Sohn darf nicht an Schulprojekt teilnehmen

Hallo,

mein Sohn geht in die 2. Klasse einer Privatschule. Er geht nicht in die Betreuung, sondern wurde von mir nach der Schule abgeholt.

Jetzt hatte die Schule beschlossen, nach den Sommerferien die "Verlässliche Grundschule" anzuschaffen, an der alle Kinder teilnehmen sollen. Außerdem soll es ein Projekt namens "Faustlos" geben, welches " in den Unterricht integriert" werden soll.

Die Kinder gehen nach der Schule zum Mittagessen und machen die Hausaufgaben,um 14.00 Uhr werden sie abgeholt. Kostenpunkt, ca. € 135,00 mehr im Monat.

Jetzt ist es so, dass ich aus logistischen Gründen (habe noch eine kleine Tochter, die um diese Zeit ihren Mittagschlaf macht), aber auch aus finanziellen Gründen (habe bald noch ein schulpflichtiges Kind) es nicht möchte, dass mein Sohn daran teilnimmt.

Nach langem hin und her mit anderen Eltern habe ich erreicht, dass mein Sohn jeden Tag bis 12.25 Uhr in der Schule bleibt und wenn die anderen Kinder zum Mittagessen gehen, hole ich ihn ab.

Klar, das man mir da entgegengekommen ist, bin ich auch dankbar für.

Dieses Projekt Faustlos ist aber jetzt auf 13.15 Uhr gelegt worden.

Auf eine andere Zeit kann man das Projekt nicht verlegen.

Jetzt hatte ich gefragt, ob mein Sohn an diesem Tag länger in der Schule bleiben kann, um an diesem Projekt mit teilzunehmen. Natürlich nicht unentgeldlich.

Es wurde von der Schulleitung abgelehnt. Das Projekt könnte man nicht so "dazubuchen" wie man wollte. Entweder nimmt der an der "Verlässlichen Grundschule" komplett teil oder er lässt es.

Dieses Projekt wird auch von der Klassenlehrerin unterrichtet.

Erst heißt es es wird in den Unterricht integriert und jetzt findet es nach Essen und Hausaufgaben statt.

Wie ist Eure Meinung dazu?

Habe ich noch eine Chance, dass mein Sohn daran teilnehmen kann?


Gruss

wilderacker

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Hallo,

ich finde es sehr ungewöhnlich daß die verlässliche Schule ein MUSS für alle Kinder ist. Sowas habe ich tasächlich noch nie gehört. Mir wäre das auch absolut zu teuer.
Mein Sohn geht auch in die verlässliche Schule, die kostet hier gar nichts und wird vom Förderverein getragen. Ich habe schon von 20 oder 25 Euro gehört die man monatlich zahlt, das finde ich auch noch okay. Mittagessen ist dann zuhause.
Wüßte auch nicht was das Projekt mit der Schule zu tun hat und schade daß Dein Sohn ausgeschlossen werden soll. Da machen die auf Gemeinschaft und wollen den Kindern was beibringen und stellen sich selber so auf doof und stur.
Ich wüßte auch nicht was ich da machen sollte.
LG Z.

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hi,
das ist eher eine besondere Situation, da Privatschule.
Ich denke du hast nur eine Chance, wenn dieses Projekt teil des Unterrichtes ist. Das würde ich am besten klären. Ansonsten denke ich, die Schulleitung hat ganz klar gesagt, das es keine Einzelbuchung gibt.
Braucht dein Sohn dieses Projekt aufgrund seiner Persönlichkeit? Dann würde ich vielleicht darüber versuchen, eine Ausnahmegenehmigung zu bekommen.
Ich denke, ohne alle Fakten zu kennen, das du von rechtlicher Seite keine Ansprüche hast, da ginge es nur über persönliche Gespräche. Letztlich geht es in diesem Projekt und das Thema Gewalt- ein heute wichtiges Thema, da sollte man keine Kinder ausschließen. Aber das ist meine Meinung. Klar hat die Schule ein Interesse daran, die Betreuung voll zu kriegen. Mehr kann ich leider auch nicht dazu sagen. Aber vielleicht meldet sich ja noch jemand der seine Kinder auf einer Privatschule hat.
gruss
kasia :-)

