Nach Umzug ein anderes Schuleinzugsgebiet und nur Probleme

Hallöchen!


Ich hab ja letzte Woche schon mal geschrieben wegen meinem Ex, der unseren Sohn Playstation Spiele spielen lässt die bei weitem noch nix für ihn sind.

Nun jedenfalls scheint bei uns wirklich der Wurm drin zu sein. Wir sind nun vor 5 Wochen umgezogen, es ging alles Hals über Kopf (was seine Gründe hatte) und der Umzug geschah in den Herbstferien. Man muss sich das so vorstellen, wir haben uns die Wohnung angeschaut und eine Woche später zogen wir um.
Direkt nach den Ferien hatte ich dann einen Termin bei der Schulleiterin der Schule auf die mein Sohn geht.
SIe sagte mir dann, dass ich einen Antrag in Form eines Briefes schreiben soll und nannte mir auch genau was ich schreiben solle. Genau das tat ich auch, drei Wochen später rief mich dann die Schule wieder an, ich müsste nochmals zum Gespräch kommen, man müsste nochmals über den Schulwechsel sprechen.
Einen Tag später stand ich wieder in der Schule und die Leiterin sagte mir dann, dass die Gründe die ich angab nicht reichen würde, sie wären nicht "gut" genug.

Mein Sohn(6einhalb) hat Probleme damit sich in der Schule zu fügen, ist aggressiv und kann sich schwer nur konzentrieren und zusammen reissen. Am Freitag erfuhren wir dann, dass mein Sohn an ADHS leidet und eine sehr ausgeprägte "version" davon hat.
Leider ist er schon bei seiner Lehrerin sehr in Ungnade gefallen und wir haben den Verdacht, dass die meinen Sohn dort gar nicht weiter haben wollen, weil er eh nur Probleme macht.
Nun, heute hatte ich wieder einen Termin bei seiner Lehrerin, natürlich ging es auch um den Schulwechsel. Ich sagte ihr, dass unser Psychologe sich demnächst mit ihr und auch der Schulleiterin in Verbing setzen wird. Desweiteren teilte ich ihr mit, dass wir alle, auch unser Sohn weiterhin diese Schule besuchen will. Sie meinte dann, dass ein Schulwechsel besser wäre, da ihn da niemand kennt und er hier keine Freunde hat und auch keine bekommen wird.
Wir haben aber Angst, dass unser Sohn einen solchen Wechsel nicht so gut wegstecken würde, da er mit Veränderungen momentan noch sehr schlecht zu Recht kommt. Nun nimmt er Tabletten gegen die Symptome von ADHS aber erst seit Samstag.

Das Gespräch verlief eigentlich nicht gerade gut. Als mein Sohn und ich dann gingen und zum Parkplatz liefen, kam von hinten ein junger Mann vom Schulhof zusammen mit seinem Kumpel gelaufen. Als die beiden sich näherten erkannte ich den Jungen, es ist der Sohn unseres Vermieters, der im übrigen hier gegenüber wohnt! Er geht ganz offensichtlich dort zur Schule, mein Sohn soll das aber nicht dürfen!!
Da kann doch was nicht stimmen. Wieso darf der Sohn unseres Vermieters, der hier gegenüber von uns wohnt dort zur Schule gehen und mein Sohn nicht!?
Ich bin stinksauer, aber zuerst werde ich heute abend mal zu unserem Vermieter rüber gehen und fragen aus welchen Gründen er in diese Schule geht, bevor ich mich nun umsonst aufrege.

Könnt ihr mir vielleicht sagen, wo ich mich hinwenden muss um durch zu setzen, dass mein Sohn weiterhin in dieser Schule bleiben darf? Ich meine, mein Mann fährt ihn jeden morgen zur Schule und ich hole ihn Mittags wieder ab, dass ist keine große Belastung und selbst wenn, die nehmen wir ja gerne in kauf, dafür das sich mein Sohn wohlfühlt.
Was soll ich denn nun tun?
Meine Mutter ist früher auch mal in ein anderes Einzugsgebiet gezogen und dennoch durfte ich in meiner alten Schule bleiben, ganz unbürokratisch, es wurde einfach genehmigt, ich bekam sogar ne Fahrkarte!!

Was soll ich denn nun tun? Ich hab ja nicht mehr lange zeit um durch zu boxen, dass mein Sohn auf dieser Schule bleiben darf. Zumal was der Witz an der ganzen Sache ist, ist das die Schule noch nicht einmal viel weiter weg ist vom alten Wohnort als jetzt vom neuen, dass macht vielleicht einen ganzen km aus!!
Ich will meinem Sohn helfen!!!

Liebe Grüße
Steffi

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Liebe Steffi,

wenn ihr dran bleibt, werdet Ihr sicher auch durchsetzen, dass Euer Sohn auf seiner Schule bleiben kann. Ein Schulwechsel würde ihn, der sowieso schon verunsichert ist, noch mehr belasten und sein Selbstvertrauen nicht gerade fördern. Ich würde versuchen, seine Probleme erst mal vor Ort in den Griff zu bekommen.
Wir haben selber ein aggressives Kind, das - getrieben von Ängsten und Unsicherheiten - oft schon aufgefallen ist. Leider haben viele Lehrer nicht die Geduld, sich auf längere Zeit mit problematischen Kindern einzulassen und wären vielleicht froh, sie könnten einen Problemfall durch Schulwechsel loswerden. Bei uns habe ich auch das Gefühl, die Lehrerin wäre ihn lieber heute als morgen los.
Also bleibt dran, viel Mut und ein dickes Fell wünsche ich Euch #liebdrueck
Gruß Gudrun

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Hallo Steffi,

bei uns ist es so, dass ein Schüler die Grundschule besuchen muss, in dessen Einzugsgebiet er wohnt.

Nur wenn beide Elternteile einer Beschäftigung nachgehen und die das Kind betreuende Person in einem anderen Bezirk wohnt, kann das Kind diese andere Schule besuchen.

Ausnahmen gibt es leider nicht.

Liebe Grüße
Andromache