Angst vor Klassenarbeiten

    • (1) 25.01.11 - 11:56

      Hallo,

      mein Sohn hat in seiner letzten Klassenarbeit eine 6 geschrieben obwohl er den kompletten Stoff konnte. Eine Arbeit zuvor eine 4-5, Stoff konnte er ebenfalls. Er kann sich das ganze nicht erklären, ich denke er hat einfach Angst vor Klassenarbeiten.
      Geht es noch jemandem so, bzw. was habt ihr unternommen?
      Ach ja, das Gespräch mit dem Lehrer steht noch aus, im Moment wegen Zeugniskonferenzen nicht möglich.

      LG,
      Susi

      • Hallo, auch meiner Tochter ging es so. Mehr wie immer ermutigen konnte ich damals nicht. Jetzt ist sie 5. Klasse und ihre Angst scheint verflogen. Sie bringt jetzt Gute Noten mit nach Hause. Leider kann nich nicht helfen. Aber sprich mal mit dem Klassenlehrer
        Alles Gute

        Nicole

        hallo,

        sollte es sich um angst vor test handeln, blockiert sein hirn bei klasenarbeiten. angst und lernen/ konzentration passt eben nicht zusammen.

        versteht er die fragestellung richtig? kennt er den unetrschied in den aufgabenstellungen (z.b. benenne, zähle auf, erörtere, belege, begründe, ...)?

        achtet er auf die punkteverteilung oder schreibt er einfach drauf los ( bei einer 1-Punkt-Frage muss man wenig schreiben, gibt es mehr punkte, reicht eben nicht ein einzelner satz)?

        es kann aber auch sein, dass er falsch lernt. das wissen runterbeten können und wirklich verstehen und entsprechende fragen zu beantworten, sind zwei paar stiefel. bei der reinen reproduktion gelingt das noch, nach dem motto. gelerntes ausspucken. aber es gibt ja noch drei andere, höher bewertete wissensstufen, wie die heißen, spielt ja jetzt keine rolle. kann er imemr nur die unterste stufe beantworten, ist das halt im normalfall ne 5.

        ich würde mal mit dem lehrer sprechen, wie er deinen sohn in klassenarbeiten erlebt. man merkt als lehrer oft, ob jemand einen "blackout" hat oder ob falsch gelernt wurde.
        wenn es deinen sohn sehr belastet, könnt ihr auch mal zum schulpsychologen/ beratungslehrer der schule gehen, der hat sicher wertvolle tipps.

        problematisch ist, dass, sollten die schwachen testergebnisse auf falsches lernen zurückgeführt werden können, dies natürlich auch zu angt vor tests führen kann. verbunden mit allem, was sich dann so dazu gesellt: generalisierung auf alle fächer/ den unterricht/ die schule per se/ motivationsproblemen und falschen attribuierungsmustern.

        das einzige, was mir jetzt einfällt, was du zuhause machen kannst, ist, eine testsituation zu simulieren. vielleicht gibt es ja von alten tests ein leerformular, das euch der lehrer geben kann. dann soll dein sohn zuhause unter bestimmten bedingungen den test schreiben (kein hilfsmittel, keine fragen, .... später könnt ihr dann den zeitfaktor dazunehmen, indem ihr einen wecker aufstellt. erst reichlich zeit geben, so dass er es auf jeden fall schafft, später immer mehr der zeit, die sie in der schule bekommen, anpassen).

        alles gute und liebe grüße,

        delfinchen


        ps: bitte dir tipp- und schreibfehler zu entschuldigen, aber ich muss nebenher auf meine 15monatigen zwillingsmäuse achten :-)

        • Hallo,

          wir üben fast täglich, er konnte den kompletten Stoff auch. Die Verbesserung der KA hat er ohne Hilfe als Hausaufgabe gemacht.
          Irgendwas blockiert ihn, doch ich weiß leider nicht wie ich ihm helfen kann.

          LG,
          Susi

          • vielleicht ist er übertrainiert und das setzt ihn unter druck?
            lass ihn mal unvorbereitet in ne arbeit gehen, schlimmer kann es ja nicht werden. und wenn er unvorbereitet ne schlechte note kriegt, kan er wenigstens attribuieren "hab nix getan, daher ne schlechte note". das ist in seinem fall ein günstigeres attribuierungsmuster als "hab gelernt, trotzdem ne schlechte note. ich bin zu dumm."

            ansonsten zuhause eine prüfung simulieren, erst ohne zeitdruck, dann gegen die uhr - immer weniger zeit geben, bis es der prüfungssituation entspricht.

            aber - wie geschrieben - es muss klar sein, dass er die aufgabenstellungen versteht und die verschiedenen stufen (erkläre, nenne, ..) auch richtig anwenden kann. zudem - ebenfalls wie geschrieben - sollte auch klargestellt sein, dass er zuhause auch reorganisiation, problemlösende aufgaben und transferaufgaben lösen kann, nicht nur die reinen reproduktions-fragen (nenne, zähle auf, ...).

            kann er das wirklich daheim und nur in der schule nicht, dann solltet hr wirklich einen beratungsleher aufsuchen, der wird auch noch andere tipps geben können, weil er mehr daten einholen kann, als ich das hier auf die schnell und ohne unterlagen vermag.

            liebe grüße und alles gute,
            delfinchen

            • Hallo,

              lieben Dank für deine ausführlichen Antworten. Ich werde jetzt das Gespräch mit der Klassenlehrerin abwarten und dann evt. noch einen Beratungslehrer hinzuziehen.
              Zuhause eine Testsituation simulieren ist ein guter Tipp, werde ich einmal ausprobieren.

              Liebe Grüße,
              Susi

      Definiere: den Stoff können.


      Viele Schüler verstehen zwar, was der Lehrer erzählt und können zuhause die Aufgaben dann auch lösen, aber es wird nicht geübt. In der Klassenarbeit wird auf Zeit gearbeitet, es fehlt die Sicherheit und dann kommt die Panik. Ich würde eine gute Lernhilfe kaufen und ihn jeden Tag 1/2 Stunde üben lassen.

      Gruß

      Manavgat

    Hallo Susi,

    ich würde zum Beratungslehrer / Schulpsychologen gehen, der euch helfen können. Normalerweise sollte die Schule einen haben, frag mal im Sekretariat nach, da muss man idR auch nicht sagen, worum es geht!

    LG

Top Diskussionen anzeigen