Wechsel von Gymnasium zu Realschule - Problem Latein

Hallo!

Der Freund meines Sohnes wird wohl nächstes Jahr vom Gymnasium auf eine Realschule wechseln. Die Klasse wiederholen möchte er nicht.

Er ist jetzt in der 6. Klasse und hat gerade mit Latein angefangen. Soweit ich weiß, wird an Realschulen Latein nicht gelehrt - hier in der Gegend zumindest nicht.

Wie kann er denn jetzt wechseln? Als Quereinsteiger in eine Französischklasse? #kratz Da fehlt ihm doch dann ein Jahr - nämlich das erste Jahr, welches ja wohl grundlegend ist....

Ich habe mich gerade gefragt, wie man sowas dann möglich macht #gruebel Weiß das jemand?

LG Sabine

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Hallo!

Ich kann hier zumindest für Bayern sprechen, unterrichte an der Realschule.

In der Realschule haben die 5ten und 6ten Klassen gemeinsam alle Fächer. Erst ab der 7ten spalten sie sich in Wahlpflichtfächergruppen auf. Das wäre dann naturwissenschaftlich, wirtschaftswissenschaftlich, hauswirtschaftlich/musisch/künstlerisch oder französisch.

Der Sohn Deines Freundes hat also mit Englisch angefangen, daher wird ihm, wenn er von 6 auf 7 wechselt, kein fachliches Wissen abgehen. Latein gibt es tatsächlich nicht an der RS. Er müsste sich nur für einen Zweig entscheiden und könnte Latein einfach vergessen.

Wenn Du noch was wissen willst, gern! :-)

Lg
Eva

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#danke für deine Antwort!

Unsere Kinder gehen in Niedersachsen zur Schule. Ob das hier genauso ist, weiß ich gar nicht.... Naja, da werden die Eltern sich ja wohl ausgiebig informieren. Falls es hier auch so sein sollte, hätten sie ja schon mal ein Problem weniger ;-)

Danke nochmal :-)
LG Sabine

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Ihr wisst bereits Anfang der 6. Klasse, dass das Kind nicht versetzt wird bzw. auf eine Realschule wechseln soll #kratz

Ich weiss nicht aus welchen Bundesland ihr kommt, in Hessen beginnt das Gymnasium dank G8 :-[ in der 6. Klasse mit der 2. Fremdsprache, aber in Realschulen wird weiterhin in der 7. Klasse begonnen bzw. statt einer 2. Fremdsprache (Französisch) kann auch ein anderes Wahlpflichtfach gewählt werden.

Die hessischen Richtlinien stehen hier http://www.kultusministerium.hessen.de/irj/HKM_Internet?rid=HKM_15/HKM_Internet/nav/ef6/ef63019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2%26_ic_uCon=aa770859-b415-2a01-e76c-d97ccf4e69f2.htm&uid=ef63019a-8cc6-1811-f3ef-ef91921321b2

Sicherlich findest du beim Kultusministerium Eures Bundeslandes auch die entsprechenden Richtlinien.

Gruß
emmapeel

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Naja, ich finde das ja auch ein wenig komisch... Zumal sein Sommer-Zeugnis gar nicht mal soooo schlecht war. Glatt 3 im Schnitt, hat er gesagt. #kratz

Jetzt hat er aber in den ersten Klassenarbeiten in den Hauptfächern gleich schlechte Vierer geschrieben - und nun sehen die Eltern wohl schwarz... Ich denke, er möchte wohl auch ganz gern auf der Schule bleiben, vor allem, weil er sich in der Klasse sehr wohl fühlt. Mein Sohn wäre natürlich auch traurig, wenn er gehen würde. Sie sind schon seit der Kindergartenzeit immer zusammen. #schmoll

#danke jedenfalls für deine Infos. Ich werde mal schauen, ob ich das gleiche für Niedersachsen finde. Interessiert mich irgendwie auch.

Vielleicht berappelt sich der Kleine ja wieder. In Latein ist ihm mein Sohn leider auch nicht gerade eine große Hilfe...#augen#schmoll Ich werde die Eltern mal fragen, warum sie es nicht vielleicht erst mal mit Nachhilfe versuchen.

LG Sabine

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Wenn ein Kind mit einer Gymnasialempfehlung nach einem Jahr so "abrutscht" würde ich Ursachenforschung betreiben und nicht sofort von Realschule reden.

Gerade wenn er von seinen Freunden getrennt wird, kann der Schuß auch nach hinten losgehen.

