Kein Zahlenverhältnis die 2, Zahlenspiele????

    • (1) 03.01.11 - 12:46

      Mein Sohn (11) hat Dyskalkulie und so gar kein Zahlenverhältnis, er geht auf die Förderschule und einen therapeutischen Hort.

      Meine jüngste (fast7) ist mit ihrem Zahlenverhältnis auch ein wenig auffällig und ich muss viel mit ihr üben, was ich auch mache.
      Ich habe hier auch schon div Tips bekommen und bin dabei sie umzusetzen.

      Nun ist mir aufgefallen das sie bereits arge Probleme mit dem Zählen hat.
      Sie kann zwar bis 20 zählen, aber sie kann es auswendig und nicht weil sie es begriffen hat.

      Frage ich sie welche zahl vor der 20 kommt, sagt sie 3.
      Nach der 12 kommt die 17 und nach der 15 die 18.

      Alles was nach der 12 kommt, entzieht sich irgendwie ihrem Verständnis und nach 20 ist absolut ende.

      Sie muss sich wirklich anstrengen um an das Ergebnis zu kommen, rät viel und manchmal habe ich das Gefühl das sie etwas begriffen hat und im nächsten Moment sagt sie wieder etwas völlig falsches.


      Ich habe ihr versucht zu erklären das sich zahlen immer wiederholen, habe div listen geschrieben mit und ohne sie.
      Rechenschieber, Bonbons...einfach das sie begreift das Zahlen immer die gleiche Reihenfolge haben und sich im Zehnerbereich vorne die Zahl auch in Reihenfolge verändert.

      Ich habe einfach das Gefühl das sie es nicht begreift.
      Sie ist aber noch motiviert dabei, fordert das wir Mathe machen und mir gehen die Ideen aus.

      Ich arbeite nun schon mit Heinevetters Zehnertrainer, das wird auch in der Schule benutzt, die haben aber gerade mal ein Blatt zum zählen.

      Kennt ihr noch Zahlenspiele die sie beim Zählen stärken und ihr vielleicht deutlich machen wie das alles funktioniert?
      Habt ihr evtl Ideen wie ich ihr verdeutlichen kann, das sich die Zahlen immer wiederholen.
      Ich weiss bald nicht mehr weiter.

      Ich sag es ganz ehrlich, meine größte Angst ist das sie wie ihr Bruder auf der Förderschule landet, ich glaube das wäre mein persönlicher super Gau.

      • Hallo,

        mit ihren 6 Jahren geht deine Kleine doch maximal in die erste Klasse, oder? Ist da der Zahlenraum bis 20 denn jetzt überhaupt schon dran? Ich befürchte nämlich, dass du durch die "negativen" Erfahrungen mit deinem Sohn nun zuviel auf die Kleine projezierst. Lass sie doch erstmal sicher den Bereich bis 10 von vorne nach hinten beherrschen. Ich bin mir fast sicher, dass der Rest von alleine kommt, wenn die Zeit dafür gekommen ist.

        Ich weiß, dass an der hiesigen Sonderschule Zahlenkekse gebacken werden. Auf diese Weise sollen alle Sinne angesprochen werden und es scheint ganz gut zu klappen.

        Für deine Tochter würde ich aus dem Bauch heraus ganz simpel auf Würfelspiele verweisen. Vielleicht entwerft ihr euch später auch ein eigenes, bei dem zum Beispiel die größtmögliche Zahl aus 2 oder mehr Würfen erzielt werden soll und man selbst entscheiden soll, an welche Stelle man den gerade erzielten Wurf setzt (Einer oder Zehner), etc.

        LG Berna

        • Sie sind gerade am Übergang zur 30.

          Ich übe im Grunde nur das, was in ihrem Arbeitsheft steht und was mir die Lehrerin aufgetragen hat.
          Ist die gleiche Lehrerin die das bei meinem Sohn damals auch versucht hat, leider erfolglos.
          Sie kennt die Geschichte also und damals dachten wir auch, der rest kommt.
          Er kam leider nicht und er ist heute in der 5 Klasse, immer noch Stand 1,2 Klasse.


          Meine große Tochter (9) hat keinerlei Probleme.

          Würfelspiele haben wir, spielen wir auch.
          Ich sag ja, bis 12 klappt es ganz gut.





          • Okay, aber dann habe ich das Gefühl, dass bei euch ziemlich auf's Tempo gedrückt wird.

            Ich würde es dennoch weiterhin spielerisch versuchen - z.B. Perlenketten mit nummerierten Perlen fädeln, Würfelspiele mit drei statt mit einem Würfel spielen (dann muss man eben bei "Mensch ärger dich nicht" nicht nur eine Runde rum, sondern drei) und immer anschaulich bleiben (bspw. 1 Packung Eier hat 12 Eier - wieviele sind denn noch drin, wenn man aus 2 Packungen je ein Ei herausnimmt - das kann zunächst über nachzählen und später dann über verständnis gelöst werden; und sonst: viel mit Münzen, Perlen oder sonstigem Kleinkram arbeiten).

