Angst vor der Schuluntersuchung

Hallo,
nicht mein Kind hat Angst, sondern ich. Irgendwie mach ich mir da zu viele Gedanken, denn mein Kind ist Fremden gegenüber oder wenn er in ungewohnten Situationen ist, meist etwas unsicher und braucht einige "Warmlaufzeit". Er macht mit, aber man merkt seine Unsicherheit. Bei den U-Untersuchungen gab es deshalb keine Probleme, aber bei der Schuluntersuchung mach ich mir Sorgen. Zumal mir einige Mütter erzählten, dass die Kinder dort richtig "aussortiert" wurden.
Mein Kind weiß nicht, dass ich mir Sorgen mache. Es gibt auch kein Druck von unserer Seite, sondern nur positives für ihn.
Ich hab nur Angst, dass er zu unsicher ist und den Test wiederholen muß usw., dass er danach denkt, er wäre nicht gut genug. Sonst hat er keine Probleme, ist gut im Kindergarten, hat viele Freunde und ist altersgemäß entwickelt.
Vielleicht kann mich jemand aufbauen, dass ich mir zu viele Sorgen mache ;-)

LG

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Ich habe eigentlich ein zimmlich aufgewecktes Kind und sehr offen für alles. Daher habe ich mir da erst mal keine Sorgen gemacht. Aber als wir in den Utnersuchungsrum kamen und der "Arzt" mit den Untersuchugen und Fragen anfing merkte ich schnell "oh schitt sie ist nervös" und sie hörte kaum zu und machte auch vieles erst mal falsch.

Hatte auch schon Angst das der sagt sie ist nicht soweit oder so. Aber da gab es gar keine Probleme.

Ich denke auch mal, das die das da kennen das Kinder was angst haben usw.

Mach dich echt nicht verrückt das wird schon.

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Hallo!

Wir hatten gestern die Schuleignungsuntersuchung und mir ging es ähnlich wie dir!

Mein Sohn braucht immer etwas Anlaufzeit und ich wußte ja nicht wieviel Zeit zu Verfügung steht etc.

Tja, am Anfang war er wirklich ruhig, nannte allerdings alle Antworten und wurde dadurch sicherer.

Dann taute er langsam auf und am Schluß musste ich ihn regelrecht vor lauter Übermut bremsen.

Er musste ein Männchen malen, Kreis/Dreieck/Viereck zuordnen, eine Bildergeschichte sortieren, ein Wimmelbild erklären mit verschiedenen grammatikalischen Schwierigkeiten, Zählen. Außerdem musste er einige immer länger werdende Sätze nachsprechen, wurde gewogen/gemessen, Seh-/Hörtest.

Moritz machte alles wunderbar und ich fragte mich warum ich mich so verrückt gemacht habe!

Also, bleib ruhig, dein Kind macht das!!!

LG Tanja

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Hey

wenn jedes Kind "aussortiert" würde, das fremden Gegenüber (am besten noch im weissen Kittel) vorsichtig/unsicher ist, wären unsere Schulen wohl leer ;-).

Mach dir mal keine Sorgen - ich schätze den meisten Kindern (oder besser den Mamas ?) geht es ähnlich und die Ärzte kennen das ;-)

Kat

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Ich würde das ganz gelassen sehen!
Die Schuluntersuchung macht vielen Müttern Bauchschmerzen. Leider trainieren viele auch vorher mit ihren Kindern. Das finde ich persönlich grundfalsch:
Es geht ja gerade darum, zu sehen, ob das Kind in der Schule auch gegenüber fremden Lehrern den Mund aufbekommt, Anweisungen versteht und sich auch traut, die zu befolgen, etc.

Wenn man dann vorab mit dem Kind übt, erhält man ein verfälschtes Ergebnis und das nutzt ja mal überhaupt nichts in der Realität Schule.

Wenn wirklich Auffälligkeiten gefunden werden ist das die ideale Chance, die Überweisung zu Fachärzten, Therapeuten o.ä. zu nutzen, um den Kind einen optimalen Schulstart zu ermöglichen.

Aber eines verstehe ich nicht: Inwiefern werden denn Kinder aussortiert? Immerhin gibt´s ja Schulpflicht und auch schüchterne Kinder müssen doch in die Schule #kratz

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Aber eines verstehe ich nicht: Inwiefern werden denn Kinder aussortiert? Immerhin gibt´s ja Schulpflicht und auch schüchterne Kinder müssen doch in die Schule


Habe mich vielleicht falsch ausgedrückt, aber bei Freunden hier in der Gegend, mußten einige Kinder aus dem Kindergarten noch mal zur Nachuntersuchung (was für die Kinder auch nicht so toll ist). Meine Freundin war dabei und meinte, es war keine schöne Athmosphäre für die Kinder, sie selbst hätte sich nicht wohl gefühlt. Ihr Sohn sollte zur Logopädin, obwohl er dort schon hingeht, sollte sie sich noch mal eine andere suchen usw...

