Hyperintelligent ,was tun ,Probleme!!!!

Hallo
mein Neffe wird bald 13 Jahre alt ,geht aufs Gymnasium und hat große probleme in der Schule.
Und zwar ...er ist schon recht sonderlich ,vergisst alles ist unaufmerksam,es ist aber nicht so dass er sich nicht konzentrieren kann,schon mit 5 jahren hat eine Ärztin gesagt ,das Kind ist unterfordert.
Letztes jahr wurde bei ihm IQ getestet,das Ergebnis 129. Allerdings konnte bei ihm kein Denktyp (?) ermittelt werden ,und so meinte der Professor ,dass der Junge weiter so machen sollte wie bisher.
Mein Neffe hat keine Freunde ,wird in der Schule gehänselt und die Lehrerin sagte zur meiner Schwester ,dass sie so ein Kind in ihrer beruflichen Laufbahn noch nie gehabt hat.Heute war Schulfrei ,er wusste das nicht mal,wollte zur Schule gehen ,wenn meine Schwester ihm nicht gesagt hätte ,dass er nicht hin muss.Er hat nie Hausaufgaben,die Noten werden immer schlechter.Er sitzt immer zu hause ,spielt mit Lego oder ließt.Spielt übrigens herforragend klavier für sein alter.
Meine Schwester ist echt schon verzweifelt und keiner kann ihr einen Rat geben.Sie ist alleinerziehend mit 3 Kindern und sagt selbst ,sie würde ihn zwar gerne in eine andere Schule schicken ,aber schafft es nicht ,wenn die Schule weit weg ist.Beim Bildungswerk war sieauch schon ,doch da bekamm sie auch keine Hilfe.Was könnte man da tun???

LG Ewa

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Hallo,

wir haben mit unserem sohn ähnliche probleme, ist aber erst 5. der kindergarten hat uns dann an die KARG Stiftung vermittelt (musst mal gucken obs da was in eurer nähe gibt).
die sind spezialisiert für hochbegabte und könne euch vielleicht einen rat geben oder gegebenenfalls an eine geeignetere schule vermitteln.
eines hat uns aber geholfen: diese "probleme" sind eigenheiten und charakter solcher kinder und sollten auch als solche betrachtet werden und nicht als "problem".
wichtig ist dafür zu sorgen, das das kind/der junge mensch glücklich wird-auf seine art, die vermutlich nicht der gesellschaftlich üblichen entspricht.

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Das ist noch keine Hochbegabung, da sollte man nichts hochstilisieren, was nicht da ist.

Mein Sohn hat einen IQ von 130, ist intelligent, ja, aber faul wie noch was.

Mir ist auch eingeredet worden, mein Sohn sei unterfordert, aber diese "Berater" gehen oft nach Schema F vor.

Ein Kind, das sich nicht organisieren kann/will, dass in keiner Weise leistungsbereit ist, kann einen IQ haben, wie es will, gegen Faulheit ist kein Kraut gewachsen.

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"Ein Kind, das sich nicht organisieren kann/will, dass in keiner Weise leistungsbereit ist, kann einen IQ haben, wie es will, gegen Faulheit ist kein Kraut gewachsen. "

Das ist zu pauschal! Welche probleme hat dein Sohn denn?
Vielleicht war er wirklich unterfordert?

Was für ein Schema ist denn F?
Das Problem Hochbegabung oder überdurchschnittliche Intelligenz ist noch viel zu jung, ich habe festgestellt, dass sich noch kaum einer mit dieser Problematik befasst und auch das Schulsystem steht diesen Kids nicht offen gegenüber.

Ich glaube auch nicht, dass es Faulheit ist, was ihn vom Lernen abhält. Viele haben das Lernen nicht gelernt, weil sie es nicht brauchten. irgendwann kommt der punkt, da schalten sie einfach ab, weil der Unterrichtsstoff sie extrem langweilt. So entstehen Wissenslücken und die kann man so nicht mehr ausbügeln.

Für diese Kids sollte es Schulen geben, die auf eine andere (nämlich ihre!) Art und Weise, den Stoff vermitteln.

Leider landen viele mit hohem IQ auf der Förderschule oder schmeissen die Schule hin. Niemand fängt sie auf.