            Ich habe von Dyskalkulie keine Ahnung. Ich glaube aber auch nicht, dass diese einzelne Diagnose ausreichen würde, ein Kind auf die Sonderschule zu schicken.

            LG Berna

            • Bei meinem Sohn kommt noch Legasthenie dazu und die Tatsache das sich dem hier niemand gewachsen fühlt.

              Tempo finde ich gar nicht, in der Nachbarschule sind sie sogar schon weiter.


              Das mit den Eiern habe ich schon gemacht, das bekommt sie auch gut raus, aber eben nur bis 12, danach wird es kompliziert.

              Ich mache halt weiter, kann ja eh nichts anderes machen..
              vielleicht kommt der punkt ja doch noch..



              • Aber sie ist doch erst in der 1. Klasse, oder?

                Meine Nichte hatte im ersten Schuljahr auch große Probleme. Sie ließ sich viel zu schnell ablenken und bekam deswegen Einzelunterricht im Rahmen ihrer normalen Klasse (sprich: extra Heft, extra Aufgaben, etc.). Zum Halbjahr war nicht klar, ob sie das Klassenziel erreichen können wird. Zum Endjahr war dann jedoch alles gut. Es besteht also auch bei gegenwärtigen Problemen die Chance darauf, dass alles sich zum Guten wendet.

                Insgesamt kann ich dir nur raten, möglichst spielerisch mit ihr zu arbeiten und auch ihr motorisches Gedächtnis mit einzubeziehen (das wird gerade in Mathematik häufig vernachlässigt).

                LG Berna

      Hallo,

      "Frage ich sie welche zahl vor der 20 kommt, sagt sie 3.
      Nach der 12 kommt die 17 und nach der 15 die 18. "

      Ist doch richtig! Die drei ist eine Zahl, die vor der 20 kommt und die 17 ist ganz klar nach der 12 dran.

      "Alles was nach der 12 kommt, entzieht sich irgendwie ihrem Verständnis und nach 20 ist absolut ende"

      Total normal und kein Grund zur Sorge.

      Was ist der Nachfolger von Einebilliondreimillionenachthunderttausendsiebentausendfünfhundertdreiundsechsig?

      Na? Ja klar, kannst du das beantworten. Aber kannst du dir die Menge auch vorstellen?

      LG Marion

    Hey,
    Kinder lernen ganzheitlich und nicht nur mit dem Kopf... Die Schule ist aber sehr Kopffixiert...
    Du solltest auf Dinge in der Umgebung des Kindes eingehen, um ihr Zahlen verständlich zu machen...

    Auch wenn du sagst, bis 12 sitzt es. Fang bei der 1 an und stärke sie - das Fundament muss absolut stark sein, um darauf aufbauen zu können... Verstehst du?

    http://www.bildung-von-anfang-an.de/arbeitsmaterial/mathematik/427-50053.pdf
    vllt. hilft dir das schon einmal weiter...

    Gib bei google mal "Zahlenspiele" ein, da kommt eine Menge...

    Vorgänger und Nachfolger kannst du üben, indem du 20 Din-A vier Zettel nimmst, groß die Zahlen 1 - 20 drauf schreibst und auf den Boden legst, lass die darüber gehen, immer mit beiden Füßen auf ein Blatt gehen und laut!! die Zahlen sagen. Vorwärts und rückwärts...
    - was ist vor der ...
    - was kommt danach...
    - was kommt zwei vor der...
    - was kommt zwei nach der...
    verstest du???

    lg Tanja

    lg Tanja

(14) 03.01.11 - 14:56

Huhu,

ein flüchtiger Bekannter von mir hat mal folgendes empfohlen, es hat seiner Tochter gut geholfen:

Spiel "Rote Karte"
http://www.grundschultreff.de/forum/thread.php?threadid=728&boardid=8&styleid=1

Farbige Stäbe:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3121653407

(http://www.youtube.com/watch?v=wlfH1KF8hEU)

Die Wasserglasmethode

Bei dieser Methode wird das rechenschwache Kind mit der Hilfe eines zylindrisches Wasserglases gefördert.
Dieses Glas wird mit 10 "Zauberschlücken" farbigen Wasser gefüllt bis es randvoll ist. Je nach Füllhöhe schätzt dann das Kind die restlichen Zahlen von 1-9 ab. Dabei entdeckt es die 1 als mathematischen "Zauberschluck". Ziel ist, durch spielerisches Experimentieren das rationale Zahlprinzip, auf dem sich alle mathematischen Operationen gründen, explizit zu entdecken.

Die Methode ist in diesem Buch beschrieben :
Warum Kinder an Mathe scheitern
http://www.amazon.de/gp/product/3000146679

Vielleicht hilft ja das eine oder andere...

LG

Hanna

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