mein sohn kommt in mathe nicht mit (1.klasse)

    • (1) 17.01.11 - 13:45

      hallo
      ich bin echt ratlos mein sohn kann kein mathe,addieren geht nicht,egal wie oft man es ihm erklärt,er versteht es einfach nicht.die lehrerin sagt dass etwas passieren muss da er sonst abrutschen kann und evtl. sogar die klasse wiederholen muss.mein sohn ist 6 jahre alt,er weint regelmässig bei den hausaufgaben und er hat regelrecht angst vor mathe,in deutsch ist er super.
      hat jemans einen ratfür mich.


      lg dani

      • Liebe Dani,

        ich würde vorschlagen erst einmal tief durchzuatmen und Dir Gedanken darüber
        machen warum Du es schlimm finden würdest wenn er die Klasse wiederholt.
        Wenn Du entspannter bist und einer Wiederholung nicht grundsätzlich negativ
        im Raum steht, ist schon viel Druck aus der Situation genommen.

        Anschließend würde ich versuchen weniger zu üben und stattdessen das rechnen
        nebenbei im Alttag zu erledigen.
        Du legst zum Beispiel 5 Gabeln auf den Tisch obwohl ihr nur 3 braucht und bittest ihn dann
        die Gabeln die zuviel sind wieder wegzulegen. Oder es sind zu wenige und er soll ergänzen.
        Aber alles ohne Zwang. Ist es falsch oder mag er nicht, dann eben erst einmal nicht.
        Es gibt tausend kleine Möglichkeiten rechnen im Alltag unterzubringen.

        Liebe Grüße
        Sunny

        (3) 17.01.11 - 14:11

        "Die Lehrerin sagt dass etwas passieren muss."

        #aerger
        Aha. Eigentlich sollte SIE die Fachfrau sein und dich genau beraten oder zumindest Beratungsstellen nennen. Dir so etwas an den Kopf zu knallen und dich dann im Regen stehen zu lassen, finde ich reichlich unprofessionell. Nun ja, das hilft dir auch wenig.
        Also, wenn er gravierende Schwierigkeiten im Mathematik hat, dann kann das auf eine Dyskalkulie=Rechenschwäche deuten. Wenn das der Fall ist, dann bringen deinem Kind normale Übungen herzlich wenig.
        Informiere dich, wo man dein Kind auf REchenschwäche testen lassen kann.

        Grüße
        Luka

        • (4) 17.01.11 - 20:39

          Meine Tochter hat auch Dyskalkulie. Die Lehrerin hat uns gesagt, dass man in der 1. Klasse noch nicht von einer solchen Diagnose spricht. Vor der 2. Klasse, werden nach meinem Wissen Kinder auch nicht getestet. Bei uns war das jedenfalls so, meine Tochter wurde Ende der 2. auf Rechenschwäche untersucht.

          LG

          • (5) 17.01.11 - 22:21

            Wo hat denn die Lehrerin diese Einschätzung her? Und Ende der 2. - das finde ich reichlich spät. Wie soll ein Kind, das keinerlei Gefühl für Zahlen/ Mengen/ Rechenoperationen hat, 2 Jahre Mathematikunterricht unbeschadet überleben, geschweige denn diese Defizite ohne spezielle Übungen ausgleichen? Und in der 3. Klasse, wo richtig angezogen wird, ist es doch reichlich spät. Da bleibt einem wirklich nicht viel mehr übrig, als die Klasse zu wiederholen. Auch das bringt jedoch nichts, wenn mit dem Kind nicht gearbeitet wird.

            Grüße
            Luka

            • (6) 18.01.11 - 11:29

              Meine Tochter brauchte keine Klasse zu wiederholen und sie ist jetzt in der 4. und kommt auch ohne Probleme in die 5.
              Alle anderen Leistungen sind gut.
              Diese Tests auf Dyskalkulie ziehen sich ewig hin. Bei uns hat es über ein halbes Jahr gedauert vom ersten Test bis zur Kostenübernahme vom JA.
              Da sie vom Kinderpsychologen ein Gutachten hat, hat meine Tochter immer noch die Möglíchkeit einen Nachteilsausgleich zu erhalten.
              Deshalb muß doch nicht zwagläufig eine Klasse wiederholt werden, wenn alle anderen Fächer gut sind.
              Bei uns kam die Vermutung erst in der 2. Klasse, wo es über die Hunderter ging. Meine Tochter konnte sich bislang auch immer gut durchmogeln, auch jetzt noch, obwohl sie keinerlei Zahlenverständnins hat. Die Therapeutin sagt auch, dass sie bisher noch kein Dyskalkulie Kind hatte (bei dem das so ausgeprägt ist), dass in Mathe eine 4 auf dem Zeugnis bekommt. Ist mir allerdings auch ein Rätsel, wie sie das macht, denn rechnen kann sie nicht im geringsten. Sie hat Mittel und Wege gefunden, alles hoch und runter zu zählen...