3

Hallo, schade für deinen Sohn. Meine Kinder haben ein ähnliches Projekt in der in der staatlischen Grundschule gemacht. Bei uns geht es über zwei Jahre.
Ich glaube aber das privat Schulen einfach auf das Geld sehen. Wer da sein Kind anmeldet muß auch in der Lage sein dass gewünschte zu bezahlen. Das Projekt ist doch ein Anreitz das die Kinder länger bleiben.
Sonsten gilt der Spruch: Wer will findet einen Weg , wer nicht will findet eine Ausrede!!!!

4

Hallo wilderacker,

"unsere" Privatschule ist eine Ganztagsschule.
Da kann man nicht wählen.

Die Kinder dürfen frühestens (außer nach Absprache natürlich in Ausnahmefällen) 15:45 Uhr abgeholt werden.

Also Ganztagsschule mit Hort halt.

Der Hort kostet auch hier was über 100 Euro extra zum Schulgeld und Verpflegung und so.

Wenn es aber bei euch nicht von Anfang an so war, finde ich es jetzt äußerst schlecht, dass es plötzlich förmlich ein Muss ist.

Ist dir dieses Projekt sehr wichtig?

Klar ist es doof, dass dein Kurzer dann nicht dran teilnehmen kann, da musst du wohl abwägen.

Mir wäre allerdings das Projekt (mehr ist es ja nicht) jetzt nicht soooo super wichtig, dass ich dafür 135 Euro ausgeben würde.

Was sagt dein Sohn dazu?

Grüße

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Die Frage ist:

wer ist der Träger des Projektes Faustlos?

Die Schule?

dann ist das eine Leistung für alle!

Ich würde mich ganz blond stellen und freundlich beim Schulamt nachfragen!

Gruß

manavgat

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Hallo,

also von seiner Persönlichkeit braucht er das Projekt jetzt nicht, es soll aber trotzdem sehr gut sein für die Kinder. Dieses Projekt geht jetzt 1 Jahr.

Mich ärgert es nur, dass uns erst angepriesen wird, dieses Projekt wird in den Unterricht integriert und dann wird es "frech" in die 7. Stunde gelegt.

Der Träger ist denke ich mal die Schule. Dieses Projekt ist sehr teuer, die Schulungen etc. haben viel Geld gekostet. Das muss jetzt erst wieder reinkommen.

An welche Stelle beim Stadtschulamt müsste man sich denn da wenden?

Mein Sohn ist sehr traurig darüber, dass er nicht teilnehmen kann.

Die Lehrerin sagt, sie hält sich raus.

Ich arbeite in einem Rechtsanwaltsbüro. Mein Chef schreibt die Tage mal einen Brief hin. Er meint, wenn dann nichts kommt, könnte man auch mal an das Kultusminsterium schreiben.

LG
wilderacker



7

Hallo,

um ganz ehrlich zu sein, verstehe ich das Ganze nicht. Erst schickst Du Deinen Sohn auf eine Privatschule, die selbstverständlich mit Kosten verbunden ist. Dann sagst Du, Du möchtest aus logistischen und finanziellen Gründen nicht, dass Dein Sohn an der Veranstaltung teilnimmt. Jetzt nimmt er nicht daran teil und es passt Dir nicht.

Ich persönlich bin der Meinung, dass jeder selbst entscheiden sollte, ob das Kind auf eine Privatschule geht oder nicht. Wenn es denn aber auf eine Privatschule geht, muss den Eltern auch klar sein, dass es etwas kostet. Ich kann nicht nachvollziehen, wenn Eltern mit einem sowieso schon engen Geldbeutel ihre Kinder da hin schicken und später sagen: Ist mir zu teuer.