Kann er wenigstens an der gleichen Schule (Gesamtschule) bleiben ? Oder muss er auf eine andere Schule ?

Ich weiss ja nicht wie Eure Schule so organisiert ist. An der Schule meines Sohnes gibt es eine Hausaufgabenbetreuung und Förderkurse für alle drei Hauptfächer. Die Förderkurse sind getrennt nach Gymnasium und Realschule und dort wird in der Regel der Unterrichtsstoff noch mal vertieft.

Gruß
emmapeel

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Bei uns in NRW ist es so:

man kann auf der Realschule kein Französich belegen uns muss sich dann für den naturwissenschaftlichen Zweig entscheiden. Dann lernt man nur eine Fremdsprache, nämlich Englisch, und hat vertieft die naturwissenschaftlichen Fächer.

Das wurd euns aber auch schon bei der Veranstaltung erklärt, als es um die Wahl zwischen Franz. und Latein ging. Einige Eltern hatten da nämlich Bedenken.

Ist aber kein Problem!

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Aha, na vielleicht ist es ja hier in Nds. genauso. Das wäre für den Jungen ja ganz gut. In Mathe ist er glaube ich ganz gut.

Ich treffe die Mutter am Wochenende, mal sehen, ob sie schon irgendwas weiß.

LG Sabine

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Hallo Sabine,

hier in BW beginnt man in der Realschule auch erst in Kl. 7 mit der 2. Fremdsprache, nach wie vor. Insofern wäre es also kein Problem.

Ich würde aber an deiner Stelle auch erstmal abwarten wie das Jahr so läuft. Was denkt denn dein Sohn? Ist es ihm zu viel auf dem Gym.? Will er Abitur machen? An was liegt es denn mit den schlechten Noten? Lernt er zu wenig oder lernt er viel und es klappt trotzdem nicht?

Wenn ihr euch für den Wechsel entscheidet, würde ich nur früh nach einer Schule suchen, die haben ja auch nicht beliebig viele freie Plätze und man hat zwar ein Recht auf EINEN Platz, aber nicht an einer bestimmten Schule. Also vielleicht so nach Weihnachten mal schauen, wenn ihr das machen wollt mit dem Wechsel. Ich habe es nur bei einigen von meinen Schülern mitbekommen, die wechseln wollten und dann hieß es "Ja, da sind sie jetzt (Ostern) zu spät dran". Prinzipiell finde ich es aber gut, so früh wie möglich zu wechseln, ich habe viele Schüler, die irgendwann in Kl. 9 denken, sie könnten jetzt mal noch so auf die Realschule wechseln ...

LG und alles Gute,
Annette

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Hallo Annette!

#danke für deine Antwort. Es geht um den Freund meines Sohnes.
Ich weiß gar nicht so genau, wie sein Lernverhalten ist... Die Eltern sind beide vollzeit berufstätig und der Junge ist meist den ganzen Nachmittag allein zu Hause :-( Manchmal ist er bei uns, dann machen die Jungs gemeinsam Hausaufgaben. Ich sehe sie dann nach (gerade dann, wenn die zwei gemeinsam HA machen ;-)) und stelle oft fest, dass er z.B. große Schwierigkeiten hat, sich vernünftig zu artikulieren. Wenn er z.B. eine Zusammenfassung eines Textes schreiben soll, findet er erst gar keinen Anfang und kapituliert dann recht schnell....

Vielleicht bräuchte er nur regelmäßige (tägliche) Hilfe und Unterstützung, bis er den Dreh raus hat...(?)
Ich weiß es eben nicht. Die Mutter sagt, wenn sie am Wochenende gemeinsam üben, ist er nie bockig und es gibt auch keine Tränen. Er ist aber wohl einfach etwas langsamer als die anderen, braucht länger, bis er Zusammenhänge erkannt und begriffen hat - und sich alles merkt. Dumm ist er aber sicher nicht. Er war und ist ein echter Pfiffikus ;-) Ich kenne ihn schon recht lange und kann das - denke ich - ganz gut beurteilen. Nur sein Lernverhalten kenne ich halt nicht so richtig.

Ich weiß auch nicht, ob ihm vielleicht Nachhilfe helfen könnte.... Förderunterricht wird er bestimmt demnächst bekommen, da bin ich sicher. Hatte er letztes Jahr auch schon, meine ich.

Puh, mein Sohn wäre bestimmt arg traurig, wenn sein Freund nicht mehr mit ihm auf der Schule wäre... Die zwei sind seit dem Kindergarten ein Herz und eine Seele... Naja, mal sehen, wie´s weitergeht....

LG Sabine