              LG

              • (7) 18.01.11 - 16:00

                "Die Therapeutin sagt auch, dass sie bisher noch kein Dyskalkulie Kind hatte (bei dem das so ausgeprägt ist), dass in Mathe eine 4 auf dem Zeugnis bekommt."

                Eben! Da hat die Therapeutin recht! :-D Freu dich, dass deine Tochter ihren Zugang gefunden hat. Dieser WEg bleibt den allermeisten aus eigener Kraft verschlossen. Bei gravierenden Schwierigkeiten beim Addieren schon im 10er-Raum, sollte man nicht zu lange warten.


                Grüße
                Luka

                • (8) 18.01.11 - 18:40

                  Du hast recht. Ich kann ja auch nur von mir und meinen Erfahrungen schreiben.
                  Nur weil meine Tochter scheinbar einen Weg gefunden hat, sich "durchzumogeln", ist das bei anderen Kindern noch lange nicht so. Trotz alledem verzweifel ich dennoch, wenn ich ihr bei den Hausaufgaben helfen muss. Das macht es nämlich auch nicht leichter...

                  Lg yh400

      Hallo

      Mein Sohn geht noch nicht zur Schule aber er rechnet so

      Beispiele:

      3+5=

      3 Bonbons hab ich und ich bekomme noch 5 dann hab ich 8 Bonbons

      Minus

      8-3=

      8 Bonbons hab ich 3 esse ich dann hab ich noch 5

      also mehr Bildlich :-)

      er besteht auf Bonbon rechnen Äpfel und so will er nicht

      Hallo,

      versuch mal was über die Zahlenlandmethode von Dr. Prof. weiß ich nicht rauszufinden.

      Danach wird bei uns Mathe gelehrt, und es scheint bei den Kids gut anzukommen. Es ist auch mehr bildlich und materiell.

      Wenn du nichts finden solltest, sag nochmal Bescheid, dann frage ich unsere Lehrerin nochmal, wie dieser Typ hieß.

      Grüße

    Hat er eine Rechenkette?

    Falls nein, wäre es eine gute Idee, ihm eine zu basteln/kaufen. Es erleichtert das Verständnis für Zahlen und unterstützt prima bei Rechenaufgaben (da man mit den Kugeln abzählen kann).

    LG
    Christina

    Sprich noch mal mit der Lehrerin, wo es genau hapert - manchmal brauchen die Kinder einfach eine Zeitlang noch Hilfsmittel (Rechenkette, Rechenschieber, Plättchen) oder eben auch ganz konkrete Aufgaben aus dem Alltag, sprich eben das Rechnen mit Äpfeln, Birnen, Bonbons.

    LG

    Anja

    wir haben einen (Spielzeug-) Abakus. Manchmal hilft es, die Kinder länger mit solchen einfachen Hilfsmitteln rechnen zu lassen, dafür aber entsprechend mehr Aufgaben lösen.

    Hallo Dani,

    gibt es bei Euch keine Förderstunden oder Sonderpädagogen? Da würde ich in der Schule noch einmal nachfragen.

    Ansonsten Mathe spielerisch so gut wie möglich in den Alltag einfließen lassen, ohne das er es merkt. Z.B. Wir brauchen für jeden Wochentag ein Obst. Wie wäre es zB mit 4 Äpfel, 2 Mandarinen und eine Kiwi? Wieviele Tage hat die Woche überhaupt? Wenn wir 4 Äpfel geholt haben und 2 Mandarinen dazu, wieviel haben wir dann schon? Wieviel fehlt noch? Die Milch kostet 49 Cent, die andere 69 Cent. Was ist denn weniger, die nehmen wir dann usw. usw. usw. So handhabe ich es mit meiner Tochter seit der Vorschule.

    Also unbewusst Mathematik, aber bewusste Fragestellungen.

    Mehr fällt mir im Moment nicht ein.

    LG Sabine

Top Diskussionen anzeigen