Weihnachten ohne Geschenke

Hallo, könnt ihr euch vorstellen einmal ein Weihnachten generell ohne Geschenke, ohne Konsum zu feiern?

Wir haben das letztes Jahr so gemacht und es war dennoch wunderschön, keiner war enttäuscht, es gab keinen Streit, keinen Neid, keinen Stress. Lediglich ein besinnliches Weihnachtsfest. Und was wir Geld gespart haben sollte man nicht glauben. Dieses Jahr haben wir uns auf 1 Geschenk pro Kind geeinigt und wir Erwachsenen schenken uns wiederum nichts.

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Hallo :)
Also ich persönlich, könnte es mir für uns Erwachsene sehr gut vorstellen. Für die Kinder allerdings nicht. Ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht, warum ich den Kindern den Weihnachtszauber mit den Geschenken nehmen sollte.
Im übrigen steht bei uns das christliche Fest und der religiöse Gedanke sowohl in der Adventszeit als auch an Weihnachten selbst im Vordergrund.
Wir gehen in die Kirche, lesen die Weihnachtsgeschichte, meine Tochter macht beim Krippenspiel mit, wir haben eine Adventsspirale, bauen die Krippe auf, binden Kränze etc. Wir singen lange gemeinsam an Heiligabend und sie lernt ein Gedicht oder Ähnliches auswendig.
Unsere Tochter glaubt noch an das Christkind und wäre schwer enttäuscht, wenn es sie oder ihr Babybruder vergessen werden würden.
Allerdings kaufen wir Eltern keine Geschenke für die Kinder, weil wir mehr als genug schenkewillige Verwandschaft haben 😂
Aber mich würde mal interessieren, warum ihr Weihnachten ohne Geschenke macht? Wollt ihr Geld sparen? Finde es auch komisch Kindern an Weihnachten Verzicht zu lehren, sowas mache ich unter dem Jahr und nicht an Weihnachten oder am Geburtstag.

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An sich ist das ja das, worum es bei Weihnachten geht. Um das Beisammensein, die Liebe, die Gesellschaft...mal "runter kommen" vom Alltagsstress.

Für Kinder könnte ich mir das nun allerdings nicht vorstellen, solang sie noch an Christkind oder Weihnachtsmann glauben.

Natürlich spart man dann ne Menge Geld und ich bin mir sehr sicher ... das man einiges spart.

Aber viele Kinder hören im Alltag ja "das kaufen wir jetzt nicht/das ist zu teuer/das können wir uns nicht leisten/musst du dir von deinem Taschengeld ersparen/Das und das war so teuer, daher ist das jetzt nicht drin/"
In Deutschland gibt es einige Familien, die es nicht so dicke haben. Wo das Geld unterm Jahr so reicht, um die nötigen Kosten und Rechnungen zu begleichen.

Weihnachten ist aber für Kinder das Fest wo sie sich ohne schlechtem Gewissen auch mal was wünschen können ohne im Hinterkopf haben zu müssen, dass das jetzt ja nicht drin ist...denn die Eltern bringen i.d.R. in Kinderaugen ja nicht die Geschenke 😀 so können die Eltern ihren Kindern einen Wunsch erfüllen, ohne dass die Kinder ein schlechtes Gewissen bekommen, dass die Eltern nun anderweitig einsparen mussten. Sicher haben die Eltern das ganze drauf gespart - aber so belasten die Geschenke den Alltag nicht.

Unter Erwachsenen also ein klares Ja! Mit Kindern...Nein.

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Wir Erwachsenen schenken uns schon seit über 10 Jahren nix mehr.
Erst seit die kleine da ist, gibt es wieder Geschenke für sie und da wird es jedes Jahr mehr als gedacht, leider.

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Hallo
Wenn uns danach ist, könnte ich es mir vorstellen. Aber künstlich „wegen dem Konsum“ finde ich bescheuert. Das ist ein Tag im Jahr. Wenn man in der Hinsicht Problem bei sich erkennt, muss man generell etwas ändern. Abgesehen davon, dass das unter normalen Umständen doch keinesfalls eine entweder oder Sache ist.
Aber wenn es, wie man hier so oft liest, so läuft, dass erst mal genau berechnet wird wie viel jetzt für wen ausgegeben wurde und was man zum „ausgleichen“ noch braucht, dass xy sich nicht an die Vorschläge halten mag,... ist meine Erfahrung wohl auch nicht der Maßstab. Für uns ist schenken noch etwas ganz natürliches.

LG

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Also mein Mann und ich werden uns in diesem Jahr das erste Mal nichts schenken. Wir wissen aufgrund des ET unseres ersten Kindes sowieso nicht, wie wir Weihnachten feiern werden können und wollten uns nicht zusätzlich Druck machen. Wir haben was wir brauchen und ich fand es sowieso immer schwierig, ihm ein Geschenk zu machen weil wir beide uns während dem Jahr einfach kaufen, was wir benötigen oder schön finden und gut ist‘s 🤷🏼‍♀️ Heißt nicht, dass wir im Luxus leben und ständig shoppen gehen, aber ich brauche nicht x Schmuckstücke, teure Taschen o.ä. Und bin stolz darauf, mir das selbst leisten zu können wenn ich unbedingt möchte.
Allerdings sind seine Eltern beim Schenken eher eigen und etwas fordernd in meinen Augen. Wir kommen zumindest dieses Jahr nicht darum herum, uns noch etwas einfallen zu lassen weil wir wissen dass sie schon etwas besorgt haben und es Stress geben würde, wenn wir mit leeren Händen dastehen 🙄 für meine Familie gibt es jedes Jahr nur Kleinigkeiten wie eine Dose selbstgemachte Plätzchen, Likör o.ä. Das macht mir beim Vorbereiten Spaß und ist nicht besonders teuer.
Hoffe, dass wir uns mit meinen Schwiegereltern für nächstes Jahr einigen können, dass nur der Enkel etwas geschenkt bekommt 😬 Dieser ganze Druck das passende Geschenk zu finden ohne knauserig zu wirken echt anstrengend

