"Der Handschuh" von Schiller

    • (1) 18.01.11 - 07:39

      Hallo!

      Unsere Tochter (6. Klasse) hat gestern dieses Gedicht aufbekommen. Bis spätestens Donnerstag sollen sie es auswendig vortragen können. Und es will einfach nicht in den Kopf!

      Bis jetzt habe ich jedes Gedicht mit ihr zusammen gelernt, ob es "Herr von Ribbeck" war oder der "Zauberlehrling", wir haben es immer gut hinbekommen, aber der "Handschuh" geht irgendwie gar nicht *grrr*, weder bei ihr noch bei mir.

      Nach 2x1 Stunde Üben gestern sitzen gerade mal die ersten beiden Strophen (von 8) einigermaßen.

      Hat jemand noch Tipps???

      Müssen eure Kinder auch öfter Gedichte auswendig lernen? Ich bin mir sicher, dass ich das in meiner Schulzeit nicht musste. Ist so was noch zeitgemäß?

      LG
      Britta

      • Hallo Britta!

        Bei uns war das definitiv nicht so extrem. Mein Sohn ist seit 5 Monaten in der Schule und musste nun schon das 5 Lied lernen. #augen Ich finde das absolut übertrieben.

        Bei uns war es damals so, dass wir uns zwischen dem Handschuh und dem Zauberlehrling entscheiden konnten. Und dann mussten wir uns einmal zwischen dem Erlkönig und John Maynard entscheiden. Das waren so die großen Sachen die wir vortragen sollten.

        Mir erschließt sich der Sinn dieser Gedichte und Lieder-Welle nicht. Ich habe es als Kind gehasst und da ist regelmässig das Buch an die Wand geflogen. Obwohl ich eine gute Schülerin war. ;-)

        Ich wünsche dir viel Geduld bis Donnerstag. LG Franca

      Hi Britta,

      auch meine Tochter hatte anfangs Probleme und ich dachte, das lernt sie nie.

      Uns hat dieses geholfen:

      http://www.youtube.com/watch?v=QB2i6WBJgJI

      Damit ging es dann ganz schnell. Der Text lief im Hintergrund und sie hat ihn mitgesprochen. Ruckzuck saß es und sie bekam als einzigste in der Klasse eine 1+ :-)

      Wünsch' Euch den gleichen Erfolg!

      LG Petra



      • Meine Tochter hat sich gestern schon einen Rap zu dem Gedicht rausgesucht (auch youtube), der dudelt jetzt schon immer auf ihrem Handy.

        Aber bei deinem Link ist das Ganze natürlich viel besser betont. Werde ihr den Tipp heute nachmittag weitergeben. #danke#danke

        LG

    Von Montag auf Donnerstag find ich schon ziemlich krass.Meine Kinder mussten das Gedicht erst in der 8.Klasse lernen.
    Vielleicht mal mit der Lehrerin reden.Man hat ja auch noch mehr Hausaufgaben auf,und irgendwo will ein Kind ja auch noch ein Kind sein.
    Von Montag auf Montag wäre besser.
    VG Ina

Guten Morgen,

"Ich bin mir sicher, dass ich das in meiner Schulzeit nicht musste. Ist so was noch zeitgemäß? "

also ich musste so Einiges an Gedichten auswendig lernen, und meine Schulzeit war 1979-1992.

Und heutzutage liegen Gedächnisleistungen doch mehr im Trend als zu meiner Schulzeit. Heute gibt es Gedächnistrainer, Bücher mit Gedächnistraining-Übungen, Computer-Spiele mit Gedächnisübungen, etc.

Klar kann man sagen "wozu ein Gedicht auswendig lernen? Mit Internet habe ich es sofort ergooglet, wenn ich es brauche"

Dasselbe Argument gab es aber schon früher:
"wenn mich das Gedicht interessiert, leihe/kaufe ich mir das Buch mit dem Gedicht"

LG,
J.

  • Nichts dagegen, MAL ein Gedicht auswendig zu lernen, aber so oft finde ich fragwürdig. Das hat man danach eh schnell wieder vergessen. Und dann diese alten Schinken in der altertümlichen Sprache...

    Sorry, aber da fände ich einen Unterrichtsschwerpunkt auf RECHTSCHREIBUNG wesentlich wichtiger. DIE wird in der heutigen Zeit aber allzugern vernachlässigt.

Hallo,

ich gehe mit meinem Sohn zuerst Strophe für Strophe durch. So kann er sehen, ob er alles (einzelne Wörter oder Inhalt und Sinn des Gedichtes) verstanden hat. Nach paar mal lesen, kann er dann Gedicht auswendig.

Ich finde Gedichte lernen ist heute immer noch zeitgemäß. Die Kinderlernen sich besser ausdrücken zu können, Texte intepretieren und sokönnen sie auch an eigener Sprachgewandheit pfeilen.

lg

ganduras

Hallo Britta,

ich musste damals den "Erlkönig" auswendig lernen, das war noch vor der Wende.
Dazu kamen im Musikunterricht einige Lieder - ziemlich viele sogar...^^
Und später auf dem Gymnasium - das war dann nach der Wende - "Die Bürgschaft" und "Den Zauberlehrling".

Zudem mussten wir einige Klassiker lesen und analysieren, wie z.B. "Nathan der Weise", "Romeo und Julia"; aber auch etwas "modernere" Sachen wie "Krabat" usw.

Ich habe später mein Fachabitur gemacht und merkte, dass ich Schwierigkeiten hatte damit, Dinge auswendig zu lernen - zu meiner Schulzeit ging das und zumindest den "Erlkönig" kann ich sogar noch. Ich hab dann die Sachen Schritt für Schritt immer vor mich hin gesprochen. Das hat geholfen.

Die MP3-Player haben doch alle eine Aufnahmefunktion - sicher habt ihr auch einen. Lass sie doch das Gedicht auf den Player sprechen und es sich immer wieder anhören. Vielleicht hilft es ja...

Vokabeln habe ich mir immer abends durchgelesen bzw. sie abends gelernt - die saßen dann am nächsten Tag. Bei so einem langen Gedicht funktioniert das natürlich nicht. Ich finde die Zeit auch echt ein bisschen kurz.

Ob das noch zeitgemäß ist, kann ich dir auch nicht sagen - ich finde die Lehrpläne teilweise ein bisschen veraltet, aber das ist nur meine Meinung. Sicher sind die Klassiker wichtig, man sollte schon wissen, wer was geschrieben hat oder wie die großen Dichter hießen. Muss ja nicht gleich heißen, dass man diese Mammutgedichte auswendig lernen muss - ich seh einfach den Sinn nicht.

Probiert es mal mit dem MP3-Player...vielleicht hilft es ja.

LG und viel Glück, Chantrea

von montag bis donnerstag 8 strophen.!

ich würde die lehrerin mal fragen ob ihr die zähne zu eng stehen.

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