Tochter verletzte sich im Sportunterricht und musste trotzdem weiter machen

    • (1) 22.10.13 - 16:42

      Hallo,

      meine älteste Tochter verletzte sich im Halswirbelsäulenbereich im Sportunterricht. Sie hat gesagt, sie hat kurz keine Luft mehr bekommen, konnte sich vor Schmerzen nicht rühren hat geweint und die Lehrerin hat sie trotzdem zum Weitermachen aufgefordert.

      Wir waren dann am Nachmittag beim Unfallarzt und der stellte ein Schleudertrauma fest. Gebrochen war aber nichts.
      Trotzdem, auch wenn es noch relativ harmlos abgelaufen ist, bin ich sauer. Es hätte auch ein Haarriss oder Schlimmeres sein können und das Weitersporten hätte fatal enden können. Zumal ich erwarte, dass man mich als Mutter anruft, wenn sich mein Kind ernsthaft verletzt hat.
      Bin ich da zu streng, zu hysterisch, wenn ich mit der Schule Kontakt aufnehme. Ich würde der Frau gerne meine Meinung geigen, aber ich habe Angst, dass meine Tochter dann noch mehr unter der Lehrerin zu leiden hat. Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter ziemlich unsportlich ist, sie hat einfach zwei linke Füße. Die Lehrerin ist sowiso nicht gerade begeistert von meiner Tochter...

      LG
      Sternenlicht123

      • "Ich muss dazu sagen, dass meine Tochter ziemlich unsportlich ist, sie hat einfach zwei linke Füße"
        Das ist völlig egal denn es geht einfach garnicht das jemand weiter machen muss wenn er sich verletzt hat
        Ich würde mich da an die Schulleitung wenden,so ein Vorfall darf nicht sein und bei der Schule meiner Tochter muss man ausserdem "Unfallberichte" ausfüllen wenn sich ein Kind im Sportunterricht verletzt

        Hallo,

        auf jeden Fall sehr ernst nehmen! Und alles auch offiziell in den Schulakten als Unfallbericht festhalten!

        Meiner Schwester ging es mal genauso. Sie war auch immer ein kleiner "Tollpatsch" und hatte sich mal beim Hochsprung einen mehrfachen sehr komplizierten Bruch im Ellenbogengelenk zugezogen, weil sie ganz unglücklich auf ihren Ellenbogen gefallen war. Die Lehrerin hatte sie auch nicht ernst genommen, obwohl sie vor Schmerzen sehr geweint hat und laut ihren Mitschülern auch sehr bleich war. Zum Glück war es die letzte Stunde und da nachmittag sowieso ein Arztterin anstand, holte meine Mutter sie von der Schule ab und der Arzt hat sie gleich weiter ins Krankenhaus geschickt. Dort hat man den komplizierten Bruch im Gelenk festgestellt. Die Lehrerin war danach sehr kleinlaut.

        Aber meine Eltern ärgern sich bis heute, dass sie nicht weiter reagiert haben und weitere Schritte gegangen sind. Denn heute sind sämtliche Ansprüche verjährt und meine Schwester hat heute noch (15 Jahre später) sehr häufig schlimme Schmerzen in ihrem Ellenbogen und kann ihn kaum bewegen. Sehr ungünstig, da es ihr rechter Arm ist und sie Rechtshänderin ist.

        Bitte mache das alles ganz offiziell über die Schule und deren Versicherung, damit Spätfolgen abgesichert sind.

        Alles Gute und eine möglichst schmerzfreie Genesung #herzlich

        Viele liebe Grüße,
        Connykati

      Ich würde den Vorfall melden und klären, ob Deine Tochter eventuell mehr Schmerzen hatte oder ggfalls einen Folgeschaden durch das Verhalten der Lehrerin. Falls ja, gibt es einen Anspruch auf Schmerzensgeld und ja, ich würde dieses schuldhafte Verhalten der Schulleitung schriftlich melden, damit sich das nicht wiederholt!

      Jeder Depp weiß, dass mit solchen Verletzungen umgehend ein Unfallarzt aufzusuchen ist. Und eine Sportlehrerin sollte das gleich 2 Mal wissen.

      Gruß

      Manavgat

Hallo,

mein Sohn wurde im letzten Schuljahr von einem Mitschüler verletzt. Er hatte eine starke Prellmarke am Haaransatz an der Stirn, war kreidebleich, schwitzig und hatte starke Schmerzen.

Der Lehrer hat es nicht ernst genommen und sich aus seinem "Streß" heraus nicht um ihn gekümmert. Da es die letzte Stunde war kam mein Sohn in dem Zustand nach Hause.

Jedenfalls ging es soweit dass die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Lehrer aufnehmen wollte!

Ich würde dennoch das Gespräch mit der Lehrerin suchen.

Wünsche alles Gute,

Rehlein

Es war vollkommen richtig und gut, dass du mit deiner Tochter beim Arzt warst.

Mich würde interessieren, wobei (bei welcher Übung) die "Verletzung" zustande gekommen ist. Denn ein Schleudertrauma kriegt man ja nicht gerade bei einer Vorwärts-Rolle...

Außerdem ist ja auch die Frage, inwiefern deine Tochter ihre Schmerzen kundgetan hat, nachdem sie zum Weitermachen aufgefordert wurde. Wurde sie wirklich nachdrücklich von der Lehrerin aufgefordert (oder gar gezwungen), finde ich das schon ein starkes Stück. Die Lehrerin hätte sie ebenso erstmal auf der Bank sitzen lassen und beobachten können, ob eine Besserung oder gar eine Verschlechterung eintritt. Dann hätte sie im Falle einer Verschlimmerung auf jeden Fall dich informieren müssen bzw. sie an einen Arzt verweisen müssen, wenn du nicht erreichbar gewesen wärst.

Aber: ich würde bei der Lehrerin erstmal vorsichtig wg. der Sache anfragen. Vielleicht stellt sie es auch ganz anders da als deine Tochter. Und dann wäre sicher ein klärendes Gespräch sinnvoller als jetzt gleich voll in die Konfrontation zu gehen.

LG
cori

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