Konzentrationsprobleme - 1. Klasse

Hallo,

mein Sohn geht jetzt seit 3 Wochen in die erste Klasse.
Ich denke, er befindet sich noch in der Eingewöhnungsphase. ( Er hat immer noch angst vor dem Schulweg - ich bringe ihn in die Schule bis zur Schuleingangstür und hole ihn wieder ab.) - Was schon eine steigerung ist, da ich anfangs ihn immer bis zum Stuhl in seinen Klassenzimmer bringen mußte ). Heute wollte ich es noch etwas ausweiten - und ihn nur bis zum Schulhof bringen. Er ging tapfer Richtung Eingang, auf halben Weg blieb er stehen und fing an zu weinen. Er hat Angst ( weiß aber auch nicht genau wovor ).

Im Untericht kann er sich nicht richtig konzentrieren. Lt. Lehrerin hört er einfach nicht hin, ignoriert sie sogar. Bei der Aufforderung etwas zu machen steht er einfach auf und behauptet er muß Pipi und geht . Er bekommt im Untericht die Aufgabenstellung nicht mit , so dass man ihn dies noch einmal ein 2tes oder 3tes mal sagen muß. ( Dies führt natürlich zum Zeitverlust und die Aufgaben können so in der Schule nicht zuende geführt werden wie die anderen Kinder ). Die Aufgaben sind jedoch nicht zu schwer für ihn, zuhause erledigt er sie ohne Probleme.

Bei Sachen die ihn interessieren - hört er auch genau hin. Und kann sie Zuhause ohne Probleme wiedergeben. Wenn ich ihn von der Schule abhole ist er immer ganz begeistert und sagt wie schön es dort ist. ( Morgens zum hinbringen siehts dann wieder anders aus ).

Seit der Schule ist er wieder mega anhänglich geworden.
Er will fast nur noch mit mir schmusen oder zumindest in meiner Nähe bleiben. Möchte mein Mann etwas mit ihn unternehmen und ich bin nicht dabei ( Bin z.Zt. 36 SSW ) gibt es wieder Tränen und er weigert sich ,mit seinen Papa mitzugehen.

Wir haben schon einen Jungen aus seiner Klasse zuhause eingeladen - das spielen klappte super. Leider muß ich den Jungen abholen, da die Mutter nachmittags kein Auto hat. ( wir wohnen hier in kleinen Dörfern ) Wg. fehlenden Zweitkindersitz habe ich ihn für 10 Minuten bei der Nachbarin abgegeben. ( Sie haben eine Tochter mit der er super oft spielt und oft alleine rüber geht - und plötzlich fängt er wieder an zu weinen und will nicht da bleiben aus Angst.

Daher meine Frage, kann die Konzentrationsprobleme durch seine Angst beeinflusst werden ???
Er weiß, dass ich wg. des Babys bald ins KH muß und er für einpaar Tage zuhause alleine mit seinen Papa bleiben muß - ich denke, er beschäftigt sich auch damit viel.

Vieleicht wird es ihm jetzt alles zuviel mit Schulanfang und Baby. ( Auf sein Brüderchen freut er sich jedoch - lt. Aussage ).

Habe am Freitag ein Gespräch mit der Lehrerin, mal sehen - was sie meint.
( Kann man ihn bei der jetzigen Situation aus der Schule wieder ausschliesen, falls die Lehrerin der Meinung ist, er ist noch nicht Schulreif ??? - Ich denke, er muß sich erst eingewöhnen und es wird vermutlich besser, wenn ich mit dem Baby wieder zuhause bin.

Gruß
Sandra

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Ich denke nicht, dass es Konzentrationsprobleme sind. Er hat Anpassungschwierigkeiten, das ist völlig normal.

Du bist schwanger, er fühlt, da kommt eine Veränderung. Mit der Schule hat das vermutlich gar nix zu tun. Sprich mit ihm: wenn das Baby da ist .... Es gibt Literatur zu dem Thema, auch kindgerecht! Vielleicht können die, die mehrere Kinder haben, dir da noch Tipps gegen.

Ich würde mit ihm einen festen Zeitpunkt vereinbaren, ab dem Du ihn nicht mehr bringst. Nimm einen Kalender und zeige ihm das heutige Datum (lass es ihn markieren) und das Datum, ab dem er allein geht.

Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass Seh- und Hörtest gemacht worden sind.

Gruß

Manavgat

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Hallo,

mein Sohn ignoriert seine Lehrer nicht - das ist eine völlig falsche Wahrnehmung #schein -> er träumt und bemerkt gar nicht, dass er angesprochen wird.

Vielleicht geht es deinem Kind auch so.

Wir haben einen ähnlichen Altersabstand. Ich empfehle folgende Literatur:

http://www.amazon.de/Ein-Br%C3%BCderchen-Lili-Karin-G%C3%BCndisch/dp/3451702843

Bevor das Baby geboren ist, kann dein Sohn noch gar nicht einschätzen was da auf ihn zukommt. Ihr solltet mit ihm darüber sprechen, welche Konsequenzen ein Baby für ihn hat - denn die gibt es zweifellos - und vereinbaren, dass er jederzeit sagen SOLL, wenn er sich vernachlässigt fühlt.

LG Marion