Du hast einen besonderen Sohn und kannst dich so wenig in ihn hineinversetzen. traurig...

Hast du dich mal belesen über Underarchiever?

http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=underachiever&meta=&rlz=1R2GGLL_de&aq=0s&oq=Underarchiv

Vielleicht erkennst du deinen Sohn wieder.


LG

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Stimmt genau!
So war es bei mir auch.....ich habe nie gelernt, zu lernen, weil ich es einfach nicht brauchte.

Aber wenn es dann mal anfängt mir Vokabeln, Geschichte oder Latein Grammatik, wo es nicht ums simple Verstehen, sondern ums AUSWENDIGLERNEN geht.....dann KANN man es einfach nicht. Man hat nie gelernt, sich zu konzentrieren, weil man niemals lange Aufpassen musste. Wenn der Groschen immer schon glöeich fällt, braucht man einer Sache immer nur kurz seine Aufmerksamkeit zu schenken, hat's gespeichert und langweilt sich den Rest der Zeit!

meine Lehrer waren auch immer ganz verzweifelt und haben meinen Eltern gesagt: ein Kind wi emich hätten sie noch nie gehabt. Ich habe IMMER nur gemalt im Unterricht oder Geschichten geschrieben. Wenn ich dann was gefragt wurde, weil der Lehrer mich bloßstellen wollte, wusste ich immer die richtige Antwort. Mir war einfach lnagweilig.

Schwierig wird es dann erst, wenn Wissenslücken auftauchen wegen Fächern wie oben beschrieben. Wiel man einfach nicht gelernt hat und es auch nicht KANN! Die Gedanken schweifen ständig ab....das ist so drin!

Bei mir wurde der extrem hohe IQ erst mit 16 festgestellt. Da war natürlcih nur noch wenig zu machen.

Ich habe mich irgendwie durch Gymnasium gemogelt und hatte erst nachher Erfolge....allerdings auch NIEMALS mit auswendig zu lernenden Dingen. das fällt mir bis heute schwer.

Heutzutage nennt man Kinder wie ich es war (und noch bin) ADS-Kinder, also OHNE Hyperaktivität, einfach nicht konzentrationsfähig. Das gemischt mit Hochbegabung ist kein leichtes Los! Weder für das Kind selbst noch für seine Eltern!

Wenn man es einfahc nur von außen betrachtet, kann man auch mir durchaus FAULHEIT unterstellen. Es mag von außen so aussehen. Es ist aber schlichtweg das NICHTBEHERRSCHEN des Lernens!

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Hallo,

dein Neffe ist ein wahrscheinlich ein Underarchiever.

http://www.google.de/search?hl=de&source=hp&q=underachiever&meta=&rlz=1R2GGLL_de&aq=0s&oq=Underarchiv

Die Kids in der schule merken, dass er anders ist, deshalb mobben sie ihn.

Hausaufgaben sind sinnlose Zeitverschwendung, da er den Stoff nicht wiederholen muss, das langweilt ihn einfach.

Es gibt schon Schulen für Hochbegabte, da wird er auch freunde finden und er wird sich nicht mehr so allein fühlen.

Viele Schulen haben auch ein Internat !

LG



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hallo!

Das hört sich schwer nach Pubertät an!
Der IQ alleine erklärt das Verhalten keinesfalls.
ich würde zu ner Erziehungsberatung/ systemische Beratung raten, die nicht nur den IQ anschaut. meiner ist ähnlich (habe ich aber erst im Erwachsenenalter erfahren) und ich hatte keine der genannten Probleme (also natürlich von der nromalen Pubertären vergesslichkeit abgesehen, wo einfach alles intererssanter ist als Schule)

lisasimpson

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Das sehe ich etwas anders: es ist nicht die Pubertät!

Kinder mit einem hohen IQ haben DANN ein Problem, wenn sie lernen MÜSSEN, weil es über reines Sachverständnis hinausgeht. Das kommt zeitlich (vom Schullehrplan) mit der Pubertät überein, weil ab dem 6./7. Schuljahr auch vieles einfach auswendig gelernt werden muss.

Ich habe das näher in meinem Beitrag oben erläutert, denn ir ist es genauso ergangen!

