Beisammensein, Festessen.
Wir haben keinen Weihnachtsbaum mehr, sondern nur noch Tannenzweige in einer sehr großen Vase mit Lichterketten und Behang. Ja, meine Mutter ist im Herbst dieses gestorben. Da kommt auch nicht so richtige Lust auf. Auf Weihnachtsmärkten waren wir dieses Jahr auch nicht, weil alle krank waren.

Wie sieht es bei euch aus? Jahrelang gleiche Intensität, auch wenn die Kinder groß sind, Familienangehörige sterben oder auch etwas anderes? Hat sich bei euch Weihnachten etwas geändert? Ist vielleicht Weihnachten nicht mehr so wichtig?

LG und euch ein schönes Weihnachtsfest #kerze#kerze
Hinzwife

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Mir ist Weihnachten immer noch extrem wichtig.
Ich bin Christ, wahrscheinlich auch fromm. Der ganze Jahresablauf ist mir wichtig: die gedämpfte Stimmung mit den eher getragenen Liedern am Ende vom Kirchenjahr, dann die Adventszeit mit den Liedern, den Kerzen. Ich zünde mir bis heute die kleine Kerze an, die schon in meiner Kindheit beim Essen vor meinem Teller stand. Ich hab keine wirkliche Deko außer Advents-/Weihnachtsdeko, die wird dann immer rausgeholt. Adventskalender, Nikolaus, Weihnachtsmarkt, etc. brauche ich irgendwie.
Und dann halt Weihnachten. Mit dem Gottesdienst und danach der Ruhe der Bescherung. Das war für mich schon immer ein Zur-Ruhe-Kommen.
Die Art der Intensität hat sich geändert, aber sie ist nicht weniger geworden. Es ist nur eine andere Art der Wahrnehmung (falls das Sinn ergibt).

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Hallo,
wenn ich so darüber nachdenke, ist mir Weihnachten aus drei Gründen wichtig:
1. Weil ich weiß, dass es insbesondere meiner Mutter sehr wichtig ist, an den Feiertagen mit der Familie zusammenzusein und ich ihr das niemals verwehren würde, weil es sie glücklich macht. Ich bin zwar manchmal genervt, wenn es sehr stressig ist, aber eigentlich ist es mir auch wichtig, dass wir mit der Familie beisammen sind.

2. Weil es immer ein wichtiger Teil meiner Kindheit/Erziehung (auch der christlichen) war und ich damit viel Schönes verbinde, so wie es auch schon in den Generationen vor mir war.

3. Weil ich dieses Schöne und die Tradition sowie die Bräuche und Rituale unserer Familie gerne an meine Kinder, also die nächste Generation unserer Familie weitergeben möchte in der Hoffnung, dass es ihnen auch etwas gibt und sie glücklich macht.
Sollte das in Zukunft nicht so sein und sie sich gegen ein gemeinsames Weihnachtsfest entscheiden, wäre ich sicherlich traurig darüber, aber ich würde es akzeptieren. Ich habe Weihnachten nie als Zwang empfunden und möchte später auch nicht meinen Kinder dieses Gefühl geben.

Demzufolge weiß ich nicht, wie Weihnachten ohne meine Eltern und ohne meine Kinder wäre, weil sie ein ganz großer Bestandteil der Festlichkeiten sind. Zudem sind meine Kinder noch sehr klein.
Aber ich vermute, dass es mir immer noch sehr wichtig wäre, nur auf eine stillere, in mich gekehrtere Art. Ich würde vermutlich die Zeit nutzen, um mich zu erinnern und nochmal besonders an diejenigen denken, die nicht mehr dabei sind und gerade wegen ihnen die Tradition weiterführen, wenn auch im kleineren Kreis oder auf bescheidenere Art und Weise.

Für mich ist Weihnachten ein Gefühl und ich denke, dieses Gefühl wird immer bleiben, auch wenn sich alles andere verändern wird.

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Weihnachten ist mir immer gleich wichtig geblieben, ich liebe es einfach. Verändern tut es sich auch jedes Jahr aufs Neue. Es wächst irgendwie mit mir und meinen Bedürfnissen mit.

Zb. Früher war es das Familenfest und eben jene mir das wichtigste, inzwischen bin ich schon vom traditionellen Familienessen am 26.12 total genervt.