Außerdem gehe ich auch nicht damit konform, bei Schulveranstaltungen usw. logistische Probleme vorzuschieben. Was wäre denn, wenn er ganz normal bis zur 7. Stunde Unterricht hat? Da kannst Du ihn auch nicht vom Unterricht befreien.

LG Anja

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Hallo,

auf so eine Antwort habe ich schon gewartet.

Was heißt denn, erst will ich nicht, dass er an Veranstaltung teilnimmt und dann passt es mir nicht, dass er nicht dran teilnimmt. Das habe ich doch gar nicht geschrieben.

Es ging mir nur um das Essen und die Hausaufgaben. Ich zahle nicht über € 300,00 im Monat dafür, dass mein Sohn das Essen nicht isst, das es qualitativ sehr minderwertig ist und ihm oft einfach nicht schmeckt und auch nicht dafür, dass er in einer Klasse von 25 Kindern zusammen die Hausaufgaben machen muss, wo er sich oft nicht konzentrieren kann und zum Schluss sie doch noch zu Hause machen muss.

Mir geht es allein darum, dass uns mitgeteilt wurde, dass es ein Projekt geben wird, welches in den Unterreicht integriert wird. Und jetzt wurde es extra in die 7. Stunde gelegt, damit man auf jeden Fall dieses Betreuungsangebot jeden Tag wahrnimmt.

LG

wilderacker



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Huhu,

ich nochmal.

Wenn es aber die 7. Stunde ist, und nicht Hort - also ganz normal ne Schulstunde - dann verstehe ich NICHT, warum du das extra bezahlen sollst.

Hort geht nach der Schule los.
Schulgeld gilt für alle Unterrichtsstunden.

Projekt gehört meiner Meinung nach zum Unterricht.

Damit hätte, meiner Auffassung nach, dein Sohn einfach nur eine Stunde mehr.

Komische Schule, irgendwie.

Grüße

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Mir erschließt sich nicht, was das Projekt faustlos (Gewaltprävention?) mit dem Thema verlässliche Grundschule zu tun hat.

Diesen Zusammenhang sollte der Schulleiter begründen.

Ansonsten einfach dumm nachfragen, warum die Schule der Ansicht ist, dass nur ganztägig die Schule besuchende Kinder Gewaltprävention brauchen (ob diese Kinder gewalttätiger seien?).

Falls eine Teilnahme weiterhin nicht möglich sei, solle zumindest ausdrücklich klargestellt werden, dass es sich um keine Unterrichtseinheit handele und sich auch ausschließlich an Ganztagsschüler richte und bittest um eine entsprechende Bescheinigung.

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Habe jetzt alles gelesen und kann im Grunde nur zustimmen, die feine Art ist es natürlich nicht!
Hast du vielleicht die Möglichkeit, ihn zur 7. Stunde noch mal hinzubringen?
Weil das Projekt an sich dürfte ja nix kosten...
Wenn es dir so wichtig ist, würde ich vielleicht überlegen, ihn für ein Jahr in die Ganztagsschule zu geben und nachher wieder abzumelden. Obwohl es natürlich heftig ist, wenn du für 4 Termine im Monat (ist doch richtig, oder?) im Endeffekt 135 Euro pro Monat mehr bezahlen sollst.. Und er jeden Tag dableiben soll, obwohl es nur um einen Tag in der Woche geht... Arg... ich hasse sowas auch...

Ich würde mich vielleicht noch mal mit der Bitte an den Träger wenden, dass du an einem Tag in der Woche Bedarf für die Betreuung hast, inklusive Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung und eben Projekt. Ich würde mich da nicht so weiteres von der Leiterin abwimmeln lassen. Vielleicht stimmt der Träger dem zu, wenn du, sagen wir mal, einen Pausch-Betrag von 10-15 Euro pro Tag zahlst. Ist immer noch günstiger als 135€ im Monat...