Es liegt sehrwohl am IQ! Es ist mitnichten SCHÖN, hochbegabt zu sein!

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Hallo!

129 ist kein "extrem" hoher IQ und ich hatte trotz allem keine gravierenden Probleme in der Schue.
Ob man etwas "auswenig" lernen muß, ist ja auch ne ganz ander frage- Vokabeln Z.b. kann man sehr wohl anders lernen (sind ja meist eignebunden in texte- da reicht ein nromales textverständis völlig aus um die dazugehörigen neuen Wörter zu erfassen und zu "lernen").
Zum anderen korreliert der IQ so gut wie gar nicht mt Schulleistung oder Schulnoten, von daher würde ich den bei Schulproblemen sicher auch immer zu rate ziehen aber keinesfalls als einziges Kriterium sehen.
Wenn es bei dir ds ausschlagebende Kriterium war, dann kann das durchaus auch mal sein- aber das kannste jetzt ja nicht pauschalisieren!

lisasimpson

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Hallo,

der IQ ist eine Momentaufnahme. Morgen und Gestern ist er anders als Heute.

Dass dein Neffe keine Freunde hat, könnte am EQ liegen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Emotionale_Intelligenz

Gruß Marion

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Hyperintelligenz liegt hier nicht vor!

Das kannst Du sagen, wenn der IQ über 160 liegt!

Der Junge ist mit diesem Ergebnis an der Grenze zur Hochbegabung.

Es gibt verschiedene Theorien darüber was für diese Kinder gut ist. Wenn man die Kinder zuhause lassen will (also kein Internat für Hochbegabte), dann kann man es mit Enrichment versuchen (d. h. man gibt den Kindern jede Menge Input, z. B. Japanisch-, Instrumenten-, sonstigen Unterricht).

Hilfe bekommst Du bei der DGHK.

Gruß

Manavgat

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Dann Zeig mir bitte mal einen der über 160 hat . #rofl
von Hoch begabung und Hyperintelligenz spricht man bei einem IQ Wert ab 130 und das trifft nur bei 2 % der Befölkerung zu.Mit einem IQ von 115 gehört man zu den 16% Leistungsbesten.Bei Kindern wariieren die zahlen, daher kann man bei einem ermitteltem IQ von 129 bei einem Kind schon von hoher Intelligenz sprechen.

Hier ein paar Informationsquellen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligenzquotient
http://www.lernen-und-foerdern.com/Magazin/Erziehung/Was_IQ-Tests_ueber_Ihr_Kind_aussagen.html

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Ich kenne eine Hand voll persönlich.

Du könntest natürlich auch bei MENSA nachfragen.

Nur weil etwas selten ist, heißt das nicht, dass es das nicht gibt.

130 mag hochbegabt sein, abnorm ist es nicht, da es noch innerhalb der Gauß'chen Verteilungskurve liegt.

Gruß

Manavgat

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Er träumt wahrscheinlich nur in der schule weil es einfach viel zu leicht und monoton ist. versucht er nichtmal sich mit den anderen kindern anzufreunden oder sich wenigstens zu integrieren? wenn er nur mit lego spielt und bücher liest hat er sich ja schon ziemlich abgekapselt. wenn das immer schlimmer wird lebt er bald nur noch in seiner traumwelt. ich weiß nicht warum manche hyperintelligente kinder so unsozial sind auch wenn sie anders als die anderen sind müssten sie doch eigentlich auch den drang haben dazu zu gehören?ich habe auch immer versucht den klassenclown zu machen um anerkannt zu werden oder aufmerksamkeit zu bekommen.

noch eine frage ich hab die schule auch nicht grade mit bravoure bestanden bin jetz am ende der 10. klasse und schaff grad mal mein msa aber würde gerne kein kfz mechaniker werden sondern in die richtung psychologie gehen oder auch physik gehen.gibt es da noch irg welche möglichkeiten?

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Es gibt ein Internat für Hochbegabte, glaube Heidelberg, da kommt der Staat für alle Kosten auf.

Ich würde das Schulamt, d. h. die zuständige Schulpsychologin kontaktieren und um Beratung bitten.

Auch eine gute Anlaufadresse:

www.dghk.de

Gruß

Manavgat