Förderschule Ja oder Nein ??

Hallo

Ich habe eine fast 13 Jährigen Sohn der eine KGS Besucht.
Dort ist er in allen Fächer auf den Hauptschulzweig, bis auf in Mathe (Real). Sein Noten durchschnitt liegt bei 3,6 also nicht sehr gut

Dazu kommt das er Hochton schwerhörig ist und unter Depresionen Leidet (u.a. Schulangst) Er ist in Psychatrischer Behandlung.

Es gibt die möglichkeit in auf eine Hör Förderschule zuschicken wo er seinen Hauptschulabschluß und auch Realschulabschluß machen kann.

Was würdet ihr tun? Leider ist die Schule in Hannover und wir wohnen ca 25 - 30 KM von der schule entfernt.

Nächste woche hab ich einen Termin bei seiner Psyologin da wollte ich sie drauf ansprechen was sie davon hält.

was haltet ihr davon??

LG

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Würde ich nicht. Wenn die Möglichkeit besteht in mit einer Fachkraft in der jetzigen Schule fördern zu lassen. Dazu musst Du einen Antrag bei der Schulbehörde stellen.

Wir haben für jede! Behinderung eine Extra Schule. Immer schön wegorganisieren, abschieben und dort vergessen.

Und nachher wissen unsere Kinder nicht, wie man mit Behinderten umgeht.

Gruß

manavgat

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Bin im Prinzip deiner Meinung, finde aber, dass dies ein grundsätzliches Problem ist. In diesem Fall geht es um dieses bestimmte Kind. Ich bin der Meinung, dass dieses in einer Förderschule mehr gefördert wird. Vielleucht gibt es dort so genannte Außenklassen. Diese sind an einer Regelschule und haben dort gemeinsamen Unterricht. So werden sie nicht wegorganisiert und "unsere Kinder wissen, wie man mit Behinderung umgeht".

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Es geht hier nicht um Meinung oder gefühlte Wahrheiten.

Wir (Deutschland) haben nicht umsonst mehr als eine Watsche von der OECD bekommen, weil unser Schulsystem ausgrenzt statt zu fördern.

Es gibt wissenschaftliche Studien, dass Kinder mit Förderbedarf die an Sonderschulen abgeschoben werden, regressiv reagieren.

Gruß

Manavgat

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ich würde es wahrscheinlich machen.

immerhin ist die förderung dort nun mal besser als auf der anderen schule, und wenn es dort auch den real gibt, dann ist doch alles i.o.

vielleicht liegt der schnitt mehr an der umgebung als an deinem kind?

zu meiner vorschreiberin: das hat nix mit abschieben zu tun. in der förderschule ist er einer unter vielen, in der jetzigen (vielleicht) eher etwas besonderes. darauf reagieren die anderen kinder unterschiedlich - manche normal, manche mit mobbing, etc ...

wenn ich das umgehen könnte, würde ich es tun

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Hallo,

ich würde ihn auf die Hör-Förderschule schicken.
Die Lehrer und Erzieher dort sind geschulter am Umgang mit hör- und / oder sprachbehinderten Kinder als in einer normalen Schule und meist sind die Klasse dort auch kleiner.

Der Schulweg sollte eigentlich kein Problem sein, da diese Schulen zumeist Kleinbusse haben und die Kids an der Tür abgeholt und auch wieder gebracht werden.

Grüße

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Ich würde, wenn ich die Chance bekomme ihn in jeden Fall in der Förderschule anmelden.

Wie du es beschreibst ist er doch in einem Teufelskreis gefangen. Er hört schlechter, kommt schlechter in der Schule mit, daraufhin hat er Schulangst und dadurch werden die Noten noch schlechter.

Weniger Kinder in der Klasse, einige die nicht viel besser sind wie er, das gibt doch erfolgserlebnisse, die die Leistung verbessert und was noch wichtiger ist er kann vielleicht seine Jugend wieder eher genießen.

Und wenn er seinen Haupt- Realschulabschluß hat, ist es doch egal in welcher Schule. Selbst wenn ein Chef später fragt warum dort der Abschluß gemacht hat. Kann er sagen ich hatte hör bzw. sprachprobleme. Und wenn er trotzdem einen guten Abschluß macht ist das doch ein zeichen dafür das er kämpfen kann. Also eher positiv.

Liebe Grüße

Martina


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Hallöchen,

besteht eventuell die Möglichkeit, deinen Sohn in eine andere, aber integrative Schule zu geben? Von Sonderschulen halte ich nicht viel, obwohl oder gerade weil ich selbst angehende Sonderpädagogin bin (aber mit dem Ziel des Unterichts an Regelschulen).

LG
mofi #blume

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hallo

Die schwerhörigen schule ist in dem sinne keine Sonderschule.

Wir haben gestern mit dem Sohnemann gesprochen und will nicht wechsel. Mal sehen was Donnerstag die psychologin sagt

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Ich würde ihn auch schicken.

Vielleicht könnt ihr ja 14 Tage zur Probe schnuppern gehen? Vielleicht merkt er dass es doch ganz schön sein kann dort.

Die Hörförderschule ist ja keine Förderschule in dem Sinne, sondern sie arbeiten nach normalem Regelschulplan, nur in kleineren Klassen und glaub auch mehr praktisch.

Wenn er jetzt keine positiven Rückmeldungen mehr bekommt und keinen Abschluss schafft, ist ihm ja auch nicht geholfen.

:-(

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Hat dein Sohn eine FM-Anlage?

Gruß Barbara

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Nein noch nicht wir sind dabei eine zu beantragen.

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Wenn ihr die FM-Anlage habt, fragt euren Akkustiker ob er zur Schule kommt und den Lehrern die Anlage erklärt und auch die Schwerhörigkeit. Oft hilft das für mehr Verständnis bei den Lehrern.

Auf der Seite http://www.inohr.de findest du auch Info über den Nachteilsausgleich.

Auf der Seite http://www.schwerhoerigenforum.de war letztens auch eine Diskusion Regelschule - Förderschule.

Dann könnte euch noch der mobile Dienst einer Schwerhörigenschule unterstützen.

Förderschule würde ich erst machen wenn nichts anderes mehr geht.

Unser hochgradig schwerhörige Sohn hat die Regelgrundschule hinter sich und hat jetzt auf eine Schwerhörigenrealschule gewechselt. Die weiterführende Schule vor Ort wollte ihn nicht nehmen.

Gruß Barbara


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