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Uns ist es sehr wichtig, aber auch, weil das ein riesen fest ist. Es ist nicht "nur" weihnachten, was man am Heilig abend verbringt. Finds schade, dass sich viele nur auf den einen Tag versteifen. Da ist man natürlich traurig, wenn man nicht alle an einem Tisch bekommt.

Es fängt bei uns spätestens am 23. An (mit Wohnungsgroßputz) und endet tatsächlich erst zum Silvester.

Aber es ist auch natürlich, dass Familien irgendwann auseinander gehen. Die Kinder werden groß, haben eigene Kinder und dazu noch die Schwiegerfamilie, die zu Weihnachten dazu gehören. Und auch deren Kinder werden irgendwann groß. Da kommen die dann nur zum Essen, anstatt dass man alle Tage zusammen verbringt. Ich und mein Mann waren, als wir noch Kinderlos waren, auch nur zum Essen bei den Eltern (meinen oder seinen) am heilig abend. Seit unserem ersten Kind feiern wir zu Hause und besuchen sie die Tage dannach. Seine eltern genießen sogar die Ruhe am heilig Abend. Und vor allem, weil sie nicht mehr so viel kochen müssen. Kaffee und kuchen reicht dann auch, wenn wir da sind.

Bei uns ist es daher schön, dass es die regel gibt: sobald man eigene Kinder hat, feiert man zu Hause. Es ist auch für die Kinder schöner, da man Heilig abend wirklich besinnlich verbringen kann. Großeltern und auch andere Verwandte wie Freunde sind aber dann dennoch gern zu besuch gesehen, müssen dies aber nicht. Spätestens am 25. Oder 26. Trifft man sich eh mit den Großeltern und geschwistern und deren Familien zum Kaffee. Oder eben am 27. Oder 28. Je nachdem wann alle Zeit haben. Genauso die anderen Verwandten und die engsten Freunde.

Und zum Abschluss gibts dann Silvester wo man allerspätestens die Freunde sieht.

Also sei nicht traurig. Ihr könnt ja fragen, ob ihr Heilig abend bei eurem Sohn verbringen könnt. Abschlagen darf er es traditionell nämlich nicht 😉

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Also für uns ist es eben nicht nur das Essen und Geschenke am 24. Sondern eben auch das Beisammen sein und den gemeinsamen Ausklang des Jahres mit unseren liebsten. Deswegen geht Weihnachten für uns vom 23. Bis zum Silvester.

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Ich liebe die Adventszeit, wenns überall blinkt und leuchtet inn der Dunkelheit... #hicks
Ich zelebriere einige momente für mich, weil ich für mich schöne momente finde, wie es nur die Adventszeit kann. Das mache ich ganz bewusst.
Schon alleine, weil ich den Weihnachtsbaum so schön finde, wird es in diesem hause immer einen geben. Und da wir dieses Jahr am 1. WT weg fahren, steht der a uch scon seit dem2. Advent... #hicks
Wir haben nur wenige gleichbleibende Rituale, wir machen es uns jedes Jahr aufs neue passend schön...
das ist wie hüsch machen für einen tollen Abend... Das gehört zum Leben für mich dazu...

Ich wünsche dir von Herzen, dass du deine schönen momente trotzdem hast oder wiederfindest... #herzlich

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Also ich feiere erst mit meiner kleinen Familie seidem unsere Tochter auf der Welt ist. ( Seit ich 34 Jahr bin) vorher waren wir immer bei meinen Eltern. Das einzige Jahr wo es sehr betrübt war, war das Jahr in dem mein Vater gestorben ist. Jetzt ist meine Mutter an heilig Abend bei meinem Bruder aber nur kurz. Also ehr ruhig. Allerdings ist meine ganze Familie am ersten Weihnachtstag bei ihr. Geschwister von mir mit Kindern. Es gibt Kaffee und Kuchen, abends Essen, wir machen Bescherung für die Kinder, es wird gesungen und musiziert und na klar, es gibt einen 🌲 !!
Bei Schwiegereltern wohnt noch der älteste Sohn, die feiern eher ruhig aber auch mit essen und Baum. Am zweiten Weihnachtstag kommen dann mein Mann und ich mit unseren Kindern zu ihnen. Dann gibt's Bescherung und lecker essen. Gesungen wird dort allerdings nicht. Lg

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Weihnachten ist uns auch immer sehr wichtig.
Als ich noch zuhause wohnte, und meine Oma noch lebte hatte es immer etwas magisches. Als sie gestorben ist ( da wR ich 7) gings bergab, nur Streit an dem Tag, es wurde gegessen die Geschenke aufgerissen und dann sass man vorm Fernseher.