Irgendwie hat mich das verunsichert. Ich übe auch nicht mit meinem Sohn, wüßte gar nicht was genau und es würde nur zu viel Druck auf ihn ausüben, dass mach ich nicht.

LG

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Habe da mal eine Frage: was passiert denn mit den Kindern, die "aussortiert" werden?

ich habe hier nämlich auch so einen Kandidaten sitzen, der zwar zuhause ein ganz normal "fittes" Kerlchen ist, aber z.B. große Probleme hat, überhaupt nur ein Wort mit fremden Personen zu reden. Im KiGa hat er über ein Jahr gebraucht, bis er mal etwas gesagt hat. Und das auch nur ganz, ganz leise und in Form eines 2-3-Wort-Satzes. Selbst mit den Kindern spricht er kaum. Nur hier zuhause in seiner gewohnten Umgebung redet er wie ein Wasserfall (auch mit seinen Freunden, wenn die vorbeikommen).

Mir ist gar nicht wohl, wenn ich an die Schuluntersuchung denke. Auch, wenn Fremde ihm Aufgaben stellen, kann es sein, dass er auf stur stellt und einfach GAR NICHTS macht (kenne ich von den Vorsorgeuntersuchungen#schwitz#zitter).

Also: WAS passiert mit den "aussortierten" Kindern?

Ich kenne kein einziges Kind, das trotz schulfähigen Alters noch im KiGa ist....und Vorschulen gib es ja nicht mehr. Müssen diese Kinder zur SONDERSCHULE????

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Hi!

Werden die Kinder denn echt aussortiert?

Meine ist auchsehr schüchtern und will alles ganz genau machen, braucht also etwas länger.
Im Dezember war die Untersuchung im Kindergarten, mit einer gaaaaanz komischen Ärztin. :-[
Sie schickte uns zur Logopädie und Ergotherapie, welche Leonie zur Zeit auch ganz gern macht. :-)
In 3 Wochen müssen wir mit Leonie in die Schule zum Gespräch, wo die Lehrer sie ALLEIN sehen wollen. (Eltern müssen draußen warten.)
Mache mir auch einen Kopf, da Leonie Fremden gegenüber seeehr schüchtern ist.

Meine Schwester beruhigte mich aber heute schon wieder etwas.
Sie erzählte mir von einer Familie (Beide Anwälte) die ihre Tochter mit 5 Jahren in die Schule schickten, weil ihre Tochter es wollte und für sie wahrscheinlich schon weit genug war.
Erzieher und Ärzte sprachen dagegen.
Und trotzdem kam die Kleine in die Schule und scheint es auch gut zu meistern.

Wir Eltern können unsere Kinder doch sowieso am besten einschätzen. Und keine Ärzte, Verwandten oder Bekannten die einem dazwischenreden wollen. Und schon keine Fremden.

Von daher versuchen wir die Sache etwas ruhiger anzugehen. ;-)

LG Sandy

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Hallo,

ich hatte auch Angst vor dieser Untersuchung. Mein Sohn ist so eigentlich aufgeweckt, aber sehr misstrauisch fremden Ärzten gegenüber und wenn er das Gefühl hat geprüft zu werden kann es auch sein, dass er (bei Fremden) dicht macht.
Ich habe im Vorfeld (da ich eine Komplettverweigerung befürchtete) auch mit unserer Kinderärztin gesprochen und sie meinte dass die Kinder in der Regel, wenn sie schulpflichtig sind sehr selten "durchfallen". Man bekommt eher dann die Empfehlung für Logo, ergo und co. Ausserdem haben wir sämtliche Unterlagen von der U9, Hörtest und Sehtest bei der Augenärztin mitbekommen mit dem Kommentar, wenn er irgendwas verweigert haben wir ja auch noch die ganzen Unterlagen. Ausserdem habe ich mit meinem Sohn über diese Untersuchungen gesprochen (nicht geübt), erklärt wozu die gemacht werden und was da ungefähr kommt. Dazu Conni und Max Bücher gelesen.

Letzten Dienstag war dann die Untersuchung und ich muss sagen: meine Angst war total unbegründet. Er war zwar schüchtern, aber hat trotzdem bei allem mitgemacht. Bemängelt wurden nur mir bereits bekannte Defizite, die aber auch schon in "Bearbeitung" sind. Sein bester Freund, der eigentlich viel selbstsicherer ist, was das Auftreten nach aussen hin betrifft und oft die größere Klappe hat, hat die Hälfte verweigert. Er musste dann zum Hör- und Sehtest zu einem "normalen" Arzt. Hätte er komplett verweigert, wurde von der Amtsärztin erklärt, dann hätten sie einen zweiten Termin gemacht. Auch wissen die dort, dass es für die Kinder oft die erste wirklich große Prüfungssituation ist und sie dadurch schon oft anders reagieren als normal.
Strenger sind sie wohl bei Kann-Kindern, wurde mir gesagt. Ob das stimmt weiß ich nicht.

Also Kopf hoch, einen Beruhigungstee trinken und positiv denken: auch Dein Sohn schafft das.

LG

curlysue