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Wir haben Weihnachten schon immer "klein" gehalten. Wir Erwachsene schenken uns schon lange nichts. Dieses Jahr wird es auch für die Kinder nicht viel geben. Die Kleinen wünschen sich Holz zu Weihnachten 🙈 unser Stelzenhaus soll erweitert werden

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Mein Mann und ich handhaben das seit einigen Jahren schon so, dass wir uns Heiligabend nichts hin- und herschenken. Aber wir teilen uns einen gemeinsamen Adventskalender zum Selbstbefüllen und können uns dort in der Vorweihnachtszeit mit Kleinigkeiten (!) überraschen.

Mit den Geschwistern und Eltern/Schwiegereltern wichteln wir jeweils, d.h. losen im November aus, wer wen beschenkt. Das finde ich einen schönen Mittelweg zwischen viel zu viel oder gar nix schenken. Anstatt sich den Kopf über zig kleinere Geschenke zu zerbrechen, hat man Zeit sich explizit für eine Person Gedanken zu machen und ein passendes Geschenk zu finden (Budget 50-60 €). Und irgendwie ist das schon schön, wenn man dann unterm Baum die gegenseitige Freude am Schenken und Beschenktwerden merkt. Wobei mir persönlich ganz ohne Geschenke auch nichts fehlen würde. Ich genieße viel mehr das ganze Drumherum, den festlich geschmückten Baum, die Krippe, den Besuch im Gottesdienst (vor Corona), das gemeinsame Kochen/Essen, Liedersingen, Weihnachtsgeschichte lesen, etc.

Für unseren Sohn wird allerdings das Christkind kommen. Das Ritual der Bescherung macht nunmal gerade für Kinder einen großen Teil des Weihnachtszaubers aus. Die Lösung 1 Geschenk pro Kind finde ich aber gar nicht schlecht. Zumindest 1000x besser, als die Konsumrauschalternative, wenn Kinder ihren Wuschzettel quasi als Bestellzettel verstehen und Heiligabend dann wirklich alles unterm Baum liegt. Erstens lernen Kinder dadurch, sich wirklich über Herzenswüsche Gedanken zu machen, zweitens bleibt die Überraschung, was denn nun tatsächlich vom Christkind/Weihnachtsmann gebracht wird.

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Mein Mann und ich haben uns mal ein Jahr nichts geschenkt und das Geld, was wir normalerweise für Geschenke ausgegeben hätten für Extras für unseren Las Vegas Aufenthalt genommen.
Aber wir fanden es beide schade, uns nichts zu schenken. Wir sind halt beide gerne-Schenker und zelebrieren das für uns spät an Heilig Abend wenn die Kinder im Bett sind. Etwas leckeres zu Essen, ein guter Wein oder Champagner und dann auf einem Kissen- und Deckenlager vor dem Weihnachtsbaum abwechselnd unsere Geschenke auspacken, kuscheln und knutschen und die Weihnachtskarte des anderen lesen. Das sind auch nicht immer unbedingt teure Geschenke, wir haben kein Budget oder Limit oder Mindestbetrag. Aber eigentlich immer sind es mehrere, liebevoll und besonders verpackte Päckchen. Sachen, die genau zu uns passen, eine Bedeutung haben, oder schon lange gewünscht aber selbst nicht gekauft wurden. Wir sind auch beide so, dass wir fast mehr Freude und Aufregung haben, wenn der Andere auspackt, weil wir uns so freuen, wenn wir Sachen gefunden haben, die eine Überraschung und gleichzeitig auch sehr passend sind. Also, allein wegen der Freude am Schenken würden wir das nicht weglassen.
Wir werden uns also auch weiterhin beschenken und die Kinder sowieso.

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Wir halten Weihnachten immer klein. Für uns steht die christliche Bedeutung im Vordergrund.
Unsere Kinder glauben auch nicht an den Weihnachtsmann o. ä.
Ich bin mir sicher, dass es für sie auch ohne Geschenke besonders wäre. Unser Weihnachtszimmer-Ritual besteht zuallererst aus der Weihnachtsgeschichte, Weihnachtsliedern und Gedichten.
Danach kommen die Geschenke. Nur sehr wenige pro Kind, mein Mann und ich schenken uns nur eine Kleinigkeit.
Ganz ohne Geschenke möchte ich es nicht haben.
Das war ja auch das allererste Weihnachtsfest nicht😏

Letztes Jahr an Weihnachten hat unser damals 3-Jähriger gefragt: „Papa, wenn an Weihnachten Jesus Geburtstag hat, warum kriegen wir dann Geschenke und nicht Jesus?“
Seine Geschwister haben geantwortet.
Die damals 5-jährige: „Jesus hat doch auch Geschenke bekommen.“
Der damals 9-jährige: „Weil Jesus ein Geschenk für uns ist. Und Jesus freut sich am meisten, wenn wir anderen Leuten eine Freude machen.“

Ich kenne eine Familie, bei denen es keine Geschenke gab. Sie haben einem immer das Gefühl vermittelt, dass sie deshalb die besseren Christen sind🙈