Bis ich mit meinem Freund (jetzigen Mann) zusammen kam. Ab da war ich Weihnachten immer bei ihm und es wurde wieder magisch
Für meine Kinder möchte ich jedes Jahr unvergesslich machen und es ist mir wichtig dass sie verstehen dass es mehr ums Zusammensein als Familie, als um die Geschenke geht. Zuhause in der Wohnung hatten wir aber nur einen Adventskranz und Weihnachtsbaum da nicht Platz war für die grosse deko. Aber da wir die tagr eh immer bei seiner Familie verbracht haben, wars nicht schlimm. Lediglich letztes Jahr, wollte ich von Weihnachten garnichz wissen, da unsere Zwillinge (4wochen alt damals) im kh lagen wegen einem Virus, ich habe mich dann aufgerafft für die grosse, aber die Stimmung war getrübt.
Dieses Jahr ist es dann das 1 offizielle Weihnachten für uns zu 5. Dazu noch das 1 mal Dass wir bei uns feiern und das im Haus wo wir im. Herbst eingezogen sind.
Das ganze Haus ist geschmückt (leider noch nichz ganz so wie ich wollte, aber jeder Raum etwas) und wir freuen uns alle riesig.

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Hallo,
eigentlich schreibe ich schon lange nichts mehr hier und lese sehr selten etwas, aber dein Beitrag ist gerade auch Thema bei uns .
Ich verstehe dich so gut und fühle momentan auch etwas Schwermut .

Wir haben fünf Kinder im Alter von 17,15,14,13 und 10 Jahren ………..

Vor über 20 Jahren als ich mit meinem Mann zusammen kam, musste ich Heiligabend zu 95% arbeiten , danach ging es mit seiner Familie essen da meine Schwiegermutter ein Christkind war und am Abend kam meine Familie oder wir waren bei Ihnen.
Dann kamen unsere Kinder, ich musste Heiligabend nicht mehr arbeiten und der Rest blieb gleich.
Auch ich habe einen schwerbehinderten Sohn, der zusätzlich Autist ist, zuhause und so mussten wir den ganzen Stress irgendwann entschärfen.
Wir gingen weiterhin mittags mit der Familie meines Mannes essen und meine Familie trafen wir am 2. Feiertag.
Meine Schwiegermutter starb dann im Jahr 2007, leider.
Lange Rede kurzer Unsinn, wir feiern den Heiligenabend mittlerweile nur noch zu siebt und gehen mittags auf den Friedhof jedes Jahr.

Alleine daran sieht man wie sich die Zeit und die Angewohnheiten ändern .
Momentan denke ich viel an " früher", denn , früher gabs bei uns jeden Tag die Adventsstunde mit den Kindern, Geschichten lesen und singen und das jeden Nachmittag über 2 Stunden.
Ich war durch und durch Mutter und hatte meine Aufgabe.
Mein Mann hat damals Schicht gearbeitet und wir hatten so unsere Rituale. Mit einem autistischen Kind ist das ja auch das wichtigste.
Wir waren glücklich und zufrieden ………….

JETZT, jetzt sind sie " groß" und ich bin eigentlich noch nicht bereit dazu.
Dieses Jahr wollte ich mit der kleinsten die Adventsstunde nochmal machen, aber sie hat auch keine Lust so alleine mit mir zu sitzen .

Nein, ich hatte auch keine Weihnachtsstimmung. Es liegt aber einfach nur an mir.
Mein Mann und ich lieben Weihnachten und meine Kinder auch. Unser Haus ist nicht nur geschmückt, es ist übertrieben geschmückt ;-).

Es ist an der Zeit wieder neue Traditionen zu machen, eine neue Zeit zu beginnen .
Um ehrlich zu sein, wir freuen uns jetzt darauf irgendwann Enkel zu haben #rofl , dann müssen die mit uns Weihnachten zelebrieren .

Es tut mir Leid das deine Mutter gestorben ist . Wie soll da auch Weihnachtsstimmung aufkommen .

wahrscheinlich ist es einfach Zeit für Veränderungen .
Alles gute und einen Guten Rutsch
Bianca #winke

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Ich danke dir für deine liebe Antwort. Es werden bessere Zeiten kommen. Nur muss man das alles verarbeiten.

LG